Macht den Tieren das "Paaren" auch Spaß, wie dem Menschen, oder machen sie es nur, um sich fortzupflanzen?

13 Antworten

Der Trieb ist nur Anstoß, es muss Spaß machen, obwohl auch ich oft das Gefühl habe dass die weiblichen Tiere das nicht so sehen. ( Bei Katzen z.B.)

Ob sie ihren spaß haben weiß ich nicht aber ich glaube nur achweine machen es aus spaß andere tiere nur um sich fortzupflanzen aber bin nicht ganz sicher:)

Da stellst Du die Dinge völlig auf den Kopf.

Tiere tun, was ihnen Spaß macht. Kein Tier paart sich, "um sich fortzupflanzen". Woher sollen Tiere ohne Grundschul-Biologie-Unterricht etwas erfahren über den Zusammenhang von Paarung und Fortpflanzung? Die Entdeckung der biologischen Vaterschaft dürfte selbst für frühe Naturvölker eine außerordentliche kulturelle Zäsur dargestellt haben, mit Entwicklung des Patriarchats und der sozialen Erbfolge.

Beispiel Schimpansen: Man hat Schimpansen-Horden beobachtet, die regelrechte Adelskasten bilden mit klaren Vorrechten aufgrund ihrer biologischen Abstammung. Dabei gilt natürlich nur die weibliche Abstammungsline, von Vaterschaft können die primuskitiv lebenden Tiere ja nichts wissen. Interessant ist hier die Beobachtung, dass fast alle jungen "Edelmänner" ihre Horde verlassen, weil sie dort wenig Paarungschancen haben. Die Mädchen sind nur scharf auf Jungs, die sich aus eigener Kraft nach oben geprügelt haben und nicht schon als Pascha geboren wurden. Ist der Edelmann emigriert, verliert er seine Adelsprivilegien, weil er keinen Pass und keine Geburtsurkunde mit sich herum trägt. In seiner neuen Horde ist er zunächst ein namenloser "Underdog", der sich erst in der Hierarchie nach oben boxen muss mit Kraft, Mut und Ehrgeiz. Und genau auf solche Typen aus der Fremde sind die Mädels scharf. Diese tierische Kultur hat in der Evolution den Vorteil, dass unter den Affenhorden die Samen oft ausgetauscht werden. Gedanken machen sich die Tiere darüber bestimmt nicht bei ihrem Vergnügen.

Ach, es gibt soooooo viele Tierarten, und sooooo viele unterschiedliche Arten der Fortpflanzung.

Es gibt empfindungsfähige Tiere, und welche, die nichts empfinden. Es gibt intelligente Tiere, und reine Verdauungs- und Fortpflanzungs-"Maschinen'". Es gibt Einzelgänger und Tiere, die in sozialen Gemeinschaften leben. Es gibt Tiere, die sich selbst erkennen können, und andere, die ihr Spiegelbild für einen Konkurrenten halten. Es gibt Tiere, die beide Geschlechter in sich vereinen. Tiere, die das Geschlecht wechseln können. Tiere, deren Eier außerhalb des Körpers befruchtet werden. Es gibt sogar eine Tierart, wo das Männchen den Nachwuchs austrägt.

Sprich: Es kommt drauf an.

Tiere die dem Menschen relativ "ähnlich" sind (intelligente, soziale Säugetiere mit der Fähigkeit zur Selbsterkenntnis), haben auch ein lustvolles Sexualleben (z.B. Menschenaffen oder Delfine). Hier dient der Sex nicht nur der Fortpflanzung, sondern auch dem Schaffen und der Pflege der sozialen Beziehungen innerhalb der Gruppe.

Und es gibt nicht nur Tiere, denen es keinen "Spaß" macht, es gibt auch Tiere, die nur dazu leben, sich fortzupflanzen, um dann zu sterben (Ameisenmännchen, oder auch Spinnen, wo das Männchen auf dem Speiseplan des Weibchens steht).

Generell kann man sagen: Säugetiere haben eher lustvollen Sex als der Rest.

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