Meine Kollegin ist ZJ, ihr Mann nicht. Sie ist erst nach der Hochzeit beigetreten. Dürfen Zeugen Jehovas mit Christen verheiratet sein?

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9 Antworten

ZJ dürfen mit "Ungläubigen" (so bezeichnen sie nicht-Zeugen Jehovas) verheiratet sein, sollen sie aber nicht heiraten.

D.h. wenn die Hochzeit vor der Taufe als ZJ stattfindet ist alles in Ordnung.

Will ein ZJ aber einen Andersgläubigen heiraten, dann gibt es Probleme.

Deine Kollegin wird einen gewissen Drang verspüren ihren Mann zu konvertieren und kein Weihnachten, Geburtstag, Ostern. Halloween, Fasching oder Silvester feiern dürfen.

Ganz leicht wird das für den Mann also nicht.

Weißt du warum sie sich den ZJ angeschloßen hat?

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Kommentar von Guppy3010
12.11.2015, 06:48

Es wird kein Geburtstag gefeiert aber er feiert jedes Jahr Weihnachten mit den Kindern bei seinen Eltern. Sie natürlich nicht. Ich stelle mir das so schwer vor, wenn die Vorstellung in den wesentlichen Dingen des Lebens so auseinander gehen.

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Kommentar von Janmeyer
15.11.2015, 23:27

Guter Link danke !

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Allein die Tatsache, daß sie erst nach der Hochzeit eine Zeugin Jehovas wurde, sagt doch, daß es kein wirkliches Drama ist.

Wäre es eines, hätte man ihr die Taufe und damit "Mitgliedschaft" verweigert.

Entgegen der landläufigen meist stark vorurteilsbehafteten Meinung sind Zeugen Jehovas auch Christen. 

Und es gilt sowohl für katholische wie auch alle anderen rein konfessionell unterscheidbare Christen, was die Bibel sagt: 

Was Gott zusammengebracht hat soll der Mensch nicht trennen.

Gemäß der Bibel gibt es für Zeugen Jehovas übrigens nur einen rechtlich sicheren Grund für eine Scheidung: Ehebruch.

Ist dies nicht gegeben kann kein Zeuge Jehovas oder wer auch immer einem anderen Zeugen Jehovas auch nur dazu raten, eine Ehe aufzulösen, nur weil sie nicht den Anforderungen anderer Menschen entspricht.

Es mag vielen Lästermäulern nicht bewußt sein, aber die Bibel lehrt eigentlich, daß ein Christ sogar mit einem "Ungläubigen" verheiratet sein darf, weil der "ungläubige" (oder nur andersgläubig?) Ehepartner durch den christlichen Lebenswandel des gläubigen Ehepartners geheiligt wird.

Solange der Ehepartner den Gläubigen nicht an der Ausübung des Glaubens hindert gibt es also kein Problem.

Man darf allerdings auch einzelne negative (meist auch aufgepushte) Vorfälle nicht überbewerten. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß es bei den Zeugen Jehovas und auch Katholiken (oder egal welchen Religionen) immer auch Leute gibt, die meinen, sie dürften den Herrn über den Glauben anderer spielen... Das gibt es sogar bei Atheisten, wenn man genau hinschaut...

Aber wer die Bibel wirklich vollständig sowie unter Gebet gelesen hat weiß, wie damit umzugehen ist. Es gilt, Gott mehr zu gehorchen als Menschen.

Man kann ja die Versammlung wechseln, wenn einem die Leute nicht passen. Und jede Versammlung hat ihre Eigenheiten. Das ist bei der evangelischen/ katholischen Kirche ja auch nicht anders.

warehouse14

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Kommentar von Guppy3010
11.11.2015, 19:44

Danke für deine tolle Erklärung.

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Kommentar von wickedsick05
11.11.2015, 21:06

Wäre es eines, hätte man ihr die Taufe und damit "Mitgliedschaft" verweigert.

DAS stimmt natürlich nicht. siehe mein Beitrag. nur weil du es kursiv und fett schreibst wird es dadurch nicht wahr....

Solange der Ehepartner den Gläubigen nicht an der Ausübung des Glaubens hindert gibt es also kein Problem.

z.b. den ehepartner zu missioneren. das wiederspricht sich schon mal

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Guppy, ich war 7 Jahre verheiratet, als ich eine Zeugin Jehovas wurde. Die Bibel spricht  davon, wenn man heiraten will, nur "im Herrn", also einen Partner seines Glaubens zu heiraten. Es erleichtert vieles.

Ich hatte nun das Glück, einen intelligenten und vorurteilsfreien Mann zu haben. Wir hatten und haben durch meinen Glauben, ich weiß nicht wie viele hunderte von Stunden, Gesprächsstoff. Wir waren nicht immer einer Meinung, aber die Zeit zeigte meinem Mann, dass meine auf den Glauben gebildete Meinung mehr Hand und Fuß hatte. Wir Zeugen schauen uns nämlich nicht nur die Welt an, sondern sehen auch, was da jetzt passiert einzelne Bausteine sind, die in wohl nicht mehr ferner Zukunft eine fertige Mauer ergeben - eben die erfüllten Prophezeiungen der Bibel.

Unsere Kinder konnte ich ohne Probleme in meinem Glauben erziehen - er bekam gerne Komplimente, was er für tolle Söhne (5) hätte. Mein Mann ist sehr stolz und dankbar und sieht heute, dass  in einigen Dingen, in denen ich mich durchgesetzt hatte, wir heute die Früchte gemeinsam ernten können. Bis heute ist mein Mann kein Zeuge Jehovas. Als Geschäftsmann hatte es ihm aber immer einen Heidenspaß gemacht, seine Gesprächspartner  zu schocken ."Meine Familie, das sind alles Zeugen Jehovas!" "Ach sie Armer, kein Weihnachten, kein Geburtstag!" Dann kam er so richtig in Fahrt, dass er froh sei, dieses Klimborium nicht mehr mitmachen zu müssen und dass in seiner Familie vieles positiver wäre. Es wäre für ihn ein Albtraum, seine Jungens brächten ihre Mädels über Nacht mit und morgens belegen die das Bad!! Das gäbe es in seiner Familie nicht! Er war bei der Hochzeit eines der Jungens richtig beleidigt, als die Standesbeamtin zum Brautpaar sagte, dass sie sicherlich schon einige Zeit zusammengewohnt hätten...!

Es gibt aber auch Fälle, da will der Partner nicht mit einem Z.J. verheiratet sein und läßt sich scheiden. Ich denke da an eine Glaubensschwester, die mit einem hochrangigen Offizier verheiratet war. Sie hätte das bewältigen können, aber ihr Mann nicht. In solchen Fällen steht es jedem frei, sich zu trennen. Manche Partner werden auch gewalttätig oder werfen dem gläubigen Partner einen Stock nach dem anderen zwischen die Beine. Mein Mann hat sogar den Kontakt zu einer seiner Schwestern abgebrochen, weil die nichts mit uns Zeugen zu tun haben wollte - das war nicht mehr seine Ebene!

Ich lese gerade "Dürfen Zeugen Jehovas mit Christen verheiratet sein?" Zeugen Jehovas sind Christen!  Wir fragen uns im Zweifelsfall z.B. oft: "Wie hätte der Herr Jesus jetzt wohl entschieden oder gehandelt?" Um das allerdings beantworten zu können, sollte man gut über ihn Bescheid wissen.


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Kommentar von Patchouli
12.11.2015, 22:30

Stine, ich möchte nur mal erwähnen, dass auch Nicht-Zeugen "tolle Kinder" haben.

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Kommentar von AlbatrossFLIGHT
13.11.2015, 07:13

Stine, beneidenswert! Grüße bitte deinen lieben Mann und danke ihm im Namen von Albatroß für seine Toleranz und Weitsicht. Offensichtlich liebt ihr beide euch von Herzen - du weißt, was ich dir weiterhin wünsche....eine glückliche, harmonische Ehe für alle Zukunft.

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Kommentar von ManfredFS
31.05.2017, 02:25

"In solchen Fällen steht es jedem frei, sich zu trennen."

Was du für eine Vorstellung als Zeuge Jehovas von der Ehe. Der einzige Grund sich zu trennen ist Ehebruch und nicht, weil der eine Partner kein ZJ sein möchte oder umgekehrt.

Und Christen? Nun, die Bibel sagt deutlich:

Joh 15,26 Wenn aber der Helfer kommt, den ich euch vom Vater her senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis über mich ablegen.

Jesus wollte, dass wir ZEUGNIS ÜBER IHN ablegen, Christen sind daher ZEUGEN CHRISTI. Und nicht Zeugen Jehovas,

2Tim 1,8 So schäme dich also nicht, Zeugnis von unserm Herrn abzulegen

1Joh 5,6 Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist es, der Zeugnis (für ihn) ablegt, weil der Geist die Wahrheit ist.

1Joh 5,11 Und dies Zeugnis lautet so: »Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und dieses Leben ist in seinem Sohne vorhanden.

Christen rufen den Namen des Herrn Jesus an, ZJ weigern sich Jesus anzurufen

Röm 10,12 Denn hier gibt es keinen Unterschied zwischen dem Juden und dem Griechen 1,16): sie alle haben ja einen und denselben Herrn, ihn, der sich reich erweist an allen, die ihn anrufen;

13 denn »jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«

1Kor 1,2 senden unsern Gruß der Gemeinde Gottes in Korinth, den in Christus Jesus Geheiligten, den (von Gott) berufenen Heiligen, samt allen denen, welche den Namen unsers Herrn Jesus Christus anrufen an jeglichem Ort, bei ihnen wie bei uns.

Johannes sagt,

1Joh 4,2 Daran könnt ihr den Geist Gottes erkennen: Jeder Geist, der da bekennt, daß Jesus der im Fleisch gekommene Christus ist, der ist aus Gott;

Was meint damit mit? Er bezieht sich auf das Evangelium des Johannes wo steht, dass das Wort Gott ist und Fleisch wurde. Jeder der also bekennt, dass Gott Mensch wurde, der ist aus Gott. Wer das nicht bekennt, der ist ein Irrlehrer:

2Joh 7 Denn viele Irrlehrer sind in die Welt ausgezogen, die Jesus Christus nicht als den im Fleisch erscheinenden (Messias) bekennen: darin zeigt sich der Irrlehrer und der Widerchrist.

Die Tatsachen zeigen also, dass ZJ keine Christen im Sinne der Bibel sind, sie leugnen, dass Jesus Gott ist der Fleisch wurde, sie legen kein Zeugnis über Jesus ab und sie predigen nicht einmal den auferstandenen Christus.

Wie können sie daher Christen sein? Wenn man sich anschaut, wie viel Prozent des Gottesdienstes sich bei ZJ über Jesus Christus dreht dann merkt man dass sie keine Christen sind, 10% wäre noch sehr viel gerechnet. Manchmal taucht Jesus gerade mal bei der Formel am Ende eines Gebetes auf mit der sie glauben Jesus genüge zu tun. Anstatt ihn zu ehren wie den Vater spielt er eine Nebenrolle.

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Diese Frage und weitere findest Du beantwortet in den Korrespondenzrichtlinien (Correspondence Guidelines) der 'Organisation' der Zeugen Jehovas, zu finden bei: jwleaks.org

Damit erhältst Du Informationen aus erster Hand, die noch nicht einmal Deiner ZJ-Freundin vorliegen. Ich denke, dass gibt Euch viel Gesprächsstoff.

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Kommentar von nomames
12.11.2015, 16:37

Gute Idee, zeig ihr mal dieses Regelwerk.

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Bei meiner Kollegin ist es genauso. Sie ist seit 25 Jahren bei den Zeugen, mit ihrem Mann war sie aber schon vorher verheiratet.

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Natürlich dürfen sie das.

Es wird zwar in der Bibel der Rat gegeben, im gleichen Glauben zu heiraten, aber manche halten sich nicht daran und treffen ihre eigene Entscheidung. Andere sind bereits verheiratet, wenn sie Zuegen Jehovas werden.

Zeugen Jehovas sind übrigens auch Christen, auch wenn manche das nicht wahr haben wollen.


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Kommentar von nomames
12.11.2015, 09:22

Natürlich dürfen sie das. Es wird zwar in der Bibel der Rat gegeben, im gleichen Glauben zu heiraten, aber manche halten sich nicht daran und treffen ihre eigene Entscheidung.

Nein, dürfen sie nicht. Siehe hier:

"Für Christen gilt die Regel, nur jemanden mit demselben Glauben zu heiraten (1. Korinther 7:39). Jehovas Zeugen verstehen das so, dass es nicht ausreicht, wenn jemand ihren Glauben respektiert. Es geht vielmehr darum, dass derjenige diesen Glauben lebt und ein getaufter Zeuge Jehovas ist (2. Korinther 6:14). Gott hat sein Volk schon immer angewiesen, nur jemanden mit demselben Glauben zu heiraten"

http://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/jw-dating/

Klar gibt es ZJ die sich nicht an diese Regeln halten, aber dafür werden sie von der Organisation normalerweise bestraft (Druck die Beziehung zu beenden, Verlust von Vorrechten, öffentliches Rügen, bezeichnet halten).

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Zeugen Jehovas heiraten nur Zeugen Jehovas! Sie nennen das im Herrn heiraten. Was aber passiert, wenn sich ein Zeuge Jehovas in einen Nicht-Zeugen verliebt? Zunächst werden die Zeugen versuchen entweder den Umgang zu verhindern oder einen Zeugen Jehovas aus dem Ungläubigen zu machen. Gelingt das jedoch nicht und die Liebenden beschließen zu heiraten, dann beginnt ein Drama der besonderen Art.

Kein Zeuge Jehovas darf auf ihre Hochzeit kommen. Weder die Eltern, noch die Geschwister, noch Verwandte und schon gar nicht andere Zeugen aus der Versammlung, die nicht mit ihnen verwandt sind. Geht jemand dennoch auf die Hochzeit, dann wird er zwar nicht ausgeschlossen, gilt jedoch als geistig unreif. Hatte er vor dem Besuch der Hochzeit irgendein Vorrecht, z. B. als Dienstamtsgehilfe, Ältester oder Pionier, dann wird es ihm weggenommen und die ganze Versammlung weiß, dass er sich etwas hat zu Schulden kommen lassen.

http://www.zeugenjehovas-ausstieg.de/03-blog/allgemein/wenn-jemand-einen-nicht-zeugen-heiratet.html

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Kommentar von warehouse14
11.11.2015, 21:33

Da die Zeugin Jehovas, um die es in der Frage geht, zum Zeitpunkt der Eheschließung noch keine Zeugin Jehovas war trifft all das, was Du hier gerne breittreten willst, ja garnicht zu.

In der Schule würde man dazu sagen: Thema verfehlt.

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Kommentar von Janmeyer
15.11.2015, 23:42

Richtig ! Und genau das sagt auch die Bibel Voraus

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Da deine Freundin vor den zeugen jehovas geheiratet haben passiert garnichts. Hätte sie ihn geheiratet und wäre sie bei den zeugen jehovas (getauft)sehe es anders aus. Natürlich dürfte sie ihn heiraten, (ist ja ein freies land) müsste aber im schlimmsten Fall mit Ausschluss rechnen. Da zj nur im Herrn (jehova) Heiraten sollen. Hoffe ich konnte da etwas weiter helfen. 

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Kommentar von nomames
12.11.2015, 16:36

Ausgeschlossen wird man deswegen nicht.

Die schlimmst mögliche Strafe, ist, in solchen Fällen, das Bezeichnet halten. Das heißt ZJ dürfen mit der Person keinen freizeitlichen Kontakt mehr haben. 

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Das kann doch nun wirklich dein Problem sein. Das ist eine Sache zwischen den Beiden.

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Kommentar von Guppy3010
11.11.2015, 19:03

Ich mag die beiden total gerne und sie ist eine wunderbare Frau. Aber vom Grundsatz der Religion der ZJ passt es einfach nicht, deshalb frage ich. Stimmt, es geht mich nichts an aber ich bin neugierig :-)

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