Pferd steigt und wird gefährlich beim verladen?

5 Antworten

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass je mehr man macht (mit Besen winken, Longen hinter dem Pferdepoppes durchziehen, vorne ziehen, seitlich begrenzen, locken, schimpfen usw) eher kontraproduktiv wirkt. Ich würde Verladetraining machen, wenn sie so schlimm ist einmal die Woche (wenn ihr einen Hänger habt oder leihen könnt - bitte Haftpflicht überprüfen!). 

Normalerweise reicht ein langer Strick alias ein Rope mit 6m Länge. Ein guter Karabiner, Bullsnap o.ä. Evtl eine Gerte mit kurzem Bändl und ein stabiles Halfter. Keine Longen, kein Lockfutter (nur eine Karotte in der Tasche wenn sie oben ist), keine Besen usw. 

Mir ist es wichtig, dass ein Pferd mit einer Sache keine bestimmte Aktion verbindet. D.h. nur weil der Hänger dasteht heißt das nicht, dass das Pferd da rein muss. Also ruhig mal den Hänger mit auf den Platz stellen und in Ruhe an der Hand arbeiten ohne den Hänger zu beachten. 

Wenn man das Pferd auf die Rampe führt sollte ein Stehenbleiben in Ordnung sein, rückwärtsgehen sollte verhindert werden (durch vorheriges gewolltes Halten) und falls das Pferd doch rückwärts gehen, gleich noch 3 Schritte weiter rückwärtsrichten. Manchmal klappt das Motto "3 Schritte vor und 2 zurück" ganz gut. 

Wichtig ist auch, dass man nicht nur an doofe Orte fährt (z.B. Tierarzt). Guck ob du irgendwo eine Weide für einen Tag haben kannst, fahr das Pferd dorthin mit einem Kumpel, lasst sie dort stehen und fressen und fahrt sie dann wieder heim. Wenn ein Pferd mit dem Hänger nur Tierarzt, Turnier und Trainining verbindet, dann wirds eng. Aus eben selben Gründen wollen Katzen nie in ihre Boxen, in 99% der Fälle gehts dann zum doofen Tierarzt... 

Ich würde da einfach dran bleiben und in Ruhe mit viel Konsequenz weiter dran arbeiten. 

Vielen Dank für deine Antwort! Dann werden wir wohl weiterhin einfach üben, üben, üben und hoffen dass es besser geht! 

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Nicht den Hänger immer mit Einsteigen/Fahren verbinden lassen. 

Aus welcher Ecke bist du denn? Ich würde dir ganz dringend zu einem guten Trainer raten, vielleicht kann ich dir wen empfehlen. 

Der Trick ist, dass das Pferd nicht immer denkt "Hänger  -einsteigen - losfahren". 

Binde den Hänger in den Alltag ein. Einfach hinstellen und irgendwas anderes machen. In der  Nähe des Hängers. 

Dann kannst du immer näher zum Hänger gehen und wenn sie dem Hänger nahe ist, gibts eine Pause. Das weitest du so aus, dass es irgendwann bei der Rampe Pause gibt und irgendwann drauf. Usw usw. 

So wird der Hänger immer angenehmer. 

Trotzdem würde ich dir zu einem professionellen Trainer raten. 

Vielen lieben Dank für deine Antwort! Ich komme aus der Nähe von Hamburg, falls du hier oben jemanden kennst könntest du mir gern einen Tipp geben! :)

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Es gibt auch gute, professionelle Trainer, die Verladetraining anbieten. So jemanden würde ich mir suchen.

Von sowas habe ich auch schon die Ergebnisse gesehen, das war echt gute Arbeit ohne Druck, ohne Stress und ohne Leckerchen.

Ohne jemand gutes an meiner Seite würde ich persönlich da nicht weitermachen, das wird brandgefährlich!

Dankeschön für deine Antwort! Dann werden wir jetzt wohl wirklich mal das Verladetraining mit einem Trainer in Betracht ziehen, bevor es zu gefährlich wird! 

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