warum gibt es so viele mitläufer-naturen?

Das Ergebnis basiert auf 17 Abstimmungen

ich bin außenseiter und unabhängig weil 41%
ich bin eher der spaßmacher clown weil 23%
ich hab meine rolle in einer gruppe nie reflektiert 11%
ich bin eher anführer weil... 11%
alle menschen sind doof 5%
ich bin mitläufer weil.... 5%
andere gruppenposition 0%

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
ich bin mitläufer weil....

hallo Johmarie,

eine schoene Frage. Leider nimmst du in der Frage schon eine wertende Haltung ein, du stellst ein Verhalten als das bessere da.

Schade, dass du keine Facharbeit oder ein Buch lesen willst.

Kurz, Menschen sind Mitlaeufer,weil andere Menschen das wichtigste in ihrem Leben sind. Sehen sie jemanden leiden, und ein anderer hilft, so helfen sie auch. Spenden die einen Geld, so sind andere bereit tatsaechlich ein Praktikum oder eine Arbeit in der 3. Welt zu machen. Gerade, weil sie mit anderen ueber ihre Wuensche und Traeume reden koennen, weil sie ihre Utopien mit anderen teilen.

Wessen Werte nicht in anderen Menschen begruendet, ist nicht unbedingt ein angenehmer Zeitgenossen. Querulanten gehoeren dazu, Soziopathenn (das sind keine Massenmoerder, wie die Umgangssprachen nahelegt, sondern Menschen ohne Mitgefuehl was andere Menschen empfinden oder sie wissen es, aber es bedeutet fuer ihr Handeln nicht viel. Wall-Street Makler punkten auf dieser Skala hoeher als der Durchschnitt. - Aber klar, wenn die sich jeden Tag gedanken machen wuerden, was ihr Handeln bewirkt....dannw waeren sie nicht dort, wo sie sind.

Andererseit ist eine tiefe humane Einstellung auch kein Garant fuer eine mehrheitfaehige Meinung: Der Papst - der alte und der neue, ist kein Mitlaeufer. Das erkenne ich mit grossen Respekt an, er vertritt seine Meinung wider alle Argumente und mehrheitsfaehigen Ueberzeugungen. Aber ... ist das deswegen schon ein Wert an sich?

Kennst du den Film "Leben des Brain", mit der Szene "wir sind alle Individuen?" So scheint das hier in der Diskussion gerade auch zu sein.

Warum sind die Menschen so? Weil es hilft Freunde zu finden, im Allgemeinen moegen wir Menschen die uns aehnlich sind. (Rechtsradikale sind mir zutiefst unsympathisch, zum Beispiel. Faellt mir richtig schwer, darin ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft zu sehen. Menschen die sich fuer soziale Gerechtigkeit interessieren, mag ich schon deutlich lieber als den Durchschnitt der Bevoelkerung.) Da wir Menschen moegen die uns aehnlich sind, und die anderen Menschen sich genauso verhalten, passen wir uns anderen an, die anderen passen sich uns an. Und gemeinsam bilden wir Werte die unserer Gesellschaft einen Sinn geben.

Die "Jugend" - in unserer Gesellschaft so die Alterspanne zwischen 14 und 26 - also sehr lang, sucht sich zuerst in ihrer Peer-Group, eine gemeinsame Wertebasis und will sich gegen die etablierte Generation absetzen. Im besten Fall fuehrt das zu einer Bewegung wie die Partei die GRUENEN, zu einer starken Umwelstschutz-Bewegung wie z.B. Greenpeace Deutschland, als einer der staerkste Fraktionen. Usw.

Man kann das ueben, kein Mitlaeufer in wichtigen Fragen zu sein. Jede Klassensprecherwahl in der Schule gibt einem die Gelegenheit sich zu entscheiden, waehle ich jemanden, weil ich glaube, dass sie oder er die Aufgaben gut macht, oder geht es darum den beliebtesten zu bestimmen? Kann ich in meiner Meinung auch Kompromisse eingehen, damit eine Demokratie ueberhaupt funktioniert, oder muss ich auf meinem Standpunkt beharren?

viele Gruesse und eine schoene Woche....

*Mitlaeufer, schon wenn ich in der Mensa stehe, und meine Freundin in der Schlange vor mit das Menu 1 bestellt, erscheint es mir auch lecker...

bestimmt ist demnach dann ja jeder manchmal so eine art mitläufer, wenn man zb die entscheidung eines anderen (geldspende an wohltätige zwecke) mit in die eigenen erwägungen einbezieht. oder als entscheidungshilfe. (ich weiß es nicht menü 1 oder 2...?) läuft so ein verhalten unter mitläufer? oder muss nicht zwangsläufig jeder mensch die entscheidungen anderer in seine eigenen mit einfließen lassen? man ist ja schon sehr abhängig auf der welt. selbst der, der aus trotz immer gegen den strom schwimmt lässt letztendlich auch den strom die richtung für sich entscheiden.

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@johmarie

"....selbst der, der aus trotz immer gegen den strom schwimmt lässt letztendlich auch den strom die richtung für sich entscheiden. ...",
ich meine an dieser Stelle einen Kurzschluß in der Diskussion zu finden.
Nicht der Strom definiert den "Widerstand", sondern der, der dagegen hält!

Die Diskussion gefällt mir, Anacrion sagt oben etwas ganz wichtiges:
"...Leider nimmst du in der Frage schon eine wertende Haltung ein, du stellst ein Verhalten als das bessere da....",
nicht nur DU, wie ich meine!
Darauf müssen wir alle genau aufpassen, ich sehe darin die Gefahr, uns wieder im Bemühen um Individualität in die Masse einzureihen.

Und Dein Satz "..oder muss nicht zwangsläufig jeder mensch die entscheidungen anderer in seine eigenen mit einfließen lassen?..."
läßt über das Extrem des Individualismus nachdenken: die Vereinsamung...

Danke für diesen Faden!

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@Jojoli

AN jojolie: du nimmst ja schon wieder irgendwelche aussage-hälften aus meinen kammentaren und reist sie aus dem zusammenhang raus. des stört mich sehr. lass das bitte. ich finds anmaßend von dir.

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@johmarie

hallo Johmarie,

an dieses Beispiel mit der Spende habe ich auch gedacht - aber wie immer erst nach dem ich meinen Beitrag abgeschickt hatte. Wenn es eine Katastrophe gibt, so wie die Flutkatastrophe, ist es wichtig dass viele Leute schnell helfen und das mit aller Kraft. Eine Diskussion stört da nur, auch wer da Führungsansprüche bezweifelt... Und ich glaube daher rührt die kraft des Mitläufertums. Erinnere dich wie schnell wir bereit und mitfühlend waren, wie viel in so kurzer Zeit passiert ist an Unterstützung.

Mißbrauch des Mitläufertums: eine Diktatur muss doch sehr viel mehr Anstrengung unternehmen, um Mitläufer zu finden, als die Situationen die Hilfsbereitschaft fordern.

Ich hoffe, dass du verstehst, dass ich versuche, das Gute im Menschen zu sehen. (Auch wenn ich meine Zweifel an vielen meiner Mitmenschen habe, denn naiv bin ich nicht.)

liebe Grüße anac

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Hm, da ich Schubladendenken auch nicht mag, kann ich mich hier auch nicht einsortieren. Wär auch keine passende dabei. Am ehesten passt noch rot, wobei ich auch wieder nicht sagen kann, dass ich ein Außenseiter wäre. Ich bin notorisch unnormal (nicht in eine Norm zu kriegen ;-)und schwimme (fast) immer gegen den Strom. Ich habe aber auch gelernt, dass es mich zu viel Energie kostet und wenig Sinn macht, zu kämpfen und zu versuchen mich zu behaupten. So bin ich einfach authentisch und da gibt es manche, die packen mich nicht und andere, die mich genau deswegen mögen.... Und ich kann alles so stehen lassen, wie es ist, bin davon nicht emotional abhängig. Fakt ist, dass die Gesellschaft, die Medien, dafür sorgen, dass es in erster Linie Mitläufer gibt. Sie sind bequemer, leichter zu manipulieren, zu unterdrücken und selbst Geld lässt sich leichter aus ihnen herausquetschen (mach ne neue Mode und sie machen mit :-). Somit sind eigenständig denkende Wesen nicht wirklich das, was gewollt ist, weshalb ja schon die Schule dafür sorgt, dass dies möglichst schnell abtrainiert wird ;-)

oft werden diese eigendenker als in der gruppe nicht tragbar deklariert und nicht selten therapiert unter drogen gesetzt (ich spreche von kindergartenkindern mit angeblichen "hyperaktivitätssyndromen") ich glaub das die lösung dafür einfach kleinere gruppen und schulklassen wären. damit jeder so sein kann wie er ist ohne medikamentös zurechtgebogen zu werden. ein nebeneffekt wäre eine gesündere gesellschaft mehr bildung... endlose verbesserungen in allen bereichen sehe ich darin... dafür wär ich sogar bereit mehrwertsteuer erhöhungen in kauf zu nehmen ..

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@johmarie

Bin ich ganz deiner Meinung! Nur als "Mitläufer" und "Angepasster" kommst du relativ unbeschadet durch unser Schulsystem... Ist dem nicht so, gibt es inzwischen ja genügend Stempel: ADS, ADHS, Legastheniker........ also auf einen Nenner gebracht: nicht nach Norm funktionsfähig... Und obwohl diese "nicht normierten" Kinder immer mehr werden, wird die "Norm" nicht in Frage gestellt.

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