Panik vor dem Autofahren - frustriert was tun?

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Das grosse Problem ist mittlerweile gar nicht mehr der böse Benziner! Dieses Vorurteil hält sich weil es früher Mal so war als Benziner gegenüber einem Diesel keine Drehzahlstabilisierung hatten und der Diesel im Verhältnis zum Benziner sehr viel mehr Hubraum hatte.

Zwar würgt man tendenziell einen Diesel immernoch nicht so schnell ab wie einen Benziner aber mittlerweile kenne ich sogar so einige Fahrzeuge die als Diesel schneller abgewürgt sind.

Das große Problem ist dass Fahrschulen ihre Fahrschüler inzwischen oftmals betrügen und sie um eine ordentliche Ausbildung bringen. Die glauben auch noch damit etwas gutes zu tun!

Es gibt elektronische Helferlein wie den Anfahrassistent und die Berganfahrhilfe. Zweifellos eine nette Spielerei die das Anfahren leicht machen kann. Wenn aber Fahrschulautos damit ausgestattet sind lernen Fahrschüler nie anzufahren (zumindest nicht damit). Ich nehme an dass Du auch auf eine solche Fahrschule reingefallen bist, mach Dir Nichts draus da gibt es hier gefühlt wöchentlich Jemanden mit genau diesem Problem (Einer wollte sich sogar kurzzeitig deshalb umbringen).

Zum Anfahren mußt Du nun mit dem linken Fuss den Schleifpunkt der Kupplung suchen und (sehr wichtig) den Fuss auf dieser Stellung halten. Nun musst Du mit dem rechten Fuß gaaaanz Sachte das Gaspedal betätigen (dabei ist es schwierig den linken Fuß nicht mitzubewegen). In einem Zusammenspiel der beiden Füße nun die Kupplung weiter kommen lassen und das Gas weiter betätigen. Da verbraucht man aber einige Zeit bis man dies soweit geübt hat dass man weder abwürgt noch den Motor laut hochdrehen lässt. Am Besten übst Du das Mal eine Weile in einem abgelegenen Gebiet bis Du das einigermassen hinbekommst.

Mit dem Berganfahren kommt das Problem dass das Auto rückwärts rollt wenn man den rechten Fuß von der Bremse nimmt um Gas zu geben. Damit man den rechten Fuß frei hat kommt die Feststellbremse (Handbremse) ins Spiel. Man betätigt die um ein Zurückrollen zu verhindern, gibt etwas Gas damit genügend Motorleistung zum Anfahren vorhanden ist, lässt die Kupplung etwas weiter kommen und wenn das Fahrzeug hinten einfedert lässt man die Handbremse los. Am Besten auch Mal einige zeit irgendwo Abgelegen üben.

Als Steigerung kommt dann noch rückwärts an einem Gefälle anfahren, aber auch das wirst Du mit der Zeit schon hinkriegen! An meiner Tochter sehe ich das nun auch, während sie anfangs fast schon Panik vor Steigungen hatte fährt sie da schon an ohne die Handbremse zu benutzen.

Vielen Dank :)!

0

Erging meiner Freundin ähnlich...

Sie hat auf einen Q3 TDI gelernt...

Das richtige anfahren, kuppeln, einparken und anfahren am Berg habe ich ihr anschließend mit meiner Bella, einem Alfa 147 1.6 TS mit ca 130PS von 2001 beigebracht...

Wird heutzutage bei den wenigsten Fahrschulen noch gelehrt, leider...

Ich hab's damals noch gelernt, da war mein Fahrlehrer zum Glück echt fies, aber ich hab's a so erst richtig gelernt und b es bis heute nicht verlernt 😉

0
@RefaUlm

Ich, bzw meine Tochter, hatte da das Glück durch diese Community von diesem Umstand zu wissen. Meine Tochter wollte ihren Führerschein eigentlich bei einer gewissen Fahrschule machen weil ehemalige Klassenkameraden dort waren. Wir gingen hin, ich fragte geziehlt ob die Fahrschulwägen mit Anfahrassistent und/oder Berganfahrhilfe ausgestattet sind, die Mitarbeiterin erkundigte sich und sagte mir in einem strahlenen Lächeln: "Ja, sind sie, bei uns lernt man Anfahren ganz leicht".

Zur beinahigen Entrüstung meiner Tochter und Unverständnis dieser Mitarbeiterin entgegnete ich dass ich aber möchte dass wirklich das Anfahren beigebracht wird, wir uns deshalb eine andere Fahrschule suchen und wir gingen.

Meine Tochter machte ihren Führerschein schließlich bei einer kleinen Fahrschule die das mit den elektronischen Helferlein ähnlich sieht wie ich, sogar näher zu uns gelegen. Mittlerweile ist sie froh darüber weil sie mitbekommen hat welche Verzweiflung ihre ehemaligen Klassenkameraden später mit ihren Autos hatten und während meine Tochter mittlerweile auch an Steigungen meist ohne Handbremse losfahren kann kommen ihre Kollegen noch heute nicht richtig klar damit.

0

Du könntest Deinen Fahrlehrer fragen, ob er mit Dir in Deinem Auto erst auf einem sicheren Gelände und dann in der Praxis noch mal eine paar Stunden üben würde (gegen Bezahlung). Er kann Dir sicher Tipps geben. 

Alternativ einen Freund fragen, ob der das macht, der hat aber evtl. nicht den "beruhigenden" Einfluss wie der Fahrlehrer.

Fahr einfach mal ne Woche lang durch die Gegend damit du dich dran gewöhnst, nich unbedingt im Berufsverkehr versteht sich.

Ich bin damals nach dem Lappen machen auch direkt mit nem Benziner losgedackelt, inner Fahrschule gabs bei mir auch nur nen Diesel. Beim anfahren brauchste einfach nur etwas Gas zu geben und schon tuckerste los, am anfang wirste sicher noch das ein oder andere mal mit quietschenden Reifen anfahren aber das is normal. Das Feintuning mit dem Fuß kommt mit der Zeit automatisch, jeder von uns musste das erst lernen mit der Zeit.

Wenn wer hupt lass ihn ruhig, er wird nix ändern können und muss eh warten. Lass dich dadurch dann nich verrückt machen sondern nehm dir Zeit, notfalls kannste auch mit schleifender Kupplung anfahren aber empfehlenswert isses nicht.

Jedes Auto reagiert auch anders, gerad was die Kupplung angeht. Später wird dir aber selbst das nix mehr ausmachen, dann fährste selbst nen Diesel genauso an wie nen Benziner.

Am Berg anfahren sollte man aber mal gelernt haben inner Fahrschule... Die setzen wirklich mittlerweile alles an technischen Schnickschnack im Auto vorraus, dass is realiätsfremd ohne ende!

Was möchtest Du wissen?