tut reiten pferden weh?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das größte Glück der Pferde ist der Reiter auf der Erde ;-)

Ich wußte gar nicht, dass Du Dich auch mit Pferden so gut auskennst! :) DH!

4

Oh, das ist eine interessante Frage! Darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber keine eindeutige Ansicht gewonnen. Vorausgesetzt sind meiner Meinung nach, dass das Pferd korrekt gehalten, behandelt und geritten wird. Dazu gehört v.a. die Rücksichtnahme auf das natürliche Verhalten von Pferden. Für ein Pferd ist ein Gewicht auf dem rücken immer erstmal Gefahr, es könnte auch ein Raubtier sein. Unsere Pferde zeigen uns so oft ihr Vertrauen und wir merken es gar nicht! Wenn wir auf ihnen sitzen dürfen, obwohl sie denken könnten, es wäre ein Raubtier, wenn sie sich anbinden lassen, obwohl sie doch eigentlich Fluchttiere sind und wegrennen wollen, wenn sie die Hufe zum Auskratzen geben, obwohl sie sich damit in unsere Hände geben, wenn wenn wenn. Das traurige ist, dass die meisten Reiter das als Selbstverständlich sehen. "Der wird schon seit 7 Jahren geritten" "Der hat gelernt Hufe zu geben!" "Der wurde doch immer angebunden!" und so weiter. Nichts ist selbstverständlich, es ist immer Vertrauen. Doch wenn ein Pferd Vertrauen gewonnen hat, dann kann es, denke ich, wirklich Spaß mit uns Reitern haben.

Wenn ich sehe, wie meine RB mir und der Fahne hinterherrennt, obwohl sie doch eig wegrennen müsste, wenn ich ein Pferd reite, das unglaublich aufmerksam ist und mir alles Recht machen will ... ein unglaublich tolles Gefühl! Pferde sind kooperativ, 99% der Pferde wollen es uns Recht machen. Wir müssen auf sie eingehen, auf sie hören, ihnen ZUHÖREN und MIT ihnen arbeiten, dann können sie daran Spaß haben! Hören wir auf unser Pferd, so können wir auch ganz ohne Sattel und Zaum ausreiten, können sie vor Kutschen spannen und mit ihnen in den McDrive reiten. Einfach weil sie mit uns arbeiten wollen und wir mit ihnen.

Erst wenn der sportliche Ehrgeiz das Wesen Pferd in den Schatten stellt, wenn diese Tiere als Sportgerät missbraucht werden, verschlissen und ausgetauscht, dann ist es sehr wohl Tierquälerei. Tierquälerei kann eine scharfe Kandare sein, können Gerten- und Peitschenhiebe sein, Sporen die stechen und so weiter, UND es kann Tierquälerei sein, ein Pferd einfach abzuschieben. Denn ein Pferd hat Gefühle und es vertraut uns. Es abzuschieben tut dem Pferd in der Seele weh.

Aber ich glaube nicht, dass man Reiten allgemein als Tierquälerei abtun kann. Es kommt immer auf das WIE an. Und wer mit offenen Augen und offenem Herz auf ein Pferd zugeht, der wird merken, ob das Pferd reiten will, oder nicht. Wenn ich daran denke, wie mir mein Pö schnobernd entgegenkommt, den Kopf ins Halfter schiebt, mir das offene Maul hinhält wenn ich trensen will, den Rücken zudreht wenn ich den Sattel dabeihabe - dann weiß ich, dass es auch reiten will. Und um das zu erkennen muss ich kein Profi sein :)

Dies ist eins der besten Antworten,die ich auf dieser Internetseite je gehört habe!!!! : )

Mehr kann ich echt nicht sagen!

Ich bin selber eine RB und habe nie daran gedacht das mein Pferd mir so viel Vertrauen entegen bringt,ich habe es sehr gern und versuche in Zukunft mehr darauf einzugehen! :)  :*

1
@Crassiella

Ja tu das ! Unsere Pferde sprechen die ganze Zeit mit uns, doch unsere Fähigkeit zu Sprechen macht uns blind auf anderen Wegen zu Reden. Wir müssen lernen zuzuhören. Viele, viel zu viele Pferde schreien, doch wir hören nicht einmal ein Flüstern. Jeden Tag sollten wir unseren Pferden danken, dafür, dass sie uns vertrauen, denn Pferde kennen keine Vorurteile. Das Vertrauen, das du gibst, wird wieder zurückkommen. Kein Mensch der Welt wird uns je so treu sein wie es unsere Pferde sind. Wir sollten jeden Tag dafür danken :)

1

dnke das war die beste antwort die ich je bekommen habe! :-)

1

naja, das kommt wohl schlicht und ergreifend auf den an, der draufsitzt.

Um ein gesundes Reitpferd zu bekommen, ist erstmal eine fundierte Grundausbildung nötig, die aber leider auch nichtmehr immer gegeben ist.

Denn heute muss ja meistens alles schnell gehen. Zeit ist Geld.

Dann ist es wichtig, dieses gesunde Pferd so zu erhalten.

Dazu gehören passende Trense und Gebiss, ein passender Sattel,

und ein Reiter, der weiß wie man ein Pferd gesunderhaltend gymnastiziert, so dass es seinen Reiter "mühelos" tragen kann.

Ich nehme nun mal wieder meinen Hafi als Beispiel. Als er kam, wurde erstmal viel Longenarbeit am Kappzaum gemacht, um überhaupt eine belastbare Rückenmuskulatur aufzubauen. Geritten wurde dann mit Schenkeltrense, um ihn ihn den Seitwärtsweisenden Hilfen etwas zu unterstützen. Anfangs neigte er dazu, sie über die Schulter aus der Wendung zu "schieben". Also kam die Gerte zur Hilfe. Durch seitliches anlegen, oder auch mal anticken an der äußeren Schulter hatte er eine "menthale" Begrenzung, und hat das auch echt schnell verstanden.

Mittlerweile kommt die Gerte nurnoch selten zum Einsatz, und wenn, dann an "Reflexpunkten" eingesetzt, um eine bestimmte Reaktion hervorzurufen.

Ja, die grausamen Sporen nutzen wir auch. Die berühren aber nur den Pferdebauch, wenn ich das auch möchte. Und auch das ist nicht all zu häufig.

Neben der Dressurarbeit springen wir auch, oder gehen ins Gelände. Wir arbeiten mal Gebisslos, mal mit Knotenhalfter, mal am Halsring. Machen Bodenarbeit, longieren, gehen spazieren, oder machen einfach mal nichts.

Wie wir eben grade Lust haben.

Ich behaupte einfach ganz dreist, mein Pferd hat keine Schmerzen beim Reiten, sondern Spaß daran.

Würde er mich sonst begrüßen, beim Putzen und Satteln artig stehen, und beim Reiten eifrig alle Lektionen ausführen?

Was möchtest Du wissen?