Richtige Heiz-Strategie?

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5 Antworten

Pass auf ganz kleine Regel - Hast Du eine "Heisse" Heizung (Öl Gas Fernwärme) dann kommt die Temperatur von "oben" >70°C

dann lohnt es sich eine Nachtabsenkung zu machen und Programmierbare Thermostatventile (wenn du auf arbeit bist Du nicht da) kann auf, naja nicht auf Frostschutz aber gedrosselt - Heizkörper 15°C)stellen. wenn du das machst sparst du richtig.

Eine Heizung die "von unten" Kommt - zB. Wärmepumpe die macht erstmal 20°C 30°C 40°C und dann irgendwann 50°C macht - da ist Nachtabsenkung falsch - mit diesem Aufheizszenario braucht die Früh mehr wärme und Strom als wenn Sie das Haus die ganze Nacht warm gehalten hat. - Hier gehen auch programmierbare Thermostate aber eben mit mehr Sinn - und nicht überall (also selten benutzte Räume zeitlich drosseln aber Bad und Wo-Zi durchlaufen lassen)


Da  das aufheizten der Wohnung     mehr Energie   kostet  ist das nichts mit dem sparen besser ist zb wen man   den Heizkörper auf 3 hat und so zb 20-22 Grad hat     nur   einfach auf 2  zu stellen!Damit wird es nicht zu kalt außerdem läuft der heizköprer ja auch nicht dauerhaft durch wen die Temperatur erreicht worden ist!

Dass in diesem Sinne

das aufheizten der Wohnung mehr Energie   

kostet, ist ein modernes Ammenmärchen mit erstaunlich großer gläubiger Anhängerschar. Siehe meine Auflösung oben.

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Was bedeute Primärenergiebedarf/Primärenergie bei Energiesparhäusern?

Vorbemerkung: Bei häufigen extremen Temperaturschwankungen kann in Einzelfällen das Schimmelrisiko vergrößert werden, bei Frosttemperaturen können auch Wasserleitungen einfrieren. Davon sind wir bei den angegebenen 4° periodischer Absenkung sehr weit entfernt. Schon deshalb klammere ich das Thema hier aus in der Annahme, dass es Dir nur um die Energiekosten geht.

… bilde ich mir ein, dass ich Geld spare, wenn ich die Heizung … reduziert stelle.

Derartige Selbstverständlichkeiten verwandelst Du in eine Einbildung? Warum zweifelst Du an Deinem gesunden Menschenverstand? Deine Fragestellung ist so seltsam, dass ich vermute, Du bist das Opfer dieser modischen esoterischen Sekte geworden, die erstens den gesunden Menschenverstand ausblendet, zweitens den Energieerhaltungssatz leugnet und drittens landauf, landab predigt:

Spart Heizkosten durch Heizkostenverschwendung!

Das voodoophysikalische Geschwafel dieser Leute ist an Blödheit kaum zu überbieten. Wenn ich weniger Licht einschalte, spare ich Stromkosten. Wenn ich weniger Bier trinke, spare ich Bierkosten. Und wenn ich weniger heize, spare ich Heizkosten. Muss man solche Banalitäten noch erklären?

Jede vorübergehende Temperaturabsenkung bringt eine Heizkostenersparnis!

Machen wir einmal eine einfache Rechnung: Wenn ich die Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur vorübergehend halbiere, reduziere ich für diese Zeit die Heizleistung und damit die Verbrauchskosten auf die Hälfte. Wenn ich vorübergehend die Heizung abschalte, senke ich für diese Zeitspanne die Verbrauchskosten auf null.

Bei der vorübergehenden Abschaltung der Heizung oder der vorübergehenden Absenkung der Solltemperatur am Temperaturregler setzt die beabsichtigte Temperaturbewegung mit einer Zeitverzögerung ein wegen der Abkühlphase und der nachfolgenden Aufwärmphase von Raumluft, Möbeln, Wänden und dergl. Die beiden Phasen dauern bei (vorher und nachher) gleicher oberer Heizleistung gleich lang.

Dabei geben die Körper des Raumes bei der Temperaturabsenkung von b nach a genau die Wärmemenge ab, die sie in der Aufwärmphase von a nach b aufnehmen. Das folgt aus dem Energieerhaltungssatz: Kein Körper kann bei einer Temperaturanhebung mehr Wärme aufnehmen, als er bei der entsprechenden Temperaturabsenkung abgibt. Hier auf GF wurde von diesen Esoterikern schon gelegentlich beteuert, bei der Temperaturerhöhung würde sich die erforderliche Wärmemenge verhundertfachen im Vergleich zur vorher abgegebenen Wärmemenge! Wie sollte das gehen?

Das Ganze lässt sich alternativ auch anders verdeutlichen: Die gesamte eingesetzte Heizenergie wird über die Außenwandungen des Gebäudes (Wände, Türen, Fenster, Dach, Öffnungen u.s.w.) an die äußere Umgebung – mit Zeitverzögerung - abgegeben. Wenn wir bei der Heizung vorübergehend x kWh Wärme einsparen, werden mit der entsprechenden Verzögerung auch genau x kWh Wärme weniger vom Gebäude abgegeben, nicht mehr und nicht weniger. Wie sollen nun durch derartige Einsparungen zusätzliche Energiekosten entstehen? Mit solchen zusätzlichen Energiekosten würde ja zusätzliche Wärme erzeugt werden. Wohin sollte die so geheimnisvoll erzauberte Wärme verschwinden?

Wer hat jetzt dazu Einwände?

Man könnte jetzt Danke sagen, wenn der ungnädige Umgang mit den "Andersgläubigen" nicht wäre.

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@lesterb42

Geht es hier um Wissen und praktische Hilfe oder um Glaubenslehren und Religionskriege?

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Leider stimmt diese an sich sehr schöne Beschreibung nicht ganz.

Ich hab mal eben einem Haus mit ca. 100m² grob berechnet. Hierfür habe ich grob den Wärmebedarf für eine Innentemperatur von 21°C bei einer Außentemperatur von -12°C sowie den Wärmebedarf für eine Innentemperatur von 15°C bei einer Außentemperatur von -12°C zzgl. der Wiederaufheizleistung von 15°C auf 21°C berechnet und festgestellt, dass die abgesenkte Temperatur erst nach ca. 3 Stunden eine tatsächliche Einsparung bring.

Hierbei nicht berücksichtigt ist die Speicherkapazität von Inventar und Gebäude, da diese die abgegebene Wärme ja auch wieder aufnehmen müssen.

Die Berechnung erfolgte auf Grundlage der Heizlastberechnung mit jeweils dem selben Gebäude und kann natürlich von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich ausfallen.

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@Asardec

Ich habe hier oben in aller Kürze das verbreitete physikalische Mythos theoretisch widerlegt, demzufolge Körper bei der Temperaturerhöhung mehr Wärme aufnehmen sollen, als sie bei der entsprechenden Temperaturabsenkung abgeben. Aus dieser Verletzung des Energieerhaltungssatzes wird gefolgert, dass vorübergehende Temperaturabsenkungen nicht zur Einsparung, sondern zur Vergrößerung der Energiekosten führen sollen.

Wenn nun hier die Behauptung auftaucht, hier oder da seien Messergebnisse und Rechnungen aufgetaucht, die im Widerspruch zu elementaren physikalischen Gesetzmäßigkeiten stehen, kann ich das von hier aus weder überprüfen noch verantworten. Ich war weder an den Messungen noch an Rechnungen beteiligt.

Welche besondere Berücksichtigung hier die Wärmespeicherung des Inventars zukommen soll, erschließt sich mir nicht. Dessen Wärmekapazität ist konstant, weshalb bei gegebenem Temperaturintervall dessen abgegebene Wärme auch gleich der aufgenommenen Wärme ist. Und das kann sich nicht ändern ohne Einsatz des Möbelwagens. Was soll hier "nicht berücksichtigt" bleiben?

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@dompfeifer

Bei meiner Berechnung habe ich die Speicherkapazität nicht berücksichtigt, da wie du ja auch selber geschrieben hast, die abgegebene Wärmemenge ja auch wieder aufgenommen werden muss. Dies galt als ergänzender Hinweis zu meiner Berechnung.

Vielleicht hilft die Aussage, dass kein Gebäude luftdicht ist, wodurch der natürliche Luftwechsel einen zusätzlichen Wärmeverlust bzw. -bedarf erzeugt. Dies geschieht, weil diese Luft zwar im Gebäude erwärmt wird, jedoch keine Wärme an den Raum abgibt.

Wenn der Luftwechsel nicht wäre, wäre deine Beschreibung sicherlich richtig. Aber durch diesen Einfluss spielen Faktoren beim Energieerhaltungssatz mit, die halt nicht berücksichtigt wurden.

Unabhängig hiervon haben wir beide wededer den Einfluss auf den Wärmeerzeuger noch auf die Wärmeverteilung berücksichtigt.

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@Asardec

Dieses Missverständlich ahnte ich bereits oben. Deshalb setzte ich bei den Wärmeverlusten an den "Außenwandungen" ausdrücklich
"Türen, Fenster" und "Öffnungen" mit ein, um keine  Wärmeverlustquellen zu vernachlässigen:

"Die gesamte eingesetzte Heizenergie wird über die Außenwandungen des Gebäudes (Wände, Türen, Fenster, Dach, Öffnungen u.s.w.) an die äußere Umgebung – mit Zeitverzögerung - abgegeben."

Für die Wärmebilanz ist es völlig unerheblich, auf welche Weise die Wärme als Nutzwärme entweicht: Per Konvektion, Lüftung, Wärmestrahlung durch Fensterscheiben oder Wärmeleitung durch das Mauerwerk. Alle erzeugte Wärme wird früher oder später auf die eine oder andere Weise nach außen geleitet. Sonst bräuchte man ja nicht zu heizen.

Und da ergibt Deine seltsame Unterscheidung zwischen "Lufterwärmung" und "Raumerwärmung" schon gar keinen Sinn:

"weil diese Luft zwar im Gebäude erwärmt wird, jedoch keine Wärme an den Raum abgibt."

Nach der Lufterwärmung ist die Wärme im Gebäude, also im Raum, und nach der Entweichung durch diverse Öffnungen oder nach der Abkühlung an Außenwänden ist die erzeugte Wärme nicht mehr im Raum, sondern draußen, außerhalb des Gebäudes.

Was Du hier unter "Einfluss auf den Wärmeerzeuger" verstehst, ist beim besten Willen nicht nachvollziehbar:

"Unabhängig hiervon haben wir beide weder den Einfluss auf den Wärmeerzeuger noch auf die Wärmeverteilung berücksichtigt."

Die Wärmeverteilung innerhalb des Gebäudes kann selbstverständlich den Wärmeverlust beeinflussen und damit den Wärmbedarf für eine bestimmte Innentemperatur bei gegebener Außentemperatur, diese Temperaturen haben wir natürlich auch "vernachlässigt". Aber das ist hier gar nicht das Thema. Der Wärmebedarf lässt sich für den Einzelfall mittels Online-Rechnern ermitteln und berührt gar nicht die Fragestellung: Der schlichte zwingende Zusammenhang (siehe oben), dass mit meinem Bierkonsum meine Bierkosten steigen, wird in keiner Weise relativiert durch die "Vernachlässigung des Bierbedarfs".

Mit der Senkung des Bierkonsums sinken die Bierkosten und mit der Senkung der Heizleistung sinken die Heizkosten. Das ändert sich auch nicht dadurch, dass man endlos neue Variablen (bzw. deren Vernachlässigung) einbringt, die diesen Zusammenhang gar nicht berühren!

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Wem meine obige Energiebilanz noch nicht einleuchtet, der kann sich auch die altbekannte Gleichung

Energie = Leistung mal Zeit

beherzigen. Wenn ich eine Wohnung 10 Tage lang mit der konstanten Leistung von P kW beheize, dann verausgabe ich 10 mal 24 mal P kWh mal €/kWh.

Wenn ich nun stattdessen zwischenzeitlich für einen Tag die Heizung abschalte, dann verausgabe ich statt 10 nur 9 mal 24 mal P kWh mal €/kWh. Ich spare also genau 10% der Heizkosten. Dabei beträgt die Dauer der Temperaturabsenkung zeitverschoben einen Tag. Gibt es dazu noch Fragen?

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@dompfeifer

Ich gebs auf... wie kann jemand mit einem eigentlich sehr guten Verständnis für theoretische Physik so verschlossen gegen praktische Technik sein?

Wie bereits von mir beschrieben kann sich natürlich eine Einsparung einstellen. Diese ist jedoch abhängig von der Dauer der abgesenkten Temperatur und kann auch dazu führen, das keine Einsparung erfolgt.

Bezeichnend finde ich den Vergleich mit dem Bierkonsum. Dies zeigt, dass leider kein Verständniss für die Komplexen Wechselwirkungen eines Gebäudes zu seiner Umwelt.

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@Asardec

Hallo Asardec !

Jetzt treibt Dich anstelle irgendeiner inhaltlichen Kritik nur noch Dein Unbehagen um über allerlei Äußerlichkeiten meiner Ausführungen: Da steht das „sehr gute Verständnis für theoretische Physik“ so verschlossen der „praktischen Technik“ im Weg. Ausgerechnet in meinem Gleichnis mit dem Bierkonsum zur Veranschaulichung der formal-logischen Schlussfolgerung suchst Du ganz vergebens das Thema „Komplexe Wechselwirkungen eines Gebäudes zu seiner Umwelt“, was dort absolut nichts zu suchen hat. Aus diesem Deinem Misserfolg schließt Du dann auf mein angeblich mangelndes persönliches Verständnis zu dem Thema, zu dem ich mich hier gar nicht geäußert hatte. Ich konzentrierte mich auf die ziemlich schlichte Fragestellung.

Du greifst keines meiner Argumente auf, nennst kein Missverständnis, Unverständnis, oder gar einen konkreten Fehler in meinen Ausführungen. Und auf die Art und Weise, wie Dein herangeführtes „komplexes“ Sammelsurium von technischen Variablen angeblich in die hier dargestellten Prozesse intervenieren soll, warten die Leser hier immer noch. Schließlich haben wir doch alle auf die befreiende Auflösung des Rätsels gewartet: Immerhin

„… kann sich natürlich eine Einsparung einstellen. Diese ….. kann auch dazu führen, das keine Einsparung erfolgt.“ 

Wie sich nun die Einsparung in ihr glattes Gegenteil verwandeln soll, bleibt weiter das gut gehütete Geheimnis in Deiner vor lauter Komplexitäten so undurchschaubaren Welt.

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@dompfeifer

Lol, du wiederholst immer nur dass du auf Grund der Physik recht hast. Oder übersehe ich hier irgendwas?

Ich habe bereits beschrieben, dass die Heizlastberechnung (und über diese wird der Wärmebedarf nunmal errechnet) deine pauschale Aussage wiederlegt.

Da dies anscheinend den Grundlagen der Physik wiederspricht, habe ich zusätzlich versucht vereinfacht zu erklären, dass zum Beheizen eines Raums mehr als nur das Aufheizen des Inventars gehört und der natürliche Luftwechsel (nebenbei ein Bestandteil der Heizlastberechnung) bei einer einfachen theoretischen physikalischen Betrachtung leider nicht berücksichtigt wird.

Deine Antwort (welche du selbst als theoretisch bezeichnest) war immer nur dass "dies der Physik widerspricht".

Wenn ich einen Berg rauf und die selbe Strecke wieder runterlaufe habe ich laut physik auch keine Energie verbraucht. Aber woher kommt dann der Muskelkater und der Bedarf meines Körpers nach Energie???

 

Ich versuchs dann jetzt nochmal ganz einfach:

- Wenn man nicht heizt, hat man auch keine Kosten. --> Da stimme ich dir voll zu.

- Wenn man weniger heizt, hat man weniger Kosten. --> Da stimme ich dir auch voll zu.

- Möchte man jedoch die Raumtemperatur wieder erhöhen, benötigt dies einen höheren Energieaufwand als die Temperatur zu halten. Wenn also der Mehraufwand zum Aufheizen höher ist als die Einsparung durch die abgesenkte Raumtemperatur hat man eben nichts eingespart. --> Hier sind wir offenbar unterschiedlicher Ansichten.

- Je länger man mit dem Wiederaufheizen wartet, desto wahrscheinlicher wird jedoch bei der Gesamtbetrachtung die Einsparung. Diese Zeit ist jedoch Abhängig von der Bauweise des Gebäudes und der Außentemperatur (tatsächlich sogar vom noch zusätzlich vom Grad der Sonneneinstrahlung).

 

So, und jetzt der komplizierte Teil, der ja bestimmt nichts mit der eigentlichen Antwort zu tun hat und den ich eigentlich Außen vor lassen wollte:

- Die Temperatur am Heizkörper zu reduzieren bewirkt keine Veränderung in der Solltemperatur des Kessels, welche so weniger Temperatur an den Raum abgeben kann, als anhand der Außentemperatur errechnet (Bei einer Führungsraumgeregelten Heizung passiert dies nicht). Dadurch beginnt die Heizung an zu takten, was bei allen Heizungsanlagen (mal abgesehen von einfachen Elektroheizstäben) zu einem erhöhten Brennstoffverbrauch führt, da das Verbrennungsmedium immer vor der eigentlichen Verbrennung der Verbrennungskammer zugeführt wird und somit nicht vollständig verbrannt werden kann.

- Die Heizungspumpe (selbst eine differenzdruckgeregelte Pumpe) wird nicht abgeschaltet, nur weil die Raumtemperatur gesenkt wird (egal ob direkt am Kessel oder über einen Thermostatkopf).

- Ja, tatsächlich steigt bei den meisten Wärmeerzeugern der Wirkungsgrad, wenn die Leistungsabnahme sinkt. Leider sinkt der Wirkungsrad am unteren Leistungsbereich wieder. Da Wärmeerzeuger für die Normaußentemperatur ausgelegt sind (oft -10 bis -12°C), laufen diese in der Übergangszeit eh schon im niedrigen Leistungsbereich.

- Da das wieder Aufheizen natürlich nicht innerhalb von 24 Sunden, sondern von 0,5 bis 2 Stunden erfolgen soll, muss der Kessel dann im hohen Leistungsbereich arbeiten, was zu einem ungünstigeren Wirkungsgrad führt.

- Der natürlich Luftwechel (üblicherweise mit n=1/h betrachtet), unabhängig von der Wärmeübertragung des Gebäudes an die Umwelt, sorgt für ein beschleunigtes Absenken der Raumtemperatur und für eine erschwertes wieder Aufheizen. Der Nutzen der im Gebäude gespeicherten Wärmeenergie ist somit geringer als die notwendige Wärmeenergie beim wieder Aufheizen (abhängig von der Außentemperatur). Nicht umsonst werden bei einer mechanischen Lüftung Wärmerückgewinnungsanlagen genutzt. Sollte dieser Effekt so nicht eintreten, ergeben Wärmerückgewinnungssysteme in Lüftungsanlage zur ausschließlichen Feuchteregulieren (n <0,5 1/h) keinen Sinn. Trotzdem ist eine Wärmerückgewinnung ab einem gewissen Luftvolumenstrom pflicht.

- Die üblicherweise bereits im Gebäude und Inventar gespeicherte Wärmemengen haben diese üblicherweise schon zum größten Teil im Sommer aus der Umgebung aufgenommen. Das verbrauchen dieser somit quasi kostenlosen Energie kann eigentlich nicht gegen die Kosten zum Wiederaufheizen gestellt werden. Wenn ich nen Bier geschenkt bekomme habe ich auch keine Kosten wenn ich es trinke.

 

Das Zitat "Energie = Leistung mal Zeit" unterstütze ich im übrigen sehr. Man sollte hierbei nur dann auch alle notwendigen Leistungen aus dem dynamischen prozess berücksichtigen und diese nicht auf ein rein statisches Gebilde herunterbrechen. 

Ich würde dir ja auch anbieten, diese Diskussion einfach mal persönlich zu führen (alleine schon um nicht ständig Romane zu schreiben). Allerdings würde hier dann wohl wieder ein Indiz für ein "Misserfolg" reininterpretiert werden. 

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@Asardec

Jeder kann dies übrigens auch einfach mal Zuhause mit der eigenen Heizungsanlage testen. Messt den z.B. Gasverbrauch eurer Therme und senkt dann mal die Raumtemperatur. Wenn die Raumtemperatur erreicht ist heizt man einfach wieder auf die vorherige Raumtemperatur und vergleicht den Gasverbrauch. 

Meine Wohnung kühlt in knapp über 30 min um diese 5°C ab, benötigt aber fast 2 Stunden um wieder auf die alte Temperatur zu kommen.  (In meinem Fall handelt es sich um eine Wohnung in einem Altbau, Dachgeschoss, mit 3,2m Deckenhöhe, die einzige angrenze Wohnung liegt unter meiner --> bei einem Neubau oder evtl. sogar Passivhaus nähern sich die Zeiten natürlich aneinander an)

Physikalisch betrachtet müsste, bei ausgeglichenem Energiehaushalt, doch das Aufheizen genau so lange wie das Abkühlen dauern, oder??? Am Kessel habe ich in beiden Fällen nichts verändert.

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@Asardec

Du weichst immer weiter vom Thema der Fragestellung ab! Die Heizlastberechnung berührt keine meiner Aussagen. Dass der „natürliche Luftwechsel“ in meinen Ausführungen explizit berücksichtigt ist, führte ich bereits oben aus. Wo Du dazu „einen Widerspruch zur Physik“ gefunden hast, bleibt uns allen schleierhaft. Jetzt bestätigst Du hier plötzlich alle meine Kernaussagen explizit, um sie in der nächsten Zeile schon wieder zu bestreiten. Wenn Du eben mit keinem Wort auf meine Argumente eingehst, muss ich mich hier auch noch wiederholen. Du schreibst

„Möchte man jedoch die Raumtemperatur wieder erhöhen, benötigt dies einen höheren Energieaufwand als die Temperatur zu halten.“

Das ist schon wieder die gebetsmühlenartige Negation meiner Kernaussage ohne jede Begründung. Da muss ich mich auch wiederholen mit ausschweifender Verdeutlichung. Dabei setze ich nur das elementare bürgerliche Rechnen voraus: 

Wenn wir z.B. einen Wohnraum über 100 Tage mit der konstanten Leistung von 4 kW auf der Temperatur von 20°C halten, dann haben wir 100 mal 24 kWh verausgabt, also 2400 kWh. Das gilt beim Durchheizen.

Wenn wir stattdessen über 24 Stunden die Heizung abschalten, dann haben wir 24 kWh weniger verausgabt, nicht mehr und nicht weniger! Die zeitweilige Abschaltung bewirkt eine zeitversetzte zeitweilige Temperaturabsenkung. Bei konstanter Temperaturdifferenz zwischen innen und außen sind Absenkungsdauer und Aufwärmdauer gleich, und die Abschaltdauer ist auch gleich der Temperaturabsenkungsdauer. Das ergibt sich aus der Tatsache, dass die dem Raum durch in der Abkühlphase entzogene Wärmemenge gleich der Wärmemenge ist, die in der Wiederaufwärmphase zugeführt wird. Dieser Zusammenhang gilt völlig unabhängig von Heizlasten und Deinen sonstigen herangezogenen Themenbereichen.

Dazu noch ein mechanischer Vergleich: Wenn wir Wasser in einen Trichter gießen, in dem sich das Wasser staut, können wir durch die Variierung des Zuflusses (entspricht eingebrachte Heizenergie) den Wasserspiegel im Trichter (entspricht der Temperatur) erhöhen oder absenken. Jede vorübergehende Verringerung des Wasserzuflusses führt dabei zur Wasserersparnis und zur vorübergehenden Wasserspiegelabsenkung. Und diese Ersparnis wird nie aufgehoben durch den Wasserbedarf für die erneute Anhebung des Wasserspiegels auf das vorherige Niveau. Es ist schlicht weniger Wasser durchgelaufen, fertig!

Und jetzt verabschiedest Du Dich endgültig vom Thema:

Die Lüftungsverluste sind Teil des normalen Wärmebedarfs und berühren das Thema nicht. Und die Historie bzw. die Art und Weise, in der die dem Inventar innewohnende Wärme einmal zu Beginn der Heizperiode zu welchen Kosten aufgenommen wurde, ist hier so wichtig wie der Heizölpreis oder die Wetterprognose. Was soll das alles mit vorübergehenden Temperaturabsenkungen zu tun haben? Die Stromkosten für eine ggfs. betriebene Umwälzpumpe fallen als konstante Kosten hier genauso heraus wie die Kosten der technischen Instandhaltung oder die Kosten der Putzfrau. 

Wenn wir zufällig mit einem Heizkessel arbeiten anstatt mit Fernheizung, Pelletofen, Wärmepumpe oder Elektroheizung, und dann auch noch der Kessel zufällig zwecks schneller Aufwärmung auf Hochleistung gefahren wird, dann sinkt womöglich vorübergehend der Wirkungsgrad. Da können noch tausend andere Ereignisse eintreten, die irgendwie die Rechnung durchkreuzen. Sogar die Heizölpreise können steigen, die Außentemperaturen können sinken, und dann wird noch 5 Minuten extra gelüftet, weil die Suppe angebrannt ist. Das soll womöglich alles meine Ausführungen widerlegen.

Und auf so hirnakrobatische Übungen der Art

„alle notwendigen Leistungen aus dem dynamischen prozess berücksichtigen und diese nicht auf ein rein statisches Gebilde herunterbrechen.“
verzichte ich gerne. Gute Nacht.

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@dompfeifer

Zuerst möchte ich darauf hinweisen, dassich deine Kernaussage doch schon mit meinem ersten Kommentar unterstützt hatte.Ich hatte lediglich ergänzt, dass die Einsparung abhängig von der Dauer derTemperaturabsenkung ist.

 

Tatsächlich habe ich sogar die Begründungdurch die Heizlastberechnung mit beigefügt, welche im Übrigen keine von mirerdachte These sondern tatsächlich ein Bestandteil der DIN 12831 ist.

Wenn du nur das liest was du möchtest,kann ich da nicht für.

Trotzdem möchte ichmeine "These" mit nachstehender Berechnung undErklärung  einfach mal untermauern und stelle aus purer Dreistigkeitdie Gegenbehauptung auf, dass deine Vergleiche und Behauptungen ebenrechnerisch nicht darstellbar sind:

Die Grundlagen meiner Berechnung:

-         Raumvolumen 600m³

-         Mindestluftwechselrate 1 (1x je Stunde)

-         Norm-Außentemperatur -12°C

-         Norm-Innentemperatur 20°C

-         Abgesenkte Innentemperatur 15°C

-         Die Wärmespeicherung von Einrichtung undGebäude wurde bei der Betracht ausgeklammert, da diese ja augenscheinlich dieWärme die aufgenommen haben 1:1 wieder abgeben und somit als Energieneutral zubetrachten sind. Außerdem lassen sich so die Abkühl- und Aufheizzeiten leichterberechnen.

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Jetzt habe ich einfach mal im Minutentaktgeprüft, was jetzt mit der Raumluft passiert.

Bei einem Luftwechsel von 1,0 tauscht sichinnerhalb von einer Stunde das gesamte Raumvolumen aus (hier 600m³). Bricht mandies auf eine Minute herunter ergibt das eine Infiltration von 10m³ Außenluft(-12°C).

Bei einer Raumtemperatur von 15°C stelltsich hierbei eine Mischtemperatur von 14,55°C ein, welche nun wieder auf 15°Cerwärmt werden muss.

Über die Formel Q=m*c*dT ergibt sich dannmit den Werten:

-         bei 15°C m = Dichte (1,2108 [kg/m³]) *Volumen (10 [m³]) = 12,108 [kg]

-         bei 15°C c = Wärmekapazität (1,0066[kJ/(kg*K)] = 0,27961 [Wh/(kg*K)])

-         bei 15°C dT = 0,45 [K]

ein Wärmebedarf von 91,41 [Wh] für denBetrachtungszeitraum 1 Minute. (Hochgerechnet auf 1 Stunde ergibt dies 5,48kWh)

Bei einer Raumtemperatur von 20°C stelltsich hierbei eine Mischtemperatur von 19,47°C ein, welche nun wieder auf 20°Cerwärmt werden muss.

Über die Formel Q=m*c*dT ergibt sich dannmit den Werten:

-         bei 20°C m = Dichte (1,1894 [kg/m³]) *Volumen (10 [m³]) = 11,894 [kg]

-         bei 20°C c = Wärmekapazität (1,0068[kJ/(kg*K)] = 0,27967 [Wh/(kg*K)])

-         bei 20°C dT = 0,53 [K]

ein Wärmebedarf von 105,78 [Wh] für denBetrachtungszeitraum 1 Minute. (Hochgerechnet auf 1 Stunde ergibt dies 6,35kWh)

Somit ergibt sich stündlich im Vergleichder Raumtemperaturen eine Einsparung von 0,87 kWh zu Gunsten der 15°C gegenüberder 20°C.

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Im nächsten Schritt habe ich ausgerechnet,wie lange die Raumluft benötigt, um von 20 auf 15°C abzukühlen (hierbeiignorieren wir der Einfachheit halber die Wärmeabgabe und anschließendeWärmeaufnahme von Einrichtung und Gebäudeteilen, da diese ja bei der weiterenBetrachtung energieneutral sind).

Ausgehend von einer Raumtemperatur 20°Cund der minütlichen Zufuhr von 10m³ -12°C Außenluft ergeben sich über dieLuftvermischung folgende Temperaturen:

-         Minute 1 = 19,47°C

-         Minute 2 = 18,94°C

-         Minute 3 = 18,43°C

-         Minute 4 = 17,92°C

-         Minute 5 = 17,42°C

-         Minute 6 = 16,93°C

-         Minute 7 = 16,45°C

-         Minute 8 = 15,97°C

-         Minute 9 = 15,51°C

-         Minute 10 = 15,05°C

Tatsächlich muss in diesem Fall dieabkühlende Luft für 10 Minuten nicht erwärmt werden!

Dies ergibt eine zusätzliche Einsparungbeim Abkühlen von (10 min * 0,09141 kWh/min) = 0,9141 kWh

                                        Teil 1 von 2

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@Asardec

                                   Teil 2 von 2

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Das Errechnen der nun benötigten Wärmemenge zum wieder Aufheizen gestaltet sich nur geringfügig komplizierter.

Anhand der Heizlastberechnung nach DIN 12831 habe ich eine Aufheizleistung von 2,1 kW ermittelt, die bei der Kesselauslegung zu berücksichtigen ist.

So kann nun wieder über die Formel Q=m*c*dT (natürlich nach dT umgestellt) errechnet werden, welche Temperaturerhöhung wir mit 2,1 kW erreichen.

Da ich jetzt hier nicht die Massen an Ergebnissen abtippen will, kurz die Erläuterung des Vorgangs:

-          Mit 2,1 kW bekommt man eine Temperaturerhöhung der Raumluft um 0,17°C pro Minute hin.

-          Zusätzlich fällt mit steigender Raumtemperatur ein steigender Wärmebedarf zum Ausgleich der minütlich eindringenden 10m³ -12°C Außenluft an (die hierfür benötigte Leistung wurde minütlich über die Formel Q=m*c*dT mit gemittelter Dichte und Wärmekapazität errechnet und ergab einen Wärmebedarf von 2,86 kWh in 29 Minuten).

Um also die Raumtemperatur von 15 auf 20°C zu erhöhen benötigt man bei einer Aufheizleistung von 2,1 kW ca. 29 Minuten (29 min * 0,17°C/min = 2,1 kW / 60 min * 29min) = 1,015 kW zuzüglich der dem Ausgleich zum Abdecken der 10m³ -12°C Außenluft mit 2,86 kWh eine Wärmemenge von (1,015 kW + 2,86 kW) = 3,875 kWh (in 29 Minuten).

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Vergleicht man also den Wärmebedarf zum Halten der:

-          15°C mit einem Wärmebedarf von 5,48 kWh und

-          20°C mit einem Wärmebedarf von 6,35 kWh sowie

erhält man eine stündliche Einsparung von 0,87 kWh, wenn man die Raumtemperatur auf 15°C hält.

Zusätzlich muss einmal die Einsparung aus den 10 Minuten in den die Luft beim Abkühlen nicht erwärmt werden musste (10 min * 0,09141 kWh/min = 0,9141 kWh) berücksichtigt werden.

Hier gegen steht nun die benötigte Wärmemenge von 3,875 kWh zum wieder Aufheizen der 15°C auf die 20°C.

Wir sparen also:

-          Stunde 1 (0,87 kWh + 0,9141 kWh) = 1,7841 kWh

-          Stunde 2 (0,87 kWh) = 2,6544 kWh

-          Stunde 3 (0,87 kWh) = 3,5241 kWh

Die bedeutet in 3 Stunden werden 3,5241 kWh eingespart, welche dann beim Aufheizen mit 3,875 kWh einen Mehrverbrauch von (3,875 kWh - 3,5241 kWh) = 0,3509 kWh wieder zunichte gemacht werden. Eine tatsächliche Einsparung (sofern man natürlich die Raumtemperatur auch wirklich wieder erhöhen möchte) erfolgt somit erst nach der 3. Stunde mit der Abgesenkten Raumtemperatur.

Ein Absenken der Raumtemperatur in diesem Beispiel lohnt sich also nicht für 3 oder weniger Stunden.

 

Es gilt zu berücksichtigen dass sich die Aufheiz- und Abkühlzeiten natürlich auf Grund der Speicherkapazitäten der Einrichtung und des Gebäudes verlängern. Alle verwendeten Formeln und Werte (z.B. für Wärmekapazität) stehen über das Internet frei zur Verfügung.

Ich hoffe dass ich meine Berechnung nachvollziehbar darstellen konnte und erwarte gespannt die nächsten Vorwürfe und die nachvollziehbaren Gegenthesen.

 

                                   Teil 2 von 2

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@Asardec

Hallo Asardec !

Mit solchen abstrusen, endlosen Zahlenreihen kann ich Dir auch vorrechnen, dass die Erde die Gestalt einer Banane hat, das Zeug wird nur niemand lesen! Du hast schon wieder endlos das Thema verfehlt! Du widersprichst weiterhin meiner Kernaussage, derzufolge Temperaturabsenkungen ausnahmslos Energieeinsparungen bringen:

Wenn wir eine dauerhafte Heizleistung von 1 kW für 1 h unterbrechen, sparen wir 1 kWh Heizkosten für die zeitweilige Temperaturabsenkung. Bei 100 h Unterbrechung sparen wir 100 kWh, und bei ein Tausendstel Sekunde Unterbrechung sparen wir ein Tausendstel kWs (Kilowattsekunde). Wir sparen also immer mehr oder weniger. In anderen Worten:

Um bei der Heizleistung P über die Zeit t die Temperatur zu halten, führen wir die Energie P mal t zu. Während der Abschaltung für die Dauer t wird null Energie zugeführt. Und nach der Abschaltung führen wir wieder wie vorher die Energie P mal t zu, genauso viel wie ohne die zwischenzeitliche Temperaturabsenkung. Wo zauberst Du jetzt den „höheren Energieaufwand“ her? Ist das wirklich so schwer zu begreifen? Warum gehst Du mit keinem Wort darauf ein? Du wiederholst nur endlos in immer neuen Varianten:

„Möchte man jedoch die Raumtemperatur wieder erhöhen, benötigt dies einen höheren Energieaufwand als die Temperatur zu halten.“

Anstatt nun in wenigen Worten einen vermuteten Fehler in meinen vergleichsweise kurzen Darstellungen zu kennzeichnen und zu korrigieren, langweilst Du uns mit seitenlangen, ermüdenden, sachfremden Zahlenkolonnen, in denen Du den Anschein zu erwecken versuchst, Deine falsche Behauptung zu „errechnen“.

Hier errechnest Du die Heizlast für die Haltung von 20°C zunächst mit 6,35 kW. Das bedeutet, dass sich bei den meteorologischen und baulichen Gegebenheiten mit dieser Leistung früher oder später die Raumlufttemperatur von 20°C herstellt. Dazu muss man nicht in endlose Lüftungsperioden (als wären die nicht statistisch berücksichtigt) und Industrienormen ausschweifen.

Für die Wiederaufheizungsphase dagegen „errechnest“ Du die Leistung von 8,02 kW (3,875 kWh/0,48 h). Dabei hast Du vollkommen richtig einkalkuliert, dass sich hier niemand die Mühe macht, nach dem versteckten Gedankensprung (oder auch Rechenfehler) in Deinem Konvolut zu fahnden. Wir sollen einfach glauben, diese geheimnisvolle Leistungssteigerung für die gewählte Aufheizzeit ergäbe sich aus „der DIN 12831“. Und dann rechnest Du die Mehrkosten durch die Leistungssteigerung für 29 Minuten gegen die Einsparung bei der Temperaturabsenkung auf, um Deine krude Theorie zu stützen.

Natürlich können wir um des Wohlbefindens willen auch die Aufheizzeit etwas verkürzen durch eine vorübergehende Leistungssteigerung bei der Heizung. Dabei bleibt das Produkt aus Leistung mal Zeit aber das gleiche, es ändert sich dabei also nichts an der Aufheizenergie. Es verkürzt sich nur etwas die Phase der Temperaturabsenkung, und damit fällt die Einsparung etwas kleiner aus.

Eine Einsparung bleibt bei der Temperaturabsenkung also immer! Da solltest Du mehr Deinem gesunden Menschverstand vertrauen und dem Energieerhaltungssatz als Deinen Rechenkünsten und Deinem seltsamen Verständnis von Industrienormen.

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@dompfeifer

Dann will ich mal versuchen es anhand deines Beispiels mit dem Trichter zu erklären:

Nehmen wir also an, dass aus dem Trichter 1 Liter Wasser pro Minute austritt.

Somit muss stetig 1 Liter pro Minute nachgeführt werden.

Jetzt möchten wir den Wasserstand im Trichter absenken und stoppen hierfür die Wasserzufuhr.

Sagen wir einfach mal, dass wir den Wasserspiegel um 5 Liter absenken.

Der neue Wasserspiegel (mit wieder Aufnahme der Wasserzufuhr) stellt sich also nach 5 Minuten wieder ein.

Wollen wir nun in der selben Zeit (also 5 Minuten) den Wasserspiegel wieder um 5 Liter erhöhen, benötigen wir eben diese 5 Liter zuzüglich des permanenten Wasserablaufs von 5x1 Liter. 

Um also den alten Wasserstand zu erreichen benötigen wir 10 Liter Wasser, haben beim Absenken des Wasserspiegels aber nur 5 eingespart.

Das Auffüllen benötigt somit 5 Liter mehr als das Absenken. 

Wo ist da deine prophezeite Einsparung???

Wenn diese Aussage also dem normalen Menschenverstand und der Physik widersprechen soll, weiß ich auch nicht mehr weiter.

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@Asardec

Gratuliere, Du kommst der Sache endlich näher! Das Beispiel ist tatsächlich hilfreich.

Stelle Dir bitte den Trichter mit einer so kleinen Öffnung vor, dass er nicht in dem von uns hier gesetzten Zeithorizont leer läuft. Bei hohem Wasserdruck ergießt sich ein Wasserstrahl aus der Trichter-Öffnung, bei sehr niedrigem Druck (bei niedrigem Wasserspiegel) tröpfelt es nur. Analogie: Bei höherer Zimmertemperatur ist der Wärmestrom durch Mauern und Fenster nach außen größer.

Mit dem Zulauf von 1 Liter Wasser pro Minute wird also der Wasserspiegel dauerhaft auf dem oberen Niveau gehalten. Analogie: Mit 1 kWh pro Stunde wird die Raumtemperatur dauerhaft auf dem oberen Niveau gehalten.

Nun stoppen wir den Wasserzulauf für 5 Minuten und sparen dabei 5 Liter ein. Dabei sinkt in der Zeitspanne ZS der Wasserspiegel im Trichter auf das untere Niveau. Mit fallendem Wasserspiegel sinkt der Wasserdruck und damit der Wasserausfluss pro Zeit. Nun können wir die geometrische Gestaltung des Trichters so ansetzen, dass in den 5 Minuten 2,5 Liter auslaufen als Wasserverlust. (Wenn in 5 Minuten 5 Liter auslaufen würden, dann müsste der Wasserspiegel zwingend oben sein!) Analogie: Wir schalten die Heizung für 5 Stunden ab und sparen dabei 5 kWh ein. Aufgrund der sinkenden Temperaturdifferenz zwischen innen und außen sinkt der Wärmeabfluss in der Zeitspanne ZS nach außen. Es werden aufgrund der angenommenen baulichen Gegebenheiten 2,5 kWh nach außen geleitet als Wärmeverlust.

Nach 5 Minuten wird der Zulauf von 0 wieder auf 5 Liter pro Minute erhöht. In der Zeitspanne ZS steigt der Wasserspiegel im Trichter wieder auf das obere Niveau an. Die 5 Liter Wasser bleiben gespart, es gibt nichts dagegen aufzurechnen!

Analogie: Nach 5 Stunden wird die Heizung wieder mit der gewohnten Leistung eingeschaltet. In der Zeitspanne ZS steigt die Raumtemperatur wieder auf die obere Höhe. Die 5 kWh bleiben gespart, es gibt nichts dagegen aufzurechnen!

Deine obige Rechnung enthält reihenweise Fehler: Du hast z.B. den Ablauf beim unteren Wasserspiegel mit dem Ablauf auf oberem Niveau gleichgesetzt. Die von Dir ohnehin überhöht gerechneten Wasserverluste bei der Niveauabsenkung tauchen bei Dir komischerweise nach der Wiederanhebung des Niveaus dann gleich noch verdoppelt als zusätzliche Verluste auf. Dann hast Du die Einsparungen gegen die verdoppelten Fantasie-Verluste aufgerechnet!

Jetzt muss ich mich kurz fassen, mit anderen Worten: Nach Wiedereinschalten des Wasserzulaufs auf die alte Zuflussleistung gilt wieder der ganz normale Wasserbedarf wie vor der Absenkung. Und damit, ganz ohne zusätzliche Wasserzugabe, stellt sich wieder das alte Wasserspiegel-Niveau ein mit maximalem Ausfluss. Analog läuft es mit der Zimmertemperatur. Was gespart wurde, bleibt gespart!

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@dompfeifer

Allerletzter Versuch: Man kann es auch noch einfacher sagen:

1. Bei einer Wärmedauerleistung von 1 kW werden in 10 Stunden 10 kWh umgesetzt. Ist das richtig?!?

2. Wenn wir zwischenzeitlich für 5 Stunden abschalten zwecks Temperaturabsenkung und die anderen 5 Stunden normal mit 1 kW heizen, dann werden anstatt 10 kWh nur 5 kWh umgesetzt. Wir haben dann genau 5 kWh eingespart ohne jedes wenn und aber und ohne irgend eine "Gegenrechnung". Ist das auch richtig?!?

3. In der Wiederaufheizungsphase wird die Wohnung wieder auf die alte Temperatur gebracht mit der alten gewohnten Heizleistung, ohne Zusatzenergie, also mit 1 kWh pro Stunde, so als wäre nichts gewesen. Ist das richtig?!?

Wie soll da im Fall 2. und 3. wozu "zusätzlicher Wärmebedarf" entstehen? Welcher der drei Sätze ist wo und wie für Dich unverständlich? Warum erfindest Du ständig neue "Energielücken"? 

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@dompfeifer

Natürlich habe ich den Wasserablauf beim Absenken gleich dem Wasserablauf beim Auffüllen gesetzt, da in beiden Fällen bei den selben Wasserständen auch die selben Druckverhältnisse gelten (bei höhem Wasserstand = größerer Ablauf, bei kleinen Wasserstand niedriger Wasserablauf). Da hier aber nur das Absenken und das Auffüllen von mir betrachtet wurde und nicht der kontinuierliche Betrieb ist diese Betrachtung hinfällig.

Nebenbei habe ich diesen Vergleich bei der Berechnung zur Lufterwärmung gemacht und da tatsächlich die Dichte und die Wärmekapazität den Temperaturen angeglichen....

 

Ich führe jetzt mal 4 Vermutungn auf, bei denen eine hoffentlich zu deiner Aussage passt. Bitte bestätige es mir, ob eine stimmt und wenn ja, welche. 

 

1. Vermutung

Du nimmst an, dass die abgelassene Wassermenge ohne Zeitverögerung zurück in den Trichter teleportiert wird, um so einen zusätzlichen Verlust durch den permanenten Abfluss zu umgehen.

2. Vermutung

Du nimmst an, dass man so viel Wasser zum auffüllen benötigst wie abgelassen wurde da beim Auffüllen der kontinuierlichen Wasserablauf zu ignorieren wäre.

3. Vermutung

Du gehst davon aus, dass bei dem Trichterbeispiel beim niedrigen Wasserniveau z.B. nur 0,5 Liter entweichen (statt dem 1 Liter bei bei hohem Wasserniveau) und so die weiteren 0,5 Liter zum auffüllen des Trichters ausreichen (natürlich mit sinkendem Überschuss bei steigendem Wasserspiegel).

4. Vermutung

Du gehst davon aus, dass das Loch im Trichter beim Auffüllen verschlossen ist.

 

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@dompfeifer

Da haben wir wohl gleichzeitig Kommentare geschrieben. Bitte also den Nachfolgenden Kommenar auf deinen Vorherigen beziehen.

Bei "1." stimmt

Bei "2." stimmt 

Bei "3." ist dein Fehler --> wenn die Leistung zum Aufheizen nicht erhöht wird, würde die Aufheizzeit gegen unendlich laufen. Eben dass habe ich doch versucht dir mit meiner Berechnung zur Lufterwärmung zu erklären.

Ich erfinde im übrigen nicht ständig neue "Energielücken" sondern versuche dir immer die selbe zu erklären.

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@Asardec

Das mit der angeblich nötigen Leistungserhöhung in der Aufheizphase (Das hat in meinem Umfeld noch kein Mensch regelmäßig getan!) widerspricht nicht nur der alltäglichen praktischen Erfahrung, sondern ist nun ein himmelschreiender Unsinn! Natürlich verläuft die Temperaturkurve bei Absenkung wie Aufwärmung üblicherweise asymptotisch und das geht rein metaphysisch-theoretisch gegen unendlich. Deshalb kann auch mein Apfel auf dem Tisch in tausend Jahren nie auf die Zimmertemperatur kommen. Das ist hier hoffentlich nicht das Thema.

Ich versuchte doch mit der Trichter-Analogie zu verdeutlichen, dass bei gegebener Außentemperatur und gegebenen konstanten baulichen Verhältnissen eine bestimmte konstante Heizleistung über eine bestimmte Zeitverzögerung immer zu der gleichen Innentemperatur führt. Und diese Temperatur wird bei Fortsetzung dieser Leistung dann auch dauerhaft gehalten.

Wenn ich eine Heizung aufdrehe und die Leistung konstant halte, dann erwärmt sich die Raumluft in endlicher Zeit. Andernfalls wäre eine Raumlufterwärmung völlig unmöglich!

Und das gilt ohne jede Einschränkung für jede Aufheizung, ob zu Saisonbeginn, mittwochs, freitags oder nach einer vorübergehenden Temperaturabsenkung! Meine Geduld ist jetzt endgültig zu Ende, nachdem ich so einen blühenden Blödsinn gelesen habe:

wenn die Leistung zum Aufheizen nicht erhöht wird, würde die Aufheizzeit gegen unendlich laufen.

Dir ist beim allerbesten Willen nicht mehr zu helfen!

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@dompfeifer

Da du mir nicht helfen brauchst, ist doch alles gut.

Ich werde auch weiterhin bei meinem Verständniss für die Realität bleiben, da ich meiner Ansicht nach, deine Theorie der Pauschalen und unmittelbaren Energieeinsparung mathematisch widerlegt habe.

Da aber du anscheinend auch nicht bereit bist dein energieesoterische Verständniss für die Realität zu verändern, können wir diese Diskussion auch gerne (zwecks Energieeinsparung) beenden.

Achja, und deine Aussage: 

Das mit der angeblich nötigen Leistungserhöhung in der Aufheizphase (Das hat in meinem Umfeld noch kein Mensch regelmäßig getan!) widerspricht nicht nur der alltäglichen praktischen Erfahrung, sondern ist nun ein himmelschreiender Unsinn! 

ist für mich der abschließende Beweis, dass du (und anscheinend auch dein Umfeld) keine Ahnung von Heizungsanlagen hast.

Danke und einen schönen Tag dann noch.

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Das ist wie mit dem Auto auf der Autobahn. Was ist besser?

Konstant 130 km/h fahren oder zwischen 100 und 150 km/h pendeln?

Hallo lesterb42,

für den Vortrieb ist die konstante Geschwindigkeit ökonomischer, hinsichtlich der Heizökonomie dagegen nicht. Und die Frage oben bezieht sich auf die Heizung! Im Detail:

Vorbemerkung: Ich will nicht ausschließen, dass bei dem periodischen Geschwindigkeitswechsel durch variierende Drehmomente an der Motorwelle zeitweilig der Brennstoff unvollständig oxidiert. In diesem Falle würde ungenutzte chemische Energie in die Luft geblasen. Diesen Effekt klammere ich hier einmal aus, weil er für Heizbrenner irrelevant ist.

Solange das Auto mit der wechselnden Geschwindigkeit nicht bremst, bleibt das im Prinzip wirtschaftlich bedeutungslos. Üblicherweise ist aber der Geschwindigkeitswechsel mit ständigen Bremsvorgängen verbunden. Dabei wird ein Teil der Antriebsenergie über die Bremsbacken als zusätzliche Wärme ungenutzt an die Umgebung geleitet, soweit die Bremsenergie nicht rekuperiert wird. Das ist unter dem Gesichtspunkt der Personen- und Lastenbeförderung unwirtschaftlich, weil dieser Energieanteil der Vortriebsleistung entzogen wird.

Der Energiefluss beim Automobil verzweigt sich zunächst in Wärme und in mechanische Energie. Dabei wird die mechanische Energie über Gleitreibung an Maschinenelementen, Rollreibung an Reifen und Luftreibung an der Karosserie letztlich vollständig in Wärme gewandelt. Dabei ist die gesamte im Endeffekt abgegebene Wärmeenergie genau gleich der chemischen Energie des Brennstoffes, und zwar völlig unabhängig von der Fahrweise.

Daraus folgt, dass unter dem Gesichtspunkt der Wärmerzeugung des Autos die Konstanz der Geschwindigkeit keine Rolle spielt. Leider hat aber das Automobil keine Tradition als Wohnraum-Heizkörper! Und die obige Frage bezieht sich auf die Ökonomie der Wohnungsheizung!

Die Ökonomie der Heizung ist meiner obigen Antwort zu entnehmen.

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