Warum haben so viele Schüler Probleme mit der englischen Sprache?

17 Antworten

Mit "alle" meinst du deine Klassenkameraden?

Es kann an vielen Dingen liegen.

Zum einen kann es an dem Lehrer liegen der den Stoff nicht gut rüberbringt. Es gibt manche die können selbst kein gutes Englisch (wie auch immer sie das Lehramt erreicht haben), du kannst dich übrigens bei so etwas beim Rektorat beschweren. Obwohl dieses ja eigentlich den schlechten Notenschnitt registrieren müsste.

Zum anderen: Die Pubertät
Faulheit, Interessenlosigkeit, verschobene Prioritäten, Hormone die verrückt spielen...

Ansonsten kannst du dich einfach nur auf dich konzentrieren und ordentlich lernen. Warum interessiert es dich denn, dass deine Kameraden kein gutes Englisch können? Hindert dich das um dich im Englischen weiterzuentwickeln?

Ansonsten kanns dir ja egal sein wie schlecht die anderen sind, Hauptsache du bist mit dir selbst zufrieden, was andere tun ist irrelevant.

Es stört, weil wir (obwohl wir ein Leistungskurs sind), voll die einfachen Sachen machen (seit Jahren), und die Klassenkameraden dennoch nichts lernen, und ich und eine andere Freundin sind ständig unterfordert.

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Ich war in der Mittelstufe des Gymn. auch nicht gut in Englisch, trotz einer englischen Mutter und eines Dolmetschers als Vater. Eine knappe 4 (minus) hatte ich regelmäßig geschafft.  Meine Eltern hätten mich damals fast zur Adoption freigegeben. Eine 5 in Mathe konnten sie ja akzeptieren, aber eine vier minus in Englisch war der WEltuntergang. Was haben die getobt....

Zum Teil war es bei mir die Pubertät. Das, was meine Eltern wollten, wollte ich schon lange nicht. Und da sie wild darauf waren, dass ich gut in Englisch war, war ich halt schlecht in Englisch. Nur meine Aussprache war immer gut. Da habe ich dann wohl unbewusst doch meine Mutter nachgeahmt, die das sog. "KIng´s English" sprach. Jedenfalls behauptete sie das immer ganz stolz.

Aber heute, wo ich Englisch gut kann, weiß ich, dass es auch/ vor allem?  am Unterricht lag. Am Unterrichtsstoff.

Ich fand das Englisch einfach zu abgehoben. Wir mussten endlose Artikel über englische Gewerkschaften lesen, Reden von Maggie Thatcher, über die Situation englischer Stahlarbeiter in Wales. GÄHN. Nichts interessierte eine Jugendliche weniger als das. Und nichts ist dann demotivierender. Vor lauter Politikerreden wurde vergessen, dass wir  nicht in der Lage waren, jemanden nach dem Weg zu  fragen.
Hätten wir uns mit Themen beschäftigen dürfen, die uns angingen, hätten wir darüber labern dürfen - die Beatles, die Stones, Verliebtheit, Sport Kinofilme, die uns interessierten - hätten sicher die meisten begeistert mitgemacht. Aber so... Schnarch. Es war alles so furchtbar pädagogisch. Schüttel.

Mein erstes englischsprachiges Buch, das ich nach der Schule gelesen hatte, weil ich nun doch endlich mein Englisch verbessern wollte - obwohl es nach der Pubertät dann "von alleine" besser wurde - war das Buch "Jaws."  Der weiße Hai. Es begann damit, dass eine Schwimmerin ein Jucken am Bein spürte und als die mit der Hand danach tastete,merkte sie, dass sie keine Beine mehr hatte. My Gawd...... meine Augen wurden rund und ich las wie besessen.

Das war doch wesentlich interessanter als Maggie Thatchers Auseinandersetzung mit den Gewerktschaften.

Ich weiß nicht, wie es heute ist, aber ich fürchte, es ist noch genauso.  Die Lehrer, oder der Bildungsplan, können  einem Schüler jede Motivation austreiben. Die kommt dann später - oder auch nicht.

Du hast recht - alle Leute, ungeachtet welches Alters, lernen besser, wenn sie interessiert sind. Und Politische Artikeln interessen nur wenige!

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Für mich galt im Englischunterrricht: Der Unterricht war nicht motivierend, da Englisch zum Selbstzweck wurde.

Es gab keine inhaltliche Tiefe. Beispiel: Als ich durchs Englischbuch blättert, stieß ich auf "genetic engineering" als nächstes Thema. Ich hatte mich ziemlich gefreut, denn das Thema hat  viele interessante Aspekte: Biologie, Einfluss auf Wirtschaft, Ackerbau, soziale Ungleichheit der Welt, Medizin, Gesellschaft uvm. Man hätte wunderbar auf Englisch Inhalte erarbeiten und dann darüber diskutieren können. Leider blieb alles total Oberflächlich und die Diskussion ging nie über das Aufzählen der geforderten Standart-Fachvokabeln heraus.

Wenn die Sprache nicht mit Inhalt gefüllt wird, wozu brauche ich die dann? Wirklich gut Englisch gelernt habe ich erst auf der Uni (vor allem während meines Auslandsemesters).

Jede Sprache lernt man nur durch Übung in der Sprachpraxis. War in Englisch und Französisch immer gut, aber musste noch viel nachdenken, wie der Satz jetzt aufgebaut ist.

In der 10. hab ich dann angefangen, Fantasy Romane auf Englisch zu lesen und Anime mit eng sub oder Dub zu schauen. Mittlerweile übersetze ich Englisch nicht mehr im Kopf, sondern ich verstehe den Sinn so. Das bekommt man aber nun mal nicht allein durch Unterricht...

In Französisch hab ich genau dieses Problem (trotz LK (Gymnasium)), Anime auf Französisch klingt einfach nicht schön >_> von daher weiß ich zwar, wie die Grammatik theoretisch aufgebaut ist, aber habe nicht so viel "Sprachgefühl", also es läuft nicht automatisch mit der Satzbildung.

Deshalb fiel es mir auch immer total schwer, spontan einen komplexeren Satz als "Bonjour, je m'appelle Rhenia et je viens d'Allemagne" zu bilden oder zu schreiben, da musste ich ständig was umstellen oder iwo noch ein "e" ans Adjektiv hängen...

Sowas muss man letzten Endes über die Unterrichtszeit hinaus üben, üben, üben... Einigen fällt das leichter, anderen schwerer. Wer z.b. bilingual aufgewachsen ist und bereits eine andere romanische Sprache beherrscht, dem wird Französisch leichter fallen zu erlernen.
Umgekehrt ist das Englische teilweise mit dem Deutschen verwandt, wer also Deutsch nicht richtig kann und Englisch neu dazulernt, der kann evtl mehr Probleme damit haben.

Kommt aber natürlich immer auf die einzelne Person an ^^

Ich selbst bin mit drei Sprachen aufgewachsen (Englisch,Italienisch und Kurdisch), vielleichz fällt es mir deshalb einfach, neue Sprachen zu lernen. Aber wenn ich sehe wie Leute die in Deutsch z.B eine eins haben und dann in Englisch mit den einfachsten Sätzen abkacken, dann frage ich mich, warum das so ist. Eine Klassenkameradin hat überall nur 1en und 2en, außer in Latein und Englisch, da hat sie eine 3 und eine 4. Sie will einfach nicht lernen, sie lernt keine Vokabeln, ich habe ihr mal alle grammatikalischen Regeln aufgeschrieben und ihr die erklärt und mit ihr versucht auf Englisch Beispiele zu nennen, sie hat mich gar nicht verstanden.

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Letzten Endes ist es eine Fremdsprache. Also normal, wenn man da Schwierigkeiten hat. 

Nicht jeder ist sprachbegabt. Manche haben in Mathematik, Physik oder eben in Sprachen ihre Schwächen. Keiner ist perfekt. 

Dazu kommt, wenn einem etwas keinen Spaß macht, man nicht motiviert ist. Dann gibt man sich auch keine große Mühe. Dazu kommt, wenn man auf eine Weise erstmal den Anschluss verloren hat oder etwas nicht verstanden hat, ist das schwer bis gar nicht mehr aufzuholen. 

Aber viele lernen nicht mal die Vokabeln bzw machen nicht die Hausaufgaben...wir kommen in die 10, eine Kameradin hat ein Buch aus der 5en Klasse bekommen, und sogar die Aufgaben darin versteht sie nicht. Dabei hat die englische Sprache heutzutage einen größeren Einfluss.

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@KittyLove18

Vielleicht haben sie einfach keinen Bock auf englisch und schon früher nicht aufgepasst. Dann können sie es nicht besser. Englisch ist nicht der Nabel der Welt. Wichtig ist eine gute Allgemeinbildung. Der Druck kommt von oben aus der Wirtschaft. Es gibt auch andere Weltsprachen, mit denen man erfolgreich im Leben sein kann. Man muss nicht alles an Englischkenntnissen werten. 

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@KittyLove18

Tja, da hast du doch die Antwort. Lernen muss man Englisch schon. Wie jedes Fach auch. Wenn man aber keine Hausaufgaben macht...achselzuck.

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