Pferd hat Angst vor Wasser und springt drüber?

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8 Antworten

Hallo, 

das braucht viel Geduld und Vertrauen. 

Du kannst das Pferd auf jeden Fall ans Abspritzen gewöhnen. Aber ob das Pferd mit dir durch Bach etc. läuft kommt immer aufs Pferd und vor allem auf dich an. Nicht jedes Pferd mag das. Das sollte man dann auch akzeptieren. 

So wie du das angehst setzt du das Pferd ziemlich unter Druck. Du hast es am Strick, es gibt kein Entkommen und zwingst es über die Pfütze zugehen. Jede Möglichkeit zu flüchten unterbindest du. Damit bist du für das Pferd schon mal keine gute Bezugsperson. Das ist ein großer Vertrauensbruch. Das muss erst einmal wieder aufgebaut werden, ehe du da irgendwelche Erwartungen stellst. 

Dann kannst du das Pferd ans Wasser gewöhnen. Dabei sollte das Pferd die Möglichkeit haben sich zurückzuziehen und es braucht viel Zeit und Geduld. Lass es auf dem Platz oder Paddock laufen und spritze etwas mit dem Schlauch rum. Wenn das Pferd ruhig bleibt - loben. Viel mit positiver Bestärkung arbeiten. Gehe dann mal langsam mit Schlauch auf das Pferd zu, achte dabei auf die Signale des Pferdes und halte dich auch dran. So machst du es immer so weiter, bis du dem Pferd die Hufen etwas nass spritzen kannst, dann die Beine usw. 

Mit dem Selben Prinzip gehst du beim Fluss oder Bach vor. Pferd wird am Strick spazieren geführt. Dann nähert euch langsam dem Fluss. Immer wieder stehen bleiben und jeden Schritt näher an den Fluss ausgibig loben. Das steigert man Stück für Stück, bis sich das Pferd vielleicht ins Wasser traut. 

Das Pferd muss das alles nicht unbedingt innerhalb von einem Tag schaffen! Gib dem Tier Zeit! Es macht das schließlich nicht um dich zu ärgern, es hat Angst. 

Ich wünsche euch viel Erfolg! 

Mit freundlichen Grüßen

Vany Veggie

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Also, Fliegenspray ist relativ einfach, der Rest dauert länger...

Fliegenspray auf die Bürste sprühen und dann mit der Bürste auf das Fell auftragen. Dabei beim Einsprühen der Bürste immer näher an das Pferd herangehen. irgendwann läßt es auch das direkte besprühen zu. Insbesondere dann, wenn vorher "aus Versehen" neben der Bürste auch das Pferd schon mal etwas direkt abbekommen hat.

Die Sache mit dem Wasser ist etwas anderes. Es gibt Pferde, die können Wasser einfach nicht leiden und finden, daß Wasser der natürliche Feind eines Pferdes ist. Das tritt vorwiegend bei Pferden auf, die meinen sich selbst ständig beschützen zu müssen. Andere hingegen Baden und Schwimmen sehr gerne.

Pfützen sind in der Regel Schmutzwasser. Das Pferd kann den Grund nicht sehen und weiß nicht, wie tief das Loch darunter ist - eigentlich sehr schlau.

Daher sollte man es:

  1. Nach einem Regenguss
  2. durch möglichst klares Wasser

beginnen. Durch diese Pfütze öfter durchgehen, damit sie auch langsam trübe wird. so wird dem Pferd die Angst vor dem unsicheren Untergrund genommen.

Abspritzen habe ich mit meiner nie geübt - warum auch ??? Es gibt für mich keinen sinnvollen Grund ein Pferd abzuspritzen, denn:

  • Wasser ist als Kühlung ineffektiv, weil es kein Lanthin enthält (wie der normale Schweiß). Damit wird die Haut nicht richtig benetzt.
  • Hat das Pferd vorher geschwitzt, wäscht das Wasser nicht nur das Lanthin heraus, sondern damit auch noch das Hautfett, das dazu dient daß das Pferd bei Regen nicht bis auf die Haut nass wird.
  • Wasser wäscht das natürliche Hautantibiotikum (Dermcidin) von der Haut

Wenn D dein Pferd unbedingt waschen willst (es gibt Fälle, da habe ich das auch gemacht), dann versuche es mit einem Schwamm. Stelle den Eimer mit Wasser weit genug (ca. 3m) von dem Pferd entfernt hin, damit es sich von dem "bösen Wasser" nicht bedrängt fühlt.

LG Calimero

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Wie bei allem, was Pferde lernen sollen, ganz einfach:

Selbstverständlichkeit.

Einfach so tun als wäre es das normalste überhaupt. Dumm nur, dass die Pferde auch unser Unterbewusstsein lesen können, das eben nicht aussagt, dass es das normalste überhaupt ist, sondern das aussagt (über unsere Atmung, die Art und Weise, wie wir uns jetzt plötzlich bewegen, ...) "ach je, jetzt geht's dann gleich wieder nicht weiter". Daran müssen wir als Menschen arbeiten, dass wir selbst uns nicht widersprechen. Dann kriegen wir nahezu alles beim Pferd gelöst.

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Ich würde ganz langsam und behutsam versuchen ihm zu zeigen, dass Wasser nichts bedrohliches ist. Wie reagiert er denn auf seine eigene Tränke oder wenn du mit einem Wassereimer zum trinken auf ihn zukommt? Aus dem Wassereimer könntest du etwas Wasser auf deine Hand machen und ihn damit streicheln... Oder mit einem Lappen seine Beine nass machen. Oder ihn wenn ihr auf eine Pfütze zugeht irgendwie ablenken sodass er garnicht richtig mitbekommt wie er darein läuft (seitwärts reinlaufen lassen, Kopf mit einer Möhre in die entgegengesetzte Richtung halten). Und wenn er auch nur mit den Spitzen der vorderhufe oder so im Wasser ist loben.

Und mein Pony dass sich beim fliegenspray sofort aufregt streichel ich immer erst etwas über sie stelle wo ich hinsprühe und streichel ihn mit der freien Hand immer am Hals oder so während ich sprühe

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GuckLuck 28.07.2016, 22:29

Also bei einem Eimer wasser oder so schnuppert er und lässt ihn dann stehen egal wie viel Durst er hat. Aus der Tränke (so ein Ding an der Wand wo das Pferd seine Nase rein steckt und dann wasser in diese kleine Schüssel läuft) trinkt er dann auch nicht und auch auf der Koppel habe ich ihn noch nie trinken sehen xD also das macht er anscheinend nur heimlich.

Er hat aber aus der Pfütze an der wir heute geübt haben einmal getrunken. Er will nur nicht durch gehen

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Mach es auf jeden Fall langsam. Das fordert alles ganz fiel Vertrauen. Am besten spritzt du es erstmal nur mit ganz wenig Wasser ab. Das kannst du dann langsam steigern und das Pferd so daran gewöhnen. Es braucht aber alles wirklich viel Geduld.

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Meiner geht auch sehr ungern durch Pfützen etc. springt drüber. Also gehe ich auch nicht aussen rum, sondern stelle mich selbst in den Bach, gehe ständig durch Pfützen... siehe da, wenn er/sie dich als Leittier ansieht, wird er/sie dir durch Pfützen folgen. Hat bei meinem geklappt. Ich hab einfach probiert ihm Sicherheit zu geben, weil ich mir sicher war, dass ich durch diese Pfütze gehe. Es sollte natürlich ohne rucken und ziehen oder durch zwang passieren.  seitdem ich das so gemacht habe, findet er Pfützen und kleiner Bäche immer noch doof, aber er geht einfach durch. das ist auch ok, man muss es akzeptieren. Nur man sollte darauf achten, dass man nebeneinander irgendwann geht. sonst schickt er dich vor, nach dem motto: die pfütze frisst dich zu erst, nicht mich... ps.: versuch mal bei jeder Berühung mit Wasser zu clickern und den Moment als positiv zu markieren. man muss nur dann erstmal dem pferd beibringen, was das clicken bedeutet. (clicker-Training)

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Das Problem zu lösen ist ganz einfach, du musst einen Holzstab auf das Pferd mitnehmen wo am vorderen Ende an einem Seil eine Rübe befestigt ist und ihm das vors Gesicht halten, dann kannst du das Pferd damit über alles drüber locken. Hab ich mal in einer Dokumentation gesehen

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GuckLuck 28.07.2016, 21:44

Ja wahrscheinlich 😂😂😂 und selbst wenn würde er drüber SPRINGEN er soll aber durch LAUFEN

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Baroque 29.07.2016, 10:21
@GuckLuck

Ach, da würde ich es mit den Vielseitigkeitsreitern halten ... wie ich mal auf einem Seminar von Martin Plewa war, der sagte "meine Pferde müssen nicht ins Wasser gehen - wenn sie es schaffen, dürfen sie auch drüber springen".

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Rückwärts!!

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