Warum ist Windows so beliebt?

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10 Antworten

Ich bin seit DOS 4.x und später seit Windows 2.0 schon dabei – also quasi von Anfang an (davor CP/M).

Vor DOS hatte jeder Hersteller und teilweise auch jede Modell-Reihe ein eigenes Betriebssystem. Dadurch war es sehr schwer, zu einer anderen Maschine zu wechseln.

Microsoft hatte sich daraufhin schwer bei den PC-Herstellern "promotet" und UNIX lief damals nur auf Großrechnern, so dass DOS/Windows überall freudig begrüßt wurde.

Natürlich wurde dann der Markt zwangsläufig mit kompatiblen Programmen überflutet und in Ermangelung von Alternativen und durch Gruppendynamik wurde DOS/Windows das einzige für PC's nutzbare OS.

Irgend wann kam Linux. Linux war zwar – wie alle UNIXoide – in puncto Sicherheit, Stabilität und Funktionsumfang deutlich leistungsfähiger als Windows, aber leider ist es nie wirklich aus der Shell-Ecke heraus gekommen.

Der Markt war also fest in Bill Gates Hand.

Erst seit sehr kurzer Zeit kamen grafische Linux-Distributionen wie Ubuntu & Co hinzu, die aber gerade erst am Anfang stehen und ihre Markt-Nische noch erobern müssen.

Zudem kommen dann aber auch Markt-Zwänge.
So ist es für einen Hardware/Software-Hersteller sehr kostenintensiv, seine Treiber/Programme herzustellen. Da liegt es auf der Hand, dies eben auf einen Mehrheits-Markt zu beschränken.
Erweiterten Service können sich auch eigentlich nur die "Giganten" wie Nvidia oder Oracle leisten und selbst dort sind Service und Funktionalität immer noch sehr fehlerbehaftet. Aber auch dies ist verständlich, wenn man sich mal die Anzahl der Alpha- und Beta-Tester auf beiden Seiten der Systeme anschaut.

Aber auch dies wird sich in den nächsten Jahren stark verbessern, denn hier sind Idealisten am Werk und keine Kapitalisten.

Wie dem auch sei, ich bin sehr froh, dass es endlich so was wie Kubuntu gibt, denn für mich ist seit Windows 8 Schluss mit lustig. Eigentlich wollte ich mir vorbehalten, auf den Nachfolger zu warten, aber Windows 10 schlägt für mich dem Fass den Boden aus. Diese unverschämte Speicher/Ressourcen-Verschwendung für nichts Anderes als Nachteile (Metro) kann ich nicht mehr nachvollziehen. Hinzu kommen dann auch noch eine Zwangsbindung, um höhere Verkaufszahlen zu erreichen. Ich habe kein Geld zu verschenken und ganz sicher bezahle ich nicht mehr für weniger Leistung!

Das reicht! Seit letztem Jahr bin ich bei Kubuntu. Inzwischen habe ich mich ganz gut eingearbeitet und auch die Treiber laufen jetzt super. Daddeln ist nie mein Fall gewesen und daher kümmert mich dieser Nachteil auch nicht. Ich werde Windows 7 noch so lange parallel nutzen, bis es nicht mehr funktioniert, aber dann ist endgültig Schluss. Außerdem staune ich immer wieder, welche Windows-Programme dank Wine auch unter Linux laufen.

Also ich weiß genau wovon ich rede, wenn ich sage das "Windoof" stinkt!

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Kommentar von Starjuice
20.07.2016, 22:07

Hey MarkusGenervt, vielen Dank auch dir für deine ausführliche Antwort. Insgeheim hat mich Linux schon immer irgendwie interessiert aber hörte auch gleichzeitig immer das man iwie programmieren beherschen muss wenn man das System nutzt, da es ja mit einer Shell läuft. (oder so)

Ich werde mal anfangen es parallel auszuprobieren, evtl. auf nem zweiten Rechner.

Mich würde gern interessieren was genau "Wine" ist ?

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Nun es ist einfach und benutzerfreundlich. Dazu gibt es einen großen Markt an guter Software, weiter war der Spielemarkt quasi die längste Zeit Windows exclusive.

Sein wir ehrlich jeder der ein wenig mehr tut, als Office starten hat in Linux z.B. jeden zweiten Tag irgendwelche Situationen wo irgendwelche Libs fehlen, sich nicht installieren lassen und man muss Foren durch kämen und nach Lösungen suchen. Das ist lustig, wenn einem das Spaß macht und man sich mit Computern auskennt.

Für jemand der Office nutzen will, Browsen will, ein paar gängige Dateitypen wie PDFs öffnen will sieht es da anders aus.

Wo wir bei Office sind da haben wir natürlich auch Kompatibilitätsprobleme. So gut wie überall wird MS Office genutzt und das konvertieren bzw. öffnen in Libra Office und co. klappt sehr oft nur bescheiden.

Dazu haben wir die Verbreitung auf den Fertigcomputern etc pp. Insgesamt hat wohl alles seine Berechtigungen. Für meinen Raspberry PI mit Kodi drauf finde ich Linux super auf meinem Desktop wäre es eine Katastrophe. Ein Großteil der Programme läuft nicht oder nur bescheiden und mit Fehlern, dazu Problematiken wie fehlende Treiber usw.

Kurz FÜR MICH unbrauchbar. Aber letztlich hängt es von jeden selbst ab und was man brauch. Windows ist eben die eierlegende Wollmilchsau. Linux eher ein Bastelprojekt.

Von Apple brauch man gar nicht anfangen. Zu teuer, nicht aufrüstbar, fehlende Schnittstellen die mit aller Hand zusätzlichen Zubehör teuer erworben werden und dann i.d.R. langsamer sind und ebenfalls fehlende Software- und Treiberverfügbarkeit.

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Kommentar von SirNik
20.07.2016, 22:07

naja....DAS Bastelprojekt ist eher Windows....aber FÜR Bastelprojekte ist Linux xD

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Kommentar von MarkusGenervt
21.07.2016, 02:58

Also mit OpenOffice/ApacheOffice/LibreOffice hatte ich noch NIE Kompatibilitäts-Probleme.

Hingegen kann MS Office die freien Formate teilweise nur mit Extra-PlugIns laden, die dann teilweise noch nicht mal von Microsoft zur Verfügung gestellt werden, sondern von freien Enthusiasten.

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Linux/Unix-Systeme sind oft sehr technisch und werden hauptsächlich mit der Shell bedient. Zudem existiert einfach nicht soviel Anwendersoftware für etwaige Firmen und Privatpersone.

Windows ist eben so konzipiert, dass auch 'Hausfrauen" es einfach bedienen können.

Auf Privatrechner ist meist Windows drauf.
Aber auf den meisten Servern oder Großrechner läuft ein Linux System.

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Linux hat Windows teilweise schon überrundet. Aber eben nur auf dem Smartphone bzw. Clamshell.
Leute die über Windows schimpfen haben sich entweder nicht gut damit auseinander gesetzt, wollen unbedingt individueller sein oder beziehen alle Schwächen eigener IT Kenntnisse auf das was sie sehen.

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 trotzdem ist Windows so beliebt und gängig (den Anschein hab ich zumindest)

Das hat eher etwas zu tun mit einer geschickten Vermarktungsstrategie, als mit Beliebtheit.

Ein großer Teil der Menschen, meinen, das BS von Microsoft gäbe es geschenkt, weil es als Bundle mit der Hardware verkauft wird.

Dazu kommt ein riesiges Softwareangebot, fast alle Hardware hat den Fokus auf Windows (Treiber, Software) und nicht zuletzt hakelt es nach wie vor beim Datenaustausch.

Ein alternatives BS zu verwenden setzt daher voraus, sich intensiv damit auseinander zu setzen. Man muss recht genau wissen, was man will und worauf man verzichten kann (muss).

Allerdings: Fast alle Meckerei über Windows beruht nicht darauf, das es so schlecht ist, sondern weil die Menschen sich nicht bemühen, es zu verstehen.

Ich habe vor etwa 20 Jahren versucht, mich von Microsoft zu verabschieden.

Gelungen ist das nur im privaten Umfeld. Immer wenn es darum geht, Daten mit der "Welt" auszutauschen, greife ich mehr oder weniger zähneknirschend auf Windows zurück ...

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1) Ich denke, dass viele nicht mal wissen was Linux ist. Ich z.B dachte ich vor ein paar jahren, dass es nur Mac und Windows gibt

2) Für Windows werden die meisten (und beliebten) Spiele programmiert. Ich z.B hätte mir linux heruntergeladen, wenn ich FIFA darauf spielen könnte.

3) Für Büros oder Schule ist MS-OFFICE ja auch (denke ich) nur für den Mac und Windows erhältlich. Und naja, ich glaube nicht, das Schulen sich jetzt IMacs in den Computerraum stellen.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten

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Kommentar von MarkusGenervt
21.07.2016, 02:50

Was MS Office betrifft, ist es nur noch teuer und völlig überladen (Speicher).

OpenOffice, ApacheOffice oder LibreOffice (Linux) können das Gleiche. Da gibt es sogar ein Basic-Modul.

Das einzige, was es nicht gibt ist Access (proprietär). Aber wer sagt denn (außer M$), dass man nicht auch freie Alternativen (z.B. SQL) nutzen kann?! Lernen muss man das Ganze ja sowieso.

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Vielleicht wird Linux nicht so oft genutzt wie Windows, dass daran liegt dass Leute es einfach nicht kennen und noch nie probiert haben oder sie einfach mit Windows grafischer Oberfäche besser klarkommen als mit der Linux Shell.

Außerdem beinhaltet Linux noch nicht die große Spiele-Sammlung die Windows hat, aber dass häuft sich sehr. Das größte Spiel
in der Linux Geschichte ist gleube ich The Witcher 2, was sich sehen lassen kann. Da Valve aber nun auch auf Linux zählt (SteamOS und SteamBox nutzen Linux) wird es nun immer mehr Spiele geben.

Seitdem ich in der Linux Community bin, finde ich für jedes Problem eine Lösung, egal ob nun Ubuntu oder Arch oder ... Die Linux-Community (ich nenne Mitglieder gerne mal "Linuxxer" :D) ist einfach unfassbar groß und beim Entwickeln hat Linux die hase 1000km weiter vorne!

Windows hat zwar VisualStudio, aber Linux hat: Plattformunabhängigen C/C++-Compiler, Wine (nutze ich um mit DevC++ für Win zu kompilieren), makefile, ein geiles Terminal mit 'ner geilen Shell und viele viele weitere Tools (IDE's wie eclipse, Codeblocks, MonoDevelop,...).

Auf Windows zu programmieren war für mich schwerstarbeit und ich habe es regelrecht gehasst... Seit Linux ist dass alles besser und da mein Hobby das erkunden des Betriebssystems ist, ist Linux perfekt für mich gemacht.

Ich stelle die meisten Programme von mir für beide Betriebssyseme zur Verfügung, da auch Windows-User die in der aißenwelt leben ich nichts vorenthalten möchte, was man auf Linux schaffen kann(Danke dafür an Wine und DevC++ mit GCC)!

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Treiberkompatibilität, Software-Angebot (bes. was Spiele angeht, aber nicht nur), Optik, Notwendigkeit der Shellnutzung.

Dazu kommt natürlich noch, dass viele Berufe die Nutzung erforderlich machen (weil Chef).

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Weil Windows auf so gut wie allen Computern vorinstalliert ist und wenn man sich kein überteuertes Apple gerät kauft vermutlich am benutzerfreundlichsten ist.

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Weil sich Windows (Ja, man kann tatsächlich den echten Namen benutzen) früher etabliert hat und somit die meiste Software für Windows angeboten wird. Warum sollte man wechseln, wenn man schon sein ganzes Leben mit etwas zutun hat, mit dem man gut auskommt?^^

Es ist leicht immer nur die negativen Dinge zu bemängeln, ohne mal auf die Vorteile zusprechen zu kommen. Hauptsache meckern, dann sind die Deutschen glücklich ;D

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Kommentar von LemyDanger57
20.07.2016, 09:13

Wenn Du sie schon ansprichst, könntest du dann auch mal die Vorteile nennen?

Warum sollte man wechseln, wenn man schon sein ganzes Leben mit etwas zutun hat, mit dem man gut auskommt?^^

Wenn immer Alle so gedacht hätten, würden wir heute noch auf Bäumen sitzen und mit Stöcken nach Bananen werfen.

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