Setzt man hier ein Komma? Siehe Markierung!

8 Antworten

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Klares Jein! :)

Es gibt bestimmte Voraussetzungen dafür, wann eine Infinitiv-Phrase mit einem Komma abgetrennt werden muss. Keine davon ist hier erfüllt, das Komma ist also nicht zwingend nötig. Es gibt jedoch auch die Regel, dass Kommas vor Infinitiv-Phrasen gesetzt werden dürfen, wenn dadurch die Strukturierung des Satzes verdeutlicht, sprich: das Lesen und Verstehen desselben erleichtert wird. Je länger die Phrase, desto größer die Tendenz, ein Komma zu setzen.

Du kannst es also setzen, musst es aber nicht tun. Ich persönlich, und wahrscheinlich viele andere auch, empfinden das Komma hier aber als angebracht.

Aktuelles zu den geltenden Regeln findest du hier:

www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Interpunktion/Komma/PartAdjInf.html

Siehst du Maria1104, so sieht eine gute Antwort aus!

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Hallo, ich würde das Komma setzen, da es angenehmer ist zu lesen, wenn es in einem längeren Text steht. Lies dir einfach deinen Satz mit ein, zwei Sätzen davor noch mal durch und entscheide dann. Betone die Satzzeichen und schaue, ob es sich "natürlich" anhört. Wenn ja, setze das Komma. Wenn nein, lass es weg :) Liebe Grüsse!

Ein Komma benutzt man nicht, weil es gut aussieht ;-) Dafür gibt es schon Regeln

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Ja, das ist ein Nebensatz, also Komma.

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@Vanipowpow

Nein, das ist ein erweiterter Infinitiv mit zu, aber ich würde trotzdem ein Komma setzen. ;-)

Es gibt die schöne Formel des "nebensatzwertigen Infinitivs", was dich vermutlich zur Einstufung als Nebensatz gebracht hat. Auf der grammatischen Oberfläche ist das falsch, in der Tiefenstruktur aber trotzdem richtig.

Überzeugen verlangt ohnehin einen Anschluss mit von, ich würde den Satz also als elliptisch interpretieren: Ich bin überzeugt davon, ... dann hätten wir ein Verweiswort, das wiederum ein Komma erfordert. Im Grunde ist diese Infinitivkonstruktion ein verkürzter Objekt(neben)satz, was dann möglich wird, wenn das Subjekt des Nebensatzes mit dem des Hauptsatzes identisch ist.

Die Zeichensetzung der neuen Rechtschreibung ist zum Teil hirnlos formalistisch und bügelt eine Reihe von Unterschieden/Nuancen in der Tiefenstruktur glatt.

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@Thelema

Kleine Ergänzung: Wenn das Subjekt des Nebensatzes nicht identisch ist mit dem des Hauptsatzes, besteht die Möglichkeit dieser Infinitivkonstruktion gar nicht: Ich bin überzeugt davon, dass Lisa das kann ist nicht zu einer Infinitivkonstruktion verkürzbar.

In der Tiefenstruktur haben wir zwei Prädikationen (Handlungsaussagen), die als zwei Sätze ausgedrückt werden (Lisa / Ich kann das. Ich bin überzeugt davon.), von denen einer (der abhängige, über den der andere etwas aussagt) unter bestimmten Bedingungen auf der Oberfläche als Infinitivkonstruktion realisiert werden kann. Diese Infinitivkonstruktion ist also sehr nah am Nebensatz.

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@Thelema

Das gilt im Übrigen alles nur für diesen Satz - bei "Er bittet sie, das Bild zu verkaufen" beispielsweise ist das an der Oberfläche eliminierte Subjekt der Infinitivkonstruktion identisch mit dem Objekt des Hauptsatzes ...

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Ja, ein Haupt- und Nebensatz werden immer durch ein Komma verbunden. Da kommt zu 100% ein Komma hin :-)

*wird :D

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@Studentin19

Nein: Ein Haupt- und ein Nebensatz (zwei Sätze) werden ... Der Fehler liegt im Fehlen des zweiten Artikels. ;-) Und natürlich darin, dass sie durch ein Komma getrennt werden ... O_o

Na ja, und dass es kein Nebensatz ist ...

Ich hör jetzt besser auf ...

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Hahaha dann googel mal Haupt- und Nebensätze :D bevor man hier sch**** labert. Wenn du "dass" mit Artikel meinst, das ist eune Konjunktion! :D

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@Studentin19

1. Da muss ich nicht googeln, ich bin vom Fach. Ich befürchte, das kommt bei Gutefrage, auch auf dieser Seite, auch nicht ganz undeutlich rüber ;-); da bewundere ich deinen Tunneklblick. Wir haben überdies schon geklärt, dass es kein Nebensatz, sondern eine Infinitivkonstruktion ist. Kannste ja mal googeln. :D

Möglichkeiten, einen Nebensatz als solchen zu erkennen, sind 1. eine einleitende Konjunktion (bzw. ein Frage- oder Relativpronomen), 2. ein finites Verb am Ende des Nebensatzes; 3. ein realisiertes Subjekt (das bei einer Infinitivkonstruktion fehlt). In manchen Grammatiken werden Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen auch als Nebensätze bezeichnet, da sie im Prinzip dieselben Informationen liefern (allerdings anders realisiert - sie stehen strukturell zwischen "eigentlichen" Nebensätzen und Satzgliedern); die neue Rechtschreibung folgt dem nicht, weshalb das Komma bei Infinitivkonstruktionen nur noch eingeschränkt gesetzt wird.

Infinitivkonstruktion (-phrase): Ich bin überzeugt, gute Voraussetzungen zu besitzen.

Nebensatz: Ich bin überzeugt, dass ich gute Voraussetzungen besitze.

2. Wenn du meinen Kommentar noch mal liest, wirst du feststellen, dass sich der zweite Satz auf deine einleitende Reihung bezieht und dein Problem, die Kongruenz zwischen Verb und Subjekt richtig einzuordnen, was m.A.n. daran liegt, dass du den Artikel zum zweiten Subjekt einfach weglässt und damit nur noch ein komplexes Subjekt hast; tatsächlich geht es aber um zwei Subjekte (hier: Sätze, deiner Ansicht nach ...) - "ein Haupt- und ein Nebensatz". Also Plural auch im Verb.

(Um ein deutlicheres Beispiel zu bringen: Ich sehe einen Dieb und Mörder heißt, ich sehe eine Person mit zwei Attribuierungen; Ich sehe einen Dieb und einen Mörder heißt (in der Regel), ich sehe zwei Personen. Es empfiehlt sich also, zur Verdeutlichung immer den Artikel vor dem dazugehörigen Substantiv zu setzen und nicht einzusparen.)

3. Es ist unnötig und mieser Stil, deine Ahnungslosigkeit durch Verbalinjurien zu kaschieren.

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