Ost-Berlin - DDR?

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Ostberlin war DDR. Das nannte sich seit den 60ern im offiziellen Jargon "Berlin Hauptstadt der DDR". Und nein, ein Visum brauchte man nicht. Selbst nicht in die BRD und nach Berlin West. Da brauchte man als DDR-Bürger eine Ausreisegenehmigung seitens der DDR.

Die Antwort ist leider nicht richtig (auf die Frage bezogen), da es sehr wohl Kontrollen (bis 1977) gab, von DDR nach Ost-Berlin - wie zumindest weiter unten richtig geschrieben.
Leider erscheint die Antwort trotzdem als oberste und "hilfreichste", da sie ein weiterer (unwissender) als solche gekennzeichnet hat - dummes System hier...

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Der Witz an der Sache besteht darin, dass Ostberlin völkerrechtlich gesehen nicht einmal in der DDR lag. Ganz Berlin unterlag nämlich dem Vier-Mächte-Status, weshalb der westliche Teil auch nicht zur Bundesrepublik gehörte. Die Westberliner Bundestagsabgeordneten hatten deshalb kein Stimmrecht, sondern lediglich repräsentative Funktion. Die DDR hat das allerdings nicht gestört, sie haben den östlichen Teil Berlins sogar als "Hauptstadt der DDR" bezeichnet.

… und haben das Stadtgebiet von Berlin (Ost) erweitert um die Stadtbezirke Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen. Das war laut Vier-Mächte-Status nicht möglich.

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Bis 1977 gab es tatsächlich Kontrollen an der Grenze zwischen Ost-Berlin und der DDR, ein Visum war für DDR-Bürger und Ost-Berliner aber nicht nötig.

Berlin stand bis 1990 offiziell unter Kontrolle der Alliierten und hatte damit einen Sonderstatus, der aber von den verschiedenen Seiten unterschiedlich ausgelegt wurde.

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