Meine Mutter erlaubt mir keinen Freund? ( muslimische Mutter)?

19 Antworten

Bei muslimischen Familienzusammenhängen spielen Traditionen , Meinungen und Ansehen nach wie vor noch teilweise eine sehr gewichtige Rolle, wie Du scheinbar ja selbst erlebst .

Bei Dir scheint es halt dann noch so zu sein , daß Deine Mutter in ihrer Generation noch sehr stark traditionellen Werten nach geht , wohingegen Du halt für Dich deutlich weniger streng nach alten Traditionen leben möchtest .

Eventuell solltest Du Dir ( sofern bereits möglich ) zunächst einmal eine finanzielle Eigenständigkeit dauerhafter und stabilisierter Natur in soweit aufbauen , dauerhaft von zu Hause ausziehen zu können um eine eigene Wohnung ohne finanzielle Hilfe Deiner Eltern zu unterhalten , und entsprechend auch Deinen Lebensunterhalt dauerhaft selbst bestreiten zu können.

Nach der Abnabelung des häuslichen Wohnens im Haus Deiner Eltern / Mutter kannst Du dann erneut versuchen , Deiner streng traditionell denkenden Mutter Deinen Freund in Deiner eigenen Wohnung vorzustellen.

Wenn Du bis dahin Deiner Mutter nicht vor den Kopf stoßen möchtest , solltest Du , und insbesondere auch Dein Freund auf ihre Meinung und Befindlichkeiten in der Handlungsweise und Reaktion Rücksicht nehmen.

Irgend wann wird Deine Mutter ( hoffentlich ) dann doch erkennen , daß sie trotz weniger traditioneller Strenge doch eine gute Tochter geboren und erzogen hat .

Du bist gezwungen zuhause zu wohnen oder gäbe es da eine andere Lösung?

Ich würde der Mutter sehr viel entschiedener entgegentreten, du bist erwachsen. Und da das Verhältnis zu ihr eh schon schlecht ist, könntest du damit auch nichts mehr kaputtmachen.

Wenn du auf deinen Rechten und deiner Meinung beharrst, was könnte schlimmstenfalls passieren? Dass sie dich rausschmeißt? Glaube ich eher nicht, da würde sie ja die Kontrolle über dich komplett verlieren, das scheint ja das Letzte was sie möchte.

Ich würde ganz hart auf Konfrontation gehen, ich denke, sie würde sich bald auf deine Einstellung und deine Forderungen gewöhnen und sie akzeptieren müssen, bliebe ihr auch nichts anderes ubrig.

Und bring ihr bei, dass du erwachsen bist und dein eigenes Leben leben wirst, mit oder ohne sie.

Alles Gute!

Oje wenn ich diese Antworten lese... Glaubt ihr sie kann wirklich einfach so ausziehen? Nach dem Motto ich bin über 18 und meine Mutter hat nichts mehr zu sagen. So läuft das nicht.... Kenne nicht den ethnischen Hintergrund, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ausziehen keine Option ist. Ausgezogen wird vermutlich erst wenn man heiratet.

Mein Rat wäre das ganze einfach runterzuschlucken und zu akzeptieren. Ich weiß, das hört sich extrem an, aber wenn du doch beschließt den Auszug zu erzwingen, ist dein Verhältnis zu deiner Mutter vielleicht auf Ewig kaputt. Das musst du dir bei deiner Entscheidung vor Augen führen. Überleg einfach was dir wichtiger ist. Ein Freund oder die Beziehung zu deiner Mutter.

Wenn sie mich nicht liebt wie ich bin weiß ich nicht ob ich sie als „Mutter“ sehen kann

2

Vielleicht versucht Du mal, Deinen nicht-religiösen Vater in Dein Boot zu holen?!

Hier in Deutschland gilt Deutsches Recht, Islam hin oder her. Wenn Deine Mutter Deine Rechte ungerechtfertig beschneidet, musst Du das nicht hinnehmen. Allerdings kann es Konsequenzen haben, wenn Du Dich so deutlich abgrenzt.

Bitte mache Dir klar, dass Deine Mutter Dich mutmaßlich liebt und Dich mit ihren Regeln einfach nur schützen will vor Allah's Ungnade und dass Dir der Einzug ins Paradies verwehrt wird. Das ist IHRE Welt, die für sie absolut real ist. Ihr Verhalten ist also keineswegs lieblos, auch wenn es so aussehen mag.

ICH würde meiner Mutter in einem von meiner Seite aus schonungslos offenen Gespräch erklären, ....

  1. dass ich sie liebe
  2. dass sie mich durch ihren Zwang, Druck und Kontrolle dazu treibt, unehrlich zu sein, was ich nicht gerne bin
  3. dass ich nicht glaube und mich deshalb ab sofort keiner einzigen religiösen Regel unterwerfen werde
  4. dass sie das akzeptieren muss, wenn sie mich nicht verlieren will
  5. dass ich einen Freund habe, den ich liebe
  6. dass meine Körperhygiene ganz allein meine Sache ist
  7. dass ich es nicht akzeptiere, dass sie mich anschreit - und ich meine Eltern auch nie anschreie ...... dass wir also in gegenseitigem Respekt miteinander umgehen, was NICHT bedeutet, dass ich zu tun habe, was meine Eltern sagen
  8. dass ich auch bereit bin, die Konsequenzen zu tragen und auszuziehen, wenn sie mir keine andere Wahl lässt
  9. dass ich sie liebe

Wäre Dein Vater auch so drauf, würde ich Dir auch anraten, sofort auszuziehen und Dich in Sicherheit zu bringen vor einer "Verschleppung" ins islamische Ausland zwecks Zwangsheirat etc. Das scheint ja nicht nötig zu sein. Oder gibt es noch muslimische Brüder oder Onkels, die Deine Mutter unterstützen könnten? Dann Vorsicht!!

Ich wünsche Dir das Allerbeste!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensives Koranstudium - Inzw. Ex-Muslima alhamdullilah

Also viele hier schreiben : zieh aus

das kann aber schon sehr problematisch werden da du erst 19 bist. Woher das Geld, Schule... deshalb würde ich mir entweder Hilfe holen oder noch paar Jahre gedulden bist du fest auf den Beinen stehen kannst

Geld : Eltern sind unterhaltspflichtig, dazu kann man viele Hilfen vom Staat bekommen (Wohngeld, Kindergeld, Ausbildungs-/Bafög)

Dazu kann man auch einen kleinen Nebenjob haben

Natürlich ist das schwer, aber wer mit 18/19 Abi hat und studiert muss meistens ja auch umziehen

1

Was möchtest Du wissen?