Sollte ein Partner den anderen vervollständigen oder sollte eine Beziehung das "Sahnehäubchen" sein?

7 Antworten

Ich finde, der Partner ist immer eine eigene Persönlichkeit, sollte aber dennoch in einer guten Beziehung auch ein Teil von uns sein.

Sowohl Gegenpart, der uns auch mal ehrlich die Meinung sagt, auch wenn das unbequem ist, der uns jedoch andererseits ergänzt.

Eine intakte Partnerschaft besteht dann, wenn man dem / der Anderen Respekt, Vertrauen und Nachsicht entgegenbringt, wenn zwischen alledem ein gesundes Gleichgewicht herrscht. Geben und Nehmen und wenn jeder auf den / die Andere(n) sieht, ist nach Beiden aufs Beste gesehen.

Partnerschaft ist kein Kampf, geprägt von Egoismus, sondern das pure Gegenteil. Wenn das alles stimmt, hat man automatisch Sehnsucht nach dem Partner, sollte er mal weg sein. LG.

Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei ... Menschen haben Bedürfnisse, einige davon sind ihrer Natur nach auf eine Partnerin oder einen Partner ausgerichtet, und eines davon ist die Sexualität. Ein heterosexueller Kerl in seinen besten Mannesjahren braucht eine Frau, weil die Sexualität ein unverzichtbarer Bestandteil seines Gefühlslebens ist. Sie ist sicher mehr als ein Sahnehäubchen.

Gerade habe ich in einer anderen Antwort geschrieben, dass ich nicht meine, das "glücklich sein" einen Normalzustand beschreibt. Insbesondere gilt das m.E. für einen Mann ohne Frau. Das heißt natürlich nicht, dass der zwangsläufig ständig "im Unglück" sein muss. So viel Selbständigkeit sollte er natürlich haben, und die Frau sollte das auch. Aber man sollte Selbständigkeit auch nicht verabsolutieren oder idealisieren, sonst bleibt das "Sahnehäubchen" schnell vergänglich.

Ich bin kein Psychologe. Erich Fromm war einer, genau genommen Psychoanalytiker. In seinem Buch Die Kunst des Liebens macht er den Unterschied, ob ich meine Partnerin liebe, weil ich sie brauche, oder ob ich sie brauche, weil ich sie liebe - das erste schlecht, das zweite gut. Ich weiß nicht, ob er es damit wirklich getroffen hat. Das Problem ist es ja, beide Fälle klar voneinander zu unterscheiden. Ich fürchte, um das zuverlässig zu können, muss man eben Psychoanalytiker sein

Eine Beziehung sollte das Sahnehäubchen, in einem sonst soweit zufriedenen Leben sein. 

Das soll nicht bedeuten das es keine schlechten Zeiten geben darf. :)

Alles andere, also dieses sich ohne den Partner nicht vollständig fühlen, beschreibt meines Erachtens nach eher eine Abhängigkeit. 

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Pflegefachkraft

Ich bin kein Psychologe, aber ich hoffe, ich kriege trotzdessen eine vernüftige Antwort auf diese Frage hin.. :D

Betrachtet man eine Person, die beispielsweise arm wie eine Kirchmaus ist, ein paar Krankheiten, kaum Freunde&kein Kontakt zur Famile, Drecks-Job. Und nun kommt eine Person in das Leben, die einen über alles liebt, dir Aufmerksamkeit schenkt, die das Verlangen nach deiner Nähe hat. Die Person hat dein Leben einen Sinn gegeben.

Betrachtet man eine Person, der es finanziell gut geht, gesund ist, Freunde+Famile hat, eine gute Arbeit. Und jetzt hat diese Person einen Partner fürs Leben gefunden, mit dem sie eine Familie gründet und alt wird.

Wer ist jetzt glücklicher? (Abgesehn von der Gesundheit und Geld.. da kann eine Beziehung nix ändern //meistens//) . Ist die Person, wo der Partner das Leben schön macht, liebestechnisch glücklicher als die Person, bei der das Leben vorher paletti war? Ist Person A unglücklicher als Person B, wenn sie verlassen wird (wieder gefühlstechnisch)?

Ich denke, ob der Partner zum Glück beiträgt oder das Glück lediglich krönt ist ansich im Herzen gleich.
Allerdings: Wenn der Partner zum Glücklichsein beiträgt, wertschätzt man die Beziehung bestimmt mehr als wenn ein Partner die Lebensfreude nur krönt.
Allerdings Allerdings: Ist man wahrscheinlich ansich glücklicher, wenn das ganze Leben wunderbar ist und man dann noch einen tollen Partner hat. Evtl hält die Beziehung mehr aus, weil es keine Probleme gibt, die sich ankratzt.

Eine gutgehende Partnerschaft sollte vor allem auf Freundschaft beruhen. Auf gegenseitiger Wertschätzung und Respekt. Beide sollten eigentständige Menschen bleiben, die einander auf Augenhöhe begegnen. Abhängigkeit sollte aber nicht Basis der Partnerschaft sein. Denn das überfordert auf die Dauer den tragenden Teil.

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