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Jahrzehntelang wurde der Individualverkehr gepampert.
Das Auto - die heilige Kuh vieler Deutsche, die lieber eine halbe Stunde oder mehr im Stau stehen, als die gleiche Zeit in Bus oder Bahn zu verbringen.

Der ÖPNV und was dazugehört, wurde sträflich vernachlässigt.
Jetzt rächen sich

  • Bahnhöfe, die teilweise in Richtung Ruinen gehen,
  • Stellwerke mit veralteter Technik und zu wenig Leuten, die für die jeweiligen Stellwerke ausgebildet sind,
  • Züge, die gerade so fahren,
  • chaotische Fahrpläne mit mehr oder weniger spontanen Ausfällen
  • fehlendes Personal, um die Bahnen von A nach B bewegen zu können

Schuld daran sind bestimmte Personen in der Politik, die unbedingt die Autoindustrie fördern wollte und gefördert hat bzw. es immer noch macht.


kiniro  20.05.2025, 12:16

Danke fürs Sternchen :)

Die Infrastruktur in China ist 20 Jahre alt.

Die Infrastruktur in Deutschland ist 150 Jahre alt und muss ausgebessert werden.

Dieses Problem wird China in 30 Jahren auch haben

Außerdem wird in China erst die Strecke erarbeitet und dann werden die Bewohner umgesiedelt. So einfach geht das hier nicht.

Deutschland muss sich mit einer sehr alten, gewachsenen Infrastruktur auseinandersetzen.

Man kann durch Köln nicht einfach eine High Speed Trasse verlegen


Aegroti  19.05.2025, 16:26

Deutschland muss sich vor allem mit seiner hinderlichen Bürokratie auseinandersetzen

Naja die meisten Städte entstanden halt aus Dörfern und da haben einfach immer mehr Leute gesiedelt bis es mehr Stadt wurde, das ist halt nie so ganz geplant gewesen und unsere Straßenbauämter sind auch bissel komisch durch.

Gibt zb die Sendung der reale Irrsinn.

Wow! Das sieht alles noch sehr schön und neu aus. Und auch alles sehr sauber. Keine Obdachlosen und keine Kaputten. Hoffentlich bleibt das alles so die nächsten 30 Jahre. Irgendwann muss China vielleicht Geld sparen. Momentan ist das zwar nicht in Sicht, aber man weiß ja nicht was noch wirtschaftlich aus dem fernen Osten kommt.

Der große Unterschied: In China werden Städte geplant und dann hingeklatscht, das sind großteils keine alten Ortschaften, die organisch gewachsen sind.


TaiFei  20.05.2025, 14:16

Was erzählst du denn da für ein Quatsch? Die meisten Städte ich China sind uralt und hatten auch schon immer deutlich mehr Einwohner als europ. Städte. Der Unterschied ist, dass diese in den letzten Jahrzehnten noch mal deutlich stärker gewachsen sind. Es gibt nur wenige Städte (z.B. Shenzhen) die recht neu sind.

verreisterNutzer  20.05.2025, 14:22
@TaiFei

Weil es eben kein Quatsch ist. Organisches Wachstum wäre nach und nach, China klatscht entweder ganze Städte auf einmal hin, oder ganze Stadtteile. Da kann man natürlich ganz anders planen.

TaiFei  21.05.2025, 07:40
@verreisterNutzer

Was soll denn ein organisches Wachstum sein. Das ist eine Bull-Shit-Biologisierung. Chinas Städte existieren i.d.R. schon hunderte von Jahren, verzeichnen aber seit der Industrialisierung, ein enormes Bevölkerungswachstum. Solche Phasen hat es auch in Europa gegeben. Europäische Städte wurden um 1900 erheblich umgestaltet und nach 1945 auch noch einmal. China vollzieht diesen Change halt nur später. Neue Stadtviertel werden aber auch in DE ständig hochgezogen, siehe Speckgürtel. Das geschieht halt nur in deutlich geringeren Umfang, weil DE nur einen Bruchteil der Einwohner hat. Dafür wird in China (aber auch in Korea oder Japan) die öffentliche Infrastruktur wesentlich mehr berücksichtigt, weil deren Städte weniger autozentriert sind.

verreisterNutzer  21.05.2025, 07:45
@TaiFei

Schau dir eine europäische Stadt (wie zB Wien) an, da siehst was organisches Wachstum ist.

Gibt große Unterschiede, hat aber weniger mit der Bevölkerungszahl und Autos zu tun, sondern mehr mit Enteignung und „Friss oder stirb“. Wenn man in Europa „auf der grünen Wiese“ planen könnte, wäre es nicht anders, man hat ja dazugelernt, nur hast halt uralte Stadtkerne (die geschützt sind) und über die Zeit hinzugekommene zB Vororte die inzwischen zur Stadt gehören, hier kann man nicht einfach was wegreißen und neu bauen.

TaiFei  21.05.2025, 08:51
@verreisterNutzer
"Schau dir eine europäische Stadt (wie zB Wien) an, da siehst was organisches Wachstum ist.

Quatsch auch Wien hat im 19Jh. eine radikale Umgestaltung erfahren. Enteignungen waren damals das Mittel der Wahl. Große Teile der armen Bevölkerung wurde aus den Stadtkernen verbannt. Die meisten Häuser in den Stadtzentren im DACH-Raum entstanden in der Gründerzeit. Das viele ältere Gebäude weiterhin existieren ist kein Widerspruch. Und natürlich wurden nach dem WW2 viele Städte noch einmal stark umgebaut. Enteignungen finden bis heute statt und gerade auf der grünen Wiese. Natürlich gibt es dafür eine Entschädigung. Auch in China gibt es Entschädigungen bzw. es wird Ersatz angeboten. Ein großer Unterschied ist lediglich, dass Grund und Boden dort nicht Privatbesitz ist, sondern i.d.R. lebenslange Pachtverträge haben.

Auch in China gibt es viele uralte Gebäude und alte Stadtviertel. Die sind sogar beliebte Touristenattraktionen.