Schwerbehindertenausweis bei Asperger-Autisten?

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9 Antworten

Was dabei rauskommt, ist total unterschiedlich.

Stelle einen Antrag und rechne mit einigen Wochen bis Monate Wartezeit.

Bei den www.rehakids.de erhältst du dafür wertvolle Tipps.

Mein Sohn ist Autist und für uns war es kein Problem einen zu bekommen Behinderung 60%+H, solange die Diagnose Autismus feststeht egal welche Untergruppe ist das kein Problem. Antrag holen , Befunde rein und ein Passbild dazu und der Ausweis war innerhalb 8 Wochen da

Und wann hast du den Antrag gestellt? Bzw. wann wurde der GdB zuerkannt? In 2011 gab es da eine erhebliche Änderung!

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@MsNefertari

Die Diagnose steht seit 2012 fest. Habe es immer wieder hinausgezögert. Auf Drängen den Autismus Zentrums (da man ja doch einige Vorteile hat ) habe ich diesem Jahr den Antrag gestellt.

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Merkzeichen H gibts nur bei Minderjährigen oder wenn es wirklich so ist. ;-)

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Was mich immer wieder wundert, ist die Vergabe des Merkzeichen H ohne das Merkzeichen B.

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ich glaube, man kann das nicht so genau sagen.... es gibt autisten, die sehr gut alleine leben können und es gibt andere, die alltägliche hilfe benötigen, zb. gefahrenbewußtsein, über die straße gehen usw. wenn begleitung notwendig ist, dann sollte es kein Problem sein... wenn es 'nur' um soziophobische Symptome geht, keine Ahnung, aber viel glück!!!

Ich hab ja auch nur nach Erfahrungen gefragt, bei mir wurde schon etwas bewilligt und ich wollte dies mal mit anderen vergleichen ^^

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Habe auch leichten Autismus, mussten 2 Mal Widerspruch einlegen, um auf den GdB 50 zu kommen. Das hat ca. ein dreiviertel Jahr gedauert. Nun kann ich einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Mussten dafür aber auch 2-3 Berichte von Therapeuten, Psychiatrie usw. vorlegen. Ist sehr schwer gewesen.

Für die Diagnose Autismus allein gibt es keinen Behindertenausweis. Du musst mit ärztlichen und psychologischen Gutachten nachweisen, dass Du im Alltag eingeschränkt bist.

Jeder Autist ist in seinem Alltag eingeschränkt. Klar brauch man ein ärztliches Gutachten aber diese Diagnose kann eg nur eine Kinderpsychologin bzw. Psychaterin stellen. 

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Asperger nicht unbedingt, sie können auch Mathematikprofessor sein und im Leben durchaus zurechtkommen.

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Da bist du aber falsch informiert.

Die Autismus-Diagnose wird von einem Psychiater mit entsprechender Fachrichtung gemacht.

Ein Psychologe ist in der Regel nicht in dem Thema bewandert.
Was auch nicht jeder Psychiater ist.

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@kiniro

"Bewandert" sind nicht nur Fachärzte sondern auch klinische Psychologen und Sachverständige mit entsprechender Ausrichtung. Für die Diagnose gibt es auch selbstverständlich einen Behindertenausweis. Da möchte ich mal einen Fall sehen dem bei einer solchen Diagnose ein entsprechender Ausweis abgelehnt wird. Was sich unterscheidet ist einzig der Schweregrad.

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Hallo Wazupp,

Sie schreiben:

Schwerbehindertenausweis bei Asperger-Autisten?

Hey, rein interessehalber würde ich gerne einmal eure Erfahrungen mit Schwerbehindertenausweisen bei Asperger-Autisten hören. Wie schwer war es einen zu erhalten? Was für ein GdB und Merk/Kennzeichen kamen dabei heraus? 


Antwort:


http://www.versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/Nervensystem%20und%20Psyche%20Versorgungsmedizinische%20Grunds%C3%A4tze.html#PsyKind

Diese Verfahren werden in der Regel nach Aktenlage vom medizinischen Dienst des zuständigen Versorgungsamtes entschieden!
Demzufolge ist der Inhalt der eingereichten Unterlagen/der eigenen Krankenakte die Basis und ausschlaggebend!
Eine pauschale Wertung hier bei GF ist nicht möglich und wäre anmaßend!
Bringen Sie die Krankenakte auf Vordermann und lassen Sie sich vom VDK unterstützen und beraten, dann sind Sie auf der sicheren Seite!

http://www.vdk.de/ov-grossbettlingen/ID118288

Auszug:

Im Zuge des fortschreitenden Sozialabbaus und der verlängerten Lebensarbeitszeit häufen sich die Anträge zur Erlangung eines Schwerbehindertenausweises.

In Unkenntnis des Verfahrensablaufes und der benötigten Unterlagen, werden häufig (selbst von VdK-Mitgliedern) fehlerhafte oder unvollständige Erst- oder Folgeanträge an das Versorgungsamt gestellt. Dies führt häufig zu unbefriedigenden Festlegungen des GdB (Grad der Behinderung).

So führen Anträge ohne beigefügte ärztliche Befunde oft zur Nichtberücksichtigung von geltend gemachten Erkrankungen. 

Die notwendigen Widerspruchsverfahren bringen dann oft nicht den Erfolg, der zu erzielen gewesen wäre, wenn gleich alle Unterlagen komplett gewesen wären.

Der VdK bietet seinen Mitgliedern an, beim Ausfüllen der Anträge behilflich zu sein.

Fazit:

Pläne scheitern, wo Beratung fehlt!

Wo aber richtig beraten wird, da kommt Erfolg zustande!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Für mich war das kein Problem, Antrag samt Befunde eingereicht und erledigt. Heraus kam ein GdB von 70%.

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