Tipps zum einreiten einer Araberstute?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Idee, die Hilfe zu holen ist sehr gut, wenn ich deine Frage lese solltest du auf keinen Fall alleine an der Ausbildung arbeiten.

Schau mal nach Pirellis 7games und zusätzlich kannst du noch Schrecktraining machen. Also ihr immer mal wieder alle "Monster" zeigen, sie schauen, schnuppern, gucken lassen, bis sie sich dran gewöhnt. Das kann man z.B. mit Folien, Planen, Bällen, Säcken, Regenschirmen, Flaggen, Ballons, Dosen, Kanistern (was rasselndes rein füllen), Flatterbändern, Musik, Autos (Abstand!!), Autotüren knallen lassen, Fahrrädern, Hunden, Parkbänken, Mülleimern und Mülleimerdeckeln (zufallen lassen), Traktoren.......

Damit kannst du bzw. solltest du auf jeden Fall noch ein Jahr warten - Araber sind spätreif und somit ist ein anreiten vor dem 4 ten Geburtstag absolut negativ. Besser noch erst 4,5 jährig anfangen und erst mit 5 wirklich unter den Sattel nehmen.

Dann ist die große Frage sind alle Vorarbeiten denn auch schon abgelaufen - sprich Rückenmuskeln aufgebaut, Longieren gelernt, Stimmkomandos immer befolgen - Bodenarbeit und Stangenarbeit auch schon erledigt, Gurt - Trense - Gebiss - Sattel auch schon alles erledigt? Wenn ja wann hast du dann damit angefangen? Als sie grad mal 2,5 war? Bei mir dauert die Vorarbeit immer ungefähr ein Jahr eben von Sommer bis Sommer. Und dann werden die erst unter den Sattel genommen.

Du solltest dir ganz dringend einen erfahrenen Trainer suchen und das mit ihm zusammen erarbeiten - denn durch Bücher oder Filme lernt man nicht,

Mit mal draufsitzen - oder das das Pferd den Reiter auf dem Rücken duldet, ist es bei weitem nicht getan. Diesmal hast du Glück gehabt (vermutlich weil sie noch so jung ist) aber beim nächsten mal könnte die dir holter die polter losrasen und rumbuckeln - und dann hat sie schon mal ein erstes negatives Erlebnis gehabt - was es dann wieder schwerer macht sie richtig auszubilden.

Besonders bei Arabern ist wirklich vorsicht geboten (ich arbeite zu 95% mit Friesen und Arabern) da sie besonders leicht und schnell lernen - jedes negative Lernen setzt sich beim Araber aber immer sehr gerne fest und man hat wahnsinnig viel Probleme den Fehler wieder in Ordnung zu bringen - der Friese ist da bischen anders - einen Fehler überschreiben geht da wesentlich leichter (er beharrt nicht so auf dem einmal erlernten) als der Araber (wie es einmal gelernt ist das bleibt das so).

Ohne dir Nahe treten zu wollen, aber wer im Internet nach Tipps zum Einreiten junger Pferde sucht, sollte es wirklich nicht alleine machen, sondern nur unter Begleitung eines erfahrenen Trainers. Leider kann ich dir in deinem Umkreis nicht wirklich jemanden nennen, da solltest du, wenn du selber niemanden kennst, in entsprechenden Foren evtl. mal nachfragen, ob dir jemand empfohlen werden kann.

Meiner Meinung nach ist es zum Ausbilden von Pferden nicht damit getan, selbst gut reiten zu können, sondern du musst ja auch vermitteln können, welche Reaktionen du auf welche deiner Hilfen erhalten möchtest.

Da Pferde ja allesamt auch sehr unterschiedlich reagieren, halte ich von "starren" Tipps aus Büchern oder dem Internet nicht viel. Es können nicht alle auftretenden Situationen beschrieben werden und ich denke, gerade bei der Ausbildung ist es enorm wichtig, immer richtig zu reagieren. Sonst baut man unter Umständen Verhaltensweisen ein, die man so nicht wünscht und die sich nur schwer wieder weg kriegen lassen.

Eine gute Ausbildung hat für mich auch etwas mit "Kunst" zu tun. Nicht nur mit bloßer "Technik".

Wie ich deiner Frage weiter entnehme, gehört dieses Pferd dir auch nicht. Ich finde, es obliegt in der Verantwortung der Besitzer, dafür zu sorgen, dass das Pferd eine gute und solide Ausbildung von jemanden bekommt, der weiß, was er tut und nicht durch "Versuch macht klug". Eine gute Ausbildung sorgt dafür, dass ein Pferd rittig ist und "Spaß" an der Arbeit mit dem Reiter hat. So ein Pferd wird meiner Meinung nach auch immer eine gute Zukunft haben, weil ein gutes Pferd gibt niemand her bzw. bekommt man bei Bedarf auch besser verkauft (wenn es mal notwendig werden sollte).

Da es auch ein Unterschied ist, ob ich einem Pferd mit einem guten Ausbildungsfundament etwas neues beibringen möchte, oder einem Pferd, was noch gar nichts kann, quasi alles beibringen muss, würde ich ganz dringend empfehlen, dir in diesem Fall wirklich die Hilfe und Unterstützung eines erfahrenen Ausbilders vor Ort zu suchen.

Wie gesagt, es geht wirklich nicht gegen dich, aber ich finde es enorm wichtig, dass man einem Pferd eine wirklich gute und fundierte Ausbildung zukommen lässt, weil das ganz entscheidend die Weichen für das spätere Miteinander von Pferd und Reiter stellt. Viele Probleme zwischen Mensch und Pferd würden nicht auftreten, hätten die Tiere eine gute Ausbildung genossen.

Berücksichtige die Antworten. Vor allem heißt es, das Araber nicht so jung eingeritten werden sollten. Lass sie noch ein Jahr in Ruhe. Und kein oder nur wirklich wenig Hafer, dann wird sie weniger schreckhaft sein. Vielleicht Magnesium zu füttern, kann zur Ausgeglichenheit beitragen. Und longieren und am Strick führen und mit Leckereien füttern. Dann rennt sie vielleicht im Gelände nicht weg, wenn Sie den Reiter abgeworfen hat :-).

Danke euch für die Antworten, habe ich vielleicht ein bisschen falsch beschrieben das alles.. Ich habe hier jemanden, eine Pferdewirtin die mir hilft und ein Auge auf mich wirft. Wollte eigentlich nur ein paar Erfahrungsberichte.

Zur Stute, sie ist weiter von Gebäude her als unser 4 Jähriger Kalti. Daher hab ich auf mein Gefühl gehört und schon mit 3 Jahren mit Sattel (2 kg Reitpad) und Trense angefangen.

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