Sind Woks nur für bestimmte Herdarten geeignet?

7 Antworten

Hallo Frau Büttner,

die ganze Fragestellung kann man umgehen, wenn man den Elektrowok benutzt, den ich vor 15? Jahren bei Ihrem Kochkurs in Offenbach gekauft habe und der auch heute, wenngleich verbeult und etwas wackelig, noch immer einwandfrei funktioniert. Ich war damals einer der Männer in Unterzahl, aber es hat viel Spass gemacht, auch beim 2. Kurs und in Szetchuan-Aufbaukurs mit einem jungen chin. Koch.

Der Wok wird seitdem 1-2 Mal in der Woche benutzt (das sind bisher fast 1.500 mal), mit bestem Erfolg.

Der Wok besteht aus Aluminium mit Silverstone-Beschichtung (die einfach nicht umzubringen ist), das Heizelement ist unter dem Boden fest eingebaut (also kein Aufsatz-Elektrowok mit Heizplatte)und er wird mit einem Stecker, der auch die Thermo-Einstellung beinhaltet und regelt, angeschlossen.

Er heizt sehr schnell auf 190 Grad auf und kühlt bei Abschaltung so schnell herunter, wie man es nur bei der Gasflamme gewöhnt ist.

Ideal!!!

Auch die unteren Einstellungen zum Warmhalten, Köcheln und Kochen sind ausgesprochen nützlich. Das bietet Ihnen keine andere Kocheinrichtung, nicht einmal die Gasflamme wenn man einen Profi-Gastroherd hat, bei dem die kleinste Flamme immer noch zu heiß ist.

Also ein "Hoch" auf Ihren Elektrowok, der sich zudem noch gut verstauen läßt, wenn man ihn mit einer Drahtschlinge, die über die Griffe gezogen wird, an der Innenseite der Speisekammer-Tür aufhängt. Immer griffbereit.

Ich hoffe, einen positiven Beitrag zur Diskussion (heute sagt man Chat ?) geleistet zu haben.

Alles Gute für Sie in Süddeutschland, ich hatte gehofft es würde Sie in den Norden ziehen.

Obwohl ich heute selbst China-Kochkurse erteilen könnte, greife ich immer wieder auf Ihre Unterlagen zurück und würde gern, trotz meiner 69 Jahre) einen weiteren Aufbaukurs bei Ihnen belegen.

Mit vielen lieben Grüßen

dadadixie

Hallo, Nett was man alles für Statements zu Woks lesen kann! Woks sind prinzipiell für Gas-Kochstellen ausgelegt, seit neuesten werden auch konkave Induktionsfelder angeboten, die aber auf Grund Ihres sehr hohen Anschaffungspreises, eher nicht für einen Normal-Haushalt geeignet sind. Alles andere was man auf irgendwelchen Webseiten finden kann, hat mit Wok-kochen nicht viel zu tun, sondern passt wohl mehr in die Kategorie „mit Asia Trend, Kohle machen“ Wenn man Fan der asiatischen Küche ist, dann sollte man eins berücksichtigenden: Der Wok mit Holzgriff und rundem Boden aus Stahlblech ist ein Kochgeschirr, das durch die in seinem Ursprungsgebiet (ehemals) herrschende Brennstoffknappheit geprägt wurde. Im Original ist er aus dünnem, sehr gut Wärmeleitenden Stahlblech. Man kann damit, mit wenig Energie, schnell und mit großer Hitze braten. Die große Hitze erzeugt gerade bei gebratenem Gemüse geschmackstypische Röststoffe, die sich auf keinem anderen Weg erzeugen lassen. Um die Kontrolle zu behalten und den schmalen Grad zum Verbrennen nicht zu überschreiten, muss der Wok dünnwandig sein, sodass die Hitze sofort weg ist, sobald man ihn vom Feuer nimmt. Dieses schnelle Braten bei großer Hitze ist das was einen Stahlblech-Wok ausmacht. Aber auch andere Gar-Methoden lassen sich damit realisieren. Dünsten, pochieren, frittieren, kann man alles mit einem Wok machen. Unsere modernen elektrisch beheizten Kochstellen sind nun denkbar ungeeignet für den Wok. Schon seine runde Form macht die Wärmeübertragung schwierig. Das zweite, noch viel größere Manko ist die limitierte Wärmeleistung. Bei einem normalen Haushaltsherd darf die Stromaufnahme pro Kochstelle 10A nicht überschreiten. Das begrenzt die Heizleistung auf schlappe 2,2 Kilowatt, was für das Kochen mit dem Wok zu wenig ist. Ein Guss-Wok umgeht das Leistungsproblem in dem er Wärme speichert. Das ist aber auch nicht das gelbe vom Ei, denn das schnelle Wegnehmen der Hitze geht überhaupt nicht und wenn man mal größere Mengen Bratgut hat, ist es mit der Herrlichkeit schnell vorbei, sobald die gespeicherte Wärmeenergie aufgebraucht ist. Will man die typischen Wok-Eigenschaften, muss man sich von unserem herkömmlichen Elektroherd verabschieden und sich eine Gaskochstelle und einen Carbon Stahl Wok zu legen. Die überall angebotenen Wok-Stilblüten wie: AMC Edelstahl Wok für 250 Euro mit Sandwich-Boden, Eletro-Wok (völlig bescheuert), Teflonbeschichtete Woks, Gusseiserne Woks, prinzipiell eigentlich alles was unten abgeflacht und keinen runden Boden hat, sind zum original Wok-ken nicht geeignet! So klappt es auch mit der asiatischen Küche und vielleicht auch mit dem Nachbar/in

(das ist alles nur geklaut, aber richtig, weil ohne Power kein wokken)

Garküche in Phnom Penh, so muss es sein!

...youtube.com/watch?v=lX2fxbmHkRk ...wok-it.de ...wok-world.de

Liebe Grüße wokki

Vielen Dank für die tolle Antwort! DH!!!

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Optimal nur mit Gas - ja, wenn der Brenner groß genug ist, dass auch die Seitenwände wenigstens unten von den Flammen bestrichen werden. Der Wok gehört in ein Kohlefeuer gestellt - er kommt ja aus Gegenden wo es weder Gas noch Elektrizität gibt und da ist er authentisch. Ich bin auch darauf hereingefallen - Wok von Silit, ein wunderschönes Teil. Kochen tu ich in der Pfanne und im Topf, servieren (wo's passt) im Wok und alle sind begeistert. Na ja.

Die Woks, die man z.B. günstigst in Thailand o.ä. kaufen kann, sind für europäische Herde nur bedingt geeignet. Diese Woks haben einen konvexen Boden, und passen nur auf Gasherde mit entsprechend großer Flamme und Halterung (gibt es für den professionellen und semiprofessionellen Bedarf). Auf herkömmliche Platten oder Ringe passen sie einfach nicht.

Soweit ich weiß, funktioniert das überall, bei Induktion ist wichtig, dass der Wok oder Topf magnetisch ist, aber Woks sind meistens aus Eisen, also müßte es klappen. Bei Aluminium funktioniert es auf Induktion nämlich nicht.

Für Gasherde werden oft Woks mit rundem Boden angeboten - die funktionieren bei anderen Herdarten natürlich nicht.

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