Muss man sich vor der Gemeinde taufen lassen? Fragen zur Taufe!

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Also im Normalfall ist es kein Problem, in den Gottesdienst zu gehen wenn du nicht die Erwachsenentaufe machen willst. Du musst also auch kein Mitglied sein, um den Gottesdienst zu besuchen

Du hast halt vermutlich Nachteile im Einbringen der Gemeinde. Sprich, du kannst dich nicht aktiv an allen Versammlungen beteiligen, wenn z. B. über das Budget abgestimmt wird oder sowas. Je nach dem kannst du auch nicht in allen Bereichen mithelfen.

Aber das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt. Frag doch einfach den Gemeindeleiter!

Ich bin in "meine" Gemeinde gegangen und habe erst später die Erwachsenentaufe empfangen. Und zwar, weil ICH das wollte, und nicht weil jemand anders das für richtig empfand. Das war vor über zwei Jahren. Mittlerweile stehe ich kurz vor der Aufnahme als Mitglied, weil ich noch Zeit brauchte um zu wissen ob das die richtige Gemeinde für mich ist. Mithelfen dort, wo es mich interessiert, durfte ich aber auch jetzt schon. Ich bin auch Mitglied in einer Kleingruppe.

Ach ja, und wegen dem dass du eine Taufe vor der Gemeinde als unangehnem empfindest: Mit der Zeit kann sich das ja noch ändern. Wenn du die Leute alle etwas besser kennst.

Ich fand meine Erwachsenentaufe voll der Oberhammer. Es hat mich überhaupt nicht gestört dass so viele Menschen dabei waren. Denn es waren auch die Menschen dabei, die mich im Glauben unterstützen und die mir wichtig sind. Aber ich musste nicht "Zeugnis ablegen", wie du es so schön beschreibst. Habe ich zwar trotzdem gemacht, aber auf andere Art und nicht direkt bei der Feier :-)

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Danke für den Stern - es freut mich dass ich dir helfen konnte!

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Die Taufe sollte dann stattfinden, wenn man sein bisheriges Leben zutiefst verabscheut (Hiob 42,6; Apg.22,16).

Wenn man sich vor Zuschauern scheut, ist der richtige "Glaube" noch nicht erreicht (Mt.3,5-6).

Durch die Taufe wird man zum "gezeugten Kind Gottes" ((Apg.22,16; 1.Kor.4,15).

Das macht jede Freikirche unterschiedlich. Ich bin auch schon mal 2 Jahre in eine Freikirche gegangen und brauchte mich nicht erneut taufen lassen, denn das hatte ich ja schon in einer Lutherischen Gemeinde bei vollem Bewusstsein entschieden, weil Eltern sich ja nicht interessierten für die Kirche. Im Gegenteil, die Freikirchen-Mitglieder waren ganz locker drauf, was das Thema Taufe betrifft aber dafür streng, was das Thema Sünden betrifft. In meiner Nähe mögen die keine wilde Beziehung oder Minderheiten wie ABDL, weil es für die eine Sünde ist. Sie sind der Ansicht, dass Gott die Sünden erst vergibt, wenn man sie abgeschlossen und geheiratet hat, dabei darf man bei denen üblicherweise keinen geschiedenen Mann heiraten, dementsprechend habe die mir erzählt, dass man beim Begehen von Sünden nicht am Abendmal teilnehmen dürfte!

Als ich das meiner Therapeutin erzählte, war sie der Meinung, dass deren Regeln völliger Käse sei und Gott auch einen annimmt, auch wenn man eine wilde Beziehung führt, einen geschiedenen Mann heiratet oder zu einer Minderheit gehört.

Ich finde es immer wieder befremdend, wenn man einMitglied einer Gemeinde werden muß, wenn man sich bekehrt hat. In dem Moment wo der Herr mir neue Leben geschenkt hat und ich mich bekehren durfte, bin ich ein "(Mit)glied" der Versammlung Christi (Ist denn der Leib Christi zeiteilt?) Mitgliedschaften gehören leider zu den Spaltungen des Christentums, entstanden durch menschlichen Eigenwillen. Ich gehe auch in eine christliche Gemeinschaft , schon fast 30 Jahren, aber ich bin dort kein Mitglied, sondern eine Schwester im Herrn, die zum Leib Christi gehört. Das sind alle wahren Christen.

Und zur Taufe...wenn du deine Taufe für dich anerkennst, dann ist das völlig ok.Auch hier, wie bei der Forderung einer Mitgliedschaft, wirst du keine Stelle in der Heiligen Schrift finden, die damit übereinstimmt.

Hier ein Artikel dazu http://www.soundwords.de/artikel.asp?id=8449

Nach meiner persönlichen Erfahrung würde ich jetzt noch warten und darüber beten, damit du vom Herrn Klarheit bekommst. Mir scheint, wenn jemand im Unklaren ist, dann sollte man sich nicht in die Ecke drängen lassen. Bei mir gehen immer sämtliche Alarmglocken an, wenn ich Aussagen von Christen höre, die sich nicht biblisch decken. Du gehst deshalb nicht verloren - Da letzte Wort sollte immer der Herr haben! Wenn du wirklich auf Gott hoffst, dann wird das was:-)

Gut ausgeführt. Eine Taufe ist nicht gebunden an eine Mitgliedschaft. Nicht vor dem Herrn. Leider ist es Sitte geworden, man sollte sich aber nicht davon beeinflussen lassen. Eine gute Freundin von mir rief einen Pastor an und sagte, sie wolle sich unbedingt taufen lassen, es gehe ihr um die Beziehung zu Jesus, mit dem sie schon lange lebt. Sie konnte aber aufgrund der Entfernung nicht in diese Gemeinde wechseln. Sie drang darauf. Der Pastor taufte sie. Die ev. Kirche konnte sie nicht taufen, denn würde ein Pfarrer das tun, würde er fliegen. Schließlich hatte sie schon die Kindertaufe. Wer sich seines Glaubens sicher ist, der findet einen biblischen Weg, denn der Herr ist treu.

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Nein muss man nicht! - Wer aber das Bedürfnis hat sich einer "Glaubenstaufe" zu unterziehen, tut dies in aller Regel gern und freiwillig vor seiner Gemeinde. Schließlich soll dies ein Freudentag nicht nur für den Täufling, sondern auch für die Gemeinschaft sein. Hat der Täufling damit Probleme ist dies bestenfalls durch Komplexe psychischer Art entschuldbar.

Wenn du mit einer Gemeinde verkehrst, welche trotz erfolgter "Kindertaufe" auf eine nochmalige Taufe besteht, als Voraussetzung für die Mitgliedschaft, dann würde ich mir einen Beitritt sehr überlegen. Normalerweise genügt ein Glaubensgespräch und dabei die überzeugende Darlegung deines richtigen christlichen Verständnisses und Glaubens.

Als Nichtmitglied oder "Gast" hast du das Glaubensleben der Gemeinde betreffend keinen Nachteil. Du darfst lediglich nicht mitentscheiden, wenn es um Verwaltungsangelegenheiten geht - Anschaffungen, Personalentscheidungen, Gemeindeprogramme usw. Das dürfen verständlicherweise nur eingetragene Mitglieder, welche auch die Verantwortung und die Haftung dieser sich meist im "Vereinsstatus" befindlichen Kirchengemeinden mittragen.

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