Psychologie studieren trotz psychischer Erkrankung?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Kommt auf die Erkrankung an. Formal gibt es keine Hindernisse.

Ich persönlich finde es wichtig, dass man auch mit einer psychischen Störung unbedingt an den Dingen festhält, die einem wichtig sind, weil ich denke, dass die Ausrichtung auf wertvolle Ziele viel zur psychischen Gesundheit beitragen kann. Allerdings kann es auch mal sein, dass man sich überfordert und das Ziel anpassen muss. Aber was ein realistisches Ziel ist und was nicht, muss man für sich selbst herausfinden.

Formal ist das möglich.
Ob es für die Person selber anzuraten ist, ist eine andere Frage.
Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:
- Die Erwartungen an die Inhalte des Studiums könnten falsch liegen.
Akademische Psychologie ist ein BREIT aufgestelltes Fach, bei dem die Klinische Psychologie und speziell die Psychopathologie nur EIN Thema neben einer Reihe anderer ist. Einen großen Raum nimmt die Ausbildung in wissenschaftlichem Arbeiten ein (Untersuchungen entwerfen, statistische Auswertungen, Beurteilungen von Experimenten etc.).
- Der zweite Grund: es muss gut überlegt werden, ob man nicht zu sehr mit seiner eigenen Problematik an das Studium herangeht und man von daher Gefahr läuft, sich 'zu sehr hineinzusteigern'.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ja, das ist machbar. ich habe eine Frau kennengelernt, die seit Jahren Anorexie hat und Psychologie studiert hat. Allerdings hat diese Frau aufgrund ihrer Krankheit und den damit einhergehenden körperlichen Einschränkungen, nie eine berufliche Tätigkeit aufgenommen. Leider ist sie inwzischen auch an ihrer Krankheit verstorben.

Klar. Habe eine Freundin, die Depressionen hatte und die ihren Master in Psychologie gemacht hat und jetzt in dem Bereich arbeitet. Und von meinen 5 Therapeuten haben 3 mal in einer Randbemerkung erwähnt, dass sie selbst früher Probleme hatten (Depression/Suchterkrankung/Psychiatrieaufenthalt) und eine hatte Narben am Unterarm. Aber du musst stabil und reflektiert sein, das ist wichtig. 

ungünstig aufgrund eigener psychischer Instabilität

Die Meinung habe ich nämlich auch. Aber wenn ich mich in Behandlung befinde und somit mental stabil werde bzw bin, aufgrund dieser. Dann ändert sich einiges.

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@Maria4765

Das musst du für dich entscheiden. Ich empfehle das auf jeden Fall nicht. Viele kranke Menschen meinen, dass sie andere besser therapieren können, weil sie die Krankheit selbst haben. Ich halte davon nichts

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@alexxxflash

Weil sie persönliche Erfahrungen häufiger mit den Therapieansätzen verstricken. Das ist in der Regel kontraproduktiv

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@CleverRemo

Das ist keine Grundlage für deine These. Eine Grundlage wäre beispielsweise eine empirische Studie.

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@alexxxflash

Dann musst du dir zur Widerlegung meiner These eine empirische Studie suchen. 🤷🏻‍♂️

Ich habe da nur viele Erfahrungen zu bieten. Vielleicht schreibe ich ja mal eine empirische Studie darüber. Ich würde mich dann noch mal melden.

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@CleverRemo

Nein, muss ich nicht. Du bist in der Bringschuld - Wenn du deine Behauptung nicht beweisen kannst, ist nicht der der dumme, der sie nicht widerlegen kann. Das wäre ja noch schöner...

Ich bezweifle stark, dass du jemals eine empirische Studie darüber "schreiben" wirst. Man "schreibt" nicht einfach mal eine Studie. Das sollte bekannt sein, wenn man überlegt, eine Studie durchzuführen.

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@alexxxflash

Ich habe überhaupt keine Bringschuld. Ich sage meine Meinung und teile hier meine Erfahrungen mit.

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@CleverRemo

Schon gut, ich glaube, ich habe meinen Punkt gemacht. Schönen Sonntag noch

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@alexxxflash

Ok, du kannst ja trotzdem bei deiner Meinung bleiben. Ist für mich in Ordnung. Manchmal gibt es einfach auch unterschiedliche Meinungen zu einem Thema.

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