Warum gibts Weihnachten Karpfen oder Gans?

5 Antworten

Die Gans hat sicher mit der Martinsgans zu tun (siehe Legende Hl. Martin). Und natürlich weil man sich zu Weihnachten was Besonderes, Fettes, gönnen wollte/will. Da kann ja auch eine ganze Familie satt werden. Zum Karpfen fällt mir leider nichts ein...

Danke.

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Der Weihnachtskarpfen ist ein Festgericht mit einer sehr langen Tradition und gehört heute in Österreich und Teilen Mittel- und Osteuropas zu den klassischen Weihnachtsgerichten.

Die Tradition stammt aus dem Mittelalter, als der Heiligabend ein hoher Fastentag war, an dem man nur Fisch und kein sonstiges Fleisch essen durfte. Da man bereits im Mittelalter in Klostern Karpfen züchtete, waren die Fische auch zur Weihnachtszeit verfügbar. Dem Karpfen (und dem Hecht) kamen damals außerdem sehr starke religiöse Bedeutungen zu, weshalb man sie an Weihnachten besonders gern aß. Eine alte schlesische Sitte gibt es heute noch: Am morgen des 25. Dezembers legt man die Knochen und Gräten des Weihnachtskarpfens unter die Obstbäume, damit sie im nächsten Jahr viele Früchte tragen.

http://www.daskochrezept.de/rezepte/fisch/karpfen/

ich glaube, weil sie die gänse nicht den Winter durchfüttern wollten, wurden sie verzehrt. ich vermute die ursprungszeit im mittelalter

Das könnte durchaus sein. Danke.

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Habe grade einen Aufsatz zu "Gänsen, Karpfen, Lebkuchen und Stollen" - Geschichte, Medizin und Magie rund um den Weihnachtsschmaus, gefunden. Danke für die Frage, die mich zu dem Artikel brachte. Ist sehr interessant!
http://www.medgesch.uni-hd.de/PDF/WH-476.pdf

Das ist wirklich sehr interessant. Danke.

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ist ein Festtagsessen am Heiligabend oder auch am 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag.

Der Ursprung dieses Gänsebratens geht auf den katholischen Brauch der Martinsgans zurück, die vor Beginn der adventlichen Fastenzeit am 11. November gegessen wird. Am Heiligabend endet diese Fastenzeit und es wird wieder eine Gans als Festtagsbraten zubereitet. Noch im Mittelalter war das traditionelle Weihnachtsessen das Mettenmahl oder die Mettensau. Dieses Festagsessen war ein Schweinebraten, der am 25. Dezember verspeist wurde. Der 24. war im Mittelalter ein strenger Fastentag und es durfte lediglich Fisch gegessen werden (Weihnachtskarpfen). Ursprünglich wurde der Gänsebraten im Mittelalter neben dem St.-Martinstag auch am 29. September, dem Michaelistag zu Ehren des Erzengels Michael gegessen. Warum das Mettenmahl von der Weihnachtsgans abgelöst wurde, ist nicht bekannt.

Eine Legende besagt, dass 1588 die englische Königin Elizabeth I. zur Weihnachtszeit gerade eine Gans verspeiste, als die Nachricht eintraf, dass die spanische Armada bezwungen worden sei. Aus Freude über diesen Sieg und als Zeichen eines guten Omens soll sie daraufhin die Gans zum Weihnachtsbraten erklärt haben. Der Brauch soll sich dann auch auf dem europäischen Kontinent ausgebreitet haben. Heutzutage ist der traditionelle Weihnachtsbraten in Großbritannien nicht mehr die Gans, sondern der Truthahn.

Eine andere Version besagt, dass mutmaßlich einflussreichen Feinschmeckern der triste Weihnachtskarpfen zu wenig festlich erschienen sein soll und deshalb darauf hingewirkt wurde, dass Gänse und Enten wegen ihrer Affinität zu Wasser im Sinne der Gebote als Fische zu gelten hätten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsgans

Interessant. Danke.

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