Menschen die Elektroautos boykottieren wollen. Purer Egoismus und Naivität?

15 Antworten

Ja, ich mag es, wenn mein Auto brum brum macht. Ich würde allerdings auch nicht nein zu einem Elektroauto sagen. Wenn die Ladezeiten und die Reichweite weiter optimiert werden, kann das richtig gut sein.

Wenn ich ein SCHÖNES Elektroauto gebraucht für 5000€ kaufen könnte, wäre ich vielleicht schon elektrisch unterwegs. Leider klappt das momentan nur mit Verbrennern. Und Leasing kommt für mich nicht infrage. Entweder kaufe ich ein Auto oder nicht.

Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Jetzt soll die Technik erstmal richtig ausreifen und bezahlbar sein und dann sehen wir weiter ✌🏻

Du machst hier mehrere Fehler:

  • Du schmeisst hier mehrere Dinge ("was vielleicht zukünftig möglich sein wird" mit heutigen Meinungen und der aktuellen Situation) durcheinander,
  • Deine Logik ist falsch,
  • Du beleidigst durch herabwürdigende Ausdrücke wieder Alle die nicht Deiner Meinung sind und
  • Du verallgemeinerst ohne die betreffenden Behauptungen zu belegen.

 

Gehen wir die Punkte mal durch:

Es gibt Leute die aus Prinzip zu ihren Benziner/Diesel halten und jegliche Innovation, welche die Technologie verdrängen könnte ablehnt.

Ja. Solche Leute wird es geben. Hat es immer schon in der Geschichte und wird es zukünftig auch weiterhin. Und vermutlich wirst auch Du, wenn Du älter bist, bestimmte neue Dinge erst einmal ablehnen (zumindest in bestimmten Lebensbereichen), einfach weil Du im Alter nicht mehr so flexibel sein wirst. Das ist nur natürlich.

Aber das ist ja nicht der einzige Grund. Menschen sind im hier und jetzt auf bestimmte Dinge angewiesen. Und die kannst Du mit Deiner E-Auto-Vorstellung so einfach noch nicht liefern.

 

Hauptargument ist dass die Produktion von Batterien ziemlich Umweltschädlich und CO2 intensiv sei. Was aktuell auch stimmt.

Genau. Aktuell. Das ist das Schlüsselwort. Du bringst in der Folge Argumente, dass das vielleicht irgendwann nicht mehr so sein wird, das es vielleicht irgendwann höhere Reichweite geben wird, das es vielleicht irgendwann mit der Lade-Infrastruktur nicht mehr zu Engpässen kommen wird. – Alles "Zukunftsmusik". Das hilft den Leuten im hier und jetzt aber nicht weiter. Denn jetzt ist es einfach nicht der Fall. Zumindest nicht flächendeckend.

 

In der Summe lässt sich dies aber relativ leicht durch den Verzicht von Benzin kompensieren welches ein E-Autos langfristig Umweltfreundlicher macht. 

Das ist einfach falsche Logik.

Denn die E-Autos selber werden nicht umweltfreundlicher, weil man an anderer Stelle (bei den Verbrennern) Energie einspart. Das kannst Du so nicht als Argument für E-Autos "gegenrechnen".

Außerdem sollte Dir dann auch bekannt sein, dass die meiste Umweltverschmutzung bei der Produktion eines neuen Autos anfällt (egal, ob E-Auto oder Verbrenner), nicht bei dessen Betrieb. Somit ist jedes alte Auto das man heute einfach weiterfährt (auch ein Verbrenner) in der Summe umweltfreundlicher als es gegen ein neues (E-)Auto zu ersetzen.

 

Außerdem bezweifle ich sehr sehr stark dass ausgerechnet sie Menschen sich in irgendeiner Form Gedanken über das Klima machen. Man klammert sich einfach an irgendwelche Argumente.

Belege Deine Unterstellung mit nachprüfbaren Fakten.

Du unterstellst hier einfach mal irgendwas. Vielleicht würden mehr Menschen umsteigen, wenn die ganzen tollen Punkte die Du aufzählst eben jetzt und hier schon verfügbar wären. Und zwar flächendeckend für Alle und bezahlbar (zum gleichen Preis zu dem ich einen Verbrenner bekomme).

 

Die Angst dass es zu wenige Ladestationen gibt ist auch völlig unbegründet weil ein umfassende Planungen existieren den Zugang stark zu vereinfachen
(…)
und die Reichweite der Batterien steigen Jahr für Jahr. Irgendwann kann man Auto fahren ohne das man Tage oder Wochen lang neu auflanden muss und die Ladezeit reduziert sich auch stetig.

Wieder: Nur Zukunftsmusik. Nützt im hier und jetzt nichts.

 

Also ist die rumheulerei so wie so sinnlos.
(…)
Meiner Meinung nach wollen diese Menschen einfach nur dass ihr Auto "Brum Brum" macht. Absolut egoistisch und naiv

Wieder: Pauschale Abwertung (Beleidigung) Aller, die nicht genau Deiner Meinung sind, so wie schon in der inhaltlich gleichartigen vorherigen Frage von Dir
(siehe keine-produktion-von-benzinern-elektroautos-und-co-wissen-die-menschen-nicht-dass-die-automobilkonzerne-schon-laengst-entschieden-haben-diesen-weg-einzuschlag).

Es wird nicht besser, wenn Du Deine Provokation / Beleidigung jetzt in eine ausführlichere Frage noch einmal etwas anders verpackst. Was, nebenbei bemerkt, von GuteFrage so nicht erwünscht ist (die Richtlinien hast Du hier mit Beitritt selber anerkannt):

Bild zum Beitrag

 - (Auto, Benzin, Diesel)

Als egoistisch und naiv bezeichne ich Deine Betrachtungsweise der Dinge. Das Stromnetz würde es gar nicht her geben, wenn jetzt nur 25% der in D zugelassenen Autos elektrisch fahren würden. Und die Verbrenner haben sicher noch lange nicht ausgedient. Ob neue gebaut werden oder nicht, steht noch in den Sternen. Sicher werden die auch mit E-Fuel oder Rapsöl... weiter fahren. Und das Argument "Agrarflächen für Sprit...) lasse ich nicht gelten! Denn es wird momentan mehr Mais für Biogas angebaut als Raps für Diesel!

Zudem sollte man das nicht so futuristisch sehen sondern der momentanen Technik entsprechend. Was hilft es mir, wenn in 5 Jahren eine E-Kiste 1 Monat lang läuft, bis man tanken muß? Ich lebe und arbeite jetzt und brauche jetzt ein Auto, zum fahren, transportieren, einen Anhänger zu ziehen...

Und zieh mal mit einer E-Karre einen Anhänger mit 1,5 Tonnen hinterher. Mal sehen, wie weit Du damit kommst!

Zudem ist es ziemlich arrogant zu behaupten, daß Fahrer von Verbrennern sich nicht um die Umwelt scheren! Du kannst nicht alle so einfach über einen Kamm scheren.

Frag doch mal die Regierung, wie die sich das vorstellt! Du mußt bei Hausbau eine Zisterne mit bauen. Du mußt PV installieren, Darfst nur noch mit Wärmepumpe heizen.... Aber wie man das Ganze finanzieren soll, fragt Dich keiner. Wenn Du heute bauen willst, wird das inzwischen so teuer, daß Deine Kinder noch an den Schulden bezahlen.

Also mal schön die Kirche im Dorf lassen und vor der eigenen Haustüre kehren. Immerhin läßt sich der Verbrauch fossiler Energieträger, der seit der Industrialisierung ständig gewachsen ist, nicht von heute auf morgen zurück drehen.


Waldmensch70  13.06.2023, 13:01
Frag doch mal die Regierung, wie die sich das vorstellt! Du mußt bei Hausbau eine Zisterne mit bauen. Du mußt PV installieren, Darfst nur noch mit Wärmepumpe heizen.... Aber wie man das Ganze finanzieren soll, fragt Dich keiner. Wenn Du heute bauen willst, wird das inzwischen so teuer, daß Deine Kinder noch an den Schulden bezahlen.

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Eine Mischung aus beidem.

Auch ich fahre meinen alten Diesel sicherlich noch einige Jahre, aber nicht, weil er Brummbrumm macht, sondern weil er störungsfrei fährt und ich ihn nicht wegschmeißen will, um für teures Geld ein mit teurer Energie hergestelltes neues Auto zu kaufen.

Wenn eine solche Entscheidung in ein paar Jahren mal ansteht, werde ich mir angesichts des Angebotes sicherlich eines auswählen, das Mibilität mit Energieeffizienz optimal verbindet.

Ob das dann brummt, faucht oder surrt, ist mir ziemlich Banane.

Ich zäum das mal anders auf

Man hat ein Auto, fünf Jahre alt, Diesel, 1a in Schuß.

Warum soll ich mir jetzt von der selben Marke einen adäquaten BEV-Ersatz kaufen, der (nein ich hab jetzt nicht genau nachgeschaut) was um die 120t€ kostet...!?

Die Produktion des BEV kost ordentlich CO2 plus allem Anderen und über meinen Diesel freut sich jemand anderes. ERGO: Der Diesel ist nicht von der Straße, es freut sich nur jemand anderes über das Auto und seines wird vielleicht so nen 20Jahre alte Mähre sein, die dann im Ausland irgendwo weiterfährt.

Also unter dem System: Warum soll ich nun auf Verdeih und Verderb meinen Diesel gegen nen BEV tauschen!?

Und ich hab hier noch nicht mal ausgerechnet, wie lange ich für das Geld, das ich drauflegen muß von Altpreis Diesel zum BEV noch Diesel tanken kann.

UND ACHTUNG: Wir haben beim Strom einen CO2-Ausstoß von 377g/KWh in über die letzten 24 Stunden, nehmen wir die letzten 30 Tage sind wir bei 316 und in den letzten 12 Monaten 359g. macht bei minimum 20KWh/100km auch minimum 7kg/100km CO2 beim BEV. SO viel zu E-Auto stößt beim Fahren kein CO2 aus". Nö, direkt beim Fahren nicht, aber bei der Stromproduktion dennoch.
Selbst wenn ich hier mal mir Island anschau, das über 95% seines Stroms aus Windkraft und Geothermie raus holt haben die auch noch 28g/KWh. Davon ist Deutschland noch Welten entfernt