Taugt das neue ALDI-Rad

6 Antworten

Der Preis und das Gewicht lassen mich doch etwas an der Qualität zweifeln.

Bei diesem Preis hat der Hersteller nicht viel Spielraum, was er an Komponenten verbaut. Und dass der Auftraggeber vorgegeben hat, dass unbedingt ein XT-Schaltwerk die Alivio/Altus/Acera-Ausrüstung veredeln soll, ist der Spielraum nicht gerade größer geworden.

Das Rad wird fahren, keine Frage. Aber ob man damit auch auf längeren Touren Spaß hat, möchte ich mal anzweifeln.

An der Qualität kann man nicht zweifeln, nur verzweifeln. Die Gabel dürfte in ein bis zwei Jahren anfangen zu siffen, war zumindest bei meinen letzten drei Suntour Gabeln nicht anders.

Ansonsten ist die Beschreibung sehr vage, bis auf das Schaltwerk wird kaum ein Modellname verwendet, vermutlich ist es also Billigramsch, der dort verbaut wurde, und der in einem halben Jahr so rostig ist, dass man um einen umfangreichen Wechsel nicht drumherum kommt.

Das Gewicht ist nur noch das Tüpfelchen auf dem i, einziger Vorteil des Rades ist, dass keine Billig-Scheibenbremse verwendet wurde, immerhin die Bremsen sollten also ganz gut funktionieren. Der Gepäckträger sieht auch recht stabil aus.

Ich würde es trotzdem nicht kaufen, Realräder kosten oft auch nur 300€, sind aber nichtmal 50€ wert.

Vielen Dank für die tolle und ausführlich Antwort. Aber was genau meinst du mit "siffen"?

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@dissenterr

hast recht, aber ich präzisiere es mal ein wenig: Suntour Gabeln (zumindest die günstigeren und Mittelklassemodelle) haben das Problem, dass die Standrohre mit der Zeit aufrauhen und dann die Abstreifringe abschleifen. Dann kann Schmutz in die Gabel kommen und Öl kann raus, außerdem kriegt man die aufgerauhten Rohre kaum mehr sauber.

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Nach meiner jetzigen Erfahrung kann ich downhillmaster nur zustimmen.

Die Gabel sifft und hat Spiel. Inzwischen quillt aus einem Federbein der Rost. Ergo - diese Suntour Gabel ist Schrott.

Richtig ist, das Schaltwerk, Umwerfer und Kettenblatt ist von Shimano. Leider nicht der 8-fach Zahnkranz, der einfach nur Chinaschrott ist.

Das hintere Radlager ist festgelaufen, fragt mich bitte nicht wieso (wohl der Chinaschrott). Das wurde vom beauftragten Techniker repariert, was aber leider nur wenige Wochen gehalten hat. Der Techniker hatte freundlicherweise ein gebr. Laufrad da gelassen, sodass ich es damit ersetzen konnte.

Der Rahmen ist im Vergleich mit einem teuren Produkt etwas schwer geraten, aber OK und dem günstigen Preis geschuldet.

Schwachpunkte klar die vordere Gabel und das hintere Laufrad mit Zahnkranz.

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Das Rad ist für die 299 eur sehr günstig, da die Komponenten durchaus auch an einem 700eur Rad verbaut sein könnten. Zudem noch die Strassenanbauteile und Gepäckträger...

Das hohe Gewicht kommt zum Einen natürlich von der StVZO Ausrüstung mit schwerem Nabendynamo und zum Anderen ist der Alurahmen vermutlich überdurchschnittlich schwer. Irgendwo muss ja an den Kosten gespart werden.

Für Gelegenheitsfahrten o.k.. Über 18 kg machen aber mit nem Rad das eigentlich von der Bauart her zum schnell auf der Strasse fahren gedacht ist, auf die Dauer nicht wirklich Spass.

Für das wenige Geld kannst kaum viel falsch machen ,ich würde es mir zwar nicht holen , da Ich schon um die 1200€ für ein vernünftiges Ausgebe. Aber wie gesagt bei der Preisklasse und 3 Jahre Herstellergarantie auf Kleinteile und 10 Jahre Garantie auf den Rahmen kannst nicht viel falsch machen .

Und das Gewicht? 18,5 ist doch krass schwer zu bewegen, oder?

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@professordoktor

Bist du sicher ds es 18.5 kg wiegt ? hab mal geschaut und nichts gefunden . Beim Alu Rahmen wäre das extrem viel , meins wiegt derzeit um die 9kg .

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@downhillmaster

Das wird doch ein Stahlrahmen sein , wie gesagt sehr schnell kannst damit nicht fahren , 19kg ist schon sehr viel , wenn du nicht mehr als 65 kg wiegst würde es gehen , mir wäre das teil zu sperrig.

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@dissenterr

Billiges Alu muss dickwandig sein und ist dann auch nicht mehr leicht. Sieht rein optisch nach Alu aus.

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  • Rahmenhöhe: ca. 52 cm: mir zu klein
  • Gewicht: ca. 18,5 kg: oh oh
  • SUNTOUR-Alu-Federgabel: was will ich damit? Ist nur schwer und bringt kaum was.
  • Trekking-Lenkerbügel Oversize: Oversize-Klemmung oder ein superbreiter Lenker? Brauche ich beides nicht.
  • 24-Gang-Kettenschaltung mit SHIMANO®-Deore-XT-Schaltwerk und SHIMANO®-Brems-/Schalteinheit: ok
  • SHIMANO®-Kettenradgarnitur: welche denn, wie groß? Wird aber ok sein
  • Alu-Hohlkammer-Felgen: bestimmt nicht geöst, aber kann man für den Preis auch nicht erwarten
  • Bereifung, ca. 622 × 40 mm: ?? Welche Reifen?
  • SHIMANO®-Nabendynamo -AXA-LED-Beleuchtung, Scheinwerfer und Rücklicht mit Standlichtfunktion: Das billigste aber wenigstens zeitgemäß
  • Trekking-Selle-Royal-Gel-Sattel: würg
  • gefederte Sattelstütze: kotz
  • 3 Jahre Herstellergarantie auf Kleinteile: lustig. Problem bei solchen Rädern ist doch die Endmontage und dass es keine Werkstatt gibt, die man anfahren könnte.

  • für 299,-: Ohne gescheite Betreuung durch ein Fachwerkstatt in der Nähe inklusive einer Garantie zu teuer und außerdem zu schwer.

(Sehe gerade: Downhillmaster hat noch etwas zu den Bremsen geschrieben. Sehe ich auch so.)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Erfahrung mit Fahrrädern.

Vergessen:

  • ergonomische Lenkergriffe: Damit man einen schönen Hebel hat um sie loszudrehen, wenn sie mal nass geworden sind. Will ich nicht.
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So, nun habe ich alle Bilder durchgeklickt.

  • Der Kettenschutz sieht sehr fragil aus. Ein einfacher Hosenschutzring wäre mir lieber.
  • Der verstellbare Vorbau bringt nur Gewicht, brauchte ich nicht, ist aber für eine möglichst große Käuferzahl nötig.
  • Der Umwerfer stammt von der billigen Tourney, macht aber nichts.
  • Die Befestigung der Schutzblechstreben hat einen Klickmechanismus. Dem traue ich nicht.

Für mich als Hobby-Mechaniker wäre das Rad kein Schrott. Es würde mit der Zeit immer leichter und besser werden. Wer ein Rad einfach zum Losfahren will, sollte die Finger davon lassen.

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