Warum haben sich 60 FPS nicht als Standard durchgesetzt in Filmen und Serien und allem?

8 Antworten

Weil es beim Runfunk / TV einen praktischen Sinn wegen der benötigten Signalbandbreite ergibt. Das zu übertragende Datenvolumen würde sich verdoppeln, wenn man die Bildausgabe verdoppeln würde. ( Analog dazu natürlich auch das Speichervolumen der Kameras / Datenträger )

Daher hat man sich in der Festlegung des Übertragungsstandards darauf geeinigt, das brauchbare Minimum auf 25 / 30 Vollbilder pro Sekunde, bzw. 50 / 60 Halbbilder pro Sekunde festzulegen. Denn mit diesen Standards nach PAL / NTSC erkennt man am Fernsehschirm keine nennenswerten Unterschiede mehr durch Steigerung der Bildraten. ( die Bilder wirken also flüssig )

Rundfunk / TV sollten dann bei ihren beschränkten ca. 25 - 30 FPS bleiben.

Das Datenvolumen stellt heutzutage kein Problem mehr dar. Discs, Festplatten, Sticks und Speicherkarten sind da schon lange drüber.

Wenn die Leute von analoges auf digitales Fernsehn umsteigen konnten, dann sollten 60 FPS auch kein Problem sein.

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@Leterel

Ich redete jetzt hier auch nur ganz allgemein von den Möglichkeiten der öffentlichen ( auch privaten ) Rundfunkanbieter selbst digitalisierter Medieninhalte.

Selbst DIE müssten doppelte Bandbreite und Archivkapazitäten bereithalten, wenn sie "NUR" weiterhin in 568 x 480 Pixeln ausstrahlen und archivieren wollten bei 25 Vollbildern statt 50 Halbbildern pro Sekunde.

Und nun denke mal etwas weiter in Richtung "Heimkino" zur Hinsicht auf die Speicherkapazität und Verbreitung bis dahin massentauglicher Datenträger.

Es wäre weder auf VHS, noch dem direkten ( digitalen ) Nachfolger DVD als gängigste "Massenmedien" möglich gewesen, einen Spielfilm von etwa 70-90 Minuten Länge in bestmöglicher Qualität auf eines dieser "Massenmedien" zu bannen, wenn statt 50i dann 50p an Daten gespeichert werden müsste.

Und WER will schon mitten im Film den "Diskjockey" spielen.

Du musst eines bedenken: "Massentauglich" bedeutet : verfügbar, günstig und in grosser Stückzahl robust und günstig bei einfachstem Handling.

Nun sind wir sogar selbst schon fast am "Ende der Blue-Ray", aber blicke einfach mal zurück, wie lange es VHS und DVD für solche Medien ( PAL / HD ) am Markt gab, und wie lange es erst hinreichend schnelle BD / USB-Sticks und "Smart-TV" gibt. 

Achte hierbei auch auf die Verbreitung / Akzeptanz der nötigen Abspieltechnologien.

Begreifst Du jetzt, warum man erst einmal den Herstellern der Flachbildschirme die internen Optimierungsalgorismen überlässt, statt die Basisnormen für Videomaterial ( Bild- / und Bitraten ) zu erhöhen ?

Der "Durchschnittsbürger" würde es nach wie vor als "Enthusiasmus" der Heimkinonutzer betrachten.

Es muss sich halt auch  für akzeptable Preise am Massenmarkt anbieten und halten können.

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@Parhalia

@Parhalia:

Das mag alles so schon stimmen bis zu DVD, aber man sollte mittlerweile was höheres anbieten auf Blu-Ray / etc..

An Akzeptanz mangelt es immer bei den Leuten, deswegen fµck it in dem Bereich.

Im Audiobereich verhält es sich genau umgekehrt proportional.

Damals wurde auf PSX / PS1 Sound in .WAV abgespeichert.

Mit PS2 und neueren Konsolen wird nun auf .MP3 und .AAC komprimiert. Jeder bevorzugt Streamingdienste die geringe Bitraten anbieten.

Mir kommt es so vor, als würden wir akkustisch in die Steinzeit zurückschreiten und auf ewig konstant im Videobereich diese Werte behalten. Hinzu kommen die Kompressionsmechanismen, die bei höherer FPS immer besser komprimieren können, Aufgrund der Tatsache, dass nur die Vektoren in den i-Frames gespeichert werden müssen. Mit jedem neuen Tag spricht einfach immer weniger dafür.

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@Leterel

@Leterel, 

Bleiben wir doch einfach bei den aktuell "massenetablierten" Wiedergabemedien.

 - Die neuesten Komprimierungsstandards / Videocodecs unterstützen sie nicht.

 - Besitztum an aktuellen PCs und Konsolen ist überbewertet. ( denn die Fernseh- und Videowelt besteht halt "noch" nicht im marktrelevanten Überschuss aus Jugend / Twens 

 - und wie gesagt....würdest Du als professioneller Produzent Equipment für mehrere 10K pro Gerät / 100 K bis MILLIONEN Deines Aufnahmestudios DAFÜR austauschen wollen oder ÜBERHAUPT KÖNNEN ?

ICH bin gewiss die letzte Person, wo etwas gegen jugendliche Wünsche hätte, aber selbst "HD-Video" brauchte erst einmal die Erfindung der "DVD-DL". 

Verstehst Du nun, warum zwischen "Wunsch und Realisation" im Massenmarkt nach wie vor auch 10+ Jahre liegen KÖNNEN ?

Hast Du auch mal  erfolgt, welche extrem kostspielige Versuche mancher Grossunternehmen DA bislang gescheitert sind ? 

( Sogar fast "Riesen" finanziell immer noch zu Fall brachten ? )

Das ist halt alles nicht so simpel und einfach, wie es auf den ersten "modernen" Blick so klingt. 

Schaue foch einfach mal hier rein durch die "PC-Anfragen"....wo ein neues Spiel wollen / kauften, welches auf dem vorhandenen Rechner aber nicht lüppt...und die Kohle für deutlich "stärkeres" ist auch nicht da...😕

Erkennst Du nun Parallelen zu Deiner Frage bzgl. der vermeintlich "Grossen" im TV- / und Videogeschäft ?

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Ich denke mal, da 30 FPS vollkommen ausreichend sind und es sich auch so durchgesetzt hat. Das Gehirn kann ja auch nur maximal 24 Bilder pro Sekunde verarbeiten, also warum mehr Speicher verbrauchen?

Videos mit nur 24fps kann man sich gar nicht angucken:-)))

Du armer, was du so gucken musst:-)))

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@Lipstique

Naja, so sagt:s zumindest die Wissenschaft, aber ich merke bei mir auch den Unterschied, wenn ich ein Spiel in 40 oder 100 FPS spiele.

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Videos mit 24 kann man sich nicht anschauen ??? BD ist schon ne Qual ;-)

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@uncutparadise

@ Blu-Ray: Ja, hohe Bitrate ist toll, aber 60FPS ist nunmal noch additional besser. Entweder man findet "HD" Zeuch mit 720p oder 50 - 60 FPS Zeuch.

Warum also keinen 4k 60 FPS Standard einführen?

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Man kann sich auch Videos mit 1 FPS anschauen. 23,??? - 30 FPS mag zwar schön und gut sein, aber vor einem Jahr hab ich auf YouTube ein 60 FPS Video gesehen und mir hat's fast den Verstand weggefetzt, so gut war das. Warum also nicht als Standard einführen?

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Die Frage ist, was man wirklich BRAUCHT. 

Der eine hat gar keinen Bildschirm und wandert oder klettert in den Bergen, dem anderen "fetzt es den Verstand weg" wenn er mal einen hochaufgelösten Film sieht.  

Allen anderen, die dazwischen liegen, genügt das, was grade da ist (oder etwas mehr, um vielleicht dem Freundschaftskreis und Nachbarn zu imponieren). 
Danach richtet sich, was geplant und produziert wird. 

Was nützt ein NOCH BESSERER Standard mit 1.000.000 Pixel pro cm² Bildfläche und theoretischen 1000 fps im Jahr 2050, wenn es keiner bezahlen kann. 
Die technologische Entwicklung hat spätestens bei der finanziellen Planung (Ausgaben < --> Einnahmen) ihre Grenzen und man muss das natürlich an die Möglichkeiten der potentiellen Käufer anpassen.

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