Warum lässt man Katzen freien Lauf, Hunden aber nicht?

19 Antworten

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Eine wirklich kluge und interessante Frage - die leider zu einem absolut unnötigen "Shitstorm" (ich erlaube mir dieses Wort mal, steht ja schließlich auch im Duden!) bezüglich Hunden geführt hat. Ich schließe mich der allgemeinen Meinung zwar an, dass Hunde potenziell mehr Schaden anrichten können, aber Aussagen wie "sie sind oft aggressiv gegenüber Artgenossen" oder "von ihnen geht eine Gefahr aus" sind überflüssig und unsachlich.

Ich würde sogar mal so weit gehen zu behaupten, dass ein freilaufender Hund sich Artgenossen gegenüber aufgeschlossener und weniger aggressiv zeigt als ein Kater. Ein Hund wird eher dazu neigen, sich einem Rudel anzuschließen, weil Hunde grundsätzlich sozialer veranlagt sind als Katzen. Ein gut sozialisierter Welpe/Junghund/Erwachsener fängt normalerweise keinen Stress mit anderen Hunden an. Derjenige, der diese Aussage getroffen hat, hat anscheinend selbst schlechte Erfahrungen mit unerzogenen Hunden gemacht. Eigentlich sind das aber hochsoziale Tiere, die mit Artgenossen keine Probleme haben sollten, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Erst gestern habe ich mir dieselbe Frage gestellt: Warum kann man Katzen einfach so frei herumstreifen lassen, während man den Hund dreimal täglich ausführen muss? Wäre es nicht viel einfacher, die Tür aufzumachen und den Hund direkt hinterherzuschmeißen?

Nach Hause finden würden wohl beide, um die Diskussion unter einer anderen Antwort mal aufzugreifen. Ein Wolf hat schließlich auch ein Territorium von vielen Kilometern, der verläuft sich auch nicht. Wenn man also nicht gerade fünfzig Kilometer weit wandert oder der Hund sehr vergesslich ist, wird auch er wieder zurückfinden. Es kann gut sein, dass das bei manchen Hunden nicht mehr so ausgeprägt ist, weil sie ja eigentlich sehr nah am Menschen gehalten werden und selten darauf angewiesen sind, ihren Weg zurückzufinden - im Gegensatz zu Katzen. Trotzdem denke ich, dass ein Hund, der seinen Weg selbst wählen kann, auch darauf achtet, dass er wieder nach Hause zurückfindet.

Grundsätzlich geht es ja, einen Hund frei rumlaufen zu lassen - siehe Streuner in den östlichen und südlichen Gefilden. Ich hab noch nicht gehört, dass ein Hund da Passanten angefallen haben sollte, und diese Hunde lernen ebenso schnell wie Katzen, den Autos auszuweichen, um nicht überfahren zu werden. Ich weiß nicht, wie die Mentalität bsp. in Rumänien diesbezüglich ist, aber ich glaube nicht, dass es für die Leute dort komisch ist, wenn auch Hunde frei rumlaufen.

Man muss natürlich auch sagen, dass diese Streuner stark verwildert sind. Hierzulande könnte man niemals einen Welpen vom Züchter zum Freigänger kriegen - es ist oberstes Gebot eines Züchters, aus seinen Welpen aufgeschlossene, menschenfreundliche Hunde zu machen. Ein streunendes Tier, sei es Katze oder Hund, hält sich grundsätzlich von Menschen fern, und nur unter den Umständen ist Freigang auch tolerierbar. Es wäre nicht zu verantworten, zum Beispiel eine Dogge frei herumlaufen zu lassen, wenn sie sich freudig auf jeden Menschen stürzt. Hunde sind eben einfach aufgeschlossener und menschenbezogener als die meisten Katzen, und es gibt auch viel mehr Vorurteile gegen sie. Außerdem wäre es für Leute, die eine Phobie gegen Hunde haben, wohl ein Albtraum, wenn plötzlich alle ihre Hunde ohne Beaufsichtigung herumlaufen ließen.

Ich denke, der Jagdtrieb spielt auch eine große Rolle. Es gibt zwar Hunde mit keinem oder wenig Jagdtrieb, aber es gibt auch die, die ihr ganzes Leben streng beaufsichtigt werden müssen, damit sie kein Wild jagen. Wenn sie dabei vom Jäger erwischt werden, können sie (solange kein Mensch in der Nähe ist) sogar erschossen werden. Und das will ja keiner.

sehr gute antwort, dh..

nur zum letzten teil mit em jagttrieb möchte ich was hinzufügen.. man hört ja schon mal, dass ein hund wild erwischt hat, aber der erfolg bei hunden, die keine jagtliche ausbildung haben hält sich wohl eher in grenzen

bei katzen mit hohem jagttrieb sieht das aber anders aus, die fangen immer wieder mäuse, vögel ect.. iwo bei england dürfen die leute deshalb nurn och 2 katzen pro haushalt halten und sind verpflichtet, sie mit klingelhalsbändern auszustatten, weil dort fast alle kleineren tiere von den katzen erlegt wurden

das würde bei hunden denke ich nicht passieren, kenne wenige hunde die ein gesundes reh im spurt erwischen könnten

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@Scherina

Ein Reh wahrscheinlich nicht, zumal ja noch lange nicht jeder Hund groß genug ist, um eins zu erlegen, aber hier bei uns dürfen die Hunde auch keine Hasen/Kaninchen wildern. Die sieht man aber ziemlich oft mitten auf den Feldern, und die gehen auch so gut wie nie laufen, wenn sie einen Hund sehen. Ich kann mir schon vorstellen, dass ein Hund mit entsprechender Veranlagung sich einen Hasen schnappen kann, und wenn die Freigänger sich zu einem Rudel zusammentun, dann erst Recht. Ich glaube, da gäbe es mehr Probleme als bei Mäusen und Vögeln, aber jede Art von übertriebener Jagd ist letztendlich nicht gut. Mein Hund jagt gar nicht, er hatte aber auch nie das Verlangen danach - deshalb kann ich nicht sagen, ob er jemals einen Hasen erwischen würde. Und ein Reh würde ihn zum Frühstück verspeisen :-D

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@Laura3495

wenn die hasen 2 mal sehenb, was passiert, wenn sie nicht laufen werden sie aber laufen..

ist bei uns auch so, hier sind auch ne menge kaninchen aufm feld.. die konnte man fast schon anfassen, so nah konnte man ran (auch mit hund).. bis dann mal 2 gerissen wurden.. jetzt sind die weg, wenn die nen hund sehen

die meisten großen hunde sind aber zu schwerfällig und allgemein sind die meisten hunde ja eher unerfahren, schleichen sich falsch an, rennen zu früh los ect

aber wo sieht man heute noch hasen ect? die haben meistens so eine kleine grünfläche, da ist der bau nie weit weg

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Das könnte daran liegen das Katzen Lauerjäger sind und Hunde Hetzjäger. Ein Lauerjäger ist meist alleine unterwegs und stellt nur Opfer die wesentlich kleiner sind als sie, um nicht in Gefahr zu laufen sich selber zu verletzen. Ein Hetzjäger jagd auch im Rudel und verfolgt das Beutetier bis es nicht mehr kann, durch diese Jagdart sind deutliche größere Beutetiere möglich, da von den völlig erschöpften Tieren meist keine Gefahr mehr ausgeht. Sprich eine Katze kommt nicht auf die Idee ein Schaf, Pony, Reh, Esel oder ähnliches erbeuten zu wollen, ein Hund sieht das ganz anders. Würde man seine Hunde wie seine Katzen einfach rauslassen, so würden sie sich schnell umorientieren und andere Hunde als Rudel ansehen, sprich sie würden als Rudel rumlaufen. Hat ein Hund ein Rudel gefunden, so wird er eher nicht zum Menschen alleine zurückkommen, entweder kommt das Rudel mit oder er geht mit den Rudel woanders hin. Denn dann entscheiden die Resourcen in deren Revier, gibts du das meiste Futter, gewinnt dein Revier wahrscheinlich.

Zumal es mehr Menschen gibt die Angst vor Hunden haben, als vor Katzen, es würde auch eine ziemliche Unruhe im menschlichen Zusammenleben stiften. Und unsere Rassehunde sind meist von der Natur so weit entfernt, das sie draußen nicht lange überleben würden. Ich denke viele würden sich an unseren Müll vergiften, vom Auto überfahren werden, völligst verwahrlosen oder schlichtweg an seinen Zuchtfehlern leiden. ZB Französische Bulldogge bei 40 Grad im Schatten, alleine, ohne Halter....ich denke er würde laufen oder spielen bis tot umkippt. Und bereits bei den Katzen sieht man ja leider auch, das das rauslassen für das einzelne Indivduum richtig ist, aber auf die Masse gesehen auch seine Nachteile hat, wenn man sich die momentane Situation mit den ganzen Streunerkatzen und die vollen Tierheime sich so anschaut. Der Mensch ist halt das Hinderniss dabei, wir sind zuviele als das alle ihre Katzen unkastriert rauslassen könnten, trotzdem gibt es noch zuviele die es trotzdem machen - das seh ich schon als Hindernis, um Hunde freilaufen zu lassen.

Zur Aggressivität, ich finde Katzen haben das höhere Aggressionspotenzial, wer es schonmal mit einer wilden Mutterkatze zu tun bekommen hat, weiß vielleicht was ich meine. Allerdings können die ein ja in der Größe nicht ernsthaft gefährlich werden, was bei einen Kangal mit 75kg Lebendgewicht zb auch wieder anders aussieht.

Und vor allem würde mir Bauchschmerzen machen das es viele Hundehasser gibt, die sich auch nicht scheuen Gifköder auszulegen oder noch fieseres mit den Tieren machen, Hunde sind zutraulich, das kann auch böse enden, wenn er zu den falschen Menschen freudig hinläuft.

Wir haben hier im Dorf einige "liebe" Nachbarn, die für ihren Wuffi die Haustür aufmachen, ihn springen lassen und sich auf diese Weise das Gassigehen sparen. Die Crux ist, daß wir in der Siedlung lt. Bebauungsplan nicht mal Zäune ziehen dürfen und somit immer aufpassen müssen, ob Nachbars Fiffi nicht wieder eine Tretmine vor die Terrassentür gelegt hat.

In unserem Haus wohnen zwei Hunde, es wird peinlichst darauf geachtet, dass ja nicht liegenbleibt, die Nachbarskatze schei.t das ganze Grundstück voll, wir müssen auch aufpassen wohin wir treten.

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