Motor Zuleitung schützen?

5 Antworten

Ich würde für die Absicherung einen 3 Poligen LS nehmen, es ist besser den Motor im Fehlerfall abzuschalten, als unsymmetrisch zu betreiben.

Was die Spannung angeht mindestens 400V weil im Worstcase auch 400V anliegen können. Ich hab irgendewas im Kopf, dass für Niederspannungsanlagen die Sicherungen für Schaltspannungen bis 1kV Spitze ausgelegt sein müssen.

Wenn du einen Motor anschließen willst, gibt es zunächst erst mal eine Zuleitung aus einer Verteilung. Dort sitzen Schmelzsicherungen bzw Leitungsschutzschalter mit der entsprechenden Absicherung, die für die Leitung zulässig ist, sprich länge und Querschnitt. Zwischen dieser Leitung und dem Motor wird ein Motorschutzschalter platziert der den Motor schützt.

Alle Schutzorgane sind für eine Spannung von 400V zugelassen. Das muss auch auf den Geräten draufstehen.

Die Sicherung sollte 400 V AC können aber noch wichtiger den richtigen Strom wählen.

Noch Besser weil dafür geschaffen einen Motorschutzschalter vorschalten da dieser den Motor auch vor Überlastung schützt also nicht nur Kurzschluss

nun kommt es hart auf hart.
Falls eine Schmelzsicherung trotz richtiger Dimensionierung durchbrennen würde , wird der Motor nur noch mit 1 Phase betrieben. Die Wicklung würde dann zu heiss werden.

Deshalb benutzt man für Motoren entweder 3 polige Leitungsschutzschalter oder eben Motorschutzschalter

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alle im handel erhaeltlichen sicherungselemente sind dafuer geeignet - somit ist nur der max. zulaessige strom entscheidend und der richtet sich nach dem zu sichernden leiterqueschnitt, nichts weiter!

der ganze blabla von wegen motorschutz etc. ist geistiger sperrmuell da er nichts mit der frage zu tun hat!!! -> Motor Zuleitung schützen?

wo ist da die rede von MOTOR schuetzen????

Das ist nicht ganz richtig. Ein Elektrotechnisches Bauteil/ Betriebsmittel das z.B. mit einer zulässigen Spannung von 120V angeben wir darf nicht an 230V betrieben werden.

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@heilaw

ah ja ... soso ... es geht nicht um die spannung sondern den strom - sicherungen sind gegen ueberSTROM und nicht gegen ueberspannung! - ok?

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@kleinkirmit

Da muss ich dir wiedersprechen. Ich rede hier von der Spannungsfestigkeit eines Bauteils.

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Es geht, beim Absichern, um den Strom nicht um die Spannung. Manche Verbraucher für 230V werden zB auch mit einer Feinsicherung abgesichert.

Es gibt aber auch eine Schaltspannung für Sicherungen. Eine 100kV Leitung werde ich nicht mit einer Feinsicherung unterbrechen können, auch wenn da nur Ströme im Milliamperebereich drüber gehn um mal ein Extrembeispiel zu wählen.

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@PeterKremsner

Ja, wenn wir in die Extreme gehen. Geht aber dennoch nur müssten bei 100kV die Abstände der "Feinsicherung" eingehalten/vergrößert werden, da es sonst zu unkontrollierten Überschlägen kommt. Tatsächlich gibt es in alten Hochspannungsanlage Sicherungen, die wie übergroße "Feinsicherungen" aussehen.

Aber kaum jemand hat Zugang zu 100kV Anlagen. Abgesehen davon, hat wohl kaum jemand daheim 100kV.

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@naaman

Es geht um deine Aussage:

Es geht, beim Absichern, um den Strom nicht um die Spannung.

Die stimmt dahingehend nicht, dass es für die Wahl der Sicherung sehr wohl einen Unterschied macht ob man 12V 230V 400V 1kV oder 100kV absichern will.

Die maximale Schaltspannung der Sicherung darf eben in keinem Fall überschritten werden, sonst kann die Sicherung den Stromkreis nicht mehr sicher trennen.

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@PeterKremsner

Beispiel:

In einer alten Verteilung werden mehrere unterschiedliche Stromkreise abgesichert. Mehrere Drehstromkreise und verschiedene Wechselstromkreise. All diese Stromkreise werden mit Schmelzsicherungen abgesichert. Bis hierhin verständlich oder?

Bei einem Motor (400V) ist eine 25A DIAZED Schmelzsicherung ausgefallen. Die gleiche DIAZED Schmelzsicherung (25A) wird aber auch in einem völlig anderen 230V Stromkreis verwendet. Worin also liegen nun deine Unterschiede.

DIAZED Sicherungen decken einen Spannungsbereich AC/DC bis 500V ab. Eine Universalsicherung also für jeden normalen Haushalt.

http://www.elektro-wissen.de/Elektroinstallation/Geraeteschutzsicherungen.php

Geräteschutzsicherungen oder G-Sicherungen (allgem. Sprachgebrauch "Feinsicherungen") können auch für höhere Spannungen verwendet werden zB bis zu 250V. Damit decken sie alle Spannungsbereiche bis 250V Wechselspannung ab. Wozu also noch mal extra Feinsicherung für 12V??

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@naaman

Gegenbeispiel SMD Gerätesicherung maximaler Spannungsbereich 63V. Diese Sicherung im Niederspannungsbereich zu verwenden ist nicht zulässig.

https://www.conrad.at/de/p/eska-430020-smd-sicherung-smd-1206-2-a-63-v-traege-t-1-st-537010.html?ef_id=Cj0KCQiA89zvBRDoARIsAOIePbB1M7o8rIdZarSYi2JRvHPm2vJFnIHtLnWxA7JI1pGb1Mv6M05NJR8aArVKEALw_wcB:G:s&gclid=Cj0KCQiA89zvBRDoARIsAOIePbB1M7o8rIdZarSYi2JRvHPm2vJFnIHtLnWxA7JI1pGb1Mv6M05NJR8aArVKEALw_wcB

Man muss sehr wohl auf die zulässige Maximalspannung der Sicherung achten, denn es gibt durchaus Sicherungen die für weniger als 250V ausgelegt sind. Außerdem dürfte man eine 250V Sicherung in dem Fall nicht einsetzen, da im Worstcase an einem 3 Phasigen Verbraucher auch 400V anliegen können. Ich glaube auch, dass laut Norm Leitungssicherungen im Niederspannungsdrehstromnetz auch für mindestens 1 kV ausgelegt sein müssen.

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