Religion ist das Opium des Volkes - Meinungen?

7 Antworten

Auch als gläubiger Mensch kann man dieser These einiges abgewinnen. Man muss sich nur vergegenwärtigen, dass Opiate (z.B. Morphin) regelmäßig dann von der Schulmedizin verwendet werden, wenn die Ärzte mit ihrem Wissen am Ende sind und es nur noch darum geht, den verbleibenden Schmerz zu lindern.

Natürlich ist für einen gläubigen Menschen klar, dass die Religion - anders als die Opiate - neben der schmerzlindernden Wirkung ebenfalls zur Heilung führt. Im Falle des Christentums zur Heilung von der schlimmsten vorstellbaren "Krankheit", nämlich vom Tod.

Man kann diese Aussage nur im Zusammenhang mit den Opiumkriegen in China verstehen.

Dort haben sich die Adeligen mit Unterstützung primär der Briten das Hirn zugeballert. Sie wurden also aus politischen Gründen in ein intellektuelles Nirwana gebeamt.

Genau das macht Religion mit dem gemeinen Pöbel, der sich kein Opium leisten kann.

Was also die chinesische Oberschicht das Opium, nämlich Ausstieg aus der Realität, ist dem Volk die Religion.

Der war nicht dumm, der Marx.

Ja, damit kann man die Menschheit prima für "dumm" verkaufen (Offb.12,9; 17,1-14).

Die Wahrheit Gottes (Joh.17,17) ist viel herrlicher (Offb.20,4-5; 21,3-4)...

Die wird auch "gelebt" werden, wenn der "Gott dieser Welt" (2.Kor.11,14) gebunden ist (Offb.20,2).

Das schreibt ausgerechnet Karl Marx, der mit seinem "Marxismus" den Menschen das Paradies auf Erden versprochen hat.

Eine Religion, mit dem Gott Marx, dessen Heilsversprechen nicht erst im Jenseits zum tragen kommen, sonder hier und jetzt im Kommunismus.

Seltsame Antwort. Bist Du ein Anhänger eines Gottes Marx? Von dem habe ich vorher noch nie etwas gehört.

dessen Heilsversprechen nicht erst im Jenseits zum tragen kommen, sonder hier und jetzt

Das ist doch zuallererst mal ein vernünftiger Ansatz. Allemal besser als irgendwelche albernen Jenseitsversprechen.

im Kommunismus.

Gehörst Du etwa zu den ewig Gestrigen, die immer noch der Propagande der damaligen Linksdiktatoren auf den Leim gehen, das System im Osten hätte je etwas mit Kommunismus zu tun gehabt?

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Okay, das mit dem Gott war wohl etwas übertrieben, aber zumindest scheint Karl Marx die Gegenseite, dem Satanismus nicht abgeneigte gewesen zu sein .

https://schluesselkindblog.com/2017/03/19/die-dunklen-wege-von-sozialismus-und-kommunismus-und-ihr-hass-auf-die-welt/

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@quantthomas

Die hier verlinkte Seite strotzt nur so von Platitüden, Fehleinschätzungen, billiger Polemik und ideologischer Verbrämung. Die Autorin scheint überaus unseriös. Das scheint wohl tief im braunen Sumpf zu stecken.

Keine Frage, die Regime des Ostens ware verbrecherische Schändlichkeiten. Aber mit Marx hat das mal gerade gar nichts zu tun.

Das wäre so unsinnig, als wolle man einen Jesus Christus für die Kreuzzüge in Haftung nehmen.

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@realsausi2

Kann schon sein, daß etwas Polemik in dieser Seite zu finden ist, aber trotzdem sollte man Marx nicht aus der Verantwortung entlassen. Schön langsam, nach dem Scheitern des Marxismus-Leninismus-Maoismus, sollte auch die Schuldfrage dieser Katastrophe zur Diskussion gestellt werden.

Marx ist nicht ganz unschuldig, genauso wie Jesus, Mohammet oder Luther.

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@quantthomas

Schuld ist immer individuell. Mit ihrem Ableben haben alle diese Genannten kein Potential mehr, Schuld aufzuhäufen.

Natürlich kann man Kausalitäten entwickeln, in die sie eingebunden bleiben. Aber Schuld ist eine moralische Komponente, Kausalität eine logische.

Natürlich sind Taten des braunen Gesocks heutzutage kausal mit dem Gröfaz in Zusammenhang zu stellen. Dennoch kann man dem Verderber AH für deren Taten keine Schuld zuweisen.

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Wie so oft, Recht hatte er. Religion wird oft von Leuten benutzt, um sich selber alles schön zu reden. "Nach dem Tod wird alles besser" und solcher Kram.

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