Wart ihr jemals obdachlos und wenn ja warum?

10 Antworten

Ursachen der (relativen) Armut in Deutschland

Die Ursachen der relativen Armut in Deutschland sind vielfältig. Dazu gehören:

1. Arbeitslosigkeit

Diese kann bedingt sein durch den allgemeinen Mangel an Arbeit oder den Mangel an geeigneter Qualifikation. Ursache des Arbeitsmangels können sein: Hohe Produktivität, das Outsourcen von Arbeit ins Ausland oder das Ersetzen gut bezahlter Arbeitskräfte durch schlecht bezahlte Kräfte.

2. Zu geringe Entlohnung

Viele arbeiten zwar (oft sogar vollzeitlich), erhalten aber nur einen geringen Lohn, der nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

3. Schulden

Die Belastung einer hohen Verschuldung kann das Einkommen auf ein Armutsniveau reduzieren.

4. Bildungsmangel

Unzureichende Bildung oder Ausbildung führt dazu, dass Menschen keine Arbeit oder, wenn doch Arbeit, dann kein ausreichendes Einkommen haben.

5. Trennung/Scheidung/Alleinerziehung

Oft zieht eine Trennung bzw. eine Scheidung schwerwiegende wirtschaftliche Einschränkungen nach sich. Insbesondere alleinerziehende Mütter vermögen oft keiner geregelten Arbeit nachgehen, müssen Einkommensverluste hinnehmen oder sich mit einer geringen Sozialhilfe begnügen.

6. Familien mit vielen Kindern

Je mehr Kinder eine Familie hat, desto größer ist der Druck, dass ein Elternteil aufhört zu arbeiten, um die Kinder zu betreuen. Hier spielt auch die Verfügbarkeit bzw. Nicht-Verfügbarkeit von Krippen- und Kindergartenplätzen eine Rolle.

7. Immigranten

Menschen nicht-deutscher Herkunft, ob Ausländer oder bereits Eingebürgerte, sind im Vergleich zu Deutschen etwa dreimal so häufig arm. Entweder erhalten sie aufgrund von Vorurteilen oder wegen mangelnder Qualifikation keine Arbeit, oder sie erhalten nur einen Minimallohn, oder sie haben überhaupt keine Arbeitserlaubnis. Das führt in all diesen Fällen dazu, dass sie kaum genug zum Leben haben.

http://www.armut.de/armut-in-deutschland_ursachen-der--relativen--armut-in-deutschland.php

zwei mal schon,

weil ich aus der alten Wohnung recht schnell raus musste

und es sich nicht lohnte, an dem Ort für ungewisse Zeit eine neue zu suchen,

aber war kein Problem,

ich konnte beidesmal in einer Gemeinde

als Gast einige Wochen sein

Wir waren mal sehr arm. So arm, dass wir zur Tafel mussten, so arm, dass ich die Schuhe Abends heimlich aus der Kleiderbox des DRK nehmen musste, so arm, dass wir uns nicht leisten konnten eine Waschmaschine oder einen Geschirrspüler zu haben, wir haben alles mit der Hand gewaschen. Wir hatten keine Zahnpasta, kein schampoo, wir haben nur Toast gegessen, wenn wir überhaupt was hatten...

das geht leicht. Wenn man nur mit Geld nicht richtig umgehen kann, es vorne und hinten fehlt, ständig das Geld für andere Dinge drauf geht, wenn mal wieder zu viel warmes Wasser genutzt wurde und es dann im Frühling nicht für neue Schuhe reicht. Dann klebt man mit Klebeband eben die kaputten Schuhe, man zieht sich im Winter halt ein normales t-Shirt an mit Frischhaltefolie, damit es wärmer ist... ja das geht schnell, so bin ich groß geworden. Aber meine Mama hat uns 4 Kinder trotzdem mit Hoffnung erzogen und wir haben das Glück gehabt, dass meine Mama eines Tages einen netten neuen Mann kennen gelernt hat, der alles gegeben hat- Tag und Nacht gearbeitet hat, damit ich mir in der 8. klasse auch mal Turnschuhe leisten konnte (auch wenn es nur die, für 5€ von Aldi waren)..

aber wir haben es geschafft. Wir haben gelernt mit dem wenigsten zurecht zu kommen. Und jetzt studieren meine beiden Schwester und ich und mein Bruder, wir haben die Ausbildung, die wir lieben. In 2 Jahren beginne ich mein Medizinstudium und mein Bruder und seine Frau können sich ihr Haus kaufen. Meine Mutter hat die Armut gezeichnet. Sie ist glücklich, aber kaputt. Mein neuer Vater, er würde alles für uns geben.. über die Jahre sind wie eine so starke Familie geworden. Wir haben immer noch wenig Geld, aber jeder denkt, dass wir reich sind- dabei können wir die Armut einfach nur gut verstecken :)

UNGLAUBLICH! Das Erschüttert mich zutiefst! Gottsei dank habt Ihr es geschaft.

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ja es ist einfach in die armut abzurutschen, ein fehler und du hast lange daran zu arbeiten. Das grösste Problem ist jedoch wieder aus der Abwärtsspiral raus zu kommen.

Vor 14 Jahren hatte ich einen Autounfall, beidem 2 Menschen ums leben kamen. Das hinterlies neben einer langen Depression auch einen Schuldenberg von ca 200'000.-

In den ersten 2 Jahren ging es mir verhältnissmässig gut, hatte meine Zeitarbeitjobs ein Zimmer in einer WG und konnte daher selbst mit dem existenzminimum nicht schlecht Leben. Die nächsten 5 Jahre waren dann der Weg an den Tiefpunkt. nachdem bei der Gerichtsverhandlung alles wieder hochkam fiel ich immer mehr in ein tiefes Loch.. Alkohol und drogen exzesse, die arbeit erschien mir nutzlos da ich trotz8-12h tage der Schuldenberg sich nur zu vergrössern schien, der selbstmord meiner (zu dem punkt, einzigen und grössten) Freundin...

Da war ich an dem punkt dass ich meine Wohnung verlor, im grunde ein unglücklicher zufall da der besitzer die Wohnung zum eigenbedarf anmeldete. was dazu führte dass ich ohne festen Job keine neue wohnung fand. kein Job-->keine Wohnung, keine Wohnug-->kein Job. Nun, wenn du erst mal an dem Punkt bis, hast du schon verloren und du brauchst wirklich glück, denn selbst wenn man sich beim Sozialamt meldet ist es aufgrund der Bürokratie fast unmöglich hilfe zu bekommen.

Bei den ersten beiden Sozialämtern kamen so sprüche wie: "Wieso arbeiten sie nicht einfach?// sie wollen eh nur drogen kaufen// Wir können ihnen nicht einfach helfen... Soviel mal zu vonwegen Sozialstaat!!! jeder der sagt"aber wir leben in einem Sozialstaat" der hat noch nie mit dem Staat kämpfen müssen! Es gibt resozialisierungs Programme für ehemalige Gefangene, Unterstüzuung(z.B. Frauenhäuser) für Opfer von gewalttaten o.ä. die hilfe muss man aber auch verlangen, denn freiwillig wird einem nur sehr selten gezeigt was man für möglichkeiten hat!Aber meistens wird von einem verlangt dass man sich selber helfen soll...

Ich hatte das glück beim besuch des 3. Amtes(in einer anderen Stadt) an eine sehr nette und verständnissvolle Sozialarbeiterin zu geraten, diese hat mir innerhalb von 2h Geld und ein Zimmer in einem Hotel besorgt, darüberhinaus einen Arzt beidem ich eine Therapie gegen die depresion anfangen konnte sowie Antidepressiva die mich dabei unterstützten. So sah ich auch wieder einen ausweg und konnte wieder anfangen zu arbeiten.

Mittlerweile, 7 Jahre danach, habe ich einen festen Job, firmenwagen, eine Wunderschöne Wohnug... ich lebe aber noch immer auf dem Existenzminimum, jedoch seh ich allmälich auch das ende des Tunnels, das wird zwar noch immer dauern, aber bin Trotzdem voller hoffnung dass es nicht mehr zu lange dauert bis ich wieder "normal" leben kann.

Fazit, sozialstaat fürn Ar***, man muss auch mal Glück haben

Absolute Anerkennung, das schaffen nicht viele! Daumen hoch.

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Heutzutage haben Arbeitnehmer über 50/55 Jahre alt, oftmals grosse Probleme eine Anstellung zu finden. Nachdem sie bei der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert sind, landen sie bei Hartz4 und müssen mit dem "Existenzminimum" durch kommen. Für eine bescheidene Miete und ein bescheidenes Leben ganz allgemein reicht dies, aber vieles liegt da kaum mehr drinn, z.b. Ferien, Ausgehen, im Restaurant etwas trinken, Autobesitz, Reisen, usw.

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