Warum ist es okay, Tiere zu schlachten und sie zu essen - sie wollen genauso leben?

28 Antworten

Natürlich wollen alle Lebewesen - Tiere wie Menschen (die biologisch gesehen auch Tiere sind) - "leben". Das ist unser genetisches Programm (Fortbestand der Art). Aber wenn wir als Mensch auf die Ansprüche und Bedürfnisse anderer Arten "Rücksicht" nehmen würden, dann wäre uns ein Lebensstandart, wie wir ihn heute genießen, nicht möglich. 

Der erste Teil deiner Frage bezieht sich zwar "nur" auf das Schlachten von Tieren, die eigentliche Problematik ist meines Erachtens aber viel weitreichender, vor allem wenn man die Aussage "Tiere wollen genauso leben" betrachtet. 

Der Mensch benötig schließlich Unmengen an Ressourcen, Energie und nicht zuletzt Lebensraum, was in der Folge und letzter Konsequenz zur Verdrängung und Ausrottung von gesamten Arten führte und führt - die eigentlich auch "nur leben wollten/wollen".

Wenn man nun zum ersten Teil der Frage zurückkehrt: Natürlich kann man sein Leben zumindest scheinbar "bewusster" gestalten und beispielsweise auf Fleisch oder tierische Produkte verzichten, wie es in den letzten Jahren immer mehr zum Trend wird. Aber für mich ist das eher Befriedigung des eigenen Gewissens bzw. in manchen Fällen auch das Zeigen einer eigentlich nicht vorhandenen moralischen Überlegenheit als tatsächliche Problemlösung. 

Ja, so lange diese Tiere vor ihrem Ende ein vernünftiges Leben hatten. Genau da sehe ich die Verantwortlichkeit des Menschen: Das was wir an Wildnis, Nutztieren, Feldern etc. haben so zu pflegen und so gut zu behandeln wie es nur geht weil es eben nichts selbstverständliches ist jeden Tag den Teller voll zu haben. Das ist teurer, klar aber dann muss man halt ein wenig umdenken, es muss nicht jeden Tag Fleisch geben. Geiz ist nicht wirklich geil wenn es auf Kosten anderer Lebewesen geht. 

Weder Rinder noch Hühner denken über ihre Zukunft nach, sie wissen nicht was sie erwartet und können genau so wenig über ihr Leben und Sterben nachdenken wie Hund und Katze, sie leben einfach jeden Tag...beneidenswert manchmal.

Weder Rinder noch Hühner denken über ihre Zukunft nach, sie wissen nicht was sie erwartet und können genau so wenig über ihr Leben und Sterben nachdenken wie Hund und Katze, sie leben einfach jeden Tag...beneidenswert manchmal

Das machen Menschen mit schweren Behinderungen auch. Folglich ist es dann wohl in Ordnung, sie zu töten, sofern sie vorher ein ordentliches Leben hatten? 

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@Lennister

Für mich gibt es trotzdem einen gewissen Unterschied zwischen Menschen und Tieren, einfach weil Menschen nunmal die Spezies sind zu der ich auch gehöre und in deren kulturelle Werte ich hineingeboren bin. Wobei ich finde das man es jedem Menschen selbst überlassen sollte ob er leben möchte oder nicht aber das ist nochmal ein anderes Thema.

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Frag die Natur warum es Fleischfresser gibt. Wenn Du von ihr eine Antwort erhältst, dann hast Du auch eine Antwort auf Deine Frage.


Fakt ist, der Mensch ist genauso ein Tier wie die von Dir als Tiere bezeichneten Lebewesen. Ebenso ist Fakt, das die Natur vor sieht, das ein Lebewesen sterben muss, damit es von einem anderen als Nahrung verzehrt werden kann.


Aber wenn Du so um das Wohl der nichtmenschlichen tiere besorgt bist, schlage ich Dir vor, Du überlewgst Dir wie man sicherstellen kann, das Tiere wirklich artgerecht gehalten werden können. Denn daüber sollte man immer nachdenken und sich bemühen. Und das sage ich als jemand der sehr gerne und auch sehr viel Fleisch konsumiert.


Im übrigen, Pflanzen wollen auch leben und dennoch werden sie von den Vegetariern bei lebendigem Leib zerstückelt und gefressen. Im Gegensatz dazu hat das Tier theoretisch wenigstens eine Chance weg zu laufen. Wer ist also schlimmern? ;P

Für einen Fleischesser sterben und leiden mehr Pflanzen.

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@BrightSunrise

Du kannst der Kuh die ich hinterher verspeise gerne vorher noch einen Beschwerdebrief schreiben und sie darauf hinweisen das sie aufhören soll Vegetarier zu sein, damit nicht noch mehr Pflanzen leiden müssen. ;P

Aber mal im Ernst, wenn Du so argumentierst, dann solltest Du über jeden Carnivoren froh sein, der einen Vegetarier auf seinem Teller hat, denn damit müssen dann ja nach Deiner Ansicht weniger Pflanzen leiden. ;)

Achja und Frutarier sind Babymörder, weil Früchte nichts anderes sind als die ungeborenen Pflanzen welche die Früchte hervorgebracht haben.

Also egal wie man es dreht und wendet, solange Menschen organische Nahrung zu sich nehmen (was wir dummerweise müssen um überleben zu können), vernichten wir Lebewesen um selber zu überleben. Das ist der Kreislauf des Lebens und in keinster Weise moralisch verwerflich.

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@MorsElthrai
Aber mal im Ernst, wenn Du so argumentierst, dann solltest Du über jeden Carnivoren froh sein, der einen Vegetarier auf seinem Teller hat, denn damit müssen dann ja nach Deiner Ansicht weniger Pflanzen leiden.

Nein, die Carnivoren sorgen dafür, dass sich die Herbivoren gegen sie verteidigen müssen und dadurch mehr Pflanzen fressen müssen. Wieso meinst du, sind Gazellen so sportlich?

Also egal wie man es dreht und wendet, solange Menschen organische Nahrung zu sich nehmen (was wir dummerweise müssen um überleben zu können), vernichten wir Lebewesen um selber zu überleben. Das ist der Kreislauf des Lebens und in keinster Weise moralisch verwerflich.

Mit solch einem Mangel an Differenzierung könnte man alles rechtfertigen. Jede moralisch verwerfliche Tat lässt sich, wenn man nur genug Details weglässt, als moralisch neutrale Tat beschreiben. Zum Beispiel könnte man Erdolchen als "Messer in ein Objekt stecken" beschreiben.

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@DarkSepia

Nein, tatsächlich lässt sich nicht alles damit rechtfertigen. Denn es gibt auch taten, welche der natürlichen Ordnung zuwieder handeln und damit per se zu verurteilen sind. Aber prinzipiell hast Du recht. Vieles was wir als "moralisch verwerflich" betrachten verurteilen wir lediglich deshalb, weil es unseren persönlichen Weltvorstellungen widerspricht. Die Handlung an sich ist tatsächlich moralisch neutral. Gerade der Tötungsvorgang ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Weil der Tod an sich einfach ein biologischer Fakt ist dem sich derzeit kein Lebewesen entziehen kann. Nur der Grund warum ein Lebewesen ein anderes tötet variiert. Also muss jeder selbst entscheiden, ob er einen Tötungsvorgang moralisch für richtig hält oder nicht. Und hier zwischen Mensch und Tier zu unterscheiden bedeutet nur, das man so arrogant ist, den Menschen über alle anderen Lebewesen zu stellen. Meiner Meinung nach ein schlimmeres und verlogeneres Verbrechen als jede Tötung, aber das ist eben meine persönliche Weltsicht. Es steht jedem frei da eine andere Meinung zu vertreten.

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Pflanzen wollen auch leben

Nein. Pflanzen sind nicht empfindungsfähig und können daher auch nichts wollen. 

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@Lennister

Rein menschliche Arroganz zu glauben das Pflanzen nicht empfindungsfähig sind.

Ich stehe da einfach auf dem Standpunkt das jedes Leben, egal welcher Spezies (ausser Mücken, die gehören ausgerottet) ein recht zu leben hat, aber akzeptiere das Leben enden müssen um andere zu ernähren und kann sehr gut damit leben indem ich den Regeln zwar folge, aber dennoch jedes Lebewesen gleichermaßen respektiere.

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@MorsElthrai

Ich stehe da einfach auf dem Standpunkt das jedes Leben, egal welcher Spezies (ausser Mücken, die gehören ausgerottet)

Kannst du das auch begründen? Auch die Behauptung, Mücken seinen eine Ausnahme.

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@DarkSepia

Wenn Du einen Satz kopierst, dann bitte auch komplett um eine Aussage nicht zu verfälschen. Aber was die Mücken betrifft, ich mag sie einfach nicht, weil sie mich immer wieder stechen. Also rotte ich sie aus wo ich sie finde. :) Vielleicht nicht besonders nett, aber ich kann damit sehr gut leben. :)

Und wenn ich Deine Bitte nach Begründung richtig interpretiere, dann lautet die Antwort, das ich den Menschen nicht als über der Natur stehend betrachte, sondern als Bestandteil der natur, womit er ihren Regeln unterworfen ist. Und die Natur kennt nunmal kein Gut und Böse, oder andere moralische Werte. Sie stellt auch kein Lebewesen über ein anderes. Sie kennt nur konstruktiv und destruktiv und beides ist in der Natur manchmal notwendig. Also akzeptiere ich das und schaue nur, ob ich auf eine Situation treffe, die entweder der Natur zuwider handelt, oder die ich für mich persönlich nicht mehr verantworten kann um etwas zu bewerten.

Nur wer nicht fähig ist die Verantwortung für sein handeln zu übernehmen ist darauf angewiesen andere Lebewesen ab zu werten um sich selber über sie zu erheben und damit sein handeln zu rechtfertigen.

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Pflanzen haben nicht die nötigen Informationsverarbeitungsmechanismen, um zu leiden. Und Tiere im Schlachthof haben keine Chance wegzulaufen.

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@DarkSepia

Ist soweit ich informiert bin falsch. Die Mechanismen sind zwar andere als die bei tirischen Lebensformen, aber sind existieren. Auch wenn sie anders funktionieren.

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Der Konsum von Tierprodukten ist egoistisch, unnötig und unmoralisch. Moral im Sinne der Logik, aber auch Religion - denn was für ein Gott würde es gut finden, Tiere völlig unnötig zu versklaven und zu töten? Kein guter Gott. Wenn er ein guter Gott wäre, würde er den Nutztieren ermöglichen keine Schmerzen zu fühlen - genau das Gegenteil ist aber der Fall. Außerdem ist es nicht logisch, Tierprodukte zu konsumieren weil wie gesagt es egoistisch, unnötig und unmoralisch ist.

Alle wichtigen Nährstoffe gibt es von Pflanzen, sie waren schon immer der Kern von allem. Selbst Vitamin B12, wo viele denken, das würde man nur durch die Nutztiere bekommen obwohl es nicht so ist und die Nutztiere erst überhaupt Vitamin B12 Tabletten konsumieren müssen verstehe ich nicht, wieso immernoch Fleisch konsumiert wird. Viel sinnvoller wäre es einfach ca 3x pro Woche Vitamin B12 Tabletten zu konsumieren - es gibt aber auch noch andere Alternativen dafür.

Außerdem ist es falsch, Geschmäcker über das Leben anderer Lebewesen, die leben wollen zu stellen. Allein, dass ich das erwähnen muss, weil es viele gibt, die das eben tun, macht mich traurig.

Ich bin fest überzeugt davon, dass der Mensch ein Herbivore ist, denn das Fleisch bleibt zwischen den Zähnen stecken und bei Raubtieren ist das nicht der Fall. Aber nehmen wir mal an, dass der Mensch ein Omnivore wäre, würde es immernoch nicht legimitieren Tierprodukte zu konsumieren, denn nur weil man etwas kann, heißt das nicht, dass man das tun muss.

Deshalb verstehe ich immernoch nicht, wieso der Konsum von Tierprodukten nicht bereits illegal ist. So viel wird geopfert nur um die Nutztiere zu füttern - so viel Soja, etc. wobei wir das eigentlich selber für uns verwenden könnten und die Erde würde uns danken.

Ich bin jetzt 17 und schon lange vegan, meine Familie nicht und mir geht das ziemlich auf die Nerven, wie sich das hier entwickelt mit der Welt.

Wieso ist es also nicht illegal? Wird da was unternommen?

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