Muss man heutzutage Klassiker lesen?

5 Antworten

Auf jeden Fall!

Ich (17) lese sehr ungerne. Aber auf dem Gym musste ich einige Bücher lesen, die ich nicht missen möchte.

Die Physiker, Die Marquise von O. oder Faust....zeitlos, wichtig, wenn auch die Sprache nicht immer einfach ist.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Schul. Teil der FH Reife am Gymnasium

Ich fände es schade, wenn ich Nathan der Weise nicht in der Schule gehabt hätte, denn privat hätte ich das vermutlich erst sehr viel später gelesen und es ist sehr schnell zu einem meiner Lieblingsbücher avanciert und hat mich auch dazu gebracht andere Klassiker zu lesen.

Die Frage ist: sollte man Schüler zum Lesen zwingen, wenn sie da keine Lust drauf haben und erst recht, wenn die Werke um die es geht, sie überhaupt nicht ansprechen?

Es erweitert sicherlich den Wortschatz - aber nicht unbedingt den aktiven - es stärkt sicherlich auch die Fähigkeit des Leseverstehens, die Grammatik und die Rechtschreibung wird dadurch sicherlich verbessert, sowie den Ausdruck - anderseits führt es nicht selten wohl auch dazu, dass die Schüler am Ende überhaupt keinen Bock mehr haben so eine Art Buch mal in die Hand zu nehmen.

Wie man sieht, ich bin da unentschlossen, tendiere aber zu Nein, denn Goethe zum Beispiel hat die Schule mir mit dieser Gartenbauarchtiektur- und billiger-Der-mit-Der-und-Die-mit-Dem-Talkshow in alt versaut. Ich bin kein Goethefan - wer weiß, vielleicht wäre ich es ohne die Schule irgendwann geworden....

ich finde die Klassiker sind einfach der Klassiker. Man sollte diese lesen, damit diese nicht in Vergessenheit geraten, und damit die Schüler noch was von damals "erfahren"

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ja, auch wenn das komisch klingt, man lernt durch das früher gesprochen/geschriebene Deutsch seine eigene Muttersprache besser zu verstehen und auch zu abstrahieren, was wiederum für alle anderen "Fächer"(es gibt Studien darüber, dass Menschen, die ihre eigene Muttersprache auf einem sehr hohen Niveau beherrschen besser bei abstrakten Aufgaben abschneiden, also sowas wie höhere Mathematik) nützlich ist.

Das merkt man leider in einem so jungem Alter noch nicht, auch mir ging es so, dass ich erst mit Mitte 20, unabhängig von meinem Studienfach, tieferes Interesse an Klassikern/dem Leben der jeweiligen Schriftsteller entwickelt habe. Dennoch ist es sinnvoll damit schon in der Schule anzufangen, eben um einen Grundstock an Wissen zu haben (was auch im Alltag ein "Nice-to-have" ist, es gibt auch in der heutigen Popkultur so viele Anspielungen auf Klassiker...)

Doch, eigentlich schon, so z.B. von Goethe dessen Faust und dann einige Werke von Brecht. Auch Werke von Shakespeare wie z.B. Hamlet, Macbeth, König Lear und Othello sind überaus lesenswert.

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