sterben pferde bei kälte?


28.11.2021, 15:04

es geht um kriegspferde zB vom zweiten weltkrieg. ich sehe solcge kriegspferde ohne schutzbekleidung, höchstens ein weißer mantel als tarnung im schnee. kriegspferde wurden ja damals auch an der ostfront benutzt

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

bei temperaturen zwischen minus 20 und minus 40 grad bringen jakutische pferde ihre fohlen zur welt. da wo die leben, hat es im winter bis minus 65 grad. die leben draussen wohlgemerkt.

im sommer hat es dort bis plus 40 grad.

auch ein normaler warmblüter hat im jahresverlauf mit temperaturunterschieden von bis zu 70 grad keine wirklichen probleme.

gefüttert wurden die pferde, die an die ostfront gingen mit allem, was sich unterwegs so fand. zum beispiel mit den schilfdächern von scheunen und häusern. nachschub in form von hafer oder gerste für die pferde gab es nur selten. und wenn, dann stand auf das abzweigen von pferderationen zum selber essen die exekution.

pferde halten ähnlich viel aus wie wölfe und bären.

im grunde genommen sind auch unsere heutigen hauspferde nur domestizierte wildtiere.

das namib pferd hat sich innerhalb von nur 4 bis 5 generationen an die gegebenheiten der namib gewöhnt - und das jakutische pferd hatte dafür auch nicht viel länger zeit, als 30 jahre. 30 jahre sind beim pferd zwischen 5 und 8 generationen. dazu ist das genom bezüglich der anpassung an nahrungsangebot und klima extrem flexibel.

islandpferde fressen auch flechten, algen und fisch, wenn nichts anderes da ist, camarguepferde benötigen brackwasserpflanzen und salzgräser, moorponies stehen auch schon mal bis zum bauch im sumpf und fressen unterhalb des wasserspiegels alle möglichen wasserpflanzen ab, namib-pferde müssen nur alle 3 tage trinken und fressen zur rückgewinnung der allerletzten nährstoffe ihren eigenen kot und verfügen ausserdem als einzige pferderasse auf dem rücken über ein giraffenmuster usw.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

echt cool, ich dachte pferde wären eher sensible tiere aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich noch nie ein echtes wildes pferd gesehen habe!

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@ichmagmemes

alles im pferd ist auf überleben ausgerichtet.

und ja - sie sind sensibel. aber das sind sie eher mental. pferde sind nur deswegen zum reiten oder für anderes einzusetzen, weil sie hypersozial sind und auch von sich aus kontakt zu andern tierarten suchen.

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@ichmagmemes

Das sind sie in der Tat - aber eben nicht in punkto Kälte. Sehr empfindlich sind sie zum Beispiel, was ein Überangebot an Nahrung, falschem Futter oder zu wenig Bewegung angeht. Da reagieren sie unter Umständen sehr schnell mit (oft tödlichen!) Koliken, oder irreparablen Stoffwechselerkrankungen.
Auch reagieren sie als hochspezialisierte Fluchttiere sehr empfindlich auf Sinneseinflüsse.

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vielen dank für die auszeichnung💥🤍

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Pferde kommen mit Kälte sehr gut klar. Ihre Wohlfühltemperatur liegt bei +20 bis - 15 Grad. Lediglich mehr Heu brauchen sie bei Frost, um sich durch die Verdauung von innen her zu wärmen.

Auf Island, und sogar nahe des Polarkreises, wo es nachts -40 Grad gibt, haben die Pferde nicht mal einen Stall, geschweige denn Decken.

Hey, ich arbeite und reite auf einer kleinen Ranch und da gibt es eine sehr große Koppel mit Unterständen wo die Pferde 24h stehen und sie brauchen keine Decke außer wenn sie krank sind-es gibt trotzdem ein paar Boxen allerdings werden die Pferde auch nicht geschert und das klappt alles super.

Letzten Winter waren es bei und -20 Grad und es war alles gut

Und sie kriegen sehr viel Heu...

Hängt sehr stark von der Energieversorgung ab.

Je kälter je mehr Energiebedarf.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ausbildung Pferdewirt, ganzheitlicher Pferdetherapeut

das ist beim menschen so. beim pferd trifft das nicht zu.

je kälter, desto mehr fährt das pferd den stoffwechsel herunter.

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@ponyfliege

Bin mir recht sicher auch Pferde sind Warmblüter und müssen ihre Körperwärme hochhalten. So wird auch der Futterbedarf steigen. Winterschlaf halten Pferde ja nicht und eine Winterruhe ja auch nicht.

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@StRiW

rehe halten auch keine winterruhe und keinen winterschlaf.

die hautdurchblutung ist im winter wesentlich geringer - ausser natürlich bei stallhaltung und mit decken und gedöns.

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Vermutlich nicht jede beliebige Rasse, aber allgemein - klar.

Die Pferde in Island deckt im Winter glaube ich keiner zu.

auf den bildern vom zweiten weltkrieg sehe ich nur diese typische pferderasse: braun, ohne fell an den füßen und nur die mähne am nacken

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@ichmagmemes

Keine Ahnung. Ich vermute aber mal, dass die sich Pferde ausgesucht haben, die schon was abkönnen, denn sonst wären die ja nicht hilfreich gewesen. Aber wie gesagt - wissen tu' ich's nicht.

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@ShimaG

Isländer oder die Ponys aus Sibirien sind natürlich auch extremer Kalte gewachsen. Aber auch ein gesundes „normales Warmblutpferd“ hat bis etwa 15 Grad minus kein Problem, sofern es nur genügend Futter bekommt und nicht grade Durchzug ausgesetzt ist. Im Krieg wurden die Pferde wohl zu zweit aneinander gekoppelt und wärmsten sich dadurch auch zusätzlich ein wenig gegenseitig.

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@ichmagmemes

ein grossteil waren trakehner pferde. in ostpreussen hat es im winter auch gut und gerne mal minus 30 grad gehabt.

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