Da es schon geschimmelt ist, kannst du das nicht mehr wirklich retten. Wenn du deinem Körper, deiner Haut, nicht schaden willst, dann wirf es bitte weg. Auch wenn du den Schimmel abkratzt, der kann trotzdem noch im Puder selbst drin sein.

Ich fände es eklig und würde mir das nicht mehr auf die Haut machen.

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Ja, das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich glaube nicht, dass ich sie wirklich zufriedenstellend beantworten kann.

Grundsätzlich sind Menschen böse, weil es Sünde in der Welt gibt - laut der Bibel durch den sog. Sündenfall, als Adam und Eva anstatt auf Gott auf den Teufel, verkörpert durch eine Schlange hörten und ihre erste falsche und folgenschwere Entscheidung trafen.

Wenn Menschen sich entscheiden, nicht auf Gott zu hören und sich ihm nicht unterzuordnen - absichtlich oder unwissentlich - dann passieren, grob zusammengefasst so schlimme Dinge. Ich denke, dass auch der Teufel eine gewisse Macht hat und die übt er natürlich auch aus. Gott lässt es zu, weil wir nicht mehr oder noch nicht im Paradies sind. Wer sich ihm aber zuwendet, baut damit das Reich Gottes in dieser Welt, wo es anders (besser) ist.

Eines Tages wird Jesus Christus wiederkommen. Dann werden sich die bösen Menschen verantworten müssen und sie werden gerichtet werden. Dann wird es kein Leid, keinen Schmerz mehr geben für die Menschen, welche zu Gott gehören.

Das hilft mir durchzuhalten und ob dem Leid dieser Welt nicht zu verzweifeln.

Ausserdem vertraue ich Gott. Ich muss nicht alle seine Entscheidungen verstehen. Und vielleicht hilft dir auch meine Antwort auf eine ähnliche Frage weiter.

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Die Frage im Titel würde ich klar mit Ja beantworten. Was den Teil im Text betrifft: Möglicherweise, vermutlich. Im Neuen Testament, vor allem in den Evangelien, ist von Dämonen die Rede und sie kommen da alles andere als gut weg: Jesus Christus vertreibt sie, weil sie Menschen leiden lassen.

Für mich sind Dämonen beispielsweise verantwortlich für irrationale Ängste und Zwänge: Dass man Angst im Dunkeln hat, sich beobachtet fühlt obwohl da niemand ist, Emetophobie und all sowas. Auch wenn man immer wieder an peinliche Erlebnisse von früher denkt und sich deshalb schlecht fühlt. Das sorgt alles dafür, dass man nicht in der Freiheit leben kann, die Jesus Christus eigentlich für jeden Menschen gebracht hat.

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Achte doch mal darauf, ob wirklich gehatet wird, oder ob kritisiert / aufgeklärt wird. Das ist für mich ein Unterschied.

Ersteres geht gegen den Menschen persönlich, das andere halte ich für berechtigt, wenn man der Meinung ist, dass der andere auf dem komplett falschen Weg ist.

Vermutlich ist die Grenze zwischen dem einen und dem anderen manchmal dünn, oder man fühlt sich angegriffen, auch wenn es nicht so gemeint ist, weil nicht jeder Mensch mit Kritik umgehen kann.

Ich persönlich respektiere Menschen anderen Glaubens, aber ich halte trotzdem das Christentum für den einzig richtigen Weg.

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Einen Teil dazu kannst du in dieser Antwort nachlesen. Dazu als Ergänzung:

Ich hatte auch schon "Gotteserlebnisse", also dass Gott direkt zu mir gesprochen hat, sich mir persönlich bewiesen hat. Das und zu erkennen, dass Jesus Christus auch für mich persönlich gestorben ist (einer der wichtigsten Glaubensinhalte im Christentum) hat dazu geführt, dass ich schlussendlich gar nicht anders konnte als an Gott zu glauben, so wie ich es heute tue.

Und ich habe in den letzten über 10 Jahren immer wieder Sachen mit Gott erlebt, die mich daran festhalten lassen, mein Vertrauen in ihn gestärkt haben.

Der christliche Glaube bietet mir eine Hoffnung und eine Perspektive über das sichtbare Leben auf dieser Erde hinaus. Es beantwortet mir die berühmt-berüchtigte Sinnfrage. Durch Jesus Christus habe ich einen Wert und eine Würde.

Ausserdem, nach meiner Meinung, wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, dann ist alles, was hier auf dieser Welt passiert, irgendwie sinnlos. Wir tun Gutes - und sterben. Die Menschen, denen wir Gutes tun, sterben auch. Die Erde wird sich irgendwann davon erholen, dass wir ihre Natur kaputt machen. Warum also sich noch für etwas einsetzen, wenn es doch sowieso der Verderblichkeit preisgegeben ist? Das macht für mich nur Sinn, wenn es noch etwas "danach" gibt und eine höhere Macht.

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Zu meinem christlichen Hintergrund: Ich bin Teil einer Freikirche. Näheres zu meinem Hintergrund kannst du hier nachlesen.

Ich bin davon überzeugt, dass es Wunder und persönliche Gotteserfahrungen gibt. Letzteres habe ich auch schon mehrmals erlebt. Ausserhalb des freikirchlichen Umfelds stoße ich damit aber eher auf Unverständnis und Unglauben. Wobei es mir da auch nicht darum geht, Gotteserlebnisse zu beweisen. Ähnliches gilt auch für Wunder. Ich kann andere Menschen nicht zwingen, daran zu glauben.

In meiner Kirchengemeinde lassen immer wieder Menschen für sich beten für etwas und erfahren körperliche Heilung - wenn auch nicht immer.

Aber du beziehst deine Frage ja anscheinend auch bzw. eher auf die katholische Kirche. Da bin ich mir teilweise nicht sicher. Gott sorgt für Wunder, damit er geehrt wird, und das erlebe ich dort eher weniger. Da geht es dann ja (meines Wissens) eher um Heiligsprechungen - also um die Ehrung eines Menschens, anstatt um Gott.

Ich will mich aber nicht darüber auslassen, wodurch diese (noch) nicht wissenschaftliche erklärbaren Ereignisse tatsächlich verursacht werden. Ich will nicht alles auf den Teufel schieben, der nach meinem Glauben durchaus auch eine gewisse Macht hat.

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Ich habe tatsächlich fast meine ganzen privaten Kontakte im christlichen Umfeld.

Das hat sich mit der Zeit so ergeben und hat auch damit zu tun, dass ich in meiner Kirchengemeinde angestellt bin sowie sich meine Hobbys (Freiwilligenarbeit) ebenfalls auf kirchliche Arbeit verlagert haben. (Was auch damit zu tun hat, dass ich andere Hobbys momentan schwer finanzieren kann und ich unregelmässig arbeite, was regelmässige Teilnahme an irgendwas ebenfalls schwer macht).

Das wird sich aber auch wieder ändern und ist gut so.

Lange war es auch so, dass es mir gut getan hat, hauptsächlich unter Christen zu sein. Es hat mich ein Stück weit heil gemacht und ich musste meine Glaubensausrichtung nicht ständig erklären und rechtfertigen.

weil ihr als Christen befürchtet, dass schlechte Gesellschaft euch vom Glauben abbringen

Hat ein bisschen was wahres dran. Aber nach meiner Erfahrung betrifft das eher Menschen, die (noch) nicht so fest im Glauben sind (siehe mein Satz eins weiter oben.)

Aber es kommt auch darauf an, was man unter "schlechter Gesellschaft" versteht. Ich würde mich nicht (mehr) näher auf Menschen einlassen, die nur in Discos gehen, sich zulaufen lassen, One Night Stands brauchen und um die Welt jetten wollen. Wobei solche Menschen wohl sowieso mit mir nichts anfangen könnten.

Wie ist der Umgang mit Freunden, Verwandten und sonstigen Kontaktpersonen, die andere Ansichten haben?

Unterschiedlich. Manchen ist das suspekt und blenden das vollkommen aus. Andere stellen Fragen, ähnlich wie hier auf GF. Und mein Glaube ist für mich zwar etwas, das mein Leben bestimmt, aber ich muss nicht in jedem Satz davon reden. Und doch bleibt es manchmal nicht aus, dass ich meine Ansicht kundtue - so wie andere sich dann halt auf ihr Sternzeichen oder irgend einen YT-Coach beziehen.

Der Glaube spielt dann halt eine Rolle in meinem grundsätzlichen Umgang mit Menschen.

Versucht ihr vielleicht sogar, zu missionieren?

Nicht im klassischen Sinne, aber insofern als dass ich eben Rede und Antwort stehen will und vor allem, indem ich durch mein Leben zeige, dass es sich lohnt Gott zu vertrauen. Da erlebe ich momentan auch genügend. 😀

Befürchtest du als Christ, dass sie in die Hölle kommen, und wie gehst du damit um?

Ja, das Thema verdränge ich etwas. Und beziehe da auch noch viele andere Faktoren mit ein (dass Gott besser als ich weiss, wer zu ihm gehört, dass ich auch Zeit benötigt habe um mich Gott bewusst zuzuwenden und dass ich vielleicht noch Möglichkeit habe, Klartext zu reden).

Wie würdest du die Bibelstelle 2. Korinther 6:14 interpretieren?

Das habe ich oben schon ein bisschen beantwortet. Mir ist vor allem wichtig, dass ich keine Liebesbeziehung zu einem Mann eingehe, der meinen Glauben nicht teilt.

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Ich bin ja katholisch aufgewachsen und habe schon immer irgendwie an Gott geglaubt. Auch in der Zeit, als ich als Erwachsene in ein nicht vom Christentum geprägtes Umfeld gekommen bin.

In der Zeit habe ich eine Freundin kennen gelernt, welche in eine Freikirche ging. Dort habe ich festgestellt, dass es "sowas" auch gibt und ich habe auch gemerkt, dass die Leute und der Glauben dort anders waren als das was ich kannte (im positiven Sinne). Sie hat mit mir dann auch "Bekehrungsgespräche" geführt, die haben mich aber eher abgeschreckt und ich habe es auch nicht verstanden.

Dann hatte ich eine Lebenskrise und ich habe gemerkt, um es biblisch auszudrücken, dass ich mein Leben auf Sand gebaut hatte. Ich habe gemerkt, dass ich Hilfe bei der Bewältigung meiner Probleme benötige und dass dies nur mit Gott funktionieren kann.

Daraufhin habe ich mich an eine Freikirche gewandt und nach Seelsorge gefragt. Und ich habe angefangen, in diese Kirche und einen dazugehörigen Hauskreis zu gehen. Ich habe mich aber nicht bekehrt - ich war irgendwie blockiert. Trotzdem ging mein Leben wieder aufwärts. Ich habe dann eigentlich so gelebt, wie man als "bekehrter freikirchlicher Christ" lebt.

Dann hatte ich die Möglichkeit, einen Alphakurs zu besuchen. Dort habe ich mich dann tatsächlich bekehrt. 😀 Das Witzige an der Sache ist, dass der Kurs von der katholischen Kirche organisiert war.

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Theismus

Auch wenn ich vom Christentum zu 100 % überzeugt bin: Ich kann niemanden von meinem Glauben überzeugen. Jeder Mensch muss selbst entscheiden, worauf er sein Leben ausrichtet. Da jeder die Sachlage anders bewertet und sich nicht jeder darauf einlassen kann, dass es möglicherweise noch «etwas» gibt, was sich der menschlichen Wahrnehmung entzieht, kann / will nicht jeder dem Theismus folgen.

Aber ich kann dir sagen, warum ich das Christentum überzeugend finde: Es bietet im Gegensatz zum Atheismus eine Hoffnung und eine Perspektive über das sichtbare Leben auf dieser Erde hinaus. Es beantwortet mir die berühmt-berüchtigte Sinnfrage. Durch Jesus Christus habe ich einen Wert und eine Würde.

Das Leben besteht nicht nur aus harten Fakten. Der Atheismus kann mir nur auf neurologischer / hormoneller Basis erklären, warum Menschen Gemeinschaften bilden. Aber wenn ich mit jemandem in einer Beziehung bin und ich frage, warum die andere Person gern mit mir Zeit verbringt, dann ist die Antwort "weil unsere Hormone offenbar auf der gleichen Ebene sind / sich ergänzen" eine ganz schlechte Antwort 😉

Ausserdem, nach meiner Meinung, wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, dann ist alles, was hier auf dieser Welt passiert, irgendwie sinnlos. Wir tun Gutes - und sterben. Die Menschen, denen wir Gutes tun, sterben auch. Die Erde wird sich irgendwann davon erholen, dass wir ihre Natur kaputt machen. Warum also sich noch für etwas einsetzen, wenn es doch sowieso der Verderblichkeit preisgegeben ist? Das macht für mich nur Sinn, wenn es noch etwas "danach" gibt und eine höhere Macht.

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Glaube wird ausgenutzt und benutzt - wie ernstzunehmen ist der Glaube also?

Erstmal möchte ich eine Triggerwarnung für Rituelle Gewalt, Sekten und Missbrauchsopfer setzen!

Nun zu meiner Frage:

Es gibt Glaubensgemeinschaften und Sekten, die Kinder und generell Menschen missbrauchen und mit Ritueller Gewalt systematisch quälen. Kinder werden erst gequält und dann getötet, um sie zu opfern und damit eine höhere Ebene oder wassuchimmer zu erreichen.

Die Grundlage solcher Taten ist, dass Menschen an etwas glauben, das ein einzelner, sehr gestörter Mensch aufgebaut hat. Und dass systematische Gewalt nicht human und sicher nicht im Sinne des eigentlichen Christentums ist, ist hoffentlich allen klar. Ich bin mir sicher, dass jeder Gläubige sich weit von solchen Sekten und Gruppierungen distanziert.

Die Frage ist aber: Solche Gruppierungen glauben auch an etwas, das nicht...greifbar ist. Menschen schließen sich dann diesem Glauben an. Die nicht gewalttätigen Gläubigen, die das verurteilen, glauben doch aber auch an was nicht-greifbares.

Jemand, der psychotisch ist und sich sicher ist, dass Adolf Hitler noch lebt und in den USA Menschen über Handyladekabel abhört, wird belächelt. Weil man weiß, dass das nicht realistisch ist.

Ich möchte nicht, dass Gläubige belächelt werden, aber wieso ist das Gottglauben das in Ordnung und wird toleriert, geschützt und gefördert?

Wie geht es euch Gläubigen damit, euch distanzieren zu müssen? Wo macht ihr die Unterschiede begreifbar? Auch die "klassische" Bibel macht Vorgaben. Für die meisten Atheisten ist die Bibel einschränkend. Die rituelle Gewalt hat auch Vorgaben. Schränkt auch ein. Und es wenden sich auch Menschen vom Glauben ab. Zeugen Jehovas sind da ein starkes Beispiel. Für sie ist es zu einschränkend, ohne dass es klassische Rituelle Gewalt ist. Und sie wenden sich ab.

Ich frage mich, wie Gläubige mit solchen Dingen, die unter dem Sammelbegriff "Glauben" fallen, umgehen.

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Ja, zum ersten Teil deines Textes muss ich dir leider recht geben. Ich habe eine Bekannte, die darin als Opfer verstrickt war und die Schäden wirken über Jahrzehnte nach. Ohne ihren christlichen Glauben würde sie wohl nicht mehr leben. 😕

Ich hatte bisher aber nicht den Eindruck, dass ich mich davon distanzieren muss, vielleicht weil da doch die Berührungspunkte fehlen. Ich bin in einer normalen Freikirche, die ich mitnichten als Sekte bezeichnen würde und muss mich eher von strengeren Freikirchen distanzieren.

Und doch gebe ich dir recht, dass auch "wir" auf Aussenstehende wie eine Sekte wirken können. Auch bei uns gibt es Austritte, oder Besucher kommen nicht mehr, weil wir teilweise als einengend empfunden werden. Die Tür nach draussen ist bei uns genauso offen wie nach drinnen.

Vielleicht hilft es dir weiter, dass Gottes Gebote niemandem schaden, sondern einem Leitplanken an einer Strasse bieten, bei der es rechts und links in die Tiefe geht. Gott meint es gut mit uns und er will uns nicht schaden. Aber mir ist auch klar, dass das nicht jeder so sieht.

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Das denke ich schon. Ich habe ihn zwar nicht aktiv um Zustimmung gefragt, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass er etwas dagegen haben könnte. Ich habe mir zwar schon überlegt, ob ich da mitmachen will, hatte dann aber keine Zweifel.

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Wir haben moderne Lobpreismusik (Worship), also keine Orgel. Sondern eine Band mit meist drei Sänger. Ich bin da nicht aktiv. Zu Heiligabend hatten wir auch schon einen kleinen Chor dazu. Der Worship nimmt einen grossen Teil des Gottesdienstes ein. Die Sprache der Lieder ist hochdeutsch, schweizerdeutsch und englisch. Die Lieder sind z. B. von Hillsong, Glaubenszentrum, Könige und Priester, Eden Music, ICF Worship.

Dies entspricht auch meinem persönlichen Geschmack.

Musik finde ich auch in der Anbetung sehr wichtig. Ich sehe musikalische Talente auch als von Gott gegeben an. Deshalb kann ich dem Satz "Wer singt, betet doppelt" auch zustimmen. Eigentlich sind Worshiplieder gesungene Gebete oder Psalmen.

Ich höre auch zuhause immer wieder mal Worshipmusik, vor allem, wenn ich z. B. ein grösseres Problem habe und ich mich nicht auf "normales" Beten und Bibellesen konzentrieren kann.

Ansonsten bevorzuge ich eher christlichen HipHop. Aber auch klassische Musik hat teilweise christliche Inhalte, was ich in Konzertatmosphäre sehr mag.

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Das ist eine berechtigte Frage. Auch die Bibel sagt aus, dass unser Wissen, unsere Erkenntnis nur «Stückwerk» ist, Bruchstücke sind (1. Kor 13,12). Und auch aus wissenschaftlicher Sicht werden wir nie alles wissen, sondern müssen unser Wissen immer wieder neu überdenken, lernen immer wieder neues. Früher war die Erde eine Scheibe, Semmelweis wurde nicht ernst genommen, ebensowenig der «Entdecker» der Plattentektonik, und Atome galten als nicht spaltbar.

Ich bin der Meinung, da «nicht sein kann, was nicht sein darf» viele wissenschaftliche Erkenntnisse, welche biblische Aussagen stützen, nicht so an die Öffentlichkeit gelangen, weniger ernst genommen werden.

Andererseits gibt es aber auch immer wieder archäologische Funde, welche biblische Erzählungen untermauern. Und es ist auch irgendwie eine Glaubens- bzw. Vertrauensfrage. Wem vertraue / glaube ich mehr: Gott, der alles geschaffen hat und "perfekt" ist, oder Menschen, die sich auch täuschen können?

Und im Übrigen gibt es auch christliche Wissenschaftler - also welche, die an die Inhalte der Bibel glauben.

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Grundsätzlich trage ich auf Reisen meine Wertsachen immer am Körper, so dass sich diese Frage gar nicht stellt. 😉

Unabhängig davon, da ich weiss, worauf du hinaus willst: Das kommt darauf an, wie gut ich die beiden kenne und welchen Eindruck sie auf mich machen. Und das hat nichts mit der Religion zu tun. Es gibt auch Christen, denen ich meine Wertsachen nicht anvertrauen würde.

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Ich sehe das Zölibat eher kritisch. Ich bin ja in einer Freikirche, und dort gibt es das nicht. Einerseits ist eine Familie auch eine Verantwortung, andererseits kann (sollte) die Frau ihren Mann auch in seinen Aufgaben als Gemeindeleiter unterstützen.

Gleichzeitig verstehe ich, dass die katholische Kirche das nicht aufgibt. Die Katholiken sind nicht gerade bekannt für Reformationen. Ich bezweifle ausserdem, dass es wirklich was bringen würde. Das Thema ist so kontrovers, dass es zwar vielleicht zusätzliche Priester geben würde, aber vermutlich auch viele Austritte. Pfarrer sind jetzt schon überlastet, weil sie zu grosse Gemeindegebiet übernehmen müssen. Wenn sie noch eine Familie hätten, wäre die Verantwortung noch grösser.

Aber: Ich denke, dass das Zölibat mitverantwortlich ist für die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Ich kann mir vorstellen, dass es so einige homosexuelle Männer gibt, die mit ihrer Sexualität kämpfen und das Zölibat als Ausweg sehen, weil sie denken, dass sie sich dann nicht mehr damit auseinandersetzen müssen. Natürlich ist es nicht so einfach.

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Ich bin da ehrlich gesagt auch unsicher. Es gibt Christen, die hatten Nahtoderlebnisse und erzählen darüber. Da kann ich dir beispielsweise Don Piper (90 Minuten im Himmel) und "Den Himmel gibt's echt" empfehlen. Und natürlich gibt es in allen Kulturen und Religionen solche Erlebnisse. Allerdings, wenn diese göttlich verursacht wären, bzw einen religiösen Zusammenhang hätten, dann müssten sie alle auf den gleichen Gott hinweisen. Und das ist nicht der Fall.

Ein weiteres Problem aus christlicher Sicht ist: In der Bibel gibt es Menschen, welche vom Tod auferweckt wurden, aber die Bibel schweigt sich komplett darüber aus, was sie erlebt haben. Warum? Das ist eine gute Frage.

Wenn du eine knappe Stunde Zeit hast, dann empfehle ich dir diesen Podcast von ERF Plus. Er setzt sich kritisch mit diesem Phänomen auseinander. Allerdings geht er nicht auf dies ein:

können sie teilweise auch genau schildern wer in den Raum kam, was die Rettungssanitäter oder Ärzte genau getan haben. Sie sehen sich und die ganze Szenerie aus einer Perspektive außerhalb ihres Körpers.

Dazu kann ich höchstens sagen: Es gibt Dinge, die wir (noch) nicht verstehen und welche die Wissenschaft (noch) nicht erklären kann.

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In meiner aktuellen Gemeinde bin ich seit über 10 Jahren und es war aufgund eines Umzugs die zweite Freikirche. In der erste war ich aber nur kurz.

Ich bin mit meiner Arbeitskollegin dorthin in den Gottesdienst, weil sie schon länger dort Mitglied war und ich eine neue gesucht habe. Es hat mir auf Anhieb gefallen, und so bin ich dort hängen geblieben.

Ich war dann noch in einer anderen Freikirche im Gottesdienst (auch mit einer Bekannten), aber da hat es mir nicht so zugesagt, und meine Entscheidung war eigentlich schon gefallen. Ich habe es nie bereut, auch wenn es auch mal schwierig war. Ich konnte mich in "meiner" Kirche gut entwickeln, heil werden, habe ein neues Zuhause und Freunde gefunden. Auch die Coronazeit haben wir gut überstanden (auch wenn es nicht einfach war). Das ist nicht selbstverständlich.

Ja, die Ansichten meiner Kirchengemeinde decken sich im Grossen und Ganzen mit meinen persönlichen Ansichten. Es ist auch Platz dafür, anders zu denken. Aber da kommt es darauf an, worauf sich das bezieht, ob man damit "hausieren" geht und welche Position man hat.

Würde ich heute eine neue Kirchengemeinde suche, würde ich auf folgendes achten:

  • Gehört die Kirchengemeinde einer evangelischen Allianz an (sofern es eine gibt)?
  • Dürfen Frauen predigen?
  • Wie ist die Altersstruktur?
  • Wie denkt man über das Wirken des Heiligen Geistes?
  • Wie läuft der Gottesdienst ab, welche Lieder singt man? Ich bin eher modern eingestellt.
  • Sind die Übernahme von Aufgaben und die Teilnahme in einer Bibelgruppe (Hauskreis) Pflicht? (Ich bin eher freiheitsliebend)
  • Wie gross ist die Kirchengemeinde? Klein = man ist mehr füreinander da, aber die soziale Kontrolle ist höher und man hat mehr Pflichten. Gross = Man kennt sich nicht mehr persönlich und wenn man nicht aktiv dabei ist, kann man "verloren" gehen.
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Zuerst einmal muss ich sagen, diesen Spruch

Gott braucht ihn bei sich

kenne ich nicht. Den finde ich auch etwas schräg. Abgesehen davon: Ich kann deine Frage gut nachvollziehen. So ein Schicksalsschlag ist schwer auszuhalten und stellt den Glauben auf die Probe. Ich bin der Meinung, dann merkt man erst, ob das, woran man glaubt, wirklich ein Fundament ist und einen trägt.

Ich leide in einer solchen Situation auch mit den Angehörigen. Ich kenne eine gläubige (christliche) Familie, der ist genau das passiert und es war wirklich schlimm. Sie haben sich auch diese Fragen gestellt: Wie lebt man damit weiter und kann man das überwinden? Als Ehepaar und Familie? Kann man noch an einen gütigen Gott glauben?

Sie haben "es" geschafft, und haben eine Stiftung gegründet, um anderen Menschen in ähnlichen Situationen zu helfen. So können sie zum Segen für andere Betroffene werden. Aber es war wirklich eine Bewährungsprobe.

Was mich persönlich betrifft: Einen solchen Schicksalsschlag habe ich (noch) nicht erlebt, aber andere schlimme Ereignisse. Ich merke immer wieder, auch wenn ich es nicht verstehe, und es vielleicht nie verstehen werde: Ich muss es auch nicht verstehen. Und mache die Erfahrung, dass man dann auch merkt, dass ein Zusammenhalt unter den Menschen (der Kirchengemeinde) da ist und man einander beisteht. Dass aus schlimmen Ereignissen auch immer etwas Gutes wachsen kann. Und das stärkt mein Vertrauen in Gott. Ausserdem habe ich nicht das Recht, Gottes Entscheidungen anzuzweifeln. Das Buch Hiob kann da sehr hilfreich sein.

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Rechtlich gesehen: Freikirchen sind als Verein organisiert und finanzieren sich komplett durch freiwillige Spenden. Sie ziehen also keine Kirchensteuer ein und können nur funktionieren, wenn "alle" mitmachen. Sie haben freiwillige Mitglieder, man wird nicht grundsätzlich durch die (Kinder)taufe Mitglied, sondern muss sich selbst zum Beitritt entscheiden.

In Bezug auf die religiöse Praxis: Sie folgen im Allgemeinen der reformierten Tradition. In Freikirchen ist es normalerweise so, dass man den Glauben ernster nimmt, sich auch unter der Woche zum Bibellesen und Beten trifft. Die Gottesdienste dauern meist länger und haben keine so ausgeprägte Liturgie wie die traditionellen Kirchen. Meist ist die Musik moderner. Normalerweise praktizieren Freikirchen die Glaubenstaufe und lehnen die Kindertaufe ab.

Für genaueres kannst du gerne kommentieren.

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Da stellt sich jetzt auch die Frage, was du unter «Kirche» verstehst? Die Kirchen im Gesamten, oder die traditionellen Kirchen (katholisch, evangelisch, orthodox)?

Ich beziehe meine Antwort mal auf ersteres. Nach meinem Bibelverständnis dürfen (sollen) sich Frauen durchaus auch theologisch weiterbilden und Führungspositionen auch in Kirchen einnehmen, und lehren.

Dass es im NT (von Paulus) teilweise anders gewünscht wird, liegt nach meinem Verständnis darin begründet, dass Frauen damals grundsätzlich in der Gesellschaft nicht den gleichen Stellenwert wie Männer hatten und nicht so gelehrt waren. Deshalb auch 1.Tim 2,11: "Eine Frau soll zuhause gelehrt werden."

Ansonsten gab es im Gottesdienst ein Durcheinander, weil Frauen ständig nachgefragt haben. Das ist heute anders – und ich bin froh darüber. Frauen haben von Grund auf das gleiche Recht auf Bildung wie Männer (bzw. Mädchen das gleiche Recht wie Buben).

Es ginge extrem viel Potenzial verloren, wenn man das weiterhin so handhabt. Und die Frage ist ja auch, wo man da die Grenzen zieht. Denn für das Kinderprogramm am Sonntag während des Gottesdienstes sind die Frauen dann nämlich wieder gut genug, doch auch hier werden Menschen (Kinder) gelehrt.

Was mich persönlich betrifft: Ich würde trotzdem eine Kirchengemeinde bevorzugen, in welcher ein Mann Gemeindeleiter ist. Ich kann aber nicht sicher sagen, ob ich so denke, weil Gott es möglicherweise tatsächlich so vorgesehen hat (diese Meinung gibt es auch in Freikirchen). Oder ob es daran liegt, dass mir in meiner Vergangenheit Männer als Vorbilder eher gefehlt haben und ich hier sozusagen noch einen «Nachholbedarf» habe.

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