Stimmt das, dass Freikirchen und besonders Adventisten ein Problem mit Frauen haben?

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9 Antworten

Meine Freundin geht in eine freikirchliche Gemeinde und die haben garantiert kein Problem mit Frauen! Ich glaube, mit einer solchen Aussage muss man sehr vorsichtig sein. Man sollte das Ganze nicht verallgemeinern. So etwas muss immer im Bezug auf die jeweilige Gemeinde/den jeweiligen Kirchenverband betrachtet werden- berühmtes Vorurteilproblem.

Bei den Adventisten kenne ich mich nicht so gut aus... aber wurden die nicht sogar von einer Frau gegründet? Das wäre ja dann schon sehr paradox...

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Kommentar von dataways
27.03.2016, 22:05

Bei den Adventisten kenne ich mich nicht so gut aus... aber wurden die nicht sogar von einer Frau gegründet?

Der Gründer der Adventisten, William Miller war jedenfalls ein Mann

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christliche Fundis, also nicht bloss Evangelen sondern auch Katholen wie OPUS DEI oder spanische Klerikalfaschos, haben n Frauenbild, da können sich die Sunniten n Stück abschneiden von.

Aber dieses Frauenbild stammt nicht aus dem Evangelium, sondern aus den Paulus-Briefen, von denen manche echt sind und manche werden von der Textkritik als untergeschoben eingestuft. Die Theologen der Grosskirchen legen diese Texte im historischen Kontext aus, und sagen, dieses Frauenbild ist ein Geschichtszeugnis, wie es mal war, aber es ist keine zeitlose Vorschrift.

Christliche und islamische Fundamentalisten legen ihre heiligen Schriften überzeitlich aus, also wortwörtlich gültig für immer.

Ich denke aber, die Antwort ist genau umgekehrt: also DIE Frauen haben mächtig Probleme mit so ne dogmatischen starrsinnigen Gemeinschaften.

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Warum sollten sie? Die Freikirchen sind doch keine Männerkirchen. Ansonsten sind die Evangelikalen nicht mehr oder weniger frauenfeindlich als andere Glaubensgemeinschaften auch. Eine Ausnahme unter den Religionsgemeinschaften scheinen die Lutheraner in Mitteleuropa zu sein. Dort können auch Frauen in höchste Amter kommen.

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Weder Freikirchen oder Adventisten haben "Probleme" mit Frauen.
Es könnte höchstens sein, daß manche Frauen glauben mit diesen Religionsgemeinschaften Probleme haben zu müssen.
Es wird aber keine Frau gezwungen irgendeiner Religionsgemeinschaft beizutreten, in der sie meinst, sich nicht "verwirklichen" zu können.
Zur "Selbstverwirklichung" sind Religionsgemeinschaften i.R wohl auch nicht gedacht.

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Freikirchen sind sehr sehr unterschiedlich, ebenso deren Frauenbilder.

Ein "Problem" mit Frauen hat meines Wissens keine christliche Religionsgemeinschaft, nur besitzen sie z.T. eine sehr traditionelle Vorstellung davon, was eine Frau zu tun und zu lassen hat.

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Nein, das stimmt überhauptnicht, war früher bei den adventisten, und höre davon zum ersten mal!

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Adventisten haben ein Problem mit Frauen, welche die ihnen vom Gesetz zustehende Gleichberechtigung einfordern. Mit Frauen, die unterwürfig ihrem Mann dienen und sich von ihm alles gefallen lassen, haben sie kein Problem.

Bei den meisten anderen Freikirchen sind Frauen aber absolut gleichberechtigt, bis in höchste Leitungsgremien hinauf. Lediglich kuriose Gruppen wie Zeugen Jehovas oder Mormonen sehen das anders.


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Kommentar von bobby68
28.03.2016, 11:08

...wobei Mormoninnen zu den stärksten Frauen gehören, die es überhaupt gibt, wurden sie doch 1842 als erste Frauenorganisation weltweit den Männern gleichgestellt. 

Funktional gibt es wie von Joseph beschrieben Unterschiede, menschlich / fachlich gesehen aber nicht.

Gleichwertig ist nicht gleichartig. 

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Die Siebenten-Tags-Adventisten haben wohlkaum ein Problem mit Frauen (bei ihnen gibt es eine weibliche Prophetin)

LG.

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Freikirchler/Adventisten haben ein sehr konservatives Frauenbild. Sie berufen sich auf eine wortwörtliche Auslegung der heiligen Schrift. Und Frauen und Männer haben ihren Platz in der Bibel:


Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen. (Epheser 5, 22-24)


Mehr zum Frauenbild der Bibel: http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e24.htm

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Kommentar von Enzylexikon
27.03.2016, 22:29

Sehr markig äußert sich auch auch Paulus im ersten Brief an die Korinther (1. Kor 14:34-35)

Eure Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist für Frauen schändlich, in der Gemeinde zu reden.

Wer so etwas tatsächlich wörtlich nimmt, für den ist die Emanzipation dann wohl Teufelswerk.

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Kommentar von Gambler2000
27.03.2016, 23:45

Die Adventisten haben eine Prophetin. Was meinst du also mit einem konservativen Frauenbild?

LG.

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