Tips zum Reiten mit Handpferd?

5 Antworten

Außer auf schmalen Spuren sollte das Handpferd schon neben dir bleiben.

Dein Reitpferd sollte auch ohne bzw. mit verwirrenden Zügelhilfen klarkommen, das finde ich recht wichtig.

Ich habe ein Hand Pferd gerne mit Kopf auf der Höhe meines Beines dabei. Wird es schneller, fasse ich den Strick eben nach und halte es näher bei mir. Das muss das Reitpferd aber anstandslos akzeptieren.

Eventuell hilft es, noch zusätzlich eine Gerte dabei zu haben, die du ggf. vor das Handpferd halten kannst, wenn dieses zu schnell wird und nichts anderes mehr etwas bringt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und eigenes Pferd seit über 10J.

OK, dann ists schonmal nicht so schlimm falsch was ich da fabriziere ^^

Zügelhilfen sind nicht mehr so wichtig zum Glück. Habs schon ganz gut raus übern Sitz zu reiten.

Gerte hab ich bisher nicht mitgenommen dabei weil man mit Zügel und Strich ja schon einiges zu händeln hat. Aber ich werds mal versuchen. Bisher hab ich dem Handpferd halt den restlichen Strick an die Nase geklopft wenn er mir zu schnell wurde.

Wovor ich noch ein bischen Angst habe, dass sich der Strick an meinem Bein verheddern könnte und ich daher den Steigbügel verliere oder schlimmer noch, dass sich der Strick ums Bein wickelt und mich das Pferd dann aus dem Sattel zieht. Gibts da etwas um das zu verhindern? Im Winter ist das dann wieder kein Thema da ich mit einem Rock reite und mein Bein dadruch komplett abgedeckt ist.

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@MaryLynn87
Bisher hab ich dem Handpferd halt den restlichen Strick an die Nase geklopft wenn er mir zu schnell wurde.

Das wäre auch die Alternative zur Gerte gewesen.

Das Handling musst du leider für dich selbst etwas üben mit dem Strick. Ich habe auch immer variiert, als ich mit Handpferd draußen war. Und ja, mir hat sich der Strick dann auch mal um den Fuß gelegt. Möglichst keine Schlaufen bilden - zusammenlegen ja, aber ohne Schlaufen. Weißt du, was ich meine?

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@Punkgirl512
zusammenlegen ja, aber ohne Schlaufen

Ja, "W" nicht "O" aus dem Strick machen.

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@MaryLynn87

du darst den Strick nicht so lang lassen. Das Handpferd hat einigermaßen neben dem Reitpferd zu gehen und der Strick sollte nicht länger als ca 1 m sein.

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Ich führe das Handpferd immer so, dass der Kopf in etwas auf Höhe meines Beins bleibt. So habe ich es gut im Blick, kann aber noch rechtzeitig eingreifen falls ich merke dass es zu flott werden sollte.

Bzgl. des Tempos hilft nur konsequentes üben und das Handpferd immer wieder zu korrigieren wenn es zu sehr "anzieht". Ob du dafür eine Gerte mitnimmst, die du ihm dann vor die Nase hältst oder das Ende vom Führstrick zur Hilfe nimmst musst du selbst entscheiden. Ich persönlich habe gerne so wenig wie möglich in der Hand und daher keine Gerte dabei. Außerdem hilft es, den Führstrick nicht zu lang zu lassen. So hat das Handpferd gar nicht die Chance zu sehr nach vorne zu ziehen da es dann ja schon automatisch vom Strick ausgebremst wird. Ich würde mal grob schätzen ich habe irgendwas zwischen 70 cm und 1m Stricklänge zwischen meiner Hand und dem Pferd.

Solange du dich noch nicht 100% sicher bist und ihr euch auch noch nicht komplett eingespielt habt, würde ich außerdem im Gelände auf den Galopp mit Handpferd verzichten. Man kann ja wunderbar auch im flotten Trab unterwegs sein.

das handpferd soll den kopf auf höhe der schulter des gerittenen pferdes haben.

du benutzt für das handpferd einen trensenzaum und benötigst ZWINGEND einen führzügel. der führzügel ist leicht, hat exakt die richtige länge und vor allem eine schlaufe am hinteren ende, die du in der rechten hand halten kannst, ohne dass es zu störungen bei der zügelführung kommt. wenn du meinst, das handpferd tempomässig regulieren zu müssen, ist eine 1,40m lange bodenarbeitsgerte äusserst hilfreich.

das handpferd sollte immer rechts von dir laufen, damit es auf der seite eine begrenzung durch den wegrand hat und im strassenverkehr sicher zum strassenrand hin läuft und dort besser kontrollierbar ist.

ich habe ein bisschen in den kommentaren gelesen... besorg dir unbedingt einen führzügel. es erleichter so ungemein das führen des handpferdes und dir kann kein seil aus der hand rutschen.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Also von einem Führzügel hätte ich noch nie was gehört und bei Krämer oder Loesdau find ich darunter jetzt auch nichts. Gibts dafür noch andere Bezeichnung? Und wie bzw wo wird er befestigt? Am Gebiss auf einer Seite? Oder hat der zwei Haken um das beidseitig einhängen zu können?

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@MaryLynn87

ein führzügel ist ähnlich konstruiert wie eine hundeleine, aber so leicht, dass er ohne zug keinen einfluss hat.

https://www.pioneerendurance.com/wp-content/uploads/2013/12/lead-rein.jpg

gibts auch aus ganz leichtem gurtband.

schau mal unter "lead reins".

möglicherweise sind sie in deutschland nicht so leicht zu bekommen. und häufig reicht der versandhandel nicht, sondrn man bestellt sowas im reitsportgeschäft um die ecke.

und wenn man weniger ausgeben möchte, kauft man eben so eine hundeleine;

https://static.zoomalia.com/prod_img/58801/lm_308a8c88a0055f636e4a163a5e3d16adab71561715911.jpg

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@ponyfliege

OK, jetzt weiß ich was du meinst. Und wo hängst du´s ein? Direkt ins Gebiss einhaken?

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Ein Handpferd hat hinten nichts verloren. Es muss so geführt werden, dass der Kopf des Handpferdes etwa auf Schulterhöhe des Reitpferdes liegt.

Ich habe meinen Araberwallach oft als Handpferd geführt. Nicht am Stallhalfter, das ist dafür ungeeignet, weil man zu wenig Einwirkung hat. Ich habe das Pferd mit Linda Tellington Führkette - über der Nase verschnallt - geführt und darauf geachtet, dass die Führleine nicht länger als 1 m ist. Ist sie länger, ha man keine vernünftige Einwirkung mehr.

Das Führpferd muss sehr rittig sein. Das Führpferd, das ich ritt, war ein rel. kleiner Haflinger, eigentlich viel langsamer als der Araber. Aber im Schritt und im Trab machte es nichts aus. Ich habe allerdings nur einen Galoppversuch gemacht und es sofort wieder gelassen. Der Araber schoss los und hätte mir fast die Schulter ausgekugelt.

Im Schritt und Trab ging es wunderbar, und ich bin sogar durch den Ort mit Straßenverkehr geritten.

An der Straße müssen sie hintereinander gehen da es leider sehr schmal ist und Autos sonst nicht mehr vorbei können und Autofahrer einfach Arschlöcher sind und sich dann trotzdem versuchen irgnedwie dran vorbei zu drängen.

Das mich das Handpferd im Galopp überholt ist auch meine größte Sorge und da hätte ich gerne tips wie ich das verhindern könnte. ich weiß, wenn sie wirklich losrennen ist man da schon ziemlich machtlos....

Ich benutze für das Handpferd ein Knotenhalfter und einen relativ schweren Baumwollstrick, ca 3 Meter lang (brauch ich an der Straße).

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@MaryLynn87

wenn die Autofahrer rücksichtslos sind, würde ich erst recht nicht mit dem Handpferd hinter dem Reitpferd über die Straßen reiten. Wenn das Handpferd hinter dem Reitpferd geht, hast du doch Null Kontrolle über das Pferd. Dann müssen die Autofahrer eben langsam fahren. Basta.

Das Galoppieren mit beiden Pferden würde ich nur in der Reitbahn üben. Das Üben drau0enn halte ich für zu gefährlich. Wie gesagt, mein Araber schoss vor und hätte mir fast die Schulter ausgekugelt. Darum habe ich auf das Galoppieren mit Handpferd komplett verzichtet. Wozu auch? Man kommt auch im Trab flott vorwärts.

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@Dahika

Das hintereinander gehen funktioniert aber ganz gut. Und wenn ich mich stur stelle und die Fahrer auch noch provoziere, auch wenn ich im Recht bin, bin ich am Ende dann auch die mit dem Problem wenn das Pferd dabei durchdreht.

Am Platz hab ich natürlich geübt bevors ins Gelände ging. Aber da war das Hauptproblem mein Handpferd überhaupt in eine schnellere Gangart zu überreden. Er verhält sich halt am Platz immer ganz anders als im Gelände.

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Wo/wie hast du denn das Handpferdreiten gelernt? Kannst du auf diesen Trainer, der dich ja kennen sollte, nicht nochmal zurückgreifen?

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

Learning by doing.

Nachdem es die Pferde schon kennen und es keine Problem damit gab und ich beide Pferde kenne, hat mich die Besitzerin einfach losgeschickt. Habs am Platz geübt und dann im Gelände.

Ja, ich weiß, soll man nicht und man lernt so was auch nicht aus dem Internet... aber ich find unter den Voraussetzungen kann man das schonmal so machen. Es wäre was anderes, wenn eines der Pferde roh bzw sehr jung wäre oder das noch nie gemacht hätte. Dann würd ich mich ohne Aufsicht eines Trainers da nicht dran trauen.

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