Warum sind Frauen schwächer?

7 Antworten

Alles hat für die Evolution seine Vor- und Nachteile. Die Vorteile von hoher Kraft ist leicht ersichtlich. Aber hohe Kraft wird bedingt durch mehr Muskelmasse. Und hier liegt das Problem.

Große Gehirne und Muskeln haben eines gemein: Sie kosten unheimlich viel Energie. Auch Muskeln die nicht gefordert sind kosten schon viel Energie - wären dann aber auch gar nicht in der Ausprägung nötig. Damit ist beides - das große Gehirn und die große Muskelmasse - evolutionär NEGATIV zu sehen. Die Auswirkung (bessere Überlebenschance durch mehr Intelligenz oder größere Stärke) dagegen positiv. Erst wenn der positive Einfluss den negativen evolutionär an Bedeutung schlägt wird das zu einem positiven Selektionsfaktor.

Vom Neandertaler weiß man, dass er ein Gehirn hatte, dass sogar geringfügig größer war als unseres. Das muss nicht bedeuten, dass er klüger war, aber wohl doch etwa auf "unserem" Niveau. Aber er hatte mehr Muskelmasse, relativ gesehen gerade auch die Frauen. Der Neandertaler musste nach Modellrechnungen etwa doppelt so viel essen wie unsere leptogamen Vorfahren. Das ist nur dann sinnvoll, wenn durch die hohe Kraft auch doppelt so viel Nahrung herangeschafft werden kann (bezogen auf die Kalorien). Als dann auch noch der Speer (= "geworfene Lanze") und schließlich die Speerschleuder aufkam, war Kraft nicht mehr das entscheidende Moment (vergleiche den Körperbau von Kugelstoßern und Speerwerfern heute). Daher verhungerten Neandertaler in Notzeiten schneller als unsere Vorfahren. Eines der diskutierten Gründe zum Aussterben des Neandertalers.

Evolutionär macht es nun Sinn, wenn nicht alle (=beide) Geschlechter auf eine Sache optimiert sind. Vor dem Gesetz sind alle gleich - vor der Evolution nicht. So gab es immer schon Geschlechterrollen, die nicht durch Gesellschaft sondern durch die Evolution getriggert wurden. Es war unnötig beide Geschlechter mit der "teuren" hohen Muskelmasse auszustatten (Männer essen mehr als Frauen). Die war damals vor allem für die Jagd wichtig vor dem Speer noch zu Zeiten der Lanze (Lanze = Nicht flugfähiger Speer. Hier nicht an Turnierlanzen denken bitte). So hat die Evolution beide Geschlechter für unterschiedliche Aufgaben optimiert. Da die Jagd (Kraft erforderlich) nicht immer für Frau durch Schwangerschaft möglich war (damals waren Frauen die meiste Zeit schwanger => Kindersterblichkeitsausgleich) mussten das die Männer machen genau wie andere Arten des Kampfes (oder der körperlichen schweren Arbeit). Frauen wurden dagegen für andere Aufgaben optimiert bzw. waren eine energetische "Sparversion" - für Arbeiten bei denen Kraft unerheblich war, war es günstig, dass jemand das machte, der einen geringeren Grundumsatz hatte, was den Frauen entsprach (z.B. Sammeln, Kinderbetreuung, etc.)

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Abgeschlossenes Studium als Diplom Biologe

Höhere Attraktivität. Gebärfähigkeit.

Als Schwangere bist du eher am Flüchten als am Kämpfen.

Folgende Angepasstheiten weisen Frauen auf, die sich vorteilhaft bei der Geburt und Aufzucht von Nachwuchs erweisen hat:

  1. Weniger Testosteron. Testosteron ist ein natürliches Steroid, und Steroide können als Immunsuppressiva wirken, dadurch haben Frauen ein stärkeres Immunsystem.
  2. Höherer Körperfettanteil. Der Fettanteil bei Frauen ist im Durchschnitt 8 % höher als bei Männern. Das macht Frauen widerstandsfähiger gegen wie Hungersnöte und sorgt für Reserven für den Fötus.
  3. Tieferer Körperschwerpunkt. Die Hüften von Frauen sind im Allgemeinen breiter als die Schultern, dies erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit einer Geburt.

Unter diesen Faktoren leidet die potenzielle physische Kraft. Wir sprechen hier von einem Trade-off, und dieser muss nicht statisch sein.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Biologiestudent (B.Sc.)

Hi.

Die Frauen können Kinder gebären, Männer nicht. Daher sind Mann und Frau unterschiedlich körperlich aufgebaut.

Männer haben auch eine höhere Produktion (10 bis 20 %) des Hormons Testoseron, dass den Muskelaufbau anregt.

Männer haben Kraft und körperliche Ausdauer, Orientierung (dreidimensional denken),

Dafür sind Frauen mental ausdauernder, multitaskingfähiger, schmerzunempfindlicher , sind beweglicher und haben ein besseres Gleichgewicht.

Das bedeutet nicht dass die jeweiligen Stärken des anderen Geschlechts nicht mit Ausdauer antrainiert werden können

Weil du Stärke und Schwäche nur durch reine Muskelmasse definierst.

Frauen brauchen mehr Fettgewebe, weil sie sowohl ein Fötus wie auch einen Säugling durchfüttern müssen. Dafür werden Kalorien gebraucht, die im Fettgewebe gebunden sind. Mehr Fettgewebe bedeutet weniger Muskelmasse.

Frauen haben eine deutlich bessere Fähigkeit Schmerzen aushalten zu können, auch das ist nachgewiesen. Macht sie das jetzt schwächer? Wohl eher nicht, oder?

Frauen sind emotional stabiler, kommen besser mit Stress und Schlafmangel zurecht, können über längere Zeiträume funktionieren und besser multitasken. Auch kein Zeichen für Schwäche, wenn du mich fragst.

Frauen lassen sich während einer Schwangerschaft ein komplettes, neues Organ wachsen. Sie werden durchschnittlich deutlich älter als Männer.

Frauen sind im Schnitt körperlich flexibler als Männer und können besser/schneller klettern. Sie können besser das Gleichgewicht halten.

Wenn du Stärke dadurch definieren willst, wer im Schnitt besser ein schweres Gewicht anheben kann - meinetwegen, das funktioniert dann nicht. Geschenkt.

Aber insgesamt gesehen sind Frauen nicht schwächer, sie sind nur einfach in anderen Bereichen stärker als Männer.

Und evolutionär betrachtet macht das Ganze dann eben auch Sinn.

Naja viele Punkte die du nennst sind nur bedingt richtig. Zb:

Frauen haben eine deutlich bessere Fähigkeit Schmerzen aushalten zu können, auch das ist nachgewiesen. Macht sie das jetzt schwächer? Wohl eher nicht, oder?

Testosteron senkt das Schmerzempfinden Östrogen steigt es. Auch die Haut ist bei Männern dicker und somit ein besserer Schutz gegen Schmerzen. Aber grundsätzlich lässt sich sagen, dass Frauen und Männer anders auf Schmerzen reagieren.

Frauen [...] kommen besser mit Stress [...] zurecht

Frauen reagieren physiologisch geringer, psychologisch jedoch stärker auf Stress als Männer (Helbig, Susanne 2019)

Frauen können besser multitasken.

Das ist nur ein Klische.. Denn das können beide Geschlechter ziemlich gleich schlecht.

können besser/schneller klettern

Beim Speedklettern schneiden Männer schneller bzw. besser als Frauen ab, wie bei nahezu allen anderen Sportarten auch.

usw..

Das soll kein Frauen Bashing sein. Viele deiner Punkte sind sehr klischeebehaftet und/oder falsch bzw. fragwürdig formuliert. So ähnlich wie die Aussage Männer seien besser in Mathe als Frauen..

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