Sollte es akzeptiert werden, wenn man grundsätzlich auf keine Beerdigungen geht?

13 Antworten

Es gibt nun mal gesellschaftliche Konventionen, die aus der kulturellen Tradition einer Gesellschaft entstanden sind. Dazu gehören bei Todesfällen auch gewisse Zeremonien, bzw. gemeinsame Rituale. Wie die genau aussehen, entscheidet der Verblichene im Voraus oder die Angehörigen.

Das mag dir dann persönlich nicht gefallen, aber auf diese Weise von einem Verstorbenen Abschied zu nehmen, ihm das letzte Geleit zu geben und den Angehörigen zu kondolieren, hat auch etwas mit Respekt und Anstand zu tun. Jedenfalls empfinden dies viele Menschen so. Wenn du dich dem entziehst, dann wird es so empfunden, als würde es dir daran mangeln.

Deswegen fällt es den Menschen schwer, hier deine Wünsche zu tolerieren, denn man sieht es dann eher so, dass deine persönlichen Ansichten und Wünsche, hier nicht im Vordergrund stehen sollten.

Die Ansichten anderer Menschen wirst du dabei nicht ändern können. Du kannst nur deine Ansichten und dein Verhalten beeinflussen. Von daher, wirst du damit leben müssen, wenn du dich solchen gesellschaftlichen Ritualen entziehen möchtest.

Sorry, aber ich habe selten so etwas respektloses gelesen

Wenn Du nicht auf Beerdigungen gehst, ist das Deine Sache , aber woher nimmst Du Dir das Recht, von öffentlicher Zurschaustellung der Trauer von Familienangehörigen zu sprechen

Wenn man ein Familienmitglied verloren hat, soll man dann seine Trauer und Tränen verstecken , wohl ganz bestimmt nicht

Du wunderst Dich, dass Deine Auffassung nicht toleriert wird, ich wundere mich nicht

Ich verstehe diesen Angriff nicht? Was soll das???? Kannst du nicht einfach akzeptieren, dass das meine Meinung ist?

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@dermarkus456

Du redest von Toleranz, dann könntest Du auch meine Meinung tolerieren und angegriffen habe ich Dich nicht auch nicht , sondern Dir nur geschrieben, wie ich darüber denke

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In unseren Breiten ist es eben Tradition, die Toten gemeinsam zu Grabe zu tragen. Und dort nicht zu erscheinen empfinden manche als respektlos.

Mach es wie du es für richtig hältst.

Bin zunächst mal ´n bisschen irritiert, von jemandem, der ausgerechnet sowohl "Psychologie" als auch "Philosophie und Gesellschaft" explizit als seine persönlichen Interessen hier angibt, derlei zu lesen.

Wenn es wirklich an dem ist, dass du dich mit den Menschen (und ihrer Motivation) sowie mit der Frage nach "Sinnhaftigkeit" zu beschäftigen pflegst, dann sollte doch im Grunde etwas mehr drin sein, als die ziemlich stereotypen Festlegungen auf "Hass/Abneigung" einerseits und "Respektlosigkeit/Intoleranz" andererseits.

Und grundsätzlich kann es ja auch nicht schaden, mit dem eigenen fragenden Blick -nicht nur innerhalb dieses Themas- etwas mehr bei sich als bei den anderen zu bleiben; damit kommt man in aller Regel weiter.

Alles, was den allermeisten ansonsten ja sehr schnell durch den Kopf geht (die Allgemeinplätze von Tradition, Konvention etc.) steht hier ohnehin schon zur Genüge - hätte jemandem wie dir (so wie im Übrigen auch jedem anderen, dazu muss man wahrlich kein Philosoph sein) aber auch von selbst in den Sinn kommen können/müssen...

Was also bezweckst du wirklich mit deiner Frage?! Provokation...?!

Da geht es dir, wie mir. Ich hasse ebenfalls Beerdigungen und gehe in der Regel nicht hin. Aber vollkommen unabhängig von gesellschaftlichen Konventionen, Gebräuchen und Traditionen, achte und ehre ich manche Menschen. Menschen, die mir sehr nahe standen, oder mit denen ich von frühester Jugend an verbunden war. Oder vor denen ich Respekt hatte. Auf deren Beerdigung gehe ich um ihnen die letzte Ehre zu erweisen und ihnen noch einmal nahe zu sein. Manche erlitten einen Tod, den sie nicht verdient hatten und der tragisch war. Von manchen besuche ich auch nur ab und zu das Grab, in aller Stille.

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