Substituiert Kinderwunsch?
Hallo!
Mein Mann war ca. 10 Jahre Herionabhänig, ist nun seit 3 Jahren substituiert und nimmt täglich 60ml Polamidon ein.
Wir wollten nun in näherer Zukunft versuchen schwanger zu werden, dabei stellt sich mir die Frage ob seine Einnahme uns da Schwierigkeiten machen könnte und/oder er sogar zeugungsunfähig sein könnte?
Ich bitte nur um vernünftige Antworten, vielleicht gibt es auch Leute die Ahnung von Substitution haben und in ähnlicher Situation sind oder waren.
Danke schonmal für eure Antworten!
Grüße
3 Antworten
Ehe ihr es ewig versucht und ggf. wertvolle Zeit verliert, geht mit der Vorgesichte zum Arzt und lasse die Spermien Qualität untersuchen. Um den Test zu bestehen, müssen mindetsens 5% normal geformt und schwimmfähig sein. Redet auch über das Medikament, ob das Auswirkungen haben kann.
Dann habt ihr Gewissheit und falls es mit seinen Spermien nichts wird, könnt ihr über Spermaspende oder Adoption nachdenken.
Zudem solltet ihr ehrlich reden, ob er psychisch bereit ist für ein Kind. Gerade möglichen Stress und Schlafentzug.
Bei vielen ist es nämlich nicht eine kunterbunte Regenbogenwelt. In der Schwangerschaft kann es Probleme geben, unter der Geburt und danach kommen Verantwortung und Schlafdefizit auf euch zu, zudem erstmal komplett veränderter weniger planbarer Alltag und damit ggf für ihn fehlende Routine und Sicherheit. Gerade die ersten Wochen können chaotisch sein und wenn dann eine routine da ist, kann die sich auch mal von einen Tag auf den anderen wechseln.
Ihr alles auch darüber reden, was ihr tut falls es einen Rückfall gibt, immerhin müsst ihr euer Kind dann schützen.
Einige Beziehungen zerbrechen an Kindern, weil sich einer zu wenig um Kind, Haushalt und Beziehung kümmert oder auch einfach durch den Stress und dadurch Streit.
Wenn er noch in irgendeiner Art von Therapie ist, sollte er es dort auch besprechen.
Ich will euch nicht abraten, aber euch sollte klar sein, dass das gerade für ihn eine sehr harte Probe sein kann. Und zwar nicht über ein paar Tage oder Wochen, sondern Jahre. Selbst psychisch gesunde gehen da teils ordentlich auf dem Zahnfleisch.
Man weiß eben vorher nicht, wie gut du das gesundheitlich verträgst und wie einfach zu betreuen euer Kind wird.
Danke erstmal für deine nette Antwort!
Wir haben viel und offen darüber geredet , sind uns auch bewusst das eine Schwangerschaft bzw. ein Kind alles ändern wird und das ggf auch Probleme auftreten können.
Dennoch sind wir bereit dazu unserem Wunsch nachzugehen und Nachwuchs zu bekommen.
Meinem Mann geht es psychisch gut, also wir führen eigentlich ein ganz normales zivilisiertes Leben wie andere Leute auch, nur das er halt zurzeit noch Pola einnimmt.Wir sind vor einem halben Jahr in unser Eigenheim eingezogen, haben einen Hund und Kätzchen :)
Umzugsstress, Umbauarbeiten und Hundeerziehung ebenfalls mit schlaflosen Nächten war für ihn alles kein Problem 😇
Also ich hätte keinerlei Bedenken dabei das er und/oder wir als Paar es nicht schaffen werden.
Im Moment habe ich nur etwas Angst das sein früherer Konsum oder seine jetzige Einnahme uns da Probleme macht.
Aber ich werde mit ihm über ein Spermiogramm reden!
Definitiv gründlich untersuchen lassen, und ein spermiogramm machen lassen. Nicht selten haben Kinder von Abhängigen irgendwelche Probleme/ Behinderungen.
Ich würde ein Spermiogramm machen lassen.
Erstmal um zu sehen ob auch alles schwimmt und richtig geformt ist.