Warum ist Stolz eine Sünde?

18 Antworten

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Stolz ist an sich eine sehr positive Emotion. Es ist eine Belohnung an sich selbst für etwas das man gemacht hat oder besitzt oder auch einfach eine Art der Freude für andere. Auf jemanden Stolz zu sein, ist etwas Gutes.

Was jedoch problematisch ist, ist wenn Stolz zu Hochmut und Überheblichkeit führt. So sehr auf sich selbst stolz zu sein, dass man denkt man wäre wertvoller als andere, ist schlecht und unproduktiv.

Aber das hat die Kirche ja nie interessiert. Stolz ist tatsächlich nur deshalb eine Sünde um das Volk klein zu halten und eine Ausrede zu haben um metaphorische Hexenjagden zu veranstalten. Wenn jemand nichts schlechtes gemacht hat, aber die Kirche ihn loswerden will, wirft sie der Person einfach Stolz vor und voila, die Person ist als schwerster Sünder gebranntmarkt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Recherchen und Forschungen

Danke für das Sternchen

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(Endlich mal!) Eine super Antwort - genauso sehe ich das auch! Der Sternchen ist vollauf berechtigt...

Gruß Fantho

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Das Wort Stolz kann man verschieden benutzen.

Es gibt sicher auch einen guten Stolz, dass man auf Leistungen oder andere Personen oder sein Land etc. stolz ist.

Wenn man sagt, dass Stolz die schlimmste Sünde ist, meint man damit aber einen Stolz, wo man vieles bei übersieht.

Wenn ich z.B. eine gute Note schreibe, kann das damit zusammenhängen, dass ich viel gepaukt habe. Wenn ich aber eine schlechte Note schreibe, heißt das noch lange nicht, dass ich nicht ebenso viel am Nachmittag gebüffelt habe. Sondern es kann ja auch sein, dass mir ein Fach einfach nicht liegt oder dass ich nicht so viel IQ mitbekommen habe.

Oft meint man, die eigene Intelligenz sei das eigene Verdienst. In Wirklichkeit ist Intelligenz aber genauso ein unverdientes Geschenk wie z.B. Gesundheit, gute Eltern, genug Geld zum Leben, ein Staat, wo gerade Frieden herrscht, etc.

Von daher kann ich auf mich stolz sein, dass ich so viel für die Schule gearbeitet habe, wie ich mir vorgenommen habe und mich nicht von Computerspielen und Faulheit habe ablenken lassen. Aber dass ich einen hohen IQ und damit die Möglichkeit habe, Supernoten zu schreiben, das ist eigentlich noch gar kein Grund zum Stolz.

Das Gegenteil ist Demut. Auch bei eigenen guten Leistungen sollte man sich immer bewusst sein, dass die Grundfähigkeiten dazu gegeben wurden und nur ein Teil davon eigener Verdienst ist.

Stolz fördert Eitelkeit, Neid und Missgunst und lässt die viele glauben, sie seien etwas Bessereres oder klüger als die meisten anderen Leute und ist eine der Hauptursachen für Folgesünden.
Immer mal wieder daran denken:
Dummheit und Stolz wächst auf einem Holz.
Wer der Erste sein will, soll der Letzte und der Diener aller sein.

Stolz ist auch Ursache, wenn Leute ihr eigener Gott sein wollen. Er will sich nicht unterordnen und sich schon gar nicht vorschreiben lassen, was er darf und was nicht und begehrt dagegen auf. Eigene unwichtigere Bedürfnisse werden über wichtigere anderer Leute gestellt.

Ein klein wenig kurzen Stolz sehe ich noch nicht als Sünde, solange es Ansporn für eine gute Sache ist. Aber aufpassen, dass er nicht zu groß wird, zu lange andauert oder gar Tun oder Unterlassen nach sich zieht, mit dem das eigene Gewissen verletzt wird.

Stolz zu wecken ist eine der Hauptmethoden, die Leute zum Bösen zu verführen.

Streckenweise verwechselst du Stolz mit Egoismus.

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@Aurina

Wenn es auch nicht das Gleiche ist, halte ich Egoismus und Stolz doch für ein Paar, das zusammen auftritt.

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Wer zufrieden ist über Gutes, das er getan hat, kann zu Recht stolz darauf sein. Aber wer diese Art von Stolz hat, die Satan geschaffen hat, der muss an sich arbeiten, um nicht überheblich zu werden:

„Stolz kommt vor dem Sturz und Hochmut kommt vor dem Fall.“ (Sprüche 16:18)

Stolz wirkt oft zerstörerisch — siehe den Rassismus.

Ich glaube mit Stolz ist hier sowas wie Uneinsichtigkeit/Hochmut gemeint.

Wenn ich immer meine alles besser zu wissen und zu stolz bin, einen Fehler oder eine Schwäche zuzugeben, wird es mir schlecht gehen, da es heißt:

"Hochmut kommt vor den Fall".

-vor dem Fall

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