Warum löst sich Ethanol im Benzin; Zucker sich aber nicht im Benzin?

4 Antworten

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Ethanol hat einen unpolaren Rest, den Alkylrest, und eine polare Gruppe, die Hydroxylgruppe. Beide Reste sind in ihrer Funktion etwa ausgewogen. Das bedeutet aber, dass sie sich in unpolaren Lösungsmitteln (Benzin) und in polaren (Wasser) lösen.

Wenn Du von "Zucker" sprichst, dann meint der Laie die Saccharose. Diese Verbindung ist überwiegend aus polaren Gruppen (Hydroxylgruppen) aufgebaut. Aus diesem Grunde löst sich diese Verbindung nicht in einem unpolaren Löungsmittel.

Ist Saccharose wirklich überwiegend aus Hydroxylgruppen aufgebaut? Denn wie ich das Molekül im Heft stehen habe, sind meiner Meinung nach gleich viele polare und unpolare Gruppen vorhanden. Trotzdem vielen Dank für deine Antwort, du hast mir wirklich geholfen!

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Zucker ist ähnlich polar wie Ethanol, abe die größeren Moleküle hängen fester zusammmen (höhere Kristallisationsenergie). Die wird bei Wasser überwunden, weil auch das anlagern von Wassermolekülen Energie frei wird (Solvationsenergie). Bei Benzin ist das weniger der Fall.

Wenn du mit Zucker Glucose meinst, dort hängt an jedem der sechs C ein O. Damit ist Glucose deutlich polarer als Ethanol mit nur einer OH-Gruppe. Bei anderen Zuckern wie Saccharose (dem Zucker zuhause) ist das genauso.

Aber so gesehen dürfte sich doch dann Ethanol nicht in Benzin lösen, da es nur eine KW-Verbindung gibt!

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@littleOrange

Ethanol ist durch die OH-Gruppe am Ende der C-Kette sowohl mit polaren als auch mit unpolaren Lösemitteln mischbar. Beim Zucker wird die C-Kette (bzw der Ring) durch die vielen OHs praktisch abgeschirmt, sodass das gesamte Molekül polar ist.

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Das ist eine Frage der Polarität. Im Gegensatz zu Zucker ist Ethanol schwächer polar, schau dir die Strukturformeln an.

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