Pferd hört nicht beim Abteilung reiten!?

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8 Antworten

Fernreitunterricht ist meiner Meinung nach ein Ding der Unmöglichkeit. Ein guter Reitlehrer hat seinen Reitschüler im Blick. Dies ist notwendig, weil Reiten ja ein Zusammenspiel von Mensch und Pferd ist. In der Regel macht das Pferd etwas als Reaktion auf das, was der Mensch macht (oder halt auch nicht macht). Was der Reitschüler da im Sattel macht (oder eben halt auch nicht) muss der Reitlehrer sehen, damit er es korrigieren kann. Versteht der Reitschüler nicht, wie er etwas umsetzen kann, dass der RL es besser erklären oder gar vormachen kann. Ein guter Reitlehrer weiß in der Regel auch, wie seine Schulpferde reagieren. Er sieht also anhand der Reaktion oder ganz einfach daran, wie das Pferd läuft, was der Reitschüler macht (oder nicht macht). Wie will man also sein Problem aus der Ferne gelöst bekommen, wenn man weder Pferd noch Reiter sehen kann. Eine Erklärung des Problems reicht meiner Meinung nach nicht aus - derjenige, der versucht, das Problem zu beschreiben, kann dieses meiner Meinung nach gar nicht vollständig beschreiben, er wird wahrscheinlich immer Teile auslassen - entweder weil sie ihm unwichtig erscheinen oder weil er sie gar nicht bemerkt. 

Leider ist es jetzt in der Tat so, dass es Schulpferde gibt, die halt der Abteilung hinterherlaufen. Für den Reitanfänger, der ja erstmal das Zusammenspiel der Hilfe lernen muss, der lernen muss, die kleinen Zeichen des Pferdes zu erkennen, dass es jetzt der - in der Regel auch noch nicht ganz sauberen Hilfe folgt - sondern sein eigenes Ding macht, finde ich das auch keine gute Unterrichtsform. Bequem für den Reitlehrer, er braucht sich weniger Sorgen um in der Halle herumschießende Pferde zu machen, für die Reitschüler aber oft sehr deprimierend, wenn sie nach Jahren des Reitunterrichts dann feststellen, dass sie eigentlich noch gar nicht so wirklich eigenständig reiten können, weil ein guter Teil der "Arbeit" bislang immer vom Pferd geleistet worden ist, welches sich halt an die Abteilung gehalten hat. 

Mein Rat: Bitte die Reitlehrer, die das mit dem "Durchsetzen" zu erklären, kann sie es nicht, geh woanders hin und lern dort reiten. In diesem Betrieb, wo du aktuell bist, will sich dann wohl keiner die Mühe machen, seinen Reitschülern was beizubringen und du bezahlt im Endeffekt etwas, wofür du keinen wirklichen Gegenwert kriegst. Du bezahlt ja schließlich für Reitunterricht und nicht nur für "ich darf mal ne Stunde auf dem Pferd sitzen". 

Da können wir aus der Ferne alle nicht weiterhelfen...

Es ist halt nun mal leider oft das Problem der Schulpferde, dass die es einfach gewohnt sind stumpf hintereinander her zu laufen und ihre Reiterlein auch mal zu ignorieren. Da ist es die Aufgabe des RL diese Pferde Korrektur zu reiten und dem Reitschüler zu helfen wenn er nicht klar kommt.

Die Anweisung "setz dich halt mal durch" ist ja wohl nicht wirklich sinnvoll. Dass du dich da hilflos fühlst kann ich vollkommen verstehen. Frag deine RL nochmal was du GENAU tun sollst. Kann sie dir nicht helfen bzw. gibt sie dir keine klaren Anweisungen würde ich mich an deiner Stelle nach einem anderen Betrieb umschauen, so wirst du Dich nämlich nicht verbessern können.

Evtl. sind auch Einzelstunden eine Option - aber auch nur dann wenn sie aus mehr wie "geh mal Schritt/Trab/Galopp" bestehen...

Du sagst, du kannst Schritt, Trab und GAlopp. Damit bist du aber noch lange keine fortgeschrittene Reiterin, sondern Anfängerin. Denn jetzt fängt das (lebenslange) Reitenlernen erst an.

Vermutlich ist Waldi ein etwas stures und starkes Pferd, das sind viele Haflinger übrigens. Zudem ist er ein Schulpferd. Der wird sich sagen: "Sag mir gefälligst, was du willst, aber bitte richtig. Sonst kannst du mich mal."

Der Satz der RL ist natürlich Blödsinn, wenn sie dir nicht erklären kann, was du machen sollst, beim Durchsetzen. Ist sie überhaupt eine gelernte RL oder eine HIlfskraft, die vom Verein abgestellt ist, die Anfänger zu bespaßen. Das ist billiger als einen Profi in die MItte zu stellen. Das machen viele Reitschulen, ist aber eigentlich Betrug am Kunden. Gerade Anfänger sollten einen sehr guten Unterricht bekommen.

Rede also mit der RL und lass dich nicht mit dummen Antworten abspeisen. Du solltest vielleicht auch mal eine Zeitlang ein einfacheres Pferd reiten, auf dem du die Hilfen lernen kannst.

Um Dir da die richtigen Tipps zu geben, müsste man Dich reiten sehen. Es gibt erfahrene Schulpferde, die in Anfängerstunden lieber den anderen Pferden hinterher rennen, als auf die noch sehr ungenauen, vielleicht zu zaghaften Hilfen des Reiters zu achten. Abhilfe gibt hier vielleicht erst einmal guter Einzelunterricht.

Ne, nicht zurück an die Longe.

Aber der einzig wirklich richtige Rat hilft dir möglicherweise  auch nicht viel weiter: wechsle die Reitschule!

Denn offensichtlich sind weder das Pferd noch die Reitlehrerin geeignet, jemand was beizubringen." setz dich durch", ohne genaue Anweisungen, wie das zu schaffen ist, ist eine Ausrede von inkompetenten Lehrern, die bloß irgendwas gesagt haben müssen.

Sowohl das Lenken als auch das Bremsen sind sehr komplexe Vorgänge. Vielleicht schaust du zu  beidem  mal hier unter ähnlichen Fragen die Antworten durch, oder besorgst  dir noch besser ein guter Buch zum Reitenlehrnen, mit dem du den Unterricht ergänzen kannst.

Kannst du, wenn im Alltag keine bessere Reitschule in der Nähe ist, vielleicht mal irgendwo einen Ferienkurs machen?

Oder sieh dir mal wenigstens you tube Videos an. Zum Beispiel aus der Reihe" reiten gut erklärt", da findet man aus den Lehrvideos zumindest kostenlose Ausschnitte im Internet.

Und verzweifle  nicht , es ist nicht deine Schuld! Und wenn auch langsam, aber du lernst es trotzdem. Jede Stunde Übung zählt, weil Du dich zumindest immer mehr im Sattel zuhause fühlst und dann, wenn der Zufall oder günstigere Umstände es ermöglichen, geht dir mal das eine oder andere Licht auf, so dass du immer wieder weiter kommst.😊

FelixFoxx hat bereits schon was gutes gesagt: Nimm wenn möglich Einzelstunden. Mit Pferden die den anderen in der Abteilung hinterher rennen lernst du einfach nicht richtig reiten. Ich will mal behaupten die Abteilung ist für den Anfang in Ordnung. Wenn man sich noch drauf konzentrieren muss dass man im Takt und aufm Pferd bleibt. Aber zum richtig reiten lernen (dass du dein Pferd auch in der Abteilung korrekt reiten kannst) brauchst du Einzelstunden oder Stunden zu zweit, wo man nicht hintereinander her reitet. 

Ist zwar teurer, aber du wirst merken es bringt dir was :)

Hi :) 

Dieses Problem hatte ich auch schon. Bei mir lag es am Sitz und auch will das Schulpferd seinen eigenen Kopf hatte. Bei uns wir die Aufgabe oft so, dass die Gruppe auf dem einen Zirkel war und eine Person, die die Aufgabe gerade reitet, auf dem anderen Zirkel. Ich sollte dann, nachdem ich meine Sitz verbessert hatte und es noch immer nicht so viel half, eine Gerte auf die äußere Seite nehmen und wenn mein Pferd dann zu den anderen ganze Bahn wollte, sollte ich gut mein äußeres Bein anlegen und auch LEICHT mit der Gerte die Schulter antippen. Das hat dann auch gut geklappt, und wenn jmd meint dass ich dem Pferd weh getan habe und es nur auf den Zirkel ging weil ich es geschlagen habe: nein, ich habe es lediglich angetippt, das kann nicht weh tun. 

Unterricht zu zweit wäre natürlich auch gut.

Vielleicht hilft dir das, Viel Glück! ;)

aus der Entfernung ist da schwer - aber mir hat es damal sehr geholfen, die Ideen eines leidensgefährten zu lesen UND eine Problemlösungen auszuprobieren:

Horst Sztern. So verdient man ich die Sporen

alte - ok,
aber immer noch gültig und gut !

viel Erfolg

p.s.

ich würde dir Einzelunterricht oder höchsten zu zweit empfehlen, dabei lassen sich Problem gut bearbeiten, viel besser als in der Gruppe....

Urlewas 07.08.2017, 16:37

Die Buchempfehlung ist bestimmt hilfreich. Aber ob man bei so einer inkompetenten Lehrerin mit Einzelunterricht mehr erreicht, als den Geldbeutel zu leeren? 

" setz dich durch" - was anders hat sie ja anscheinend nicht auf Lager. Egal, wie viel oder wie wenig Reitschüler sich in der Bahn befinden. Habe auch mal so eine Reitstunde miterlebt. So was ist eigentlich nichts, was man Unterricht nennen dürfte, sondern lediglich beaufsichtigtes autodidaktisches Lernen. 😕

Einzelunterricht wäre sicher prima. Wenn man denn ein brauchbares Pferd und ordentliche Anweisungen bekäme. 

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