Schweigepflichtverletzung vom Lehrer?

13 Antworten

Man hat aber auch eine moralische Verpflichtung seinen Schülern gegenüber. Die mag nicht gesetzlich festgelegt sein in Form einer Schweigepflicht, sollte aber doch in jedem Menschen vorhanden sein. Ich würde mich da an die Schulleitung wenden und mich beschweren.

Vielleicht ist im Vorfeld ein klärendes Gespräch mit dem Lehrer möglich? Möglicherweise gibt es ja gute Gründe warum er diese Informationen weitererzählt hat. Auch denke ich es macht vielleicht einen Unterschied, ob er es seinem Kollegium erzählte um auf mehr Rücksichtnahme für das Betroffene Kind hinzuweisen oder ob er es Schüler*innen oder Außenstehenden erzählt hat.

Zur Anwesenheitspflicht auf die hier einige verweisen, denke ich dass ein Kind mit einer akuten Psychose nicht gezwungen werden sollte am Unterricht teilzunehmen und das Kind gehört in fachärztliche Behandlung und Aufsicht.

Eine blöde Situation auf jeden Fall, ich hoffe ihr bekommt das geklärt:)

unter Depressionen bzw an einer Psychose leidet

Depressionen bzw. Psychose? Das ist aber schon ein gravierender Unterschied!

Es gibt Dienstvorschriften für Beratungs- und Vertrauenslehrer, die zu Verschwiegenheit verpflichten.

Wenn er im Gespräch versichert, dass der Sachverhalt unter ihm der Mutter und dem Schüler bleibt ist das auch einzuhalten. Bevor man aber gleich die Keule schwingt wäre es ratsam den Lehrer in Beisein des Rektors mit der Sachlage zu konfrontieren.

Vertrauens-/Beratungslehrer haben Schweigepflicht. Das stimmt soweit. Wenn das Gespräch mit der Mutter geführt wurde und auch versichert wurde dass es keiner erfährt darf es auch nicht weiter erzählt werden. Ich würde das auf jeden Fall mit dem Direktor klären.

Es gibt aber ausnahmen wenn der Lehrer nur mit Schülern spricht und erfährt von Suizidgedanken oder versuchen(gilt auch für Unterricht oder Gespräche in Pausen) muss er sofort die Eltern einschalten. Da hat JEDER Lehrer sie Verpflichtung dies zu melden.

Ich seh das eigentlich nicht allzu tragisch. Abgesehen davon gehört die Lehrkraft nicht zu der Personengruppe, Berufsgruppe, die zum Schweigen verpflichtet ist.

Außerdem wenns die anderen Mitschüler wissen, könnten sie den Umgang mit dem Mitschüler anders handhaben und sofern er wieder zur Schule gehen kann Ihm womöglich dabei helfen, dass es ihm besser geht. "Das geht natürlich nur, wenn die Mitschüler ein wenig Reife und Grips haben" und nicht jemand anderen gleich verpfeiffen, weil er vielleicht unwissentlich was gesagt hat, was er nicht hätte sagen sollen/dürfen.

Wieviele Schüler haben sich schon aufgrund von Mobbing oder irgendwelcher onlinestellung von Bildmaterial das Leben genommen?Aus den Medien gabs dazu einige Berichte.

Also man sollte das Beste aus der Situation machen, also dem Mitschüler zur Seite stehen, anstatt hier irgendeinen Schuldigen zu suchen, dem man vielleicht was "auswischen" kann, nur weils gerade der Lehrer ist, der ja soo schlechte Noten verteilt.

Ich suche nicht irgendeinen Schuldigen, da ich selber das Opfer bin und es nicht in Ordnunng finde. :-) Ausserdem gibt es in der Klasse Mobbende und der Klassenlehrer weiß dies. (Ich wurde offiziell nicht gemobbt, es wurde nur gelästert)

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@Angelinagriffey

gut, dass du selbst das Opfer bist... konnte ich aus deiner Fragestellung nicht herauslesen, da du nur von "dem Schüler" sprichst. ...

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@Angelinagriffey

Ja, ist ziemlich schwierig, sich diese Situation vorzustellen, dadurch, dass es so komplex ist. Die Frage ist, was will man jetzt erreichen? Dass der Lehrer wegen eines Vergehens (sei es rechtens oder nicht) vielleicht sogar suspendiert wird, weil hier einige aus dem Strafgesetzbuch zitiert haben,ODER möchte man das Problem angehen uns zusehen, dass es Dir wieder besser geht und du wieder zur Schule gehen kannst und es den "Mobbern" an den Kragen geht.

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@Kunzinger

Hier ist es für mich wenigstens nicht falsch, dass man weiß, wer die Betroffenen sind und wer die Verursacher sind. Meinst du, dass dein psychischer Zustand mit dem "mobbing" oder dem "lästern" zusammenhängt?

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@Angelinagriffey

Über die Lästereien stehe ich drüber.. Aber man weiß eben was Menschen heutzutage anrichten können. Sie gehen gerne nach so einer Nachricht auf "Schwächere"

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@Angelinagriffey

ok, schön langsam begreife ich... dadurch, dass wir hier relativ anonym sind, kann man das so zusammenfassen: dass etwas Privates in deiner Familie vorgefallen ist, was bei Dir einen depressiven Zustand, sogar eine "Psychose" ausgelöst hat und du deshalb viel in der Schule gefehlt hast und weiterhin fehlst. Folglich ist der Lehrer vermutlich unabsichtlich über seine Kompetenzen hinausgetreten und hat deine Erkrankung der Klasse mitgeteilt.

(Wir sind jetzt übrigens soweit, aufgrund Kerosine's persönliche Erfahrung, dass Lehrer doch einer Schweigepflicht unterliegt, egal ob Vertrauenslehrer oder nicht, und dein Lehrer diese in dem Fall verletzt hat und Ihm nach dem StGB eine Sanktion drohen könnte, sofern man das zur Anzeige bringt).

Verzeih... ich habe hier voreilig geantwortet, dazu kannte ich nicht alle Hintergründe und mit der Verschwiegenheitspflicht kenne ich mich vorwiegend im Arztbereich annähernd aus.

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@Kunzinger

selbst aufgrund der Datenschutzbestimmungen wurde das Thema seitens der EU recht groß geschrieben, weil ja in dem Fall personenbezogene Daten nicht geschützt wurden, in dem man sie an x-andere mündlich weitersagt.

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Warum sagt ihr das alle? Googlet mal "Lehrer Schweigepflich" und schaut was kommt

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Zunächst einmal, ein Lehrer ist kein Beichtvater. Er unterliegt keiner Schweigepflicht.

Dann, jede Schülerin bzw. jeder Schüler hat die Pflicht, der regelmäßigen Teilnahme am Unterricht nachzukommen und Versäumnisse ordnungsgemäß zu entschuldigen. Das gilt auch für Schüler mit Depressionen.

Die Schule hat die Pflicht, zu überprüfen, dass dies auch wirklich geschieht. Insofern muss der Lehrer dem nachgehen.

Der Schüler hat alle seine Fehlstunden entschuldigt und auch alle Versäumnisse nachgeholt. :) Das Gespräch kam freiwillig vom Schüler aus und nicht vom Lehrer. Trotzdem finde ich es nicht richtig, es der ganzen Klasse zu erzählen. Denn: Gewisse Dinge sind privat und hat die Schüler nichts anzugehen. Vernünftiger wäre gewesen, wenn man gesagt hätte: Schüler xy ist krank, wenn die Schüler fragen.

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@Angelinagriffey

Der Lehrer hätte natürlich ein wenig sensibler sein können. Aber davon abgesehen, eine Person mit einer dicken Depression fällt doch auf wie ein Fuchs im Hühnerstall. Ich unterstelle, dass jeder in der Klasse Bescheid wusste.

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@Angelinagriffey

Du kannst (bzw. brauchst deine Ellis dazu) definitiv einen Strafantrag bei der Polizei stellen unter diesen Umständen, wenn du willst

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@heirote23

Naja und warum fragen die Schüler dann noch was der betroffende Schüler hat, wenn es eh auffällt?

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@heirote23

Ich habs dir mehrfach geschriben. §203 ist zudem ein absolutes Antragsdelikt, also mus sie Strafantrag statt Anzeige machen

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@Kerosine

Geheimnisverrat ist eine zusammenfassende Bezeichnung für die unbefugte Beschaffung, die öffentliche Mitteilung oder die unbefugte Verwertung bestimmter Tatsachen, die nicht allgemein zugänglich und nicht für Dritte bestimmt sind.

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@heirote23

§ 203

Verletzung von Privatgeheimnissen

Wer unbefugt ein fremdes Geheimnis [...]offenbart

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@Angelinagriffey

Ja es reicht. Stell den Strafantrag wenn du wilst. Er wird realistisch nicht strafrechtlich verurteil werden aber er krigt fast sicher eine Abmahnung vom Schulleiter

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