Schülerin möchte meine Handynummer?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich finde, das muss jeder selbst nach Gefühl entscheiden. Wärst du Berufsanfänger würde ich dir abraten. Habe allerdings gelesen, dass du schon länger dabei bist und dann denke ich, kannst du das eher selbst einschätzen. Ich selbst würde es wahrscheinlich nicht machen. Weil ich mich nicht gut abgrenzen kann und aber sehr viel Abgrenzung brauche. Ich kenne aber auch Kollegen im Sozialen Bereich die das nicht brauchen und kein Problem mit sowas haben. Ich weiß, dass von den meisten davon abgeraten wird, ich sehe das aber nach den Jahren nicht mehr so eng, weil jeder anders ist.

Um ehrlich zu sein bin ich gerade mal 5 Jahre im Beruf tätig, wenn man es so nennen darf. Also auch noch nicht so erfahren. Jedoch merke ich, dass der Beruf eher Beruf ist, als irgendein Beruf. So bleibe ich beispielsweise wesentlich länger, als meine Arbeitszeit eigentlich angibt, um meiner Tätigkeit nachzugehen.

0
@Hoppf

Nach 5 Jahren ist man aber auch kein Anfänger mehr! Ja, das stimmt, so ein Beruf ist Berufung, sehe ich genau so. Mach es so wie es für dich richtig ist!

1

Finde das ist ziemlich nett von dir, würde aber davon abraten. Zumal wegen deiner Position und zum anderen Mal wegen der Fairness. Sicher haben die Eltern nichts dagegen, wenn ein Lehrer ihrer Tochter/Sohn zusätzlich Hilfe anbietet, damit sie es einfacher hat, jedoch würden das auch jedes Elternpaar begrüßen, wo wir wieder bei der Fairness wären. Auf meiner alten Schule war diese Art von Kontakt zwischen Lehrer und Schüler sogar verboten. Erst wenn ein Schüler von der Schule abgegangen ist, konnten man Nummern austauschen und Freunde bei Facebook werden etc.

Ich sage dir nicht, dass du ihr deine Hilfe nicht anbieten sollst, doch versuche das offener zu gestalten. Kannst sagen, dass du am Ende des Unterrichts eine Stunde länger bleibst und jeden hilfst, die Probleme haben.

Es geht nicht darum, dass ich sie bevorzuge. Ich habe auch überlegt, einen Elternbrief zu schreiben, da ich die Klasse 3,5 Jahre lang betreut habe und mich für die schöne gesamte Zeit bedanken möchte. Da überlege ich auch schon in irgendeiner Weise zu schreiben, dass manche Eltern den Kontakt auch halten können, wenn sie möchten. Demzufolge würde ich das jedem anbieten, was der Fairness zuvorkommend würde.

Wie gesagt, ich habe nach wie vor Kontakt zu meiner Grundschullehrerin und finde diese Art von Verhältnis, dass man nach so langer Zeit noch Kontakt hat, schön. Und die Kinder brauchen in dieser Zeit jemanden, dem sie alles erzählen können, wie beispielsweise einem Vertrauenslehrer. Ich habe ihr Vertrauen in der Hinsicht.

Andere Kinder möchten auch Kontakt zu mir halten, indem sie meinen Namen bei Fortnite kennen, auch wenn ich es nie spiele.

0

Wie wichtig ist dir dein Privatleben?

Wie wichtig ist dir de Abgrenzung zwischen deinem Beruf bzw. deinem jeweils aktuellen Arbeitsplatz und deinem privaten Zuhause?

Je mehr privaten Kontakt man zulässt, um so mehr besteht die Möglichkeit das sich der Beruf ins Privatleben drängt. Man also mitten am freien Tag mit Problemen überschüttet wird oder ähnliches.

Manche kommen damit klar, manche nicht. Manche für viele Jahre oder Jahrzehnte, manche nur eine begrenzte Zeit.

Da ich selbst meine freie Zeit, also meine private Zeit auf Arbeit verbringe, hat sich diese Frage, denke ich geklärt. Ich denke, dass ich damit sehr gut klarkommen werde, da ich es auch sehr gerne (auf Arbeit in meiner freien Zeit) mache. ^^

Ich denke unter anderem auch, dass es entspannter für die Kinder wäre. Manchmal müssen sie Tage warten, bis sie mir etwas erzählen können. Dann hat sich so einiges gestaut, sodass mehrere Kinder gleichzeitig meine Zeit in Anspruch nehmen wollen. Dafür habe ich dann auf Arbeit aber nicht die Zeit, die ich jedoch gerne nutzen würde. ^^

Danke, ich denke, dass es auch für mich entspannter wäre, wenn ich beides, wenigstens ein wenig, miteinander vermischen könnte.

0
@Hoppf

Zu Beginn ists möglicherweise noch easy.... Doch auch du wirst sicherlich das eine oder andere Mal im Privatleben selbst etwas vorhaben.

Du opferst deine eigene Freizeit, lieb von dir. Aber was ist - auf lange Sicht gesehen - denn mit dir persönlich? Deine Freizeitgestaltung, dein Recht darauf "abzuschalten", dich zu erholen?

Es kann durchaus nach hinten los gehen wenn man sich rund um die Uhr aufopfert. Wenn plötzlich die eigene Freizeitgestaltung in den Hintergrund rücken muss weil (privat) andere Leute Hilfe (oder zumindest ein offenes Ohr) einfordern. Zu jeder Tageszeit, egal ob man grade auf der eigenen Hochzeit ist oder die Oma den 80sten Geburtstag feiert.

In dem Fall muss man dann irgendwann beginnen Grenzen zu schaffen. Um dem Gegenüber zu vermitteln "Ich bin zwar da - aber ich kann nicht sofort umschalten und lossprinten".

Das eigene nahe soziale Umfeld ist auch noch vorhanden (im Normalfall). Angenommen man hat einen Partner (evtl auch eigene Kinder). Ist mit diesem Partner grade bei einem romantischen Dinner. Oder das eigene Kind feiert grade Geburtstag/ hat einen Arzttermin/ hat eine schulische Veranstaltung. Wenn dann jemand anruft und einn offenes Ohr einfordert/ sofortige Beratung oder sogar aktive Hilfe einfordert ... dann steht man zwischen den Stühlen. Wer hat dann Vorrang? Der Partner, die lange geplante Veranstaltung, das eigene Kind? - Oder die Kinder und Eltern aus einem vorhergehenden Arbeitsverhältnis und deren Sorgen/ Hilferuf nach Unterstützung bei irgendeiner Aktivität.

Egal wie man sich entscheidet, das eigene Leben gestaltet... Man sollte nie sich selbst dabei vergessen. Nie vergessen das man selbst auch ein Privatleben hat (und ein Anrecht darauf).

1
@Rockige

Ein sehr guter Ansatz, über den man erst einmal nachdenken muss.

Ich denke jedoch, dass mit einem gewissen Rahmen bzw. gewissen Spielregeln das ganze Umgangen werden kann. Indem man vorher anspricht, dass man nicht sofort antworten kann, dass es Momente gibt, in denen man auf keinen Fall erreichbar ist und das verstanden werden muss.

Sodass sich beispielsweise alle vor Augen halten müssen, dass die Möglichkeit gar nicht bestünde, wenn ich meine Nummer nicht weitergebe. Da müssen sie auch auf die nächsten Tage warten.

Aber das ist definitiv ein guter Gedanke. Da muss man erstmal überlegen, wie man dem Vorbeugen kann.

Wobei ich denke, jeder hat ein Privatleben und demzufolge kann man es relativ gut erklären.

0

Was möchtest Du wissen?