Warum haben werdende Väter so wenig Mitspracherecht, wenn es um Abtreibung geht, egal ob pro oder contra?

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14 Antworten

Zu Punkt 1: 

Ja, das ist unfair, wenn sie das Kind nicht will, er aber doch, das er kein Mitspracherecht hat, aber es ist das "kleinere Übel", es geht halt nicht anders.  

Denn es ist definitiv eine größere Psychische Belastung für eine Frau, ein Kind das sie nicht will auszutragen, als die Belastung für einen Mann, wenn die Frau gegen seinen Willen abtreibt. 

Man kann den Fötus schließlich nicht einfach entfernen, und einer Leihmutter einsetzen, die Frau müsste das Kind selbst austragen, und ihr Körper wäre danach nie mehr der selbe, zudem hätte sie das ungewollte Kind Monatelang in sich, würde spüren wie es sich bewegt, was eine extreme Psychische Belastung ist. Der Körperliche und Psychische Schaden bei einer Frau bei Zwangsaustragung ist in der Regel einfach viel höher als die (rein) Psychischen Probleme bei unerwünschten Abtreibungen beim Mann

Zum zweiten Punkt: 

Das Prinzip dahinter ist, das derjenige der gar nichts dafür kann, nämlich das Kind, eben nicht darunter leidem darf. Das Kind genießt hier den höchsten Schutz.

Der Unterhalt ist ja keine "Gebühr" dafür das man Kontakt zu dem Kind haben "darf". Ob man dies möchte oder nicht ist völlig irrelevant, da das Kind nix dafür kann, wenn ein Elternteil es nicht sehen will. 

Beim Unterhalt geht es nicht mehr um die Mutter oder den Vater, sondern um das Kind. Das Kind darf eben keine Nachteile daraus haben, das der Vater es eigentlich nicht wollte, denn es kann nichts dafür geboren worden zu sein. Das Kind hat GAR KEINE Entscheidungsmöglichkeit im Gegensatz zu Mutter oder Vater, die beide hätten verhüten können. 

Deswegen ja auch neulich die Entscheidung, das selbst Samenspender zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden können, egal was sie mit der Samenbank abgemacht haben, da die Verträge mit den Samenbanken absolut KEINE Gültigkeit für die entstehenden Kinder haben.

Wenn übrigens die Frau zu spät merkt, das sie schwanger ist, das Kind aber nicht will, und der Mann es nach der Geburt alleine aufzieht, muss die Frau genauso Unterhalt zahlen. 

Das es so rum von der Justiz leider selten durchgesetzt wird, DAS ist unfair! Unglaublich viele Frauen, deren Ex Partner das/die Kind/er aufziehen, zahlen keinen Unterhalt, obwohl es zum Teil rechtsgültige Urteile dazu gibt. Männer kommen dafür schon mal in den Knast, Frauen kommen damit so gut wie immer irgendwie durch, selbst wenn es einen Titel gegen sie gibt... 

Ich finde aber auch generell, das der Teil der Unterhalt zahlen muss, die Wahl haben sollte, ob er diesen in Geld, oder Naturalien wie z.B. Kleidung oder Schulsachen errichtet. So könnten besorgte Unterhaltszahler sicher stellen, das das Geld auch wirklich dem Kind zugute kommt, und nicht der Nikotinsucht des erziehenden Elternteils. 

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Kommentar von ThenextMeruem
14.11.2016, 14:20

So habe ich es noch nie gesehen, also dass das Kind dabei keine Nachteile haben darf, aber es ist auch irgendwie widersprüchlich, dass das gilt, aber Abtreibung ohne Probleme durchgeführt werden dürfen.

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Bei der Frage ob man ein Kind Abtreibt oder nicht ist die Frage einfach zu beantworten. Das werdende Kind ist im Körper der Frau. Eine Abtreibung ist ein körperlicher Eingriff und hierzu kann/darf niemand gezwungen werden. Und eine Schwangerschaft ist auch eine erhebliche Belastung für den Körper der Frau. Ob sie das will ist auch ihre eigene Entscheidung und betrifft den Mann nicht.

Was den Unterhalt usw. betrifft ist Mutter und Vater gleichermaßen in der Pflicht. Beide waren an der Zeugung beteiligt und wussten was passieren kann. Außerdem geht es doch in erster Linie um das Wohl des Kindes und beide Eltern sind in der Pflicht.

Es gibt ja auch Frauen, die erst nach den ersten 3 Monaten merken, dass Sie schwanger sind und danach geht keine nicht medizinisch notwendige Abtreibung mehr. Wie sollte man z.B. in solchen Fällen die Unterhaltspflicht klären. Hier hat die Frau genauso wenig Wahl über eine Abtreibung und spätere Unterhaltspflichten wie der Mann. 

Man kann natürlich darüber diskutieren ob Abtreibungen allgemein erlaut sein sollten oder nicht. Meine Meinung dazu ist klar. Ich bin dafür, dass man Abtreiben darf.

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aber wenn er es nicht will und es auch nie sehen möchte, warum muss er dann Unterhalt zahlen? --- Weil er es gezeugt hat!

Muss ja nichtmal 50% sein --- Sondern? Wenn die Mutter mehr als 50% Mitspracherecht hat, wird eben gemacht, was die Mutter will, sie hat ja die Mehrheit. Also hat der Mann dann am Ende genauso wenig zu sagen wie jetzt. Und wie sollte man sich einigen, wenn beide gleichberechtigt sind und unterscheidlich darüber denken? Eine Münze werfen?

Die Mutter muss das Kind zwar 9 Monate austragen, aber nachdem e geboren wurde, sind beide 18 Jahre für das Kind verantwortlich --- Genau... und weil die Mutter somit 9 Monate mehr Stress mit dem Balg hat, hat sie auch zu entscheiden.

Stell dir mal bitte vor, eine schwangere Frau gegen ihren Willen zur Abtreibung zu zwingen... Denn genau darauf liefe es letzten Endes doch hinaus, wenn nicht sie die alleinige Entscheidung darüber treffen darf. Du nimmst also eine schwangere Frau, die sich gegen ihren Willen einer intimen und auch nicht ganz risikofreien Operation unterziehen muss, die sie nicht will, um ihr ein Kind abzutreiben, das sie gerne hätte. Finde ich einen ziemlich widerlichen Gedanken...

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Kommentar von ThenextMeruem
11.11.2016, 18:14

Nein, habe nie behauptet, dass er sie zur Abtreibung zwingen soll, es ging mir um den finanziellen Aspekt

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1. Weil es ihr Körper ist, also ihre Regeln. Ganz einfache Sache.

2. Zum Unterhalt: Genau wie zum Sex, gehören auch zum Verhüten 2 Personen. Wenn der Mann kein Kind möchte, sollte er eben dafür sorgen, dass sie nicht schwanger wird.

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Hallo ThenextMeruem, 

meiner Meinung nach, trägt jeder, der Sex hat, Verantwortung über einer Schwangerschaft. 

Somit, wenn man seinen Penis wo rein steckt und nicht richtig verhütet, sich nicht darüber informiert, wie die Pille funktioniert (auch als Kerl) oder andere Verhütungsmittel, dann spielt man mit der Möglichkeit Vater zu werden und dann muss man es eben auch Verantworten. 

Er muss Unterhalt zahlen, weil er Vater dieses Kindes ist. Warum sollten es für andere Leute kosten werden, wenn er das Kind auf die Welt gesetzt hat. Selbst wenn er das Kind nicht akzeptiert. Es ist kein Grund zu sagen, ich setze ein Kind auf die Welt, dass ich nicht haben möchte, dafür können andere zahlen". 

So oder so ist der Mann eben dafür verantwortlich. Warum der Mann eher weniger Mitspracherecht hat, liegt wohl daran, dass die Frau selbst entscheiden kann, was mit ihrem Körper passiert und so eine Abtreibung kann zu sehr starken und langanhaltenden psychischen Problemen führen. 
Wenn der Mann das Kind nicht akzeptieren will, dann kann er ja dennoch gehen, man kann sein Kind auch ohne Vater super aufziehen. 

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Kommentar von tengers
14.07.2017, 03:10

meiner Meinung nach, trägt jeder, der Sex hat, Verantwortung Über einer Schwangerschaft.

Warum hat die Frau überhaupt dann 3 Monate Bedenkzeit und kann willkürlich abtreiben oder eben nicht? In Polen sogar beinahe eingeführt...

Welche Verantwortung trägt denn die Frau bei einer Abtreibung? Sie darf abtreiben so oft sie will, kann dies verheimlichen wie sie will, den Mann sogar ignorieren wenn er für das Kind wäre, grundlos durchführen,

bekommt weder einen Eintrag in irgendeiner Akte,

usw. Trägt hier wirklich jeder,der Sex hat, Verantwortung ??

Will ein Mann abtreiben = verantwortungslos

Treibt die Frau ab = auch verantwortungslos oder völlig ok?

"Somit, wenn man seinen Penis wo rein steckt und nicht richtig verhütet, sich nicht darüber informiert, wie die Pille funktioniert (auch als Kerl) oder andere Verhütungsmittel, dann spielt man mit der Möglichkeit Vater zu werden und dann muss man es eben auch Verantworten."

Den Satz kann man genauso formulieren mit "Wenn eine Frau einen Penis in sich reinstecken lässt, bla bla bla, dann muss sie eben auch Verantwortung tragen"

"So oder so ist der Mann eben dafür verantwortlich. Warum der Mann eher weniger Mitspracherecht hat, liegt wohl daran, dass die Frau selbst entscheiden kann, was mit ihrem Körper passiert und so eine Abtreibung kann zu sehr starken und langanhaltenden psychischen Problemen führen."

Ich meine derzeit sind in Deutschland a. 100 T Abtreibungen pro Jahr (legale Abtr. ohne Ausland etc.) und dem gegenüber ca. 700 T Neugeburten.

Ergo wird jede 8. Schwangerschaft abgebrochen. In Großstädten wie Berlin lag die Quote vor einigen Jahren sogar bei jeder 4. Schw-Abbruch.

Bei ca. 1,4 Geburten pro Kopf wird jede 8. Frau einmal in ihrem Leben 1x abtreiben (

und das ist eine ganze Menge).

Haben wirklich all diese Frauen, wirklich bis zu Ihrem Lebensende psychische Schäden? So viele Behandlungen könnten Krankenkassen gar nicht tragen.

Wenn sie nie wieder schwanger wurden, "kann" eine psychische Störung durchaus entstehen. Aber was ist mit den Frauen, die irgendwann im Leben wieder schwanger werden und beide Elternteile entscheiden sich für das Kind und sind glücklich. Haben diese Frauen immer noch psychisch einen Schaden?

Und warum schaffen es dann Frauen eigentlich mehrmals abzutreiben? Aber vielleicht ist dies ja bereits eine psychische Störung, wer weiß....

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Weil das Lebewesen nicht in seinem Körper wächst, ganz einfach. Wäre es andersherum, hätte die Frau eben kein Mitspracherecht.

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Hallo

Tatsächlich ist das etwas unfair auf der einen Seite - auf der anderen ist es der Körper der Frau.
In Schweden haben sie eine (wie ich finde) gute Lösung für den "Mann will das Kind nicht"-Fall gefunden. Ein Mann kann sich binnen der Abtreibungsfrist gegen das Kind endscheiden. Dadurch muss er keinen Unterhalt bezahlen, hat jedoch auch kein Recht sein Kind (wenn es selbst / die Mutter nicht will) jemals kennenzulernen.
Für den umgekehrten Fall wird es kaum eine passable Lösung geben.

Lg

Yamato

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Kommentar von Deamonia
14.11.2016, 14:49

Interessante Regelung, aber irgendwie unfair dem Kind gegenüber, denn das Kind hat ja nicht beschlossen geboren zu werden, oder was meinst du? 

Was wenn das Kind den Vater sehen will? Muss er ab dann Unterhalt zahlen? Oder hat das Kind dann auch kein Recht, den Vater zu sehen? 

Mal sehen ob wir irgendwann soweit sind, das auch Männer Kinder austragen können, dann könnte man in so einem Fall einfach dem Mann das Kind einsetzen (Ich bezweifle das es je so kommen wird ^^ aber es wäre das einzig Faire) 

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Kommentar von Yamato1001
14.11.2016, 15:01

Hey Im Grundsatz kann man damit argumentieren, dass es unfair sei. In deinem Fall allerdings kann das Kind / die Mutter das natürlich organisieren. Die Regelung des "nicht kennenlernen" bezieht sich nur auf den Mann, welcher das Kind ja "abgetrieben" hat.

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Kommentar von carn112004
14.11.2016, 19:31

Klasse, für eine klare Falschinformation gibts auch noch von irgendwem einen Pfeil nach oben.

Diese Idee, dass Männer sich gegen das Kind entscheiden können, ist in Schweden lediglich VORGESCHLAGEN worden:

https://www.google.de/search?q=schweden+mann+abtreibung&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab&gfe_rd=cr&ei=CwIqWMSiHone8gez_7DgDQ#q=schweden+mann+abtreibung&tbs=qdr:y

Da ist noch nichts beschlossen, sondern lediglich der Jugendverband von einer Partei hat das vorgeschlagen; wenn man sich die Vorschläge von Jugendverbänden von Parteien hier in D anschaut, scheint es eher so zu sein, dass Jugendverbände halt öfters mal radikalen und von der Umsetzung her unrealistischen Quatsch fordern; ob da in Schweden was daraus wird, bleibt also abzuwarten.

Und die Lösung ist natürlich menschenverachtend gegenüber dem Kind.

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Kommentar von Yamato1001
14.11.2016, 19:40

Hallo carn112004 Endschuldige, ich hatte das so im Kopf und es vor dem Schreiben nicht nochmals nachgeprüft. Somit hast du recht es ist eine Falschinformation. AN ALLE: Es war nur ein VORSCHLAG und KEIN GESETZ. Danke für die Korrektur. lg Yamato

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Und in wessen Körper wächst das Kind? Wer muss es austragen? Wer war bis dahin nur soweit verantwortlich in diesen einzudringen?

Was würdest du sagen wenn jemand meint ein Mitspracherecht dazu zu haben, ob du (schätze du bist ebenfalls männlich) eine Vasektomie machen musst?

Ich weiß... schlechter Vergleich aber bei Männern gibt es eine Schwangerschaft ja nicht.

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Es ist ein trauriges Kapitel, aber es passiert nicht selten, dass der Erzeuger massiven Druck auf die Schwangere ausübt, so dass sie es Abtreibt, obwohl sie selbst noch keine Entscheidung getroffen hat für sich.

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Naja es geht in der Hinsicht mehr um das Wohl der Frau wie gesagt sie trägt es aus und der Mann is ja selber daran schuld hätten sie verhütet wäre das nicht passiert. Das Thema geld geht ja nur bis zum 18 Lebensjahr und wenn er kein Bock auf das Kind hat muss die Mutter das alleine packen sie hat nur ihr Einkommen um sich und dem Kind die nötige Versorgung zu bieten darum auch das Geld vom Papa

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Ja, es ist unfair.

Aber diese Unfairniss ist eigentlich nur die Folge von etwas viel etwas, was noch viel mehr unfair ist, nämlich dass das ungeborene Kind eigentlich ein Recht auf Leben hat und wir uns als Gesellschaft aber soweit in den Dreck geritten haben, dass dieses Recht praktisch auf nahezu Nichtexistenz reduziert wurde, indem man zur Behebung des Unrechts, dass vielen Frauen in Bezug auf den Umstand wiederfährt, dass sie eben schwanger werden können und Männer nicht, das Unrecht hinnimmt, dass ungeborene Kinder eben getötet werden können.

Dadurch schafft man aber keine Gerechtigkeit, sondern bekommt eben das Unrecht an der nächsten Stelle, eben hier, dass Männer dem Tod ihres ungeborenen Kindes hilflos gegenüber stehen und sich quasi auch noch unterstehen sollen zu sehr für ihr ungeborenes Kind Partei zu ergreifen.

Die Lösung darf aber nicht schon wieder sein, ein Unrecht durch ein weiteres Unrecht zu korrigieren versuchen, z.b. indem Männer quasi das Recht haben, sich von Unterhaltszahlungen loszusagen, wenn die Frau das Kind will, aber sie selber nicht, sondern diese Unfairniss sollen Männer viel mehr aushalten und versuchen die Dinge so zu ändern, damit die beide zugrunde liegenden Katastrophen - dass Frauen quasi in dieser Gesellschaft ein Recht auf Abtreibung "brauchen" und dass ungeborene Menschen zu "Zellhaufen" abgewertet werden - abgemildert werden.

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Wie sollen denn deine 50%  aussehen? Ein halbes Kind austragen?

Und eine durchschnittliche Mutter leistet im Normalfall bis zum Erwachsensein des Kindes weit mehr als 50 %. Da sind wir eher bei 75 %


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Kommentar von ThenextMeruem
11.11.2016, 17:37

Ob er Unterhaltspflichtig ist, oder nicht. Habe ich doch oben schon geschrieben

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Wenig Mitspracherecht? Nö - Männer haben gar kein Mitspracherecht. Und das ist auch gut so, denn es ist allein die Entscheidung der Frau, in derem Bauch sich das Baby befindet.

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Kommentar von ThenextMeruem
11.11.2016, 17:34

Und 18 Jahre im Geldbeutel des Vaters, toll.

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Kommentar von ThenextMeruem
11.11.2016, 17:40

827 Jahre, spielt das eine Rolle? Ich bin nicht in der Situation und mir geht es nicht um irgendeine Sexismus Debatte. Es hat mich einfach interessiert

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Wenn Mann schwanger werden kann, kann er auch über die Abtreibung (mit) bestimmen.

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