Sind 74,79 € zuviel bei Verdacht auf Blasenentzündung beim Hund?

14 Antworten

Hallo NiniNini,

ich habe keinen Hund, aber einige Meerschweinchen, und Tierarztrechnungen sind für mich leider schon fast etwas Alltägliches.

Zu den Positionen:

  • allg. Untersuchung Hund 17,59€ --> ergibt sich aus der Beschreibung. Betonung liegt auf "allg.". I. d. R. ist hiermit ein allgemeiner Check gemeint, der auch durchgeführt wird. Wenn man wegen derselben Erkrankung öfters kommt, verringert sich der Preis. Oftmals ist es dann auch ein "Basispreis", der erhoben wird.
  • Harnstatus, spez. Gewicht, Teststreifen, Sediment 12,61€--> hier handelt es sich mit Sicherheit um die speziellen Untersuchungen, die der Tierarzt hinsichtlich Urin, Blase durchgeführt hat.
  • Injektion subkutan 8,95€--> hier handelt es sich noch einmal um eine Dienstleistung: Das Geben einer Spritze
  • angewandte Medikamente 13,03€--> hier ist alles Mögliche enthalten, z. B. das in der Spritze enthaltene Medikament. In meinen TA-Rechnungen steht i. a.: Angewandte Medikamente und Materialien. Hier ist dann auch diverses Verbrauchsmaterial, z. B. Tupfer etc. enthalten
  • Urocid Paste 11,86€--> das ist wohl das Medikament, das Du mitbekommen hast?

Die Tierärzte sind an die Gebührenordnung gebunden. Ich finde an der Rechnung nichts Außergewöhnliches.

Wahrscheinlich hat ja die Untersuchung und die Urinanalyse ergeben, dass ein Spezialfutter sinnvoll ist. Ich hätte das mit Sicherheit mitgenommen.

Obwohl ich schon sehr viel Geld bei Tierärzten gelassen habe, finde ich, dass die Preise keineswegs überhöht sind. Man muss bedenken, dass sie eine Dienstleistung erbringen, vergleichbar mit der eines Humanmediziners. Sie haben ein Studium absolviert, müssen eine Praxis unterhalten incl. Personal etc. Das verursacht hohe Kosten.

Wenn ich mir überlege, wie oft ich schon mit meinen Tierärzten telefoniert habe - sie haben das nie abgerechnet. Es geschah häufig sogar auf Wunsch des TA, weil er sich dafür interessierte, wie es dem Tier geht. Mein Zahnarzt hat noch nie vergessen, mir ein Telefonat in Rechnung zu stellen.

LG Goldsuppenhuhn.

Der Preis ist in Ordnung. Ich hätte bei den Goldstücken meines Vertrauens auch nicht viel weniger bezahlt, vielleicht 10-15 Euro brutto. Maximal.

Insgesamt gesehen resultiert dein Mißtrauen sicherlich auch aus der Tatsache, daß dieser TA völlig unbekannt für dich ist. Dein Tier es übrigens auch für ihn, weshalb er sicherlich eine gründlichere Untersuchung macht, als bei Tieren mit ihm bekannter Krankheitsgeschichte.

Ich bin im Laufe des Lebens meiner Hündin bei 4 verschiedenen Tierärzten gewesen. Umzugsbedingt. Bis ich bei einer Gemeinschaftspraxis hängen geblieben bin, die sich bis tief in die Nacht Gedanken um ihre Kunden gemacht hat, bzw. natürlich immer noch macht. Zu den Preisen: Sie waren bei allen Praxen leicht unterschiedlich. Es gibt Ärzte, die stellen einfach nicht alles in Rechnung, es gibt welche, die rechnen jeden Milimeter Pflaster ab. Da gibt es einen sehr großen Ermessensspielraum und damit auch erhebliche Preisunterschiede.

Ich danke Dir recht herzlich für Deine freundliche und differenzierte Antwort!

Ich denke, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Auch wenn ich mit der Behandlung als solches zufrieden war, blieb eine gewisse Restskepsis. Danke auch dafür, dass du meinen Blick auf die Seite des TAs gelenkt hast. Damit hast Du wirklich recht.

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Wir waren damals mit unserer Katze beim prakt. TA und das erste Jahr mit unserem Hund beim Selbigen.

Zu DM-Zeiten 20 und zu Euro-Zeiten 20, es sei denn es fiel etwas dramatisches an.

Seit wir wussten, dass im Dörfle in der Nähe (15 km) eine Tierklinik ist, fahren wir dorthin, da bei extremen Sachen die Versorgung sicherer ist. OP mit Geräteüberwachung und auf Wärmematte z.B.. Direkt- und Kameraüberwachung auch über volle 24 Std. Auch Sa und So eine zeitlich begrenzte normale Sprechstunde. Ausserdem rundum Notdienst.

Da kostet das guten Tag sagen halt schon 10 €. Analdrüsen ausdrücken 8 € und Krallen schneiden 5 €.

Das ist für mich in Ordnung. Es werden viele Ärzte, Helferinnen und Reinigungspersonal beschäftigt. Die teuren Geräte müssen unterhalten werden, Strom, Wasser usw.

Solange ich mein Tier dort optimal versorgt weiss, muss ich das Geld rüberwachsen lassen. Nein, ich freue mich auch nicht, wenn ein Monat mal wieder 300 od 500 € gekostet hat, aber es ist, wie es ist.

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@wotan0000

wotan, ich hatte bei der Wahl meiner Tierärztinnen hier in der Heimat Glück. Weil ich nicht 8 km fahren wollte, wenn auch 2 reichen, war ich bei einer Ärztin hier im Ort. Da stimmte die Chemie nicht. Beim nächsten Fall bekam ich dann meine Goldstücke empfohlen und bin dort geblieben. Ich bin denen jetzt noch treu, obwohl mein Mädchen im Hundehimmel ist. Wir waren aufgrund der SLO in der Akutphase täglich dort. Ich habe beileibe nicht jeden Besuch, jeden Verbandwechsel, jede Behandlung bezahlt. Sie waren immer für mich da, auch nachts, an Sonn- und Feiertagen. Diese Praxis lebt vom Herzblut der Ärztinnen und Sprechstundenhilfen. Sie haben uns bis in den Tod und darüber hinaus begleitet. Meine Lieblingstierärztin kam zu uns nach Hause, um Aisha im Körbchen über die Regenbogenbrücke zu schicken. Ganz ruhig, in bekannter Umgebung. Vier Wochen nach ihrem Tod hat sie mir eine handschriftlich geschriebene Trauerkarte geschickt. Glaub mir eines, dieser Praxis bin auch ich bis an mein Lebensende verbunden, egal, was für Tiere in Zukunft bei mir noch leben werden.

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Es kommt immer drauf an mit welchem Satz der Tierarzt laut Gebührenordnung abrechnet. Das wird wohl in 3 verschiedenen Sätzen abgerechnet.

Ich finde es auch etwas teuer, leider liegt sicher der Preis noch ihm Rahmen.

Kenne auch sowas, wo meiner Welpe war wurde eine Ohrenentzündung diagnostiziert, mit Medikamente, Routineuntersuchung, Habe ich stolze 160 Euro gezahlt. Dann habe ich gewechselt. Eine weitaus nettere Ärztin gefunden, hatte mal einen Bluttest machen lassen, inkl. Barfprofil, und MDR1 Test. dafür habe ich mit Behandlung 85 Euro gezahlt.

Und das war weitaus aufwändiger, Pfote rasieren, mehrere Kanülen Blut abzapfen, still halten.

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