Wäsche nicht zugeknöpft!

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Vielleicht ist es für dich hilfreich, zu wissen, warum man diese Regeln überhaupt anwendet. Blusen knöpft man zu und dreht sie auf links, damit die Knöpfe innen liegen und sich dementsprechend nicht in anderen Wäschestücken verheddern und abreißen. Da die Wäsche in der Trommel über dieses Lochblech scheuert, ist es auch für die sichtbare Oberfläche von Kleidung schonend, innen zu liegen, deshalb dreht man Hosen auch auf links. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, Blanchissuren hervorzurufen, wenn man die Maschine überlädt. Eine Blanchissur ist ein Farbabrieb einer Falte entlang, die beim Waschen entsteht (dann hat man hinterher unregelmäßige ausgeblichene Streifen an der Kleidung), weil das hohe Gewicht und der Druck der restlichen Wäsche dieselbe Falte immer wieder über die Waschtrommel reibt. Reißverschlüsse und Knöpfe von allen Kleidungsstücken können immer mal andere Kleidungsstücke beschädigen, wenn sie außen liegen, deshalb macht man die normalerweise immer zu und dreht das Kleidungsstück auf links. Bei Bettwäsche macht man das, damit nicht alle Kleidung im Bettbezug landet, wo sie nicht mehr richtig sauber wird. Einzelne Socken können tatsächlich verschluckt werden, indem sie durch die Gummimanschette, die die Tür abdichtet, in den Wasserbehälter eingesogen werden, der die Trommel umgibt. Dort verheddern sie sich im Heizstab, wo sie durch die hohe Temperatur und den direkten Kontakt zum Heizstab Stück für Stück einfach verbrennen und aufgelöst werden, das passiert aber selten.

Es gibt ganze Kataloge über das korrekte Waschen, in denen die Symbole auf den Zetteln erklärt und allgemeine Anleitungen zur korrekten Dosierung von Waschmitteln und zum korrekten Waschen gegeben werden. Wer seine Kleidung lange schön erhalten will, sollte lieber zu wenig als zu viel Waschmittel verwenden, alle Regeln beachten und seine Waschmaschine pflegen. Tragbar bleibt die Kleidung allerdings auch, wenn das mal nicht passiert. Im schlimmsten Fall ist ein Socken weg, ein Knopf ab oder ein Farbverlust zu sehen, aber: Socken verschwinden selten und man kann sie in Wäschenetze einsperren, einen Knopf kann man wieder annähen (spätestens nachdem man ihn in der Fremdkörperfalle vor der Pumpe gefunden hat) und bei einfarbigen Kleidungsstücken kann man bei einem Farbverlust auch nachfärben. Wie der Rest schon geschrieben hat: Mach dir keine Sorgen, alles halb so wild. In Zukunft weißt du, wofür man das alles macht und warum kein Fehler gleich ein Grund zur Panik sein muss. Ich für meinen Teil habe falsch gewaschene und dadurch beschädigte Kleidungsstücke über Jahre weitergetragen und mich darüber gefreut, dass sie jetzt zufällig individuell waren. Und du hast wahrscheinlich inzwischen schon festgestellt, das nix Schlimmes passiert ist.

Ich kann mir nicht vorstellend, dass dies Auswirkungen hat. Bisher habe ich meine Blusen nie zugeknüpft. Hosen drhet man auf links, damit sie nicht so viel Farbe verlieren, aber einmalig kann ich mir nicht vorstellen, dass du das merkst. Also keine Sorge.

für "mal" ist es wohl verschmerzbar, aber grundsätzlich ist es schon schonender für die Wäsche, hierauf zu achten. Also mach' dir jetzt nicht unnötig Sorgen - und falls(!) doch was schiefgehen sollte, dann nutze den Ärger für später als Erinnerungshilfe.

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