Mutter in Esoterik-Falle?

6 Antworten

Alle bislang Antwortenden haben Dir vernünftige Antworten gegeben, liebe KimieRailie,

deshalb möchte ich nur Folgendes ergänzen:

Du kannst ja mal versuchen, dem Heiler auf den Zahn zu fühlen und zu ihm gehen - am besten nicht alleine, sondern mit einer dritten Person Deines Vertrauens. - Du kannst ja wahrheitsgemäß sagen, dass Deine Mutter Dir empfohlen hat, zu ihm zu gehen

Du kannst das Gespräch mit ihm in 2 Phasen teilen

I. Phase (verdeckt): Du fragst ihn um Rat und Hilfe und was er Dir denn so empfehlen würde (so kommst Du am ehesten drauf, was er für Dinge anstellt, wie er vorgeht, was Dir selbst als problematisch auffällt)

II. Phase (offen): Du sagst ihm klipp und klar, dass und warum Du Dir große Sorgen um Deine Mutter machst und dass dies erst der Fall ist, seitdem sie bei ihm ist.

Je nachdem was er sagt und wie er reagiert, kannst Du (mithilfe Deiner/s Begleiter(in) - am ehesten rauskriegen, wie der Hase läuft...

Viel Glück!

Hätte von mir sein können. Wars aber nicht. :-)

Da war meine Brille etwas zu eng.

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Das Problem ist, dass er nur solche "Sitzungen" für einzelne macht, wärend der nächste Patient woanderst wartet. Und man muss 70€ im voraus Zahlen damit man überhaupt hin darf.. Wäre es einfacher dann wäre das aber ein guter Tipp. Danke trotzdem.

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Weshalb nur geht Ihr zwei eigentlich davon aus, dass die Fragestellerin auch nur im Ansatz vollständig mitteilt, was wirklich los ist und kapriziert Euch auf den Heiler, ohne auch nur im Mindesten einmal den Kontext der Frage zu beachten?      

Es gibt in der Esoterik keinen Gott der Energien und der Liebe. Als Heiler könnten deshalb de facto sogar Atheisten auftreten. So geht es los, und eine derartig schräge Mischung von einem Gott aus Energien und Liebe kann sich eigentlich nur jemand so ausdenken bzw. falsch wiedergeben, der von Esoterik Null Ahnung hat, stattdessen aber ein fixiertes gottgläubiges Weltbild hat.  

Ganz abgesehen von der völlig irren Konstellation, dass die Tochter, also die Fragestellerin, ganz offenkundig einer fundamentalevangelikalen Glaubensrichtung des Christentums anhängt, während die Mutter scheinbar das einzig Vernünftige tut: nämlich sich daraus zu befreien.   

Jeder evangelikale Fundamentalist wird ohne nähere Kenntnis der Umstände sagen, dass die Mutter allein durch den Versuch, sich vom Glauben loszusagen, krank und fehlgeleitet würde. Dazu beachte man bitte auch mal auf den Tag "Satan". Der Satan in Gestalt eines Heilers, der einen Gott aus Energien und Liebe anbeten soll. Absurder ins Groteske übertrieben geht's nimmer.

Wer sich je ernsthaft mit dem Ausstieg aus fundamentalistisch sektiererischen Glaubensgruppierungen befasst hat, weiß, was dies für die Nerven der Betroffenen heißt. Nämlich über kurz oder lang auch Trennung von der Familie. Könnte ja eine durchaus naheliegende Erklärung für das Verhalten der Mutter sein. Es gibt weitaus nützlichere Hilfestellungen in diesem Fall, als ausgerechnet den Heiler zu kriminalisieren und die Mutter zu psychiatrisieren. Manchmal laufen sogar die Hasen einfach nur geradeaus und zack durch die Mitte.  

Mann, mann ....

von Realisten und erklärten Nicht-Esoterikern erwarte ich eigentlich immer mehr als Schnellschüsse. Nicht böse gemeint aber ernst!

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@holodeck

Wenn ich von etwas anderem ausgehen MÜSSTE, um mich der Realität zu nähern, ist der Fragestellerin von hier aus sowieso nicht zu helfen. Also gehe ich davon aus, dass die von ihr geschilderte Situation ungefähr so ist wie beschrieben. Meine eigene Antwort würde da übrigens auch Licht ins Dunkel bringen; wenn man über den Heiler nichts Böses findet, relativiert sich das Ganze doch erheblich - vielleicht ja auch in den Augen der Fragestellerin.

Dass diese der "fundamentalevangelikalen Glaubensrichtung des Christentums anhängt", schließt Du allein aus dem Tag "Satan", wobei der Tag noch nichtmal zweifelsfrei von ihr gesetzt wurde, und der Anmerkung "nachdem ich in der Gemeinde war"? Das finde ich etwas gewagt.

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@DottorePsycho

Nein. Der Tag "Satan" im Zusammenhang mit "Gemeindebesuch" legte nur die Grundlage für den Anfangsverdacht . Die Ausgangshypothese quasi. Diese konnte via Profilbesuch auch schnell bestätigt werden.  
   

Es grüßt Sherlock ;-))   

(Bin einfach schon zu lange auf GF und kenne mittlerweile die magenkranken Pferde vor diversesten Apotheken.)

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@holodeck

schließe mich da Dottore Psycho an, lieber holodeck: Wenn nix Schlimmes am Heiler ist, könnte KimieRailli es durch Befolgung meines Tipps rauskriegen.

Aber natürlich kannst auch Du viel richtiger liegen als wir...

Nur vermisse ich Deine Empfehlung an KimieRailli....

(oder meinst Du, dass ihr nicht zu helfen ist...;)

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@ArbeitsFreude

Wenn nix Schlimmes am Heiler ist

Was, @Arbeitsfreude, sollte Schlimmes an einem Heiler sein? Es handelt sich bei Heilern doch nicht um böse Hexen im Märchenwald.

Ich kenne ungefähr drei. Einer davon arbeitet sogar selbstausbeuterisch mit Null Euro Honorar. Aus reiner Nächstenliebe sowie der in Zeiten ohne Bedingungsloses Grundeinkommen irgendwie doch schrullig anmutenden Idee, wer "von oben" (was immer das sein soll) mit der Gabe des Heilens ausgestattet sei, habe diese ohne Gegenleistung unter das Volk zu bringen. Der Mann wird sogar von den Ärzten in seiner Umgebung empfohlen und kann sich über mangelnden Zulauf ganz gewiss nicht beklagen.   


oder meinst Du, dass ihr nicht zu helfen ist...

In der Tat. Jedenfalls nicht von mir.     
Nach endlosen Debatten, die sich auf GF gefühlt über Jahre hinweg  erstreckten, habe ich es aufgegeben, Fundamentalreligiösen zu raten oder auch nur ansatzweise den Versuch zu unternehmen, in einen weltbildabgleichenden Dialog zu treten; zumal Logik und Rationalität hier in der Regel fehl am Platze sind, denn Glaube ist ein rein emotionales Geschehen, hinter dem diverse Werte und Vermeidungsstrategien stecken.

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Schwierig. Falls bei deiner Mutter eine wahnhafte Denkstörung vorliegt (was ich annehme, und was eigentlich immer bei Esoterikopfern der Fall ist), könnte eine psychiatrische Behandlung helfen. Dazu müsste sie aber zur Therapie motiviert werden. Was schwer ist, solange keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt.

Trotzdem: rufe am besten mal beim Sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt an, dort kann man dir weitere Infos geben. Den SozPsyD findest du über deine Stadtverwaltung und deren Sammelrufnummer, wenn du ihn nicht im Telefonbuch findest.

Wahrscheinlich ist Deine Mutter nicht sein einziges Opfer. Also erkundige Dich über diesen Heiler und über weitere Opfer. Günstig wäre auch, wenn Du rausfinden könntest, inwieweit Geld hier eine Rolle spielt. Dann zum Anwalt. Dann ggfls. Anzeige wegen Betrugs - vielleicht sogar gemeinsam mit anderen Opfern oder deren Angehörigen.

Alternativ könnte ein sehr deutliches "Gespräch" mit dem Heiler helfen. Bitte innerhalb der Legalität!

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