Meine Mutter liegt im Sterben, aber mich lässt es kalt - und niemand versteht es

...komplette Frage anzeigen

136 Antworten

du musst nich frieden schließen aber verabschiede dich denn es istvvilleicht deine letzte chace mit ihr zu reden sonst wirst du es später sicher beräuen und natürlich verstehen sie es nicht sie waren nie in dieser situation und sehen es als selbstverstendlich an das man sich bei der mutter verabschieden muss und das der sterbene in dem moment den vordergrund ist also viel glück ich hoffe ich konnte dir helfen

Hallo ich034, ja ich kann mich in deiner Lage versetzen und verstehe dich auch, das es sehr schwer für dich sein muß, dich am Sterbebett deiner Mutter zu zeigen und ihr zum Frieden hin geleiten. Du solltest mit dir aber Frieden schließen. Wenn du es alleine verantworten kannst, nicht zu deiner Mutter zu gehen um Frieden zu schließen, dann solltest du es auf anraten deiner Geschwister auch nicht tun, denn es bringt nur Sinn, wenn du deine Mutter all die Sachen ,die sie dir angetan hat, auch Verzeihen könntest und es dir selbst eine Erleichterung bringen würde, um zu sagen, man, bin ich froh noch bei meiner Mutter gewesen zu sein. Aber du musst weiter Leben und wenn du mit dir selbst im Reinen darüber bist nicht zur Mutter zu gehen, dann bleibe auch dabei, wenn es auch ganz viele nicht verstehen werden. Ich wünsche dir nach allem was man dir angetan hat deinen eignen Frieden zu finden. LG.KH:

Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen. Bei mir war es mein Erzeuger. Ich habe 18 Jahre lang die Hölle erlebt. Nicht nur ich sondern auch meine Mutter. Ich erlebte Dinge die man nur in schlechten Filmen zu sehen bekommt. ich erlebte Jahrelang wie mein Erzeuger sich an meiner Mutter verging. Es war so schlimm das er sogar mehrere Jahre im Gefängnis saß. Dann verstarb meine Mutter vor 15 Jahren und es wurde noch schlimmer. Ich habe seit über 20 Jahren keinen Kontakt zu Ihm, er hat immer wieder Kontakt haben wollen, doch das was ich erlebt habe kann und will ich nicht verzeihen. Du musst dir überlegen ob es sinnvoll ist sie zu besuchen. Es kann nicht sein das Eltern sich rechte herausnehmen die absolut undiskutabel sind. Aufgrund meines Erlebten bin ich sehr krank geworden, habe meinen Arbeitsplatz verloren und habe eine langwierige Therapie vor mir. Und eines Weiß ich wenn es mit meinem Erzeuger mal zu ende geht werde ich nicht an seinem Bett sitzen und ihm die Absolution erteilen. Ich habe lange Gespräche über dieses Thema mit meiner Ärztin geführt, und die Gefahr ist einfach zu groß noch mehr in ein noch größeres Loch zu fallen. Es hört sich jetzt krass an aber es gibt keinen Grund sein Kind wie Dreck zu behandeln. Ich wünsche dir sehr viel Kraft die richtige Entscheidung zu treffen!

Hallo, ich034!

Deine Situation ist wirklich nicht die Beste. Ob du mit deiner Mutter jetzt Frieden schließen gehen willst, ist und bleibt nur deine Entscheidung. Da sollten dich deine Stiefgeschwister, dein Freund oder sonst wer nicht im geringsten beeinflussen.

Wenn deine Vergangenheit mit ihr wirklich so unerträglich war und sie scheinbar nie nett zu dir wahr, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, weshalb du jetzt wieder nachgeben sollst und für ihre schrecklichen Taten gerade stehen sollst, und das nur, weil sie im Sterben liegt. Das hört natürlich ziemlich fies an, aber eine kritische Lebenssituation deiner Mutter ändert natürlich nichts an den Sachen, die sie dir angetan hat. Manche Leute hier haben etwas geschrieben von wegen "Stell dich deiner Angst gegenüber". Das trifft meiner Meinung nach in keinem Fall zu. Du bist nicht gezwungen, hinzugehen. Sie hat es nach all diesen Taten auch nicht verdient.

Du solltest aber auch (ganz wichtig!) anstatt der Vergangenheit deine Zukunft berücksichtigen. Wenn du sie nicht besuchst, wirst du dann in Zukunft mit dieser Entscheidung klar kommen? Oder werden dich die Schuldgefühle plagen?

Jedenfalls solltest du bei dieser Entscheidung einzig und allein nur um DEIN Wohl kümmern, denn deine Mutter hat sich früher ja auch nicht um deins gekümmert, oder?

Jedenfalls hoffe, dass ich dir auch nur minimal helfen konnte. Diese Situation ist wirklich schwierig, und ich hoffe, DU überstehst das!

du solltest dich echt mit deiner mutter versöhnen es hilft nicht nur ihr sondern auch ihr denn du wirst dir dein ganzes leben lang dann vorwürfe machen und es ist egal wie sie dich behandelt hat ich mein meine mutter hat mich früher auch nicht besser behandelt aber man sollte auch auf sich selber gucken vllt hat sie das ja gesagt weil es ihr zuviel wurde oder du hasst was gemacht was sie für schlimm findet aber duhast es nicht so empfunden kann alles sein aber aufjedenfal würde ich trz frieden mit ihr schließen ist doch egal was sie gemacht jeder mensch verdient eine 2 chance ;)

lg exxon

Auch wenn manche raten "schließe deinen Frieden mit ihr" - was bringt es ihr? Wenn sie tot ist, kann sie weder wissen noch merken, dass du ihr verziehen hast.

Du musst aber mit der Verleugnung deiner eigenen Gefühle leben, wenn du ihr wegen all dieser Dinge verzeihst bzw. vergibst.

Ich würde all denen, die auf mich einreden ganz vehement sagen, dass ich damit endgültig in Ruhe gelassen werden möchte. Dann auch fragen, ob ihre Mütter sie genau so behandelt haben.

Ich finde das Verhalten deiner Mutter unverzeihlich. Schwer krank hin oder her. Auch in ihren letzten Tagen solltest du dich dagegen wehren weiterhin ihr Fußabstreifer zu sein.

StupidGirl 12.06.2014, 14:50

Wenn ich könnte, würde ich dir für diese Antwort noch ein paar DH mehr geben!

2

Ich weiß viele Raten dir dazu "des Frieden willens" dich von Ihr zu verabschieden.

Wie du dich letzten Endes entscheiden wirst, liegt bei dir, jedoch gibt es neben dem ganzen "am Sterbebett kann man sich aussöhnen" und " stell dich nicht an, Blut ist dicker als Wasser" Formulierungen von einigen hier noch eine andere Betrachtungsweise.

Ich möchte daher, dass du alles in Betracht ziehst bevor du dich entscheidest und vor allem, das ist sehr wichtig, dich von niemandem zu einer Entscheidung drängen lässt.

Ich hatte auch lange Zeit keinen Kontakt ( Oma mütterlicher seits), die (so wie mir zugetragen wurde ) im sterben lag nach zwei Schlaganfällen.

Jeder drängte mich dazu zu ihr zugehen, obwohl ich nie einen Draht zu ihr hatte und mein Leben lang ertragen musste von Ihr unterdrückt zu werden und immer gesagt zu bekommen, ich wäre nichts wert, ich bin zu nichts zu gebrauchen, aus mir wird eh nichts werden.

Ich hab schließlich "des Friedens willens" doch auf alle gehört und ging zu Ihr ans Sterbebett. Ich wollte mich mit ihr aussöhnen, doch selbst fast tot beschimpfte,und beleidigte sie mich und machte mich runter. Ich bin einfach gegangen und hab mir gedacht, nein nicht noch einmal, das war ein Versuch meiner seits " jeder wie er's verdient". Und ganz ehrlich , hätte ich das mit einkalkuliert, dann wäre ich nie hingegangen, aber trotz dieses noch letztmaligen Druck und der Beschuldigungen die ich mir anhören musste, hab ich meinen Frieden damit gefunden, dass ich einfach ohne ein weiteres Wort ging.Solche Menschen haben es wirklich nicht verdient weiter zu leben und zu "verletzen" und so makaber es ist, ich bin froh , dass sie endlich tot ist.

Höre auf dein Herz. Auch wenn es Familie ist, wenn du nicht vergeben kannst ( und du kennst deine Mutter nunmal am besten, dann lass es sein.

Du kannst aber auch (bitte nur mit Unterstützung) hingehen und ihr gleich sagen, dass du nur da bist , weil alle dich drängen. Du selbst aber keinen Grund des Abschieds siehst. Du kannst sie (sei mutig) auch fragen ob " Sie dir jetzt noch etwas Anständiges vor Ihrem Tod mitzuteilen hat".

Wie du dich auch entscheidest, die Sache ist heikel und du musst für dich entscheiden was du aushälst. Denn gehst du nicht zu Ihr, dann wirst du zwar keine Probleme mehr mit Ihr haben, aber deine Familie wird dir das auf ewig vorhalten, dass du nicht da warst, weil Sie sich da nicht reinfühlen. Nachher bist du der einen Sache aus dem Weg gegangen und hast dafür viele weitere Probleme an denen man eingehen kann. Wenn du es schaffst hinzugehen und es (wie in meinem Fall ) schief geht, kannst du mit der Sache abschließen, es hat noch ein letztes mal weh getan, aber alle anderen werden dich auch in Ruhe lassen und du kannst sogar daraus resultierend Ihnen mitteilen, wie doof diese Entscheidung war und in Ihr Gewissen reden, dass du mit dieser letzten Schmach noch zu leben hast. Du siehst also. du kannst in deinem Fall keine Entscheidung treffen die dir gar nicht wehtun.

Was du auch tust liebe Ich034 , ich wünsche dir viel Mut und Kraft.

Liebe Grüße

Mysticsaphir 12.06.2014, 10:52

Ich muss noch etwas anhängen, sollten es nur deine Stiefgeschwister und Stiefvater sein, die den Abschied von Ihr Verlangen hast du nichts zu befürchten. Ich denke du möchtest mit diesen Menschen eh keinen Kontakt mehr. Punkt zwei meiner 1. Antwort ( dass dir alle das Vorhhalten werden) trifft nur zu, wenn es Verwandtschaft ist, mit der du noch in Kontakt bleibst und eigentlich gut gestellt bist. Brichst du mit allen und machst endlich einen Strich und trittst nie wieder mit den Menschen in Kontakt, so kannst du dies auch umgehen.

Wie gesagt, könnte ich meine Zeit nochmal zurück drehen, ich würde es nichtmehr tun. Dies war einfach Sinnlos.

2

Manche haben den Titel Mutter, Mama,Mami usw. überhaupt gar nicht verdient. Da Du mit Deiner Mutter abgeschlossen und nicht mehr mit ihr zu tun haben willst, kann man Deine Reaktion verstehen. Daher brauchst Du mit so einer Frau keinen Frieden mehr zu schließen.Sie stirbt auch ohne Dich. Sehe nach vorne und lebe Dein Leben.

Ich finde, es ist hilfreich sich zu fragen, WARUM Eltern die Kinder "schlecht" behandelt haben. Meist ist es so, dass sie es nicht "mit Absicht" gemacht haben, sondern eigentlich versuchen Eltern das ihnen Bestmögliche. Und das gelingt eben manchen Menschen nicht (weil sie selbst Opfer sind). Doch irgendwann im Leben müssen wir für unser Leben selbst die Verantwortung übernehmen und uns nicht damit entschuldigen, dass unsere Eltern böse waren und uns dies oder das angetan haben. Wir gestalten selbst unser Leben wenn wir erwachsen sind! Das ist ein Prozess, in dem wir unseren Eltern innerlich und uns selbst gegenüber verzeihen sollten, so schlimm es mit ihnen auch war. Wenn Sie keine Gefühle haben für das Sterben Ihrer Mutter, sind Sie wirklich sehr traumarisiert. Es gilt aber das Gleiche wie oben: Sie müssen sich frei machen. Und dazu gehört wohl doch, die Mutter noch einmal zu besuchen - nicht unbedingt um ihr zu verzeihen, sondern mit ihr abzuschließen, sie aus Ihrem Leben zu verbannen, zu spüren, dass sie keinen Einfluss mehr auf Ihr Leben nimmt. Ich denke, das wird IHNEN helfen, und das ist wichtig, denn Sie haben Ihr Leben noch vor sich. Ich wünsche Ihnen viel Kraft!

Ich würde ihr nicht verzeihen, ich versteh dich. Sie hat dir das Gefühl gegeben garnicht erwünscht zu sein. Lass dir von keinem einreden dass du ihr verzeihen musst, andere Frage würde sie kommen wenn du ihm sterben liegst? Wohl eher nicht obwohl du ihr nichts getan hast, aber sie hat dir was angetan. Besuchen kannst du sie ja aber ich würde ihr nicht verzeihen. Alles Gute :)

Vielleicht solltest du mit ihr Frieden schließen, nicht damit sie in Ruhe sterben, sondern dass du in Ruhe leben kannst. Wer tot ist, ist für immer weg und man hat keine Gelegenheit mehr, etwas zu ändern. Selbst wenn du es ihr nicht gönnst, dann gönne es dir selber! Glaube mir, du fühlst dich besser, wenn du niemandem etwas nachträgst. Wenn sich deine Einstellung in 10 Jahren ändert, stehst du blöd da und kannst nichts mehr korrigieren.

Sie wird für all das was sie dir angetan hat auf der anderen seite bezahlen, aber sei du ein guter mensch und schließe frieden mit ihr. Auch wenn es dir schwer fällt, tu es. Vielleicht ist sie kein guter mensch, doch das ist kein grund selber auch einer zu sein. Tu das richtige. Du kannst nie wissen was du irgendwabn fühlen wirst, stell dir vor nach ein paar jahren kriegst du depressionen weil du keinen frieden mit ihr geschlossen hast. Sogar gott verzeiht uns alles, also solltest du es erst recht tun und wer weiß, vielleicht tut ihr alles auch leid ..

Ich kann Dich so gut verstehen, ich hatte mit meinem Vater das gleiche erlebt. Mein Vater war Alkoholiker und nachdem er mich viele Jahre psychisch manipuliert hatte, habe ich eines Tages den Schnitt gemacht und den Kontakt abgebrochen (das war eine Kurzversion - es zog sich natürlich hin). Als er Jahre später im Krankenhaus lag und das Ende absehbar war, wurde ich auch unter Druck gesetzt, hinzugehen und Frieden zu machen. Und natürlich habe ich mich mit dem Gedanken auseinander gesetzt. Ich habe es letztendlich nicht gemacht - ich habe mich nicht verabschiedet und durfte (und wollte) auch nicht an der Trauerfeier teilhaben. Mein Vater ist jetzt 12 Jahre tot - ich habe meine Entscheidung von damals nicht bereut. Erst vor zwei Jahren habe ich aus anderen Gründen eine Therapie gemacht und dabei erkannt, wie sehr mein Vater mein Leben negativ beeinflusst hat. Wenn ich heute über darüber nachdenke: Es war kein Fehler, dass ich damals mit ihm keinen Frieden gemacht habe. Ich bin natürlich manchmal etwas schockiert darüber, dass ich in all den Jahren keine Trauer empfunden habe und auch heute noch Wut in mir, wenn ich darüber nachdenke, was er mir angetan hat.

Diese Wut wäre vielleicht nicht da, hätte ich damals den Weg ins Krankenhaus gemacht.

Wenn Du Dich gegen den Besuch entscheidest, wirst Du natürlich Vorwürfe zu hören bekommen und Dir wird Unverständnis entgegen schlagen. Aber Deine Mutter wird bald keine Probleme mehr haben - Du wirst weiterleben und es geht jetzt wirklich um Dich! Ich hatte das Glück, dass mein Mann mich nicht beinflusst hat - er hat sich rausgehalten. Heute habe ich eine eigene Familie mit der ich sehr glücklich bin. Meine Verwandtschaft hat den Kontakt zu mir abgebrochen.

miboki 13.06.2014, 06:53

Ich muss noch etwas dazu sagen, denn die ganzen Antworten, die ich gelesen habe, haben auch mich noch einmal über meine Entscheidung nachdenken lassen. Ich habe mir überlegt, was ich damals getan oder gesagt hätte, wenn ich hingegangen wäre (hätte ich damals schon gewußt, was ich heute - nach der Therapie weiß): Ich hätte ihm entgegengeschleudert, dass er einen Kampf gegen mich geführt und mich nicht besiegt hat. Ich habe mein Leben ohne ihn in den Griff bekommen und meinen Weg gemacht . Ich bin trotz seines Verhaltens glücklich geworden.

Und wie hätte er reagiert? Er hätte seine Fehler natürlich nicht eingesehen, sondern sich vermutlich sogar angerechnet, dass aus mir eine starke Frau geworden ist. Er hätte niemals begriffen, was er mir angetan hat - denn in seinen Augen war er unfehlbar! Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Mutter sich auch nie Gedanken gemacht hat, dass sie Dich vielleicht falsch behandelt haben könnte. Vielleicht wird sie ebenfalls davon ausgehen, dass sie Dich auf Ihre Weise nur erzogen hat. Oder sie wird die Schuld von sich weisen und jemand anderes z. B. Deinen Stiefvater verantwortlich machen. Ich glaube nicht, dass Menschen, die das Leben Ihrer Kinder zerstören jemals darüber ein schlechtes Gewissen haben. Denn wer sein Kind nicht liebt, empfindet auch keine Schuldgefühle.

Viele Menschen glauben daran, dass man sich irgendwann vor einem höheren Gericht verantworten muss und dass eine Vergebung zu Lebzeiten das Urteil eventuell positiv beeinflusst. Genauso glauben sie, dass, wer vergibt, ebenfalls ein milderes Urteil erwarten wird. Aber welcher Gott wird Opfer verurteilen, weil sie die Vergebung verweigert haben? Mein Vater hat noch Jahre nach seinem Tod mein Handeln in vielen Dingen beeinflusst und es hat mir fast die Gesundheit ruiniert. Aber letztendlich hat er mich nicht besiegt - ich habe mein Glück gefunden und er war in seinem Egoismus eigentlich nur ein armes, verbittertes Würstchen.

1

ich kann dich verstehen. ich Hatte ebenfalls keine Schöne Kindheit. viele Schläge, Erniedrigungen, keinerlei Wertschätzung meiner Person. von daher wird es mir sicherlich später sehr schwer fallen, um sie zu trauen, wenn sie stirbt. einfach aus dem Grund, weil sie nie eine Mutter war, wie es sein sollte. aber ich habe seit Jahren kein Kontakt mehr und seitdem gehts mir gut. es ist schwierig dir einen guten Rat zugeben. höre auf dein Bauchgefühl und nicht was andere sagen!

Ich verstehe Dich auch voll und ganz! Diese Frau hat dir seelische Grausamkeiten angetan, sowas ist in diesem Fall unverzeihlich! Ich würde mich aber trotzdem von Ihr verabschieden, vielleicht bereut Sie ihre Fehler, das wäre dann auch für Dich besser zu verarbeiten! Ich halte Dir die Daumen das Du diese Traumata gut bewältigst!

Ich bin zutiefst empört! Nun soll diese Mutter auch noch die Macht über dich bekommen, den Zeitpunkt festzulegen, an dem du ihr verzeihen sollst!!!

Vielleicht kannst du ihr irgendwann einmal verzeihen, vielleicht auch nicht. Jedenfalls kann niemand auf Kommando verzeihen.

Wenn sie bereuen will, kann sie das auch tun, wenn du nicht da bist. Du brauchst dazu nicht vor Ort sein. Und was hättest du von ihrer Reue? Genugtuung? Wohl kaum.

Falls du ihr verzeihen kannst, spielt der Zeitpunkt keine Rolle. Du wirst verzeihen können, wann du dazu in der Lage bist und nicht wann die Mutter in Frieden mit der Welt sterben möchte. Deine Stiefgeschwister und die ganze Bande zittern vermutlich um das Seelenheil deiner Mutter - und um sicher zu gehen, falls es doch sowas wie eine Hölle gäbe, sollst du ihr keinen Stein in den Weg legen - so etwa in der Art?

Geh da hin, wenn du ihr etwas zu sagen hast und wenn du sie nicht sehen willst, dann geh nicht. Menschen ändern sich nicht. Man hat manchmal so Vorstellungen, im Tod seien alle verklärt und gut und voller Liebe oder so. Aber sie sterben so, wie sie gelebt haben.

Ich weiss wie du dich fühlst. Ich bin 12 und mein Vater ist gestorben als ich 7 war. Mein Vater und ich hatten kein gutes Verhältnis zu einander und als er starb, habe ich mich geschämmt ich war so traurig das ich ihm nicht gesagt habe wie doll ich ihn liebe. Wenn ich du wäre,würde ich Frieden schließen bis es zu spät ist.

Ich schließe mich den Leuten an, die raten sie zu besuchen. Auch wenn viel passiert ist, sie hat trotzdem ein Recht in Ruhe zu gehen. Nur noch dieses eine Mal, dann können Sie weiter mit der Traumatherapie machen. Als meine Oma im Sterben lag viel es mir sehr schwer hin zu gehen. Jemand sagte zu mir, tu es. Du wirst später froh sein. So war es auch. Man zeigt Größe dadurch. Ich bin sicher, daß es Ihnen später auch so gehen wird. Es sind gute Freunde, die dazu raten.

Ich möchte im Voraus sagen, dass ich dich und deine Gefühle verstehe. Also werde ich nicht versuchen dir meine Meinung aufzudrehen oder meine persönliche Entscheidung einzuhämmern… Ich gebe dir mögliche Szenarien und DU und zwar nur DU ALLEIN darfst entscheiden was du tun möchtest! Das ist dein vollkommendes Recht über dein zukünftiges Leben zu entscheiden - niemand kann dir sagen wie du zu deiner Mutter sein musst - denn niemand versteht DICH so gut wie du selbst, nicht mal ich, die versucht dir einen einfühlsamen Rat zu geben!

  1. Du gehst zu deiner Mutter; sie ist krank und erschöpft; sie sieht ein nach all den Jahren das sie dich falsch behandelt hat; du zeigst Stärke und gehst darauf ein; ihr kommt euch näher; nach ihrem Tod hast du nach Jahren die Liebe genossen und bereust das es nicht früher dazu kommen konnte; jetzt hast du keine Chance mehr dazu

  2. Du gehst hin; sie ist froh dich zu sehen; du zeigst Stärke und sagst ihr deine Empfindungen und Gefühle, dass sie dich falsch behandelt habe; sie streitet ab; du bleibst sachlich und bedauerst ihre Worte und Denkweise; du gehst und bist dir aber nun im klaren das du das Richtige getan hast und ihr alles erzählt hast.

  3. Du gehst nicht hin; du bringst den Mut auf einen Brief zu schreiben oder sie anzurufen; auf den Brief wirst du keine Antwort erhalten; du zerbrichst dir die Tage darüber ob du nicht doch gehen solltest; deine Mutter stirbt und du erfährst es als Letzter; du bist dir erst jetzt im Klaren ob du hättest gehen sollen oder nicht; auch wenn du nun eine Entscheidung getroffen hast, ist es zu spät du keine Chance mehr dazu.

Ich hoffe du wirst das Richtige tun (Wobei ich sagen muss das du nichts Falsch machen kannst, du wist deine haben)!

Alles Liebe

Vermutlich ist das ein Anspruch, den diejenigen, die Dich drängen, an sich selbst haben. Oder es ist die Angst vor ihrem eigenen Tod und eventueller Begleitumstände.

Wenn Dir nicht danach ist, zu Deiner sterbenden Mutter zu gehen / fahren, dann lass es. - Denn würdest Du hingehen, obwohl Du das nicht willst, und würdest Du ihr mit Worten verzeihen, was aber ja nicht Deine Wahrheit ist, sondern Lüge. Und Du würdest Dich mit dieser Lüge von Deiner Mutter trennen.

Das bringt weder ihr etwas noch Dir. - Die anderen sind dann wohl zufrieden, was aber im Grunde nichts mit Dir und nichts mit Deiner Mutter zu tun hat, sondern mit deren Vorstellung, wie "man beim Sterben eines Menschen zu sein hat".

.

Wenn Deine Mutter aus ihrem Körper heraus ist und in der anderen Welt ankommt, weiß sie, warum es Deine Wahrheit war, dass Du nicht zu ihr gingst. Und falls sie es nicht sofort kapiert: Da sind Helfer, die es ihr schonend beibringen.

Wenn es eines Tages Deine Wahrheit ist, dass Du ihr gerne verzeihen möchtest, kannst Du es tun - mit vollem Herzen, und die Liebe, die Du dann vielleicht für sie empfindest, sendest Du ihr aus Deinem Herzen. - Das ist weit mehr wert, als wenn Du sie (und auch Dich selbst) mit einer Lüge belastest, und sie mit der Lüge belastet gehen lässt. - Vielleicht willst Du ihr auch eines Tages einen Brief schreiben, den Du dann verbrennst und per Rauch zu ihr schickst - pass dann aber auf, dass nur der Brief verbrennt ;-)

.

Wenn unser Erdenleben zu Ende geht, und wir unseren Körper verlassen, erkennen wir mit großer Klarheit, was wir Gutes und Mieses in dem Erdenleben getan haben, und dabei fühlen wir, wie sich die jeweils andere Person dabei fühlte. Während dieses Prozesses haben wir liebevolle Helfer an unserer Seite, damit wir das alles verkraften und daraus lernen.

Unsere Erdenleben sind wie eine Schule, in der wir viele Klassen (= einzelne Leben) durchlaufen, und in denen wir das soziale Miteinander lernen. Von Leben zu Leben lernen wir dazu und können es mit der Zeit immer besser und besser.

.

Weil Du so sehr durch das Verhalten Deiner Mutter traumatisiert wurdest und immer noch darunter leidest, könntest Du nur zornig zu ihr fahren und ihr Vergebung vorheucheln. Das ist aber nicht Sinn von Vergebung.

Indem Du in Deiner Wahrheit bleibst, gibst Du ihr möglicherweise weitaus mehr Liebe, als würdest Du dem Drängen der anderen nachgeben und so Deiner Mutter mit Lüge begegnen, wobei Deine wahren Gefühle doch zu ihr rüberwabern würden.

.

Entspanne Dich, so gut wie Du es kannst. Und erlaube Dir, Dich frei zu entscheiden, ob Du hinfährst oder nicht. Denn je mehr Du Dich gedrängt fühlst, desto unfreier bist Du doch in Deiner Entscheidung, weil Du genug damit zu tun hast, Dich gegen das Bedrängen der anderen zu wehren.

Vielleicht besinnst Du Dich doch noch anders, dann aber nicht um der anderen willen, sondern nur um Deinetwillen.

.

Was auch immer Deine Mutter falsch gemacht hat - eines hat sie gut gemacht: Sie war in diesem Leben für Dich das Tor in dieses Leben hinein, denn Du bist ja nun hier und machst Deine vielfältigen Erfahrungen.

Ich wünsche Dir inneren Frieden und die Kraft, Deiner Wahrheit zu folgen.

upsala007 16.06.2014, 19:47

Beste Antwort!

4
maroa 12.07.2014, 22:52

Wie wahr - und Du hat alle Freiheiten.

0

Was möchtest Du wissen?