Warum macht mich Tod nicht traurig?

6 Antworten

Es kommt immer auf die Umstände drauf an. Mein Opa z.B. hing nur an Geräten, die ihn beatmet hatten und ich habe mir das ein mal freiwillig angesehen und fand seinen Tod sowohl für mich als auch für ihn als erlösend. Ich glaube nichts ist schlimmer als mit anzusehen, wie Familienangehörige nur durch Geräte am Leben gehalten werden. Ich war nicht traurig darüber, sondern hab mich erleichtert gefühlt, da ich wusste das das was ich da gesehen habe nichts mehr mit Leben zu tun hat und es das Beste war das ihm passieren konnte.

Je älter ein Mensch stirbt, um so mehr gefasst sind die Angehörigen, weil sie das erwartet haben. Bei manchen Patienten ist es eine Erlösung, wenn sie nach langem Leiden sterben können.

Es gibt aber andere Todesfälle auch, wo sich die Familienmitglieder nur schwer damit abfinden können; manche in jahrelange Depressionen verfallen. Hier wird der Trennungsschmerz stark empfunden. Das ist nicht in jedem Fall gleich.

Hey,

ich glaube, du bist wie ich Autist. Ich hatte schlechte Erfahrungen mit meiner Oma und meiner Cousine, die beide gestorben sind. Als einzige Person auf der Beerdigung saß ich das seelenruhig und hab gelesen, weil ich von meiner Oma nur angeschrien wurde, später habe ich jedoch erfahren, dass sie mich lieb hatte und dann habe ich auch geweint. Es muss dich wirklich tief treffen und du musst die Person wirklich geliebt haben.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Betroffen

Vielleicht weil Du keine besondere Bindung zu deinem Großvater hattest? Stirbt jemand, dem man sehr nahe stand, dann ist das anders.
Dieser jemand ist dann fort, für immer. Du kannst nie wieder mit ihm sprechen, ihn berühren, sehen, seine Stimme hören. Er wird Dir nie wieder schreiben, niemals wieder kriegst du etwas von ihm zu hören. Das wars, ein für alle mal und Du weißt es unter Garantie.

Vielleicht, aber ich bin generell nicht besonders Emotional.

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Deshalb musst du aber noch lange kein Autist sein.

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Hallo Aramos99,

ich denke das ist eben deine Art damit umzugehen. Jeder geht mit den Dingen anders um, der eine bricht in Tränen aus, der andere verspürt tiefes bedauern (was bei mir der Fall ist), wieder anderen ist der Tod anderer Gleichgültig und bei dir ist es eben so wie bei mir, wahrscheinlich verspürst du dieses Bedauern.

Ich würde es nicht unbedingt als "unnormal" abstempeln. Der Tod anderer Menschen kann schon ziemlich deprimierend sein, aber das ist auch Teil des lebens. Mach dir keinen Kopf darüber, mir geht es dahin ähnlich wie dir.

MfG Dhalwim numero zwo!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Aus mehreren Büchern und viel Erfahrung im Alltag.

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