Über die Hausklingel ein Relais schalten, damit der Monitor über 220V sich einschaltet. Wer weiß wie das geht?

7 Antworten

Es wäre sehr von Vorteil, wenn Du schreiben würdest, was Du für eine Siedle hast. Da gibt es viele Typen und einige Funktionsunterschiede. Oft laufen die Signalwege des Klingelknopfes über eine niedrige Wechselspannung... 8V sind da so eingängiger Wert. Jetzt haben sich auch Hersteller anderer Komponenten, die in diesem Zusammenhang gerne genutzt werden, Gedanken gemacht... und diese oftmals so gebaut, dass sie auch mit solch einer Spannung, zumindest am Signaleingang, arbeiten können. Konkret bräuchtest Du hier ein Nachlaufrelais, welches bei Aktivierung (Betätigen des Klingelknopfs) anzieht und eben die eingestellte Zeit angezogen bleibt.

Nun zu den von Kermit so verteufelten 220V: Es ist richtig, dass hier nicht planlos herumgebastelt werden darf und auch Lebensgefahr besteht; aber wenn Du einen Monitor nimmst, der mit einem Steckernetzteil betrieben wird, kann das Nachlaufrelais auch das Netzteil schalten... und Du bleibst komplett den 230V damit fern. Das wäre so eine Lösung... aber für genauere Vorschläge müsste man wissen, was für eine Anlage Du vor Ort verbaut hast!

Mfg

handelt es sich noch um eine mehrdrahtanlage und keine busanlage, kann man das klingelsignal relativ problemlos abgreifen.

zwischen 7 und C, ich habe mal das relativ weit verbreitete HT 611 als referenz genommen, kommt das klingelsignal als wechselstromsignal an. (8V)

mein tipp: das Eltakko MFZ 12 UC DX multifunktionsrelais. damit kannst du, wie beim treppenlicht auch, den Bildschirm für die voreingestellte zeit nach dem klingeln einschalten.

7 wird an A1 und B1 gemeinsam angeschlossen, das ist die funktionsebene 1

an A2 kommt dann C

ausgangsseitig unterbrichst du einfach den leiter für die Mointorleitung mit den Kontakten 15(L) und 18. den neutralleiter kannst du optional noch auf die Klemme N mit auflegen, das hätte den vorteil, dass der bildschirm immer so eingeschaltet wird, dass gerade der strom in dem moment nicht fließt wo geschaltet wird. das schont nicht nur den bildschirm, sondern auch das relais.

denk bitte dran, dass du es hier mit 230 volt wechselstrom zu tun hast.

lg, Anna

Das wäre mein Ansatz, wobei natürlich im rechten Bild teilweise ("Monitor" und "230V") nicht den Schaltzeichen entsprechen aufgrund eingeschränkten Möglichkeiten in meinem Programm. Alles was kursiv und Fett ist ist anstelle des eigentlichen Symbols zu interpretieren. Auf die Anschlussbezeichnungen habe ich jetzt mal nicht geachtet und den 1S1 Taster hab ich vergessen zu beschriften.

Die 5 in dem Relais kannst du durch deine gewünschte Sekundenzahl bis zum Abfall des Relais ersetzen. Du hast ja keinen konkreten Wert genannt..

Was wichtig wäre zu sagen: die Umsetzung bzw. Montage darfst du nur als elektrotechnisch unterwiesene Person durchführen und aufwärts. Ich vermute das dies nicht auf dich zutrifft, daher bestelle dir bitte eine befähigte Person, die das Setup montieren und in Betrieb nehmen darf. Du spielst mit deinem Leben und könntest auch Sachschaden anrichten, wofür du haftbar bist.

Disclaimer: ich bin lediglich eine elektrotechnisch unterwiesene Person, kein Elektriker. Mein Schaltplan ist als möglichen Denkanstoß zu betrachten, jedoch nicht zur Produktiven Anwendung ohne Genehmigung eines befugten Elektrikers.

 - (Computer, Technik, Technologie)

Vorab: du hast nur die Chance, an der Klingel eine Spannung abzugreifen und die mit der gebotenen Vorsicht weiter zu verarbeiten.

Vorsicht heißt konkret, dass durch kein Bauteil die 230 Volt Netzspannung auf das Klingelsystem im Fehlerfall (wie Überspannung auf dem Netz etc.) übertragen werden darf. Dazu braucht es einige Kenntnisse in der Elektronik oder Elektrotechnik. Ansonsten läufst du Gefahr, dass jemand gegrillt wird.

Wenn du jemanden kennst, der über diese Fähigkeiten verfügt, ist das okay. Sonst lass die Finger davon. Naives Basteln an 230 Volt ist einfach zu lebensgefährlich.

>>Ansonsten läufst du Gefahr, dass jemand gegrillt wird.

Gegrilltes Hänchen kommt mir langsam zum Hals raus, was neues wäre cool! Nein, Scherz beiseite, da hast du Recht.

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Dein Vortrag ist ja schön und gut aber Du solltest hier, neben großen Belehrungen, auch was Sinnvolles für ihn reinpacken. Bermerkungen zum Gefahr laufen, gegrillt zu werden, lassen eher auf ein großes Mundwerk zu Lasten des Fachwissens schließen.

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@Gluglu

"Bermerkungen zum Gefahr laufen, gegrillt zu werden, lassen eher auf ein großes Mundwerk zu Lasten des Fachwissens schließen. "

Ja, ein wenig hart war das schon formuliert. Dann biete du doch alternativ mal dein Fachwissen an, was die saubere galvanische Trennung der beiden Stromkreise angeht.

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@SirKermit

Ich weiß ja nicht, was an einem Relais nicht galvanisch getrennt sein soll? Lies Dir doch einfach mal meinen Beitrag durch und Du wirst sehen, dass ich sogar eine mögliche Alternative für die 230V des Monitors reingeschrieben habe. Reicht das fachlich für Deine Ansprüche nicht aus?

Du musst zugeben, dass Du, außer moralische Belehrungen, nichts reingeschrieben hast. Das 230V lebensgefährlich sind, dürfte hier so ziemlich jeder wissen; da reicht es, auf Gefahren hinzuweisen. Selbst das sollte aber in einer fachlichen Art und Weise sein. Man grillt übrigens mit einer externen Wärmequelle; bei einem Hochstromunfall entsteht die Wärme dadurch, dass der Körper Verlustleistung produziert. Gegrillt wirst Du sicherlich nicht bei 230V; auch noch nicht bei 400V... zumindest nicht unter normalen Umständen. Menschliche Fakeln passieren im Bereich von Hochspannungsanlagen!

Mfg

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@Gluglu

"Du musst zugeben, dass Du, außer moralische Belehrungen, nichts reingeschrieben hast. "

Ja, ein wenig hart war das schon und nach ein paar Nächten Bedenkzeit habe ich das Original noch einmal gut durchgelesen. Ich hatte eine typische Anlage im Kopf mit Klingeltrafo und ...

Aber das mit der Siedle habe ich überlesen. Großes Sorry! Kurz zum Relais: es trennt prinzipiell galvanisch, aber die zulässige Isolationsspannung sollte man auch dann nicht ignorieren.

Zum "Grillen":

In einem Nachbardorf wurde eine Schule ausgebaut und ausgerechnet bei der Brandschau fasste der Hausmeister eine Stahlzarge an. Die stand noch unter Spannung, weil man bei den Bauarbeiten man ein altes spannungsführendes Netzkabel irgendwie in der Wand vergessen hatte.

Ende vom Lied: Die Muskelkontraktionen waren echt gut, er riss ein kleineres Waschbecken aus der Wandhalterung und hatte noch sehr lange Zeit danach Herzrhythmusstörungen.

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@SirKermit

Das mit dem Strom und den Muskeln ist schon eine blöde "Laune der Natur": Ich habe schon ab 7mA keinerlei Kontrolle mehr über meine dabei "verklumpte" Hand. Wir hatten im Betrieb bei 400V einen Unfall, der Strommarken hinterlies...

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@Gluglu

Ist mir klar, wir haben früher mal ein Muskelreizstromgerät entwickelt. Wenn du nominal als Innenwiderstand des menschlichen Körpers 1 kOhm ansetzt (das war so ein typischer Wert, wenn man anständige Elektroden hatte), dann würden im Körper runde 50 Watt freigesetzt, unabhängig von der Kontraktion.

Okay, reicht noch nicht zum grillen ;-) , ist aber alles andere als gesund. Bei mir war übrigens fast immer ab 10 mA Schluss.

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Erstmal solltest du messen, welche Spannung an der Klingel anliegt? Vermutlich ist es Wechselspannung.

Wenn ja, solltest du diese über einen Brückengleichrichter gleichrichten und mit einem Kondensator glätten.
Wenn du dann weißt, welche Gleichspannung du hast, kann man über die weiteren Schritte nachdenken. Eine Lösung gibts auf jeden Fall. 

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Klar doch, aber hier geht es auch um eine sichere Lösung. Unterhalb Schutzkleinspannung darfst du rumbasteln, wie du möchtest. Ab dann wird es allerdings ungemütlich.

Wer die Kriech- und Luftstrecken ignoriert, hat schon verloren.

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@SirKermit

Das hast du Recht.

Bis jetzt sind wir ja noch auf der Seite der Schutzkleinspannung :-)

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