Warum können nicht einfach alle reich sein?

21 Antworten

wie andere schon geschrieben haben, ist es eine Definition was Reichtum ist. 

ein paar Vorschläge:

Glück und Zufriedenheit, kann jeder erreichen, wenn man mit dem zufrieden ist was man hat, aber natürlich gibt es Grundvoraussetzungen der Gesellschaft, die Bürgerrechte wie Freiheit, Gleichheit, gewährleistet. Es gibt sogar einen Staat, der sich das Volksglück in die Verfassung geschrieben hat: google mal unter Bhutan .. Bruttonationalglück .. kein Witz !

Wenn man nur den absoluten materiellen Aspekt betrachtet, kann man definieren, was man braucht um alle Wünsche erfüllen zu können: immer genug zu essen, Kleidung und Behausung die zu allen Jahreszeiten gegen  die jeweiligen Klimaeinflüsse schützt, Zugang zu ärztlicher Versorgung, zum kulturellen Angebot, zu Literatur, freie Gestaltung seiner Freizeit, seiner Religionsausübung, des Ausleben seiner sexuellen Identität ... Im Mittelalter hätte man einer solchen Definition sicher zugestimmt und dabei an ganz wenige Adelige und Kirchenfürsten gedacht. Heute hat das jeder Flüchtling oder Hartz IV Empfänger. Und setzen wir eine drauf: die Möglichkeit ferne Länder zu bereisen, die Möglichkeit mit der eigenen 120 PS Kutsche bei jedem Wetter sich zu bewegen, die Möglichkeit auf alles Wissen der Welt nicht nur in der Bibliothek sondern von zuhaus oder unterwegs zuzugreifen .. sowie mit fernen Personen zu kommunizieren .. das hätte man im Mittelalter als so gigantischen Luxus angesehen .. dass jemand der sowas prophezeit hätte, wohl als Anhänger von Magie auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre. Ja .. absolut gesehen leben wir im Paradies.

Leider hängen wir aber einer anderen Reichtumsdefinition an: der relativen Definition .. ich will mehr als der Nachbar, schneller, grösser, besser, das empfindet man als Reichtum. Volkswissenschaftler definieren dann z.B.  oberes Dezil, "90 % haben weniger" oder man setzt die Grenze auf 1% "99% haben weniger" .. nach der Definition wird die Mehrheit sich immer arm fühlen können. 

"Reich(tum)" ist ein vielfältiger Begriff, der verschieden definiert werden kann.

Man kann reich an Geld, Liebe, Freunden usw. sein.

Ab wann man reich ist, ist ebenso individuell festlegbar.

Der eine hat 50 Millionen € und ist reich, der nächste vergleichsweise nur 1000€ und beide können von sich sagen, dass sie reich sind.

Je nachdem, wie man es auslegt.

Wenn ich Deine Frage also richtig verstanden habe, ja, es ist möglich, dass jeder "reich" ist.

Liebe Grüße :-)

Wenn jeder angemessen verdienen würde und ordentliche Pensionen/Renten gezahlt werden, wäre das schonmal die halbe Miete. Natürlich wäre es geil wenn jeder vom Staat ein Sparbuch mit 100k Euro bekommen würde. Es würde vielleicht der Wirtschaft und dem Staat nichteinmal so schaden, denn viele würden die 100k sicher gleich alles ausgeben und somit profitiert auch der Handel und der Staat, weil er dadurch Steuern einnimmt. Eigentlich Win Win für alle ;) .

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durch meine Erlebnisse usw.

Nein, weil so der Wert des Geldes sinkt. Ein Multiplikator kann demnach gar nicht erst entstehen.

0

Es ist unmöglich, aus mehreren Gründen:

1) Die Ressourcen (Platz, Nahrung, Öl, Gold, Arbeitskraft etc.) sind begrenzt.

2) Geld ist mehr oder weniger begrenzt -> stellt man mehr zur Verfügung, dann ist es irgendwann nichts mehr Wert (Inflation).

3) Reichtum könnte ja fast definiert sein als "nicht arm sein". Gibt es das eine nicht mehr (arm sein), dann auch nicht mehr das Gegenteil.

Reichtum ist immer relativ, es können deswegen nicht alle reich sein. Auch könnten 8 Mrd. Menschen nicht auf dem Niveau wie Donald Trump leben, ist jetzt übertrieben, aber die Resourcen würden auch nicht für 8 Mrd. Sparkassendirektoren reichen. Außerdem sind manche Resourcen begrenzt, es kann nicht jeder eine Villa an einem idyllischen See haben, weil es so viele Seen nicht gibt, selbst wenn jeder theoretisch das Geld dafür hätte.

Was möchtest Du wissen?